DESTINATION KERALA
■ Die seltenen Berggorillas wohnen in den waldigen Regionen im Osten Afrikas. Die meisten leben im Tal der 4.500 m hohen Virunga-Vulkane. Eine Reise zu ihnen ist beschwerlich, aber ein unvergesslich kostbares Erlebnis.
LUST AUF RUANDA BEKOMMEN? 11 TAGE IM GRÜNEN HERZ AFRIKAS! Das Land im Osten Afrikas bezaubert mit nebelverhan- genen Vulkangipfeln, idylli- schen Seen, atemberauben- den Teeplantagen und nicht zu vergessen – seinen fast menschlichen Bewohnern. HIGHLIGHT: AUF DEN SPUREN DER PRIMATEN Bereit für ein „Once in a Lifetime“-Erlebnis? Beim Gorilla-Trekking im Volcanos Nationalpark kommen Sie den sanften Riesen ganz nah. Und kön- nen gleichzeitig die unbe- rührte Landschaft genießen. Herzklopfen garantiert! November 2022 bis Oktober 2023, täglich antretbar ab € 9.590 p. P. CO 2 -FUSSABDRUCK: 2.302,7 kg
SO VIELE GORILLAS WIE NOCH NIE Die strengen Schutzmaßnahmen sorgen für gute Nachrichten: In den touristisch genutzten Gebieten wuchs die Population in den letzten Jahrzehnten auf insgesamt 1.004 Tiere an. Damit sind Berggorillas die einzigen Menschenaffen, deren Zahl zu- nimmt. Was ein Einbruch des Tourismus für diese Symbiose bedeutet, zeigte sich in den letzten Jahren. Lediglich 10.000 Tou- risten zählte man 2021 im Virunga Natio- nalpark – 26.000 weniger als normalerwei- se. Während in Ruanda trotz Lockdowns Ranger ununterbrochen für den Schutz der Gorillas sorgten, brach die Überwa- chung in Uganda kurzfristig zusammen. Silberrücken „Rafiki“ fiel deshalb den Wil- derern zum Opfer – der erste Verlust seit zehn Jahren. SANFTER TOURISMUS NACH DER PANDEMIE Dass der Gorillatourismus etwas Gutes ist, darüber sind sich sogar Artenschützer einig. Nebeneffekte gibt es aber auch hier: Gorillas, die ihre Scheu vor Menschen ver- lieren, sind leichtere Beute für Wilderer. Manchmal erwischt man sie auch beim Plündern der Felder. Bauern werden dafür aber mit Geld aus den Fonds des Gorilla- tourismus entschädigt. Ab 1.500 US-Dol- lar zahlen ausländische Gäste nämlich für eine maximal einstündige Begegnung. Ein stolzer Preis, der gerechtfertigt ist. Damit der Bau von großen Luxuslodges für die wohlhabenden Touristen keine Vegetation zerstört, wird für Wiederaufforstung ge- sorgt. Seit sich Ruanda wieder schrittweise für Touristen geöffnet hat, müssen diese außerdem vor dem Besuch bei Gorillas oder Schimpansen ein strenges Protokoll befolgen. Fiebermessen, Hände und Schu- he desinfizieren sowie Gesichtsmasken tragen. Damit der Tourismus den faszinie- renden Berggorillas auch weiterhin nicht schadet und sie die wichtigsten Botschafter des Landes bleiben.
BEGEGNUNG IN DEN BERGEN
E in Rascheln geht durch das Dschun- geldickicht. Plötzlich steht er da: ein 160 Kilo schwerer Silberrücken. Nun heißt es: ruhig verhalten, ein wenig ducken und Augenkontakt vermei- den. Es herrscht strikte Maskenpflicht in der maximal achtköpfigen Gruppe, zehn Meter Abstand müssen eingehalten wer- den. Hier spielt man nach den Regeln der Gastgeber, also der Gorillas. Denn Men- schen sind im Parc Volcanoes in Ruanda nur Besucher. Dass Tourismus auch posi- tive, um nicht zu sagen essenzielle Auswir- kung auf Natur und Tierwelt haben kann, zeigt sich an keinem Beispiel so gut wie an den seltenen Menschenaffen. ARTENSCHUTZ DURCH TOURISMUS Den sogenannten Gorillatourismus gibt es seit Ende der 1970er-Jahre. Berggorillagrup- pen wurden dabei erstmals in Ruanda lang- sam an Besuche von Menschen gewöhnt. Später geschah dies auch in der Demokrati- schen Republik Kongo und in Uganda. Das
SANFTER GORILLA- TOURISMUS IN RUANDA
Die Berggorillas in den Gebirgen Ost- afrikas sind wahre Retter für Mensch und Natur – und das nur durch ihre Anwesenheit. Ein Besuch bei ihnen finanziert außer- dem ihren eigenen Schutz. Wenn Tourismus und Umweltschutz eine perfekte Symbiose bilden.
hätte natürlich schrecklich schiefgehen kön- nen. Dank der vernünftigen Zusammenar- beit von Regierung und Tierschutzorganisa- tionen wurde aber stets für das Wohlergehen der Tiere gesorgt – und das Konzept Goril- latourismus trug Früchte. So gehen heute beispielsweise 10% aller Einnahmen durch Touristen direkt an die umliegenden Dörfer, und Jobs rund um den Gorillatourismus er- nähren nicht selten ganze Großfamilien. Der Rückhalt für den Naturschutz ist deshalb umso größer und wurde sogar während di- verser Bürgerkriege eingehalten. Die Einnahmen rund um den Gorillabesuch sind außerdem ein gutes Bei- spiel dafür, dass umweltverträglicher Touris- mus Armut lindern und damit Wilderei und Waldrodungen eindämmen kann. Den Go- rillas bringt ihre große Beliebtheit vor allem Schutz. Durch regelmäßige Besuche können Geburten, Todesfälle und Gesundheitsprob- leme analysiert und geklärt werden. Illegale Aktivitäten in den Schutzgebieten kann man dadurch ebenfalls frühzeitig verhindern.
UNSER EXPERTE SASCHA HASINER
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