DIE NOMADEN NAMIBIAS
S engende Hitze lässt die Luft im Kaokoland flirren. Das Wüstengebiet besteht aus ockerfarbenen Ebenen und karger Botanik. Natürliche Schattenspender sind hier genauso rar wie Wasser. Einzige Ausnahme bildet das Marienflusstal, an dessen Ende der Fluss Kunene fließt, der zum Teil die Grenze zwischen Angola und Namibia bildet. Hier, im Nordwesten Namibias, lebt ein Volk, das diesen lebensbedrohlichen Bedingungen bereits seit vier Jahrhunderten trotzt. Fast neun Autostunden von Namibias Hauptstadt Windhoek entfernt, taucht wie aus dem Nichts das Dorf Opuwo am Horizont auf. Rund 12.000 Einwohner leben an die- sem staubigen Wüstenort, der aus drei Tankstellen, drei Supermärkten und einer Lodge für Touristen besteht. Rundherum erstreckt sich das sogenannte Kaokoveld, ein dürres Gebiet, das flächenmäßig beinahe so groß ist wie Costa Rica. Hier leben Schätzungen zufolge noch etwa 8.000 Menschen aus dem Volk der Himba. Dort, wo die Wüste Namibias am trockensten ist, leben die Himba im Einklang mit der Natur. Faszinierende Fakten über ein Volk, das beinahe ohne Wasser auskommen muss.
COLUMBUS MAGAZIN 23
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