DESTINATION ISTANBUL
H ausarrest. Daran erinnert sich niemand gerne. Eingepfercht im eigenen Kinderzimmer war- tete man geduldig, bis die Buß- zeit abgesessen war. Doch wie sähe es aus, wenn der Ort der Bestra- fung eine sonnige Insel-Oase mitten im azurblauen Meer wäre? Wie wir da- rauf kommen? Nun, zur Zeit der Sulta- ne wurden junge, aufmüpfige Prinzen kurzerhand auf jene Inseln vor den Toren Istanbuls verbannt, die heute viele Touristen anziehen. Um Thron- streitigkeiten innerhalb der Familie zu vermeiden, ging es ins Exil, und die kleine Inselgruppe im Marmarameer kam zu ihrem Namen: Prinzeninseln. Die Prinzeninseln bieten Reisenden nicht nur Ruhe und Entspannung vom Trubel Istanbuls. Die Geschichte ihres Namens ist zudem äußerst kurios ... BESONDERE PRINZENROLLE MEHR ALS EIN FERIENDOMIZIL Angesichts der ruhigen Meeresbrise und den lauschigen Pinienwäldern, die diese Insel-Oasen auszeichnen, hält sich das Mitleid für die jungen Prinzen allerdings in Grenzen. Damals fristeten die könig- lichen Sprösslinge in Klosterzellen aber höchstwahrscheinlich ein karges Leben. Für Besucher zeichnen sich die fünf be- wohnten Inseln heute vor allem durch zwei Dinge aus: Ruhe und Entspannung. Denn obwohl es genügend zu sehen gibt, bietet das Leben hier eine kleine Auszeit vom quirligen Trubel Istanbuls. Das Fehlen von Autos und Reisebussen trägt dazu den größten Teil bei – auf den Prinzeninseln bewegt man sich zu Fuß,
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