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Three Pines, ein kleines idyllisches Städtchen im Süden von Québec, schon fast an der Grenze nach Vermont: Die Einwohner sind liebenswürdig und sympathisch, haben aber allesamt auch ihre Schwächen und skurrilen Eigenheiten sowie nicht wenige tief verborgene Geheimnisse. Im ersten Teil der Reihe lernt Chief Inspector Armand Gamache diese eingeschworene Gemeinschaft kennen und schätzen – und so sind es mittlerweile 17 Bücher, in denen Three Pines immer wieder Schauplatz spannender Verbrechen ist, die es aufzuklären gilt – natürlich mit tatkräftiger Unterstützung der charmanten Bewohner, viel Lokalkolorit und wundervollem Humor. Nach Kanada: Louise Penny | „Chief Inspector Gamache“ Die kleine große Welt der Scotland Street in Edinburgh: Die junge Pat sucht nach ihrer Bestimmung, der schöne Bruce glaubt, sie ge- funden zu haben, und der Galerist Matthew hat längst aufgehört zu suchen. Diese Leute bilden das Gerüst des Geschehens. Natürlich haben sie auch ein Umfeld, aus dem wunderbar skurrile Begebenheiten entstehen. So nimmt man Einblick in die Organisation einer Partei im Kreis Edinburgh Süd, Beziehungsschwierig- keiten und die knappe Parkplatzsituation der Stadt. Mit einer gehörigen Portion schottischem Humor lässt der Autor so über das schottische Parlament und alteingesessene Traditionen lästern. Für Schottland- und Edinburgh-Fans sind die Geschichten über die kleinen und großen Probleme der Bewohner der Scotland Street Nummer 44 in Edinburgh ein Muss. Nach Schottland: Alexander McCall Smith | „44 Scotland Street“
Nach Namibia: Tommy Jaud | „Hummel- dumm“
Ein höchst vergnügliches Buch über gut nachvollziehbare Freuden und Missgeschicke einer zunächst nur durchs gemeinsame Reisen verbundenen Gruppe, über Menschen, die trotz aller Gegensätze am Ende dann doch von Leidensgenossen zu Freunden werden, und über ein Land, das Abenteuer und Landschaften, Geschichte und Erkennt- nisse bietet – vor allem die Erkenntnis, dass ein Miteinander immer noch besser ist als ein Gegeneinander. Gewürzt mit einer guten Prise bissigen Humors, wird mit viel Witz und Leichtigkeit bewiesen, dass eine Gruppen- pauschalreise besser ist als ihr Ruf und selbst eingefleischte Individualisten eine Teilnahme durchaus überleben.
Weil jede Reise auch das perfekte Buch braucht.
Nach Bordeaux: Alexander Oetker | „Château Mort“
Nach Istanbul: Elif Shafak | „Der Architekt des Sultans“
Istanbul ist in der Blütezeit des Osmanischen Reichs das Zentrum des Orients. Aus dem fernen Indien angereist, führt Jahan einen weißen Elefanten mit sich, ein Geschenk seines Schahs für die Menagerie des Sultan- palastes. So beginnt ein episches Abenteuer, in dem sich der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Junge plötzlich im Herzen des mächtigen Reichs wiederfindet, inmitten des Prunks und des Reichtums. Die Begegnung mit dem Hofarchitekten Sinan, dem be- rühmtesten Baumeister der islamischen Welt, wird sein Schicksal für immer verändern. Gemeinsam bauen sie Moscheen und Paläste, Mausoleen und Aquädukte, die alle Zeiten überdauern sollen.
Einen Marathon zu laufen und dabei Wein zu trinken, sind nicht gerade zwei Aktivitäten, die oft Hand in Hand gehen. Dennoch ge- schieht genau das beim Marathon du Médoc, der mitten durch die Gärten und Weinberge der schönsten Châteaus führt. Doch während des Laufes stirbt ein angesehener Winzer – und ausgerechnet Commissaire Luc Verlains bester Freund Richard ist der Hauptverdäch- tige. Der Kommissar entdeckt rasch, dass auch die nobelsten Weingüter der Welt ihre Schattenseiten haben. Eine unterhaltsame Lektüre für Weinliebhaber, Austern-Connais- seure und Krimi-Fans, perfekt geeignet zu einem Glas Médoc.
Colu
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