STAR CLIPPERS
„Naturwunder beeindrucken durch Größe und die Beständigkeit, sie relativieren die eigene Existenz.“
LEINEN LOS!
Star Clippers betreibt drei der größten Passagiersegelschi # e der Welt. Mit Anlau $ äfen abseits der üblichen Routen sowie Annehm- lichkeiten, die man sonst nur auf privaten Yachten % ndet, zählt Star Clippers zur Spitze der Veranstalter von Spezialkreuzfahrten. D ass Kreuzfahrt nicht gleich Kreuzfahrt ist, wird an Bord der Star Clippers-Schi ! e schon auf den ersten Blick klar: hier werden ruhig Segel gesetzt und keine wummernden Turbi- nen angeworfen. Doch damit fangen die Unterschiede eigent- lich erst an. Aber alles der Reihe nach: Star Clippers-Schi ! e befahren auf wechselnden Routen die Karibik, Zentralamerika und das Mittelmeer. Zur Flotte zählen der Fünfmaster „Royal Clipper“ (Länge: 134 Meter, 227 Passagiere, 106 Besatzungsmitglieder) sowie die baugleichen Viermaster „Star Flyer“ und „Star Clipper“ (Länge: 115,5 Meter, 166 Passagiere, 74 Besatzungsmitglieder). Eine Reise auf einem der Vier- oder Fünfmast-Segelschi ! e von Star Clippers lässt unweigerlich die Segelromantik einer längst vergangenen Zeit wieder- au $ eben. Anders als damals bieten diese drei Segelschi ! e modernen Komfort, verbunden mit der Erfüllung höchster Sicherheitsstandards. LEBEN AN BORD In familiärer Atmosphäre kann man sich völlig ungezwungen an Deck bewegen und kommt schnell in Kontakt mit der Mannscha " und ande- ren Passagieren. Den Matrosen beim Segelsetzen zuschauen? Vielleicht sogar einmal selbst mitanpacken, auf den Mast ins erste Krähennest klettern? Sich ins Netz vor dem Bugspriet legen und unter sich kris- tallklares Wasser fühlen? Alles kein Problem. Am Hauptdeck wartet dann in der Bibliothek schon eine Partie Schach oder Bridge, und die „Tropical Bar“ lockt mit köstlichen Cocktails. Selbst der Kapitän freut sich über Besuch auf der Brücke und weiht Interessierte gerne in die Geheimnisse des Segelns und der Navigation ein. IDEAL FÜR IDEALISTEN Die Schi ! e sind bestens für Paare und Singles geeignet, welche es lie- ben, in kleinen Buchten und vor einsamen Stränden vor Anker zu ge- hen, abseits der Touristenströme von Riesenkreuzfahrtschi ! en. Die Innen- und Außenkabinen der Star Clippers-Schi ! e haben eine Größe von 9 bis 14 m 2 und verfügen über Klimaanlage, TV/DVD, Safe und ein eigenes Marmorbad mit Dusche und WC. Noch mehr Komfort bieten die Eigner-Suiten (ca. 21 m 2 ) mit einem separaten Wohnbereich und Whirlpool. Auf der Royal Clipper stehen zusätzlich 14 Deluxe Suiten (ca. 25 m ² ) mit Balkon sowie zwei Eigner-Suiten (je 40 m ² ) zu Ihrer Ver- fügung. Überall an und unter Deck steht das entspannte Leben im Vor- dergrund. Heißt: Die Star Clippers-Segelschi ! e kennen keinen stren- gen Dresscode. Auch abends ist es eher leger. Die o & zielle Empfehlung: sportlich gep $ egter Stil, aber weder Anzug noch Abendkleid.
doch schon sehr persönlich und intim. Ein Erlebnis, das einen berührt hat, das Gefühl, etwas Besonderes erlebt zu haben – sei es in der Natur, mit Musik oder mit Kultur –, das lässt sich doch nicht einfach so vorprogram- mieren. Es passiert. Man kann es als idiosyn- kratisch bezeichnen: Eine Person hat dieses Gefühl in der einen Situation, eine andere Person in einer anderen – da gibt es keine Verallgemeinerung. Die einen emp # nden ein tiefes, vielleicht lebensveränderndes Erlebnis in einem Museum in Florenz, die anderen beim Wandern in den Bergen, und wieder andere beim Besuch von historischen Stätten in Israel und dem Westjordanland, wie zum Beispiel in Bethlehem. SEHNEN SICH ALLE MENSCHEN NACH WUNDERN, DEM ÜBERNATÜRLICHEN UND UNERKLÄRLICHEN? Auch da kommt es auf die Persönlichkeit an. In der Forschung unterscheiden wir zwischen Menschen, die sehr kritisch denken, und an- deren, die Derartiges aktiv suchen. Da gibt es einen grundlegenden Unterschied im Ver- arbeiten von Informationen. Das heißt aller- dings nicht, dass eine Person, die sehr kritisch denkt, nicht auch von der Natur, der Musik oder anderen Erlebnissen überwältigt werden kann. Im Gegenteil: Es kann sogar noch ext- remer ausfallen, denn wenn jemand sehr kri- tisch denkt, alles Unerklärliche ablehnt und dann ein Extremerlebnis hat, wir " das alle vorigen Denkmodelle über den Haufen. Und der E ! ekt, das emotionale Erlebnis, ist dann o " viel stärker. Umgekehrt ist es aber o " so: Ist jemand eh schon spirituell, ist so ein Er- lebnis o " nur eine Bestätigung. Das kann sich aber mit der Zeit auch ändern. Ein Grund, warum sich viele Menschen im Alter mehr der Spiritualität und auch der Religion zu- wenden, ist, dass sie mit emotionalen Situa- tionen wie zum Beispiel Verlust klarkommen müssen. Das bedeutet nicht, dass man plötz- lich gläubig wird, wenn man es vorher nicht
war, aber man schätzt das Spirituelle wieder mehr, wenn man Trost braucht.
WAS MACHEN DIESE „WUNDER“ MIT UNS? Die Reduktion von Ambivalenz, von innerem Widerspruch, wird o " als Grund dafür ge- nommen, warum Menschen zur Spiritualität, zum paranormalen Glauben tendieren. Man will also diese Ambivalenz in sich selbst redu- zieren und ein Gefühl von Kontrolle wieder- herstellen. Wir sehen, dass magisches Den- ken und Religiosität in Zeiten von Krieg, von Naturkatastrophen zunehmen. Hier kommt einem jegliche Kontrolle abhanden, und das führt gesellscha " lich zu einer verstärkten Hinwendung zum Glauben. Es ist Stressre- duktion durch den Versuch, wieder Kontrolle zu erlangen. IST ES ABER NICHT ABSURD, KONTROLLE ZU ERLAN- GEN DURCH ETWAS, DAS NICHT RATIONAL IST? Da kommt es wieder auf die jeweilige Persön- lichkeit an. Aber bei vielen spirituellen Tra- ditionen in zahlreichen Kulturen, wie zum Beispiel dem Meditieren, dem Rosenkranzbe- ten oder dem Wiegen der islamischen Su # s, geht es um das Wiederholen eines gleichen Verhaltens, das beruhigend wirkt. Es sind Traditionen, die entwickelt wurden, um das Emotionale in den Gri ! zu bekommen. Das ist übrigens auch beim Laufen oder beim Wandern der Fall. Wir fallen in einen besinn- lichen Trott. UND AUCH BEIM REISEN, ODER? DIE SEHNSUCHT NACH AUSSERGEWÖHNLICHEM, NACH NATURWUN- DERN IST JA AUCH STRESSREDUKTION PUR. Für manche ja, für sie wirkt Natur beruhi- gend. Für andere kann sie aber auch trauma- tisch sein. Naturwunder beeindrucken durch Größe und die Beständigkeit, sie relativieren die eigene Existenz. Sie relativieren die eigene Größe und machen klar: Du bist nur ein klei- nes Sandkorn im Getriebe.
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COLUMBUS MAGAZIN 19
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