Entdecken Sie das neue COLUMBUS Magazin!
DAS MAGAZIN
UNSERE REISEBÜROS WIEN COLUMBUS Zentrale Universitätsring 8 A-1010 Wien Tel.: 01 / 534 11 0 Mail: touristik@columbus.at COLUMBUS Wieden Wiedner Gürtel 12 A-1040 Wien Tel: 01 / 505 23 86 Mail: wieden@columbus.at COLUMBUS Cottage Kutschkergasse 42 A-1180 Wien Tel.: 01 / 479 10 10 Mail: cottage@columbus.at COLUMBUS Mauer NIEDERÖSTERREICH COLUMBUS Hollabrunn Sparkassegasse 19 A-2020 Hollabrunn Tel.: 02952 / 23 50 Mail: hollabrunn@columbus.at COLUMBUS Mistelbach Hafnerstraße 8 A-2130 Mistelbach Tel.: 02572 / 33 01 Mail: mistelbach@columbus.at SALZBURG COLUMBUS Salzburg Julius-Welser-Straße 8 A- 5020 Salzburg Tel.: 0662 / 42 40 00 40 Mail: salzburg@columbus.at STEIERMARK COLUMBUS Raaba-Grambach Dr.-Auner-Straße 20 (Technopark) A-8074 Raaba-Grambach Tel.: 0316 / 902 202 Mail: raaba@columbus.at
Die vergangenen Jahre haben unsere Art zu reisen nachhaltig verändert. Statt höher, weiter, teurer heißt es nun: Weniger ist mehr. Das will dafür besonders bewusst erlebt werden! MIT ALLEN SINNEN REISEN
COLUMBUS Baden Braitner Straße 35A A-2500 Baden Tel.: 02252 / 908 263 Mail: baden@columbus.at COLUMBUS Perchtoldsdorf Wiener Gasse 6 A-2380 Perchtoldsdorf Tel.: 01 / 869 87 88 Mail: perchtoldsdorf@columbus.at
TIROL COLUMBUS Innsbruck Leipziger Platz 1 A-6020 Innsbruck Tel.: 0512 / 33 060 Mail: innsbruck@columbus.at VORARLBERG COLUMBUS Wolfurt Kirchstraße 20 A-6922 Wolfurt Tel.: 05574 / 90300 Mail: wolfurt@columbus.at
Gesslgasse 10 A-1230 Wien Tel.: 01 / 889 28 28 Mail: mauer@columbus.at
BURGENLAND COLUMBUS Eisenstadt Hauptstraße 21 A-7000 Eisenstadt Tel.: 02682 / 626 63 Mail: eisenstadt@columbus.at
OBERÖSTERREICH COLUMBUS Linz Lustenauer Straße 39 A-4020 Linz Tel.: 0732 / 77 47 44 Mail: linz@columbus.at
DUFTPARADIES Wie und warum uns Hotels mit ihrem Du ft betören.
BRASILIEN Wie Starkoch Alex Atala mit seiner Küche den Dschungel rettet.
OMAN Der Wüste und dem Glamping-Zauber auf der Spur.
EDI TORIAL
DIE SINNE SCHÄRFEN ... REISEN!
Reiseanliegen garantieren können. Deshalb haben wir uns entschlossen, unser Haupthaus technisch und architektonisch in die Zukunft zu führen. GEMEINSAM RICHTUNG ZUKUNFT Nachhaltig. Zeitlos. Zukunftsfit. So lautet das Motto, unter das wir dieses große Vorhaben gestellt haben. Soeben hat die bisher umfang- reichste Modernisierung unseres historischen Reisebürostandortes – seit 1932 ist COLUM- BUS Reisen (vormals Austrobus) am Univer- sitätsring 8 in Wien ansässig – begonnen. Sie umfasst nicht nur das historische Glasportal sowie sämtliche Büroflächen, sondern beinhal- tet zudem alles an technisch möglichem Fort- schritt mit besonderem Fokus auf höchstem Kundenkomfort, höchster Qualität und Nach- haltigkeit. Zukünftig wird unser COLUMBUS Stammhaus komplett mit klimafreundlicher Wärmepumpe mittels Strom aus Wasserkraft geheizt und gekühlt werden. Eine Pionierleis- tung, wenn man bedenkt, dass das Gebäude aus der Zeit um 1870 stammt! Ein Meilenstein, mit dem wir auch nach außen hin ein State- ment setzen wollen. Und so haben wir unser Logo genauso an die Zeit und die Zukunft an- gepasst: schlank, elegant, zukunftsfit. Viel Freude beim Lesen! Ihr Mag. Alexander Richard, Geschä ft sführer COLUMBUS Reisen
VEREHRTE LESERINNEN UND LESER DES COLUMBUS MAGAZINS, LIEBE KUNDEN!
Es ist ein Schlagwort, das seit längerem durch die Medien wandert: „Resonanzreisen“. Ein Begriff, der aus meiner Sicht viel technischer klingt, als er sollte. Schließlich meint er Reisen, die nicht nur unseren Wissensdurst und Kul- turhunger stillen, sondern zudem für unsere ganze Wahrnehmung eine möglichst intensive Sinneserfahrung ermöglicht. Reisen also, die auf allen möglichen Ebenen in uns Resonanzen erzeugen. Mit dieser neuen Ausgabe des COLUMBUS Magazins verdeutlichen wir, welche Möglichkeiten moderne Reisefor- men bieten, um die unterschiedlichen Sinne zum Schwingen zu bringen. Sehen, hören, füh- len, schmecken, riechen – die Destinationen und die Menschen, die wir in diesem Magazin präsentieren, eint allesamt, dass sie aus den fünf einzelnen Sinneswahrnehmungen ein Gesamtbild erstehen lassen, das uns glücklich macht. Das uns jenes Gefühl verschafft, für das wir nach Urlaub und Ferne streben: Genuss auf allen Ebenen. Sinnhaftes Reisen bedeutet für uns allerdings auch sinnvolles Reisen. Und das können wir als passionierter Reiseveranstalter nur dann mit gutem Gewissen anbieten, wenn wir selbst die Basis für eine zukunftsorientierte und damit nachhaltige Abwicklung sämtlicher
COLUMBUS MAGAZIN 3
ZEITLOS. ELEGANT. AUS TRADITION MODERN.
Lange wurde am neuen Markenau ft ritt der COLUMBUS Gruppe gearbeitet. Nun wurde mit Stolz das brandneue Corporate Design inklusive zeitgemäßem, modernem Logo präsentiert.
Seit 1932 residiert COLUMBUS Reisen am Universitätsring 8 in 1010 Wien. Die Fassade von damals ist freilich längst Geschichte. Die von morgen befindet sich gerade im Bau.
Das O im neuen Schriftzug ist exakt um 23,4 Grad nach rechts geneigt – dem Neigungswinkel der Erdachse.
Nachhaltig – zeitlos – zukunftsfit. Diese drei Schlagworte bilden das Zentrum der gesamten Neuausrichtung von COLUMBUS Reisen. Das neue Logo ist nur eine Ausprägung davon.
Die Anforderungen an eine ideale Kundenberatung haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Das Interior der Räumlichkeiten geht seither stets mit der Zeit – so auch jetzt.
Um in Zukunft die über 90-jährige Tradition des Familienunternehmens unterstreichen zu können, kommt im neuen Design auch das Gründungsjahr bewusst zum Einsatz.
I m Rahmen der traditionellen Jahresfeier der gesamten COLUMBUS Unternehmens- gruppe Mitte Jänner sorgten gleich zwei spannende Neuigkeiten für große Über- raschung bei der Belegschaft. In einer mit- reißenden Präsentation wurden die Pläne zur Revitalisierung der Reisebürozentrale am Uni- versitätsring 8, 1010 Wien vorgestellt. Dabei verkündete Eigentümer und Geschäftsführer Mag. Richard stolz: „Mir ist es ein zentrales Anliegen, unser 150 Jahre altes Stammhaus, das bereits seit 90 Jahren Haupt- standort des Familienunternehmens ist, fit für die Zukunft zu machen.“ So wird der Umbau umfassende technische Fortschritte mit Fokus auf Qualität und Nachhaltigkeit mit sich brin- gen. Vor allem neue Büroflächen mit Wow-
Effekt, welche an die Eleganz der 50er- und 60er- Jahre erinnern, prägen die Neugestaltung. AUCH EIN NEUER MARKENTAUFTRITT Einen frischen Anstrich bekommt jedoch nicht nur die COLUMBUS Zentrale an der Ringstraße. Es wurde auch ein neuer, zeitge- mäßer Markenauftritt präsentiert. Seit dem Bestehen des Traditionsunternehmens 1932 hat dieses bereits das eine oder andere Re- branding erfahren. Moderner, wertiger und farbenfroher signalisiert das neue Design eine aufregende und dynamische Ära. Er- gänzt wird all das durch eine Neuinterpreta- tion des Logo-Schriftzugs, welches das nun frische, zeitgemäße Erscheinen der Marke unterstreicht.
Schon vor 90 Jahren wurde Diskretion bei COLUMBUS Reisen großgeschrieben. Daran hat sich nichts geändert, auch die neue Innenraumgestaltung nimmt darauf Rücksicht.
Gemütliche Wohnzimmeratmosphäre in Komination mit zeitgemäßem Interior-Design schafft die idealen Bedingungen für ausführliche und beste Beratung.
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GLAMPING IM OMAN Wenn der Kargheit der Wüste ein ganz besonderer Zauber innewohnt.
RAUSCH FÜR ALLE SINNE Chongqing: die größte Stadt der Welt, die keiner kennt, aber jedem die Sinne raubt.
DER DSCHUNGELKÖNIG Wie Alex Atala als Koch Bra- siliens Nationalheld wurde – und nun die Welt rettet.
MEHR STATT MEER Der Trend geht weg von viel Programm im Urlaub hin zum bewussten Reisen.
HARTE TOUR Der Fernwanderweg Grande Randonnée 20 auf Korsika gilt als der härteste seiner Art.
SOZIALE HEIMAT Wie ein Ressort in Kambod- scha Urlauber und Einheimi- sche glücklich macht.
WOHIN DIE REISE GEHT ...
FÜNF LECKERBISSEN Kleine Reisen zu großem Genuss. 38
INSTAGRAM VS. REALITY Wo liegt die Grenze zwischen Inszenierung und Realität? 44
WARUM HOTELS SO DUFTEN, WIE SIE DUFTEN Du ft -Designer Robert Müller-Grünow im Interview. 24
BILDWELTEN Provence | Norwegen | Portugal 08
MYTHOS THAI-MASSAGE Was macht diese Massage eigentlich so besonders? 30
IM LAND DER FARBEN UND DES LICHTS Wie die Provence Maler und Künstler lockt. 42
VORAUS(GE)LESEN Weil jede Reise auch das perfekte Buch braucht. 52
KURZ MAL WEG My Arbor – Urlaub im Baumhaus. 14
SINN-VOLLES KOLUMBIEN Das Land, das man mit allen Sinnen erleben muss. 32
DIE LAUTE STILLE DER WÜSTE Das bunte Leben der kargen Kalahari. 20
IMPRESSUM: Medieninhaber & Herausgeber: COLUMBUS Reisen GmbH & Co KG; Geschäftsführer: Mag. Alexander Wenzel Richard, Universitätsring 8/24, A-1010 Wien; Kontakt: Telefon +43 1 534 11-0, Fax +43 1 5330072, E-Mail: office@columbus-reisen.at; FN 285867v; ATU 62961502; Handelsgericht Wien | Projektleitung COLUMBUS Reisen: Michaela Haipl, Mario Steinwedel | Konzeption & Herstellung: UND Kommunikation GmbH, Pilgramgasse 22/7, A-1050 Wien | Creative Director: Denise Katzensteiner | Chefredaktion: Johannes Stühlinger | Autorinnen: Jenni Koutni, Eva Christina Schroeder, Michi Reichelt, Resi Reiner | Lektorat: Carola Kilga | Fotos: Shutterstock, iStock, Nino Fanuko, Augustin Ravnić, Austrian Airlines, Sedmak, Luftaufklärung | Key Account & Consulting: Roland Gölles
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BILDWELTEN PROVENCE
ECHT WOHLTUEND Eigentlich stammt der Lavendel aus Persien und von den Kanarischen Inseln. Doch seine nachhal- tigste Duftmarke setzte diese prachtvoll blühende Pflanze schließlich in der Provence. Längst ist sie das Symbol dieser französischen Region gewor- den. Und wer eine Reise zur Lavendelblüte unter- nimmt, wie sie aktuell von Studiosus angeboten wird, tut nicht nur seiner Seele Gutes. Denn die von dieser Pflanze verströmten Duftstoffe wirken auf unseren Körper in unterschiedlichster Weise positiv. So wiegt uns seine olfaktorische Kraft nicht nur entspannt in den Schlaf, Lavendel zählt gar zu den wirkungsvollsten Heilkräutern, die wir
kennen: Er stärkt die Nerven, lindert Kopfschmerzen und lockert verspannte Muskeln. Seine wunderbare Farbe wäh- rend der Blüte ist also einfach bloß – zum Drüberstreuen.
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BILDWELTEN NORWEGEN
EINMALIG SCHÖN Früher deuteten die Menschen auf der Nordhalb- kugel die unheimlichen Lichterscheinungen als Un- glücksboten. Sie sahen in ihnen Zeichen der Götter oder die tanzenden Seelen der Toten. Heute wissen wir, dass es sich bei den Polarlichtern, der Aurora Borealis, bloß um geladene Teilchen (Sonnenwind) handelt, die auf die Erdatmosphäre treffen und in der Nähe der magnetischen Pole Luftmoleküle zum Fluoreszieren bringen, doch deren Faszination ist ungebrochen. Wer also in diesen einzigartigen op- tischen Genuss kommen möchte, sollte sich in den nördlichen Ländern Europas auf die Suche begeben. Grundsätzlich sind die Nordlichter
das ganze Jahr über zu sehen, aber die besten Monate für die Polarlichtjagd sind September, Oktober, Februar und März.
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BILDWELTEN PORTUGAL
VERBOTEN GUT Offenbar üben verbotene Früchte nicht nur auf uns Menschen einen ganz besonderen Reiz aus. Woher aber kommt das? Eines gleich vorweg: Mit Eva und dem biblischen Biss in den Apfel hat die Sache nichts zu tun. Vielmehr geht diese als Reaktanz bezeichnete Verhaltensweise auf die Steinzeit zurück. Unsere Vorfahren mussten täg- lich Grenzen überschreiten, unbekanntes Terrain betreten, um zu überleben. Dieses Verhaltens- muster ist uns geblieben – und hat offenbar auf diesen Eisvogel abgefärbt. Was wir von ihm wie- derum lernen können: Der Genuss besten Fisches ist jedes Risiko wert! Davon weiß übrigens ein
Österreicher ein Lied zu singen: Zwei-Sterne-Chef Hans Neu- ner kocht im Ocean Restaurant in Portugal Fischgerichte, die laut Kritikern vor allem eines sind: verboten gut.
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EUROPA ITALIEN
Ein Hotel, das mit dem Wald verschmilzt – klar, dass man hier besonders auf einen grünen Fußabdruck achtet.
LUST AUF SÜDTIROL BEKOMMEN? NACHHALTIGER GEHT'S NICHT Wer sich mit den Bäumen verbrüdern und der Natur verschwestern möchte, ist im My Arbor goldrichtig. Hier wird auf allen erdenlichen Ebenen vor allem eine Sache ermöglicht, die wir gerne verlieren: maximale Boden- ha ft ung. 3 Nächte p. P. im DZ mit Halbpension ab € 685,-, täglich antretbar (aus- genommen 04.08.2024 bis 14.09.2024)
BAUMHAUS FÜR ERWACHSENE Beim Anblick dieses Südtiroler Naturhotels muss man zwei- mal hinschauen: Zwischen Tannengrün und dem Grau der Dolomiten schwebt My Arbor beinahe in den Baumkronen. Willkommen im Baumhaushotel Deluxe! K indheitsträume haben ja eines ge- mein: Sie lassen sich nicht immer er- füllen. Anders ist das bei einem ganz speziellen Traum, den damals wohl viele von uns hatten, nämlich einmal tel im Jahr 2018 endlich erfüllte. Nun lockt das My Arbor mit 104 Suiten, einem 2.500 m 2 gro- ßen Wellnessbereich inklusive zwei Pools und fünf Saunen sowie einem vielfältigen Angebot aus Kulinarik, Wanderprogramm, Massagen und Yoga. Die Fassade aus heimischem Fich- tenholz verschmilzt dabei besonders schön mit dem benachbarten Wald.
Genau hier bleiben wir. Mit TUI die schönsten Sonnenziele entdecken.
in einem Baumhaus zu übernachten. Im Ho- tel My Arbor auf der Südtiroler Plose geht das, noch dazu auf besonders behagliche Weise. Wie ein gemütliches Nest zwischen den Baum- kronen thront das Fünf-Sterne-Hotel, das auf schmalen Stelzen wirkt, als würde es schweben. Verantwortlich für dieses architektonisch auf- sehenerregende Wellnessrefugium zeichnet Familie Huber, die seit Jahren schon erfolg- reich mehrere Restaurants in Brixen führt und sich ihren Herzenswunsch vom Baumhausho-
GRIECHENLAND | KARPATHOS Amoopi Bay e z.B. ab Innsbruck am 02.07.2024
GRIECHENLAND | KRETA Anemos Luxury Grand Resort 5
SINNOMETER
GEMÜTLICHES STAMMHAUS Familie Huber ist sich bei all dem Luxus aber dennoch einig: Jedes Tun hinterlässt Spuren. Deshalb findet man im My Arbor Initiati- ven für mehr Nachhaltigkeit an allen Ästen und Enden. Dank der Brixen Card, die man beim Check-in erhält, benutzt man beispiels- weise kostenlos alle Verkehrsmittel in ganz Südtirol. Obst, Gemüse und erstklassiges Oli- venöl direkt von der eigenen Landwirtschaft in Albisano verwandelt das Kulinarikteam in regionale Gaumenfreuden, und Plastik- strohhalme, Einwegverpackungen und Co. hat man schon längst verbannt. Wo immer es möglich ist, verwendet man Produkte aus der unmittelbaren Umgebung. Lokale Pro- duzenten und Lieferanten versorgen das Baumhotel täglich mit ihren Erzeugnissen. Was noch zu sagen bleibt: Frühstück gibt’s bis mittags, schwimmen darf man noch nach dem Sonnenuntergang – und Wünsche werden Gästen hier generell von den Lippen abgelesen. An diesem Fleckchen in Südtirol fühlt man sich tatsächlich zurückversetzt in die Kindheit, sorgenfrei und rundum glücklich.
z.B. ab Wien am 11.05.2024 Doppelzimmer, Halbpension 7 Nächte inkl. Flug p. P. ab
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Doppelzimmer, Frühstück 7 Nächte inkl. Flug p.P. ab
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TUNESIEN | MONASTIR TUI MAGIC LIFE Africana
ITALIEN | KALABRIEN TUI SUNEO La Conchiglia 4
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Ein Refugium am bewaldeten Hang der Plose, nur zehn Minuten von Brixen entfernt und somit auch öffentlich hervorragend erreichbar.
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Christine Beranek
christine.beranek@columbus.at 01/534 11 122
Buchung und Details in Ihrem Reisebüro. Veranstalter: TUI Deutschland GmbH. Tagesaktuelle Preise. Limitiertes Kontingent. Die Preise sind abhängig vom Reisedatum, Abflughafen und Verpflegung.
MIT ALLEN SINNEN REISEN
Corona, Ukrainekrieg, Klimawandel, Teuerung: Zahlreiche Krisen haben unser Leben verändert. Und auch das Reiseverhalten stark beein fl usst. Der Trend geht weg von möglichst viel Programm im Urlaub hin zum ganz bewussten Reisen. Zum Reisen mit allen fünf Sinnen. MEHR STATT MEER: DAS NEUE BEWUSSTE REISEN
ANDREAS REITER Der Zukunftsforscher und Tourismusexperte gründete Ende 1996 das ZTB Zukunftsbüro in Wien, das Unternehmen, Kommunen, Destinationen und den öffentlichen Sektor in strategischen Zukunftsfragen, vorausschauender Transfor- mation sowie systemischer Relevanz berät. Andreas Reiter ist Lehrbeauftragter an der Donauuniversi- tät Krems und am MCI in Innsbruck sowie Keynote Speaker und Referent auf internationalen Kongressen und Tagungen. www.ztb-zukunft.com
Den typischen Strandurlaub gibt es laut Experten Andreas Reiter zwar weiter, Erlebnistrends werden jedoch wichtiger.
„Wir reisen wieder länger, weil wir intensiver und selektiver reisen.“
Urlaubslust: Bereits 2023 hatten die globalen Fluggastzahlen wieder das Niveau von vor der Corona-Pandemie erreicht.
W ir leben in schnellen, in hekti- schen Zeiten. Geschwindigkeit bestimmt unseren Alltag, wir wollen, nein: Wir müssen so viel wie möglich so schnell wie mög- lich erledigen, egal, ob im Job oder im Privat- leben. Oder im Urlaub. Zumindest herrschte nach den Jahren, in denen die Pandemie die Welt dazu gezwungen hatte, ein paar Gänge zurückzuschalten, eine große Sehnsucht nach Reisen, nach fremden Ländern, nach ande- ren Städten, nach dem Meer. Die Menschheit wollte die coronabedingten Lockdowns und
Reisebeschränkungen schnell vergessen, man wollte einfach wieder raus. Insbesondere die Flugreisetätigkeit machte das deutlich: So ver- meldete die Internationale Zivilluftfahrtorga- nisation ICAO bereits zu Beginn des Vorjahrs eine „vollständige und nachhaltige Erholung“ der Fluggastzahlen. Nach Urlaub sehnen sich die Men- schen heute ebenfalls, man will auch in wirt- schaftlich herausfordernden Zeiten weiterhin „raus“, wie Tourismus- und Zukunftsforscher Andreas Reiter, Gründer des ZTB Zukunfts- büros in Wien, erklärt. „Allerding hat sich ver-
ändert, was dieses Draußen für mich ist“, so der Experte. Den typischen Sun- und Beach- Urlaub gebe es laut dem Experten zwar natür- lich weiterhin, doch mit „Frühstückstrips nach Barcelona um 50 Euro“ sei es definitiv vorbei. Vielmehr gelte: „Je individualisierter Reisen sind, desto wichtiger werden ganz spezielle Er- lebnistrends“, erläutert Reiter. IN BALANCE MIT SICH UND DER UMWELT Man sucht also heute im Urlaub immer öfter nicht einfach nur das Meer, sondern das Mehr. Qualität geht vor Quantität, das Erlebnis hat
an Bedeutung gewonnen, nicht der Luxus. Es wird in unvergessliche Momente investiert, nicht so sehr in das materielle Drumherum. Denn das Reisen mit Sinn und mit allen Sin- nen steht im Mittelpunkt. Man will den Urlaub sehen, hören, schmecken, riechen, man will ihn fühlen. Kulinarik, Musik, Natur und Men- schen werden bewusst aufgenommen – nicht am Smartphone, sondern eben mit allen Sin- nen. Man sucht Orte abseits der touristischen Zentren, geht auf Konzerte und in Lokale, in denen Einheimische verkehren. Und man will etwas Bleibendes nach Hause mitnehmen.
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Reisen mit Sinn und mit allen Sinnen: Man will den Urlaub sehen, hören, schmecken, riechen. Man will ihn fühlen.
Andreas Reiter: „Wir bewegen uns schon seit vielen Jahren vom Haben hin zum Erleben. Und noch weiter: zum Erfahren.“ EINHEIMISCH AUF ZEIT Reisen soll dadurch einen positiven Impact für den eigenen Alltag haben, sagt Andreas Reiter. „Das hat mit Resonanz zu tun – Resonanz bedeutet ja, in Schwingung zu kom- men. In Balance. Mit sich und der Umwelt.“ Und Balance ist auch das passende Stichwort, wenn es um Trends bei Geschäftsreisen geht. Denn hier wird die Sehnsucht nach Work-Life- Balance deutlich, wie Andreas Reiter erklärt: „Businesstrips werden regelmäßig verlängert, um noch einen privaten Tag anzuhängen. Es geht auch hier ums tiefere Eintauchen – dafür brauche ich mehr Zeit.“ Grundlegend gelte: „Wir reisen wieder länger, weil wir intensiver
und selektiver reisen.“ Ein Wort, das man im Zusammenhang mit bewusstem Reisen oft hört, ist neben „Resonanz“ auch „Achtsam- keit“. Diese spielt, eng verbunden mit dem oh- nehin allgegenwärtigen Begriff der Nachhaltig- keit, eine wesentliche Rolle im neuen Reisen. Laut den Trendforschern des deutschen Zu- kunftsinstituts steht Achtsamkeit auch im Zen- trum der Zukunft des Reisens. So wie Städte und Regionen immer mehr auf Nachhaltigkeit und Lebensqualität setzen, komme es auch im Tourismus zunehmend auf Qualität und Erleb- nis an. „Im besten Fall reisen wir aber nicht nur nachhaltig, sondern regenerativ“, erläutert An- dreas Reiter. Der Trend zum achtsamen Reso- nanztourismus bedeutet darüber hinaus, dass Reisende vermehrt den Kontakt zu Einheimi- schen suchen. Deren Lebensweise wird nicht nur geachtet und bewusst wahrgenommen, sie wird imitiert. „Man ist dann während seines Urlaubs ein ‚Local auf Zeit‘“. Die neuen Bedürfnisse prägen die Reisebranche jedenfalls nachhaltig. Denn Tou- rismus sei an vielen Orten kein Glücksgarant mehr, sondern bloßer Stressfaktor, so das deut- sche Zukunftsinstitut. Die neuen Bedürfnisse der Kunden führen die Tourismusbranche zu- rück zu ihrem Kerngeschäft, der Gastfreund- schaft – einem Angebot von Lebensqualität
und gelingenden Beziehungen, wie die Exper- ten es nennen. Resonanz ist demnach heute ein Grundbedürfnis vieler Menschen in einer „wir-kulturellen“ Gesellschaft. Touristische Akteure seien gefordert, nicht mehr nur in Produkten, Angeboten und Verkäufen, son- dern in Resonanzen zu denken, so das Institut. Es gehe darum, Beziehungen zu Menschen zu gestalten. „Achtsamkeit beginnt vor Antritt der Reise“, bestätigt auch Andreas Reiter. Für die Tourismusbranche gilt es daher, diesem Trend Rechnung zu tragen, so sein Fazit. „Grund- voraussetzung ist, die Reise des Kunden von Anfang bis Ende komplett nachhaltig durch- zugestalten. Und: Sie muss durchdigitalisiert
werden. Denn smart und regenerativ hängen immer zusammen.“ Nicht zuletzt bedingt der Trend zum Resonanztourismus auch das Umlenken von Reiseströmen, weg von Orten mit Overtou- rismus. So arbeitet man an Destinationen wie Venedig oder Hallstatt schon länger an Maß- nahmen, um Tourismusströme besser zu ka- nalisieren. Auf der indonesischen Insel Bali geht man noch weiter. Das Urlaubsparadies hebt nun – zusätzlich zu Visa-Kosten – eine Touristensteuer von rund neun Euro für jede einreisende Person ein. Das Geld soll dazu ver- wendet werden, Schäden des Massentourismus zu beheben.
„Local“ auf Zeit: Reisende suchen vermehrt den Kontakt zu Einheimischen und zu ihrer Lebensweise.
Immer häufiger werden Businesstrips spontan verlängert, um noch ein paar private Tage anzuhängen.
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Ihre besondere Art, die Wüste im Blick zu haben, hat den Erdmännchen unter uns Menschen einen besonders süßen Ruf eingebracht.
AFRIKA KALAHARI
LUST AUF BOTSWANA BEKOMMEN? 12 TAGE FLUGSAFARI Botswana gilt als bestgehütetes Geheimnis Afrikas, das nur darauf wartet, entdeckt zu werden. Erforschen Sie das riesige Okavangodelta und staunen Sie über die tierrei- chen Wildschutzgebiete Liny- anti und Chobe-Nationalpark sowie die berühmte Kalahari. Täglich antretbar, z. B. 01.04.–30.06.2024 & 01.11. –14.11.2024, ab Wien Preis ab € 9.980 p. P. im DZ
Einige San People arbeiten als Ranger und bringen Besuchern auf Bushwalks ihre Heimat und Kultur näher, beispielsweise im Tau Pan Camp im Central Kalahari Game Reserve.
Die Wüste war immer schon ein Ort, der fasziniert. Wenn die sengende Sonne untergeht, erwacht sie erst richtig zum Leben. Ein Besuch in der Kalahariwüste in Botswana bietet aber noch viel mehr Überraschendes. DIE LAUTE STILLE DER WÜSTE
auch die Kalahariwüste, die sich durch das südliche Afrika erstreckt, ein unwirtlicher Ort sein. Immerhin bestehen 90 % der Böden hier aus unfruchtbarem Sand. Landschaftlich be- sitzt sie dennoch einen einzigartigen Zauber aus endloser Weite, ungeheuren Wolkenfor- mationen, farbenprächtigem Abendhimmel und sternklaren Nächten. Vor allem in ihren Ausläufern in Botswana haben sich nicht nur Tiere und Pflanzen auf faszinierende Weise den Lebensbedingungen angepasst, sondern auch die Menschen. IM EINKLANG MIT DER NATUR Das Central Kalahari Game Reserve ist das zweitgrößte Wildreservat der Welt und um- fasst knapp 10 % der Landfläche Botswanas. Dieser Teil der Wüste bietet eine überraschen- de Vielfalt an Pflanzen, aber auch Giraffen, Ze- bras, Geparden, Antilopen und andere Arten haben sich hier perfekt an die trockene Um- gebung angepasst. Die San genannten Busch- leute, die hier bereits seit Jahrtausenden leben, sind die Hüter der Geschichten, Traditionen und des Wissens über dieser Region. Als Jä- ger und Sammler kennen sie über 1.000 Nutz- pflanzen und wissen, wie man in perfektem Einklang mit den harschen Jahreszeiten lebt. Sie helfen damit auch dem Tourismus, arbeiten beispielsweise als Ranger in Camps. So wie im
Kwando Tau Pan Camp, das mitten im Natio- nalpark liegt und auf hohe Ökostandards setzt. Strom kommt von Solaranlagen, kostbares Wasser wird in einem nachhaltigen Kreislauf aufbereitet, und die gesamte Crew besteht aus botswanischen Staatsbürgern, viele mit San- Hintergrund. So wird sichergestellt, dass das Wissen der Wüste nie verlorengeht.
SINNOMETER SEHEN
HÖREN
RIECHEN
Die Crew des Tau Pan Camps besteht ausschließlich aus botswani- schen Staatsbürgern, die Nachhaltigkeit wirklich leben.
SCHMECKEN
Z wischen dem Ende des alten und dem Beginn eines neuen Tages liegt jener besondere Zeitpunkt, an dem die Wüste ihr schönstes Geheimnis offen- bart. Denn dann wird alles Mensch- liche still, während die Natur zu neuem Le- ben erwacht. Gerade diese karge Landschaft wird zu einer einzigartigen Nachtmelodie. Irgendwo reibt eine Zikade ihre Beinchen aneinander, oben am Himmel ruft ein Falke, und in der Ferne ein Gebrüll, das man nicht so richtig zuzuordnen vermag. Aber das ist erst der Anfang. Wind, der über Sanddünen und durch karges Gebüsch weht, erzeugt ein mysteriöses Heulen, Temperaturunterschie- de zwischen Tag und Nacht ein leises Knis- tern. Nachtaktive Tiere nutzen die Dunkel- heit für die Jagd.
HÖREN UND STAUNEN Kein Wunder, dass unsere Weltreligionen ihre Ursprünge in Wüstengebieten haben. Denn die Gegenmacht zu dieser lebensfeindlichen, mystischen Welt konnte nur etwas Allmäch- tiges sein, so glaubte man. Die Wüste ist aber auch ein Ort, an dem die Sinne manchmal verrücktspielen. Nicht nur die bekannte Fata Morgana lässt Menschen regelmäßig an ihrer Wahrnehmung zweifeln. Manchmal reg- nen in den Wüsten unserer Welt auch dicke Tropfen vom Himmel, die nie den Erdboden erreichen. Geisterregen nennt man das Phä- nomen, wenn Wassertropfen etwa hundert Meter über dem Boden auf heiße Luftschich- ten treffen und sofort verdampfen. Durch extreme Temperaturschwankungen zwischen 30 °C Tages- und 0 °C Nachttemperatur kann
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UNSER EXPERTE
Sascha Hasiner
sascha.hasiner@columbus.at 02572/3301
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COLUMBUS MAGAZIN 21 COLUMBUS MAGAZIN 21
ORIENT OMAN
Egal, ob Schlaf- oder Badezimmer: Mit klassischem Camping hat dieser Aufenthalt in der Wüste rein gar nichts zu tun.
Wenn sich „Camping“ und „Glamour“ miteinander verbinden und auf eine der schönsten Orientdestinationen der Welt tre ff en, ist es ein Fest für wirklich alle Sinne. Tauchen Sie mit uns ein in ein Luxuserlebnis fernab des Massentourismus. FATA MORGANA IN ECHT
LUST AUF OMAN BEKOMMEN?
Träume unter dem glitzernden Firmament: Für besondere Wüstenmomente im Magic Camp Wahiba Sands steht ein Himmelbett unter dem Sternenhimmel zur Verfügung.
der mit Berberteppichen und hängenden Laternen geschmückt ist – ein perfekter Ort, um Geschichten mit Mitreisenden zu teilen oder gemeinsam die unvergleichliche Atmo- sphäre zu genießen. Wenn der Tag dann in die Nacht übergeht, wird die Sunset Lounge des Camps zum Place-to-be. Sie ist gleichzeitig auch der perfekte Ort, um zuzusehen, wie die Sonne hinter dem Horizont versinkt und ein von der Natur geschaffenes Lichtspiel entsteht: Die Dünen verwandeln sich in Mosaike von Licht und Schatten und der Himmel taucht in intensives Rosa und Orange. Das Tüpfelchen auf dem i dabei: Beduinenmusiker unter- malen dieses Schauspiel mit den Melodien ihrer Vorfahren. VIELFALT DER GENÜSSE Kameltrekking, das Gleiten über die Dünen auf einem Sandboard, Wandern mit einem Be- duinenführer, Besuche traditioneller Dörfer, Entdeckungsreisen durch grüne Oasen und abends das Bewundern des funkelnden Nacht- himmels durch das Teleskop … Besondere Er- lebnisse wie dieses sind es, die den Oman zum perfekten Standort für dieses Glampingerleb-
nis machen. Immerhin gehört das Land auf der Arabischen Halbinsel zu einer der viel- fältigsten Urlaubsdestinationen der Welt. Denn das Wort Luxus definiert schließlich jeder anders. Oft geht es nicht nur um schicke Hotels und Gourmet-Erlebnisse – sondern um das ultimative Reisegefühl jenseits des Gewöhnlichen. Außerhalb der behaglichen Zeltoase des Magic Camps Wahiba Sands verzaubert der Oman nämlich auch noch mit Berglandschaften, märchenhaften Na- turpools namens Wadis und der modernen Metropole Maskat. Letztere wartet mit ihrem orientalischen Flair und wunderschönen Stränden auf – eine unerwartete Dosis Mo- derne inmitten all dieser Naturschönheiten und der perfekte Kontrast zu der mystischen Stille im Glamping-Camp. Die schönsten Momente kommen dann sowieso völlig unverhofft. Zumindest lautet so ein berühmter Satz aus den besagten Erzählungen von 1001 Nacht: Die Glücks- güter dieser Welt, so heißt es dort, wenden sich häufig dem zu, der sie gar nicht sucht, während sie dem fliehen, der ihnen nachjagt. Na dann: Zurücklehnen und entspannen!
9 BEZAUBERNDE TAGE Malerische Berglandscha ft en, romantische Wadis und ein atemberaubender Wüsten- himmel erwarten Sie. STADT-HIGHLIGHT Die Stadt Maskat überrascht mit einer Mischung aus wunderschönen Stränden und moderner Urbanität. 9 Tage/7 Nächte p. P. im DZ ab € 5.890,-, täglich antret- bar von Oktober–April
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B einahe will man sich die Augen beim ersten Anblick ungläubig reiben. Denn fast wie eine Fata Morgana wirken sie, die von leuchtenden Laternen umring- ten Zelte, die ganz plötzlich vor den goldenen Sanddünen der Wüste auftauchen. Insgesamt zehn sind es, und jedenfalls alles an- dere als bloß schöne Einbildungen. Das Magic Camp Wahiba Sands macht Träume von 1001 Nacht vielmehr wirklich wahr. Für den mo- dernen Luxus, der sich durch das Camp zieht, greift man allerdings auf Methoden zurück, die sich seit Jahrtausenden bewährt haben. So ahmt der komplette Aufbau die Traditionen der Beduinen-Nomaden nach, die weder Müll
noch Spuren in ihrer Umgebung hinterlassen. Die meisten Nahrungsmittel für die in- kludierte Gourmetküche stammen aus der Region, Elektrizität wird durch Solarenergie erzeugt, und Wasser gilt – wie in der Wüste üblich – als äußerst kostbares Gut, das nicht verschwendet werden darf. Die nachhalti- gen Maßnahmen mindern den Luxus aber in keinster Weise. LICHTSPIEL IN DEN DÜNEN Der Zauber der Gemeinschaft steht hier im Vordergrund – sofern man das möchte natür- lich. Im Herzen des Magic Camps befindet sich zum Beispiel der gemütliche Sitzbereich,
UNSER EXPERTE
Nachts im Oman: Die reale Welt scheint weit weg; was bleibt, ist die unnachahmliche Stille der Wüste.
Michael Wukovatz
michael.wukovatz@columbus.at 01/479 10 10
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DUFT DESIGN
„BEIM RIECHEN ENTSTEHEN UNMITTELBAR EMOTIONEN!“
ohne Duft. Man muss sich vorstellen: Im Abteil mit Duft wurde das Preis-Leistungs-Verhältnis oder die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn viel positiver bewertet als im Abteil ohne Duft. So eine starke Wirkung haben Düfte auf uns. Diese Kraft unterschätzen wir total. ZURÜCK ZUR HOTELLERIE: WELCHE EMPFINDUNGEN SOLLEN DÜFTE HIER AUSLÖSEN? Das kann sehr unterschiedlich sein, je nach- dem, welche Atmosphäre man im Hotel schaf- fen will. Wir entwickelten für das 25hours Hotel beispielsweise den Duft „Almost Home“, der ein wenig nach verbranntem Holz riecht, rauchig und frech. Dieser Duft polarisiert, passt aber zur Zielgruppe des Hotels. Für die Fünf-Sterne-Häuser der Hommage Luxury Hotels Collection entwickelten wir einen sehr eleganten, qualitativ besonders hochwertigen Duft, der zu dieser absoluten Luxusmarke passt. Denn die Gäste in solchen Preiskatego- rien nehmen so etwas sehr wohl wahr und wis- sen es zu schätzen. ABGESEHEN VON OFFENSICHTLICHEN NEGATIVEN GERÜCHEN: WIE SOLLTE EIN HOTEL AUF KEINEN FALL RIECHEN? Ich bin dafür, Düfte sehr dezent einzusetzen, weil sie immer Einfluss auf uns und unsere Emotionen haben. Damit muss man vorsich- tig umgehen. Ich würde aber keinen Geruch grundsätzlich ausschließen, weil es auf das Hotelkonzept ankommt. Eine persönliche Abneigung habe ich allerdings gegen das ver- breitete Konzept, dass sich Raucherbereiche meist direkt vor der Eingangstür befinden. Ich bin gegen die Diskriminierung von Rauchern, aber der Geruch zieht direkt in die Lobby. Es zerstört das gesamte Duftkonzept, und das ver- stehe ich einfach nicht. UND WELCHEN DUFT VERBINDEN SIE MIT REISEN? Mir kommen da gleich zwei in den Sinn. Zum einen die Dünen der Costa de Cantabria in Nordspanien. Ich habe dort an einem Strand die Sommer meiner Kindheit verbracht. Ein Fluss fließt mitten durch die Dünen ins Meer. Diese Mischung aus Sand, Salz- und Süßwasser ist einzigartig und ich verbinde ihn deshalb seit meiner Geburt mit Urlaub. Der zweite Geruch ist jene schwül-heiße Luft, die einem um die Nase weht, wenn man in São Paulo aus dem Flugzeug steigt. Auf dem Weg in die Stadt ver- mischt er sich dann mit dem Geruch des aus Zuckerrohr gewonnenen Treibstoffs der Fahr- zeuge. Ein ganz eigener Geruch, den ich mit der Zeit verbinde, als ich dort gelebt habe.
Der Urlaubsort der Kindheit, ein unvergessliches Reiseerlebnis, das Lieb- lingshotel. Was alle gemeinsam haben? Spezielle Gerüche, mit denen wir sie automatisch verbinden. Was man aus dieser Tatsache machen kann, weiß niemand so gut wie Du ft experte Robert Müller-Grünow.
R obert Müller-Grünow hat einen gu- ten Riecher – und das wortwörtlich. Ob Reisebüro, Hotellerie, Mode- oder Fahrzeuge – es gibt kaum eine Branche, mit der der renommierte Duftexperte nicht zusammenarbeitet. Die Frage mit dem sich sein Unternehmen Scentcommunication beschäftigt: Wie können wir durch Düfte kom- munizieren? Denn: Steuert man Düfte, steu- ert man gleichzeitig auch Emotionen und das macht sich vor allem die Hotellerie gerne zu Nutzen. Wie genau das funktioniert, was ihn an Düften fasziniert und welche Gerüche ihm selbst die Nase kräuseln, erzählt der Experte im Interview. ES HEISST WAHRSCHEINLICH NICHT UMSONST „IM- MER DER NASE NACH“. ALSO: WIE BEEINFLUSSEN UNS DÜFTE IM ALLTAG? ROBERT MÜLLER-GRÜNOW: Erlebnis- se lassen sich mit Düften sogar steuern und verändern. Denn solange wir atmen, riechen wir und werden davon auch stark beeinflusst. Das limbische System, unser emotionales Zentrum im Gehirn, ist als einziges direkt mit dem Riechsystem verbunden. Es ist der einzige Sinnesreiz, der nicht rational gefiltert werden kann, funktioniert also völlig anders als alle anderen Sinne. Beim Riechen entstehen somit unmittelbar Emotionen, das kann man nicht abschalten. Das Erinnerungszentrum unseres Gehirns ist außerdem direkt an das limbische System angelagert, was dazu führt, dass wir uns an Düfte besser erinnern als an alle ande- ren Sinnesreize. Deshalb reagieren wir immer emotional auf Düfte. Sie haben Einfluss darauf, wie wir etwas bewerten, sei es ein Produkt, ein anderer Mensch oder ein Raum. APROPOS RÄUME: WO UND WIE WERDEN DÜFTE BE- WUSST – BEISPIELSWEISE IN HOTELS – EINGESETZT? Am wichtigsten ist der erste Eindruck, also die Lobby. Sie ist die Visitenkarte des Hotels, da muss das Dufterlebnis schon verankert sein. Dezente Düfte verwenden wir manchmal auch
in Liften oder Stiegenhäusern. Überall dort, wo Gäste oft vorbeikommen. Im Spa-Bereich mit Pools, die nicht zu stark nach Chlor riechen sollen, ist ein entspannendes Duftkonzept ebenfalls wichtig. Die Zimmer sind dagegen etwas sehr Persönliches, da will man dem Gast keinen Duft aufdrängen. Wir können übrigens auch bei Events konkrete Duftkonzepte anbie- ten. Düfte, die die Konzentration steigern, bei Tagungen beispielsweise. KÖNNEN SIE UNS EIN KONKRETES BEISPIEL NEN- NEN, WIE SIE DÜFTE EINSETZEN? Grundsätzlich muss man die Intensität gut steuern und dosieren, daher arbeiten wir mit autarken Duftsystemen, an der Decke oder im Lüftungsschacht integriert. Das Wiener Hotel Sans Souci ist beispielsweise ein langjähriger Kunde von uns, für den wir zwei saisonale Si- gnature-Düfte entwickelt haben, die Gäste im Hotel empfangen. Sie sind sehr elegant, aber subtil. Ein Projekt mit der Deutschen Bahn ist außerdem besonders spannend, da es die weltweit einzige Langzeitstudie zum Einsatz von Düften ist: Gemeinsam mit der Ludwig- Maximilians-Universität in München testeten wir vor einigen Jahren an zwei Bahnstrecken in Süddeutschland die Wirkung bestimmter Düfte. Zuerst wollten wir wissen, welcher Duft besser auf die Fahrgäste wirkt, ein entspannen- der, ein energetisierender oder gar kein Duft. BEI DER DERZEITIGEN SITUATION DER DEUTSCHEN BAHN WÜRDE ICH VERMUTEN, DASS MAN DEN ENT- SPANNENDEN GUT BRAUCHEN KANN ... Ja, der gewann tatsächlich mit Abstand. Wir teilten die Züge dann in zwei Teile, einen be- dufteten und einen ohne Duft und starteten über mehrere Monate Umfragen im Zug zu Parametern, die für die Bahn wichtig sind: Freundlichkeit des Personals, Pünktlichkeit der Züge, das allgemeine Wohlbefinden der Passagiere usw. Die Auswertungen zeigten, dass in den bedufteten Zügen alle Parameter si- gnifikant besser bewertet wurden als in denen
Der Deutsche, der zunächst mit dem Unter- nehmen aerome Pionier für neue Anwen- dungen von Dü ft en in Medien und der Kom- munikation war, entwickelt seit 2003 mit Scentcommunication Dü ft e, Du ft konzepte so- wie technische Systeme für die präzise Steuer- barkeit von Dü ft en und Aromen. ROBERT MÜLLER-GRÜNOW
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ASIEN CHINA
CHONGQING EIN RAUSCH FÜR ALLE SINNE
Über 32 Millionen Einwohner, eine Gesamt fl äche, etwas so groß wie Österreich, und Gebäude im XXL-Format – Chongqing im Südwesten Chinas ist die größte Stadt der Welt, die niemand kennt. Ein Besuch des Orts der absoluten Superlative.
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Die gigantische „Chongqing Great Hall Of The People“ ist als Versammlungsort für Politik, Kultur und die Menschen selbst gedacht. Bis zu 4.200 Menschen finden darin Platz.
ASIEN CHINA
LUST AUF CHINA BEKOMMEN? 11 TAGE IM LAND DES LANGEN FLUSSES
Links: Viele Menschen bedeutet auch viel Verkehr. Taxis gibt es in der Megametropole offensichtlich genug. Rechts: Plätze wie der riesige Buchladen Zhongshuge sind Inseln der Stille inmitten der pulsierenden Millionenstadt.
Diese wunderbare China-Rei- se kombiniert die Metropolen Beijing und Shanghai mit dem Kulturziel Xi'an und einer Flussfahrt auf dem Yangtzi. Der „Lange Fluss“, wie er in China genannt wird, ist Bindeglied sowohl zwi- schen Nord und Süd, Stadt und Land als auch Geschichte und Gegenwart. Ab 24. Mai 2024 und zu weiteren sieben Termi- nen buchbar ab € 3.190 pro Person
„Chongqing im Südwesten Chinas ist die größte Stadt der Welt, die niemand kennt.“
B unte Lichtermeere, wohin man blickt. Züge, die aus dem 18. Stockwerk von Gebäuden herausschießen und da- durch zum beliebten Schnappschuss- motiv werden. In Töpfen brodelnde Gerichte, deren Duft sich mit dem weiterer Köstlichkeiten entlang der Essmeilen der In- nenstadt vermischen. Chongqing ist etwas für alle Sinne, fast schon eine Sinnesüberflutung. Die Stadt im Südwesten Chinas ist flächen- mäßig so groß wie Österreich und Heimat von über 32 Millionen Menschen. Eine genaue Zahl anzugeben, wäre an dieser Stelle nicht möglich, denn schon während Sie diese Zeilen hier lesen, wächst die Megametropole rasant: Rund 500.000 Menschen kommen jährlich hinzu. Warum eigentlich, fragt man sich an- gesichts solcher Zahlen. Nun, weil Chongqing
denen es allerdings weit weniger rasant zu- geht. Rund 212 Stunden stehen die Einwohner Chongqings hier jährlich im Stau, also doppelt so lang wie beispielsweise in Berlin. Ein klei- ner Preis, den man zahlt, um in einer Stadt der Superlative zu wohnen. DIE GESTAPELTE STADT Angesichts ihrer Größe ist die Megastadt über- raschend nahe an der Natur. Umgeben von den Flüssen Jangtse und Jialing, überrascht sie Besucher an ungewöhnlichen Ecken. In Einkaufspassagen, die mitten in eine Felshöh- le gebaut wurden, oder Parks, die hoch oben über dem Lichtermeer thronen. Ein beschauli- ches Picknick im Grünen wird hier schon mal durch einen Zug unterbrochen, der hoch über den Köpfen vorbeirauscht. Wer ein unvergess- liches Naturschauspiel erleben will, reist etwa 420 Kilometer von der Innenstadt Chongqings den Jangtse-Fluss entlang zu den spektakulä- ren Drei Schluchten. Der Name dieser Attrak- tion bezieht sich auf die drei getrennten Täler des Daning, des Nebenflusses des Jangtse, und ihre steilen Klippen, deren Felswände bis zu 1.200 Meter weit aufragen. Sogar das von Einwohnern scherz- haft sogenannte stadteigene Fitnesscenter ist Outdoor: Treppen. Fast wie in einem Video- spiel ziehen die sich nämlich durch die ganze Stadt und verbinden die vielen Ebenen mitein- ander. Denn aus Platzgründen wird in Chong- qing schon lange einfach in die Höhe gebaut. Einen ihrer Spitznamen versteht man daher erst, wenn man sich direkt in ihrem labyrinth-
artigen Herzen befindet: die gestapelte Stadt. Mit Apps wie Google Maps kommt man hier dadurch nicht weit, denn die zeigen lediglich an, an welchem Ort man sich befindet – und nicht, ob man auch auf der richtigen Ebene ist. HOTPOT ALS HOTSPOT Dennoch – oder gerade deshalb – ist die chi- nesische Stadt längst ein Touristenmagnet, wenn auch nicht so berühmt wie vergleichbare Großstädte wie Tokio. Zu sehen gibt es jeden- falls mehr als genug. Die bezaubernde Altstadt Ciqikou, die während der Ming- und Qing- Dynastie erbaut wurde, beispielsweise. Oder der monumentale Arhat-Tempel, dessen Ge- schichte 1.000 Jahre zurückreicht. Von riesi- gen Hochhäusern umzingelt, wirkt dieser Ort heute wie eine kuriose Zeitreise. Eine Sehens- würdigkeit kann man schon von Weitem rie- chen, bis man sie hört und dann endlich auch schmeckt: die brodelnden Hotpots. Der be- rühmte Feuertopf, korrekterweise „Chongqing Hot Pot“ genannt, soll hier seinen Ursprung haben. Die lokale Delikatesse bekommt mit viel Sichuanpfeffer und Gewürzen ihre be- sondere Schärfe. Einheimische prahlen gerne damit, wie scharf sie essen können, und sind begeistert, wenn sich ein Tourist ebenfalls an ihren berühmten, scharfen Hotpot herantraut. Immer noch nicht weltbekannt, aber dennoch ganz weit weg vom Geheimtipp – Chongqing ist einzigartig, so viel steht fest. Und sofern man sich in der Millionenmetro- pole nicht verirrt, ist ein unvergesslicher Ur- laub gewiss.
eine Stadt ist, die einfach alles hat: alte Kultur- schätze, modernste Architektur, ein unglaub- lich breites Kulinarikangebot und ausreichend viele Arbeitsplätze. Sie beherbergt außerdem einige der spektakulärsten Bauwerke der Welt: In schwindelerregenden 250 Metern Höhe legt sich die Skybridge namens „Crystal“ quer über vier Hochhausdächer. Die 300 Meter lange Himmelsbrücke wurde im Mai 2020 eröffnet und bietet einen Aussichtspunkt, der seines- gleichen sucht. Große Bäume wurden eigens in die Höhe transportiert und schmücken nun den gigantischen Blick auf Chongqing noch zusätzlich aus. Die Stadt vereint alt und neu eben perfekt – und sie ist dabei ständig in Bewegung. Trotz der jahrtausendealten Ge- schichte sind die meisten Gebäude kaum älter als 40 Jahre. Das gilt auch für die Straßen, auf
SINNOMETER SEHEN
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Links: Neben den vielen kulinarischen Versuchungen Chongqings soll das beliebte Nationalgericht Hotpot hier erfunden worden sein. Rechts: Der Komplex Hongyadong mit seinen unzähligen Terrassen voller Restaurants.
UNSERE EXPERTIN
Eva-Maria Grüner
eva-maria.gruener@columbus.at 0512/3306 615
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Links: Voller Einsatz ist gefragt, denn Dehnungen sind wichtig bei einer Thai-Massage. Rechts oben: Überlieferungen über den Fluss der Ener- gielinien findet man in den schönsten Klöstern des Landes. Rechts unten: Massage mit Bambusstäben als Variation der klassischen Thai-Massage. Bambus gilt als eine heilige Pflanze, die ein langes und gesundes Leben schenkt.
THAI MASSAGE ASIEN THAILAND
LUST AUF THAILAND BEKOMMEN? SÜDTHAILANDS NATUR- WUNDER ERLEBEN Auf dieser 16-tägigen Reise in den wunderschönen Süden Th ailands erwarten Sie un- bekannte Orte, Regenwälder, Begegnungen mit Mensch und Tier, weiße Sandstrände und unterschiedlichste Aktivi- täten. Termine von März bis Dezember 2024, ab Wien Preis: ab € 3.690 pro Person
In der Welt der Massagen sticht eine eindeutig heraus: die klassische Th ai-Massage. Doch wie lange gibt es sie schon und was macht sie überhaupt so besonders? Ein entspannt spannender Blick hinter den Mythos Th ai-Massage. MYTHOS THAI-MASSAGE S agt Ihnen „Nuad Phaen Boran“ et- was? Falls nicht, ist Ihnen dieser Be- griff wahrscheinlich unter einem an- deren Namen bekannt. Er bezeichnet nämlich die klassische Thai-Massa-
ENERGIE FLIESSEN LASSEN Die klassische Thai-Massage unterscheidet sich durch ihre einzigartige Herangehens- weise von anderen Techniken rund um den Globus. Sie basiert auf dem Konzept von Energielinien im Körper, den sogenann- ten Sen-Linien. Der Glaube: Das Gleich- gewicht dieser Linien entscheidet über die Gesundheit. Die Massage kombiniert passi- ve Dehnungen, Druckpunktmassagen und Gelenkmobilisation, um die Energieströme im Körper zu harmonisieren.
HIMMLISCHE URLAUBSMOMENTE Eine wirklich authentische Thai-Massage kann man natürlich vor Ort am besten ge- nießen. Wer die pure Entspannung mit per- fekten Urlaubserlebnissen verbinden möchte, reist am besten in Thailands Süden. Auch hier steht nämlich das Fühlen ganz besonders im Vordergrund: die Zehen in feinen Sand ste- cken, die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut spüren und Abkühlung finden im er- frischenden Meerwasser. Einer der schönsten Orte dafür ist Krabi. Die Region samt ihren über 100 vor der Küste gelegenen Inseln ist ein Paradies für Naturliebhaber, inklusive weißer Sandstrände, die mit steilen Kalkstein- klippen und dichten Mangrovenwäldern kon- trastieren. Ungefähr 20 Kilometer von Krabi entfernt liegt der Mangrovenwald Ao Thalane zwischen smaragdgrünem Meerwasser, üppi- gem Dschungel und ruhigen Fischerdörfern. Die Gewässer hier bilden die perfekte Kulisse für eine unvergessliche Kajaktour – entspannt genug für etwas körperliche Betätigung ist man ja schließlich, Thai-Massage sei Dank. Aber egal, ob man sich nun auf eine aktive Zeit freut oder sich zwischendurch lieber der berühmten Massage hingibt – eines spürt man hier überall ganz deutlich: den besonderen Zauber Thailands.
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Thailand gebracht, wo sie mit lokalen Heil- methoden langsam verschmolzen. In den Klöstern des Landes wurde die Thai-Massa- ge über viele Generationen hinweg weiter- gegeben und entwickelte sich zu einer festen Komponente der traditionellen thailändi- schen Medizin. Während ihrer Geschichte hat die Massage aber auch verschiedene Ein- flüsse aufgenommen, darunter chinesische Akupressur und indische Yogapraktiken. Wie so viel in unserem Leben ist also auch diese berühmte Entspannungsmethode das Beste aus vielen Welten. Beim Genuss einer solchen Massage fallen allerdings einige Besonder- heiten auf, durch die sich diese Methode von vielen anderen unterscheidet.
Die Ursprünge dieser Anwendung reichen 3.500 Jahre zurück.
ge. Als beliebte Technik zur Entspannung und gegen Verspannungen ist diese auch in unseren Breitengraden allseits bekannt. Aber was genau steckt eigentlich dahin- ter und wie wird sie wirklich authentisch? Die Ursprünge dieser besonderen Massage lassen sich bis zu den alten vedischen Schriften zurückverfolgen, die während der buddhistischen Ära in Indien entstanden. Sie ist also bereits gut 3.500 Jahre alt. Die Tech- niken wurden von indischen Mönchen nach
Für mehr Berührungswärme verwendet man im Gegensatz zu anderen Massagen meist keinerlei Öl. In den letzten Jahr- zehnten hat sich die Thai-Massage inter- national nicht nur als Wellnessbehandlung etabliert, sondern auch als therapeutische Praxis zur Linderung von Beschwerden.
UNSERE EXPERTIN
Alexandra Pröll
alexandra.proell@columbus.at 0732 / 774 744 733
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COLUMBUS MAGAZIN 31 COLUMBUS MAGAZIN 31
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