COLUMBUS Magazin 2025 Frühjahr

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HOCH HINAUS MIT DEM KILIMAN(N)

Seit 30 Jahren führt Rudi Stangl Reisegruppen auf den Kilimandscharo. Was nach einer echten Höchstleistung klingt, ist jedoch eine der leichteren Übungen des Steirers. Denn der hat ganz andere Abenteuer hinter sich ...

Die eigentliche Tour auf den Kilimandscharo ist relativ einfach zu bewältigen, allerdings stellt die Höhe jenseits der 5.000 Meter eine große Herausforderung dar.

S chon seine Mailadresse kilimanrudi@ kilimanjaro.at sagt in ihrer Doppel- deutigkeit alles aus: Rudi Stangl ist einfach der „Kiliman“. Über 150-mal war der 63-Jährige bereits auf dem höchsten Berg Afrikas (der eigentlich Kibo heißt und nur ein Teil des Kilimandscharo- Bergmassivs ist). Kaum jemand ist daher so geeignet, Menschen auf den Gipfel zu füh- ren – etwas, das der gebürtige Steirer seit Jahrzehnten anbietet. Denn auch wenn das Ziel auf 5.895 Metern ein hohes ist, so ist der Weg dorthin eigentlich ein leichter. Einfach: small, but beautiful. WAS MACHT DEN REIZ DES KILIMANDSCHARO AUS? Rudi Stangl: Für mich ist es nicht nur der Kilimandscharo, den Reiz macht Afrika aus. Es ist mehr als ein großartiger Kontinent, um

Abenteuer zu erleben. Die Menschen sind o " en, lustig und für jeden Blödsinn zu ha- ben. Es sind Menschen zum Pferdestehlen. Das gibt es nicht mehr o # auf der Welt. Außerdem ist die Vielfalt von Afrika einzig- artig: Du kannst an einem Tag im warmen Meer schwimmen, am nächsten die wildes- ten Tiere erleben. Und du kannst natürlich auch bergsteigen. Mit dem Kilimandscharo hast du einen einzigartigen Berg, der vom Besteigen her leicht ist, aber von der Höhe her eine Herausforderung darstellt. DEN HÖCHSTEN BERG AFRIKAS ZU BESTEIGEN, KLINGT GENERELL NACH EINER GROSSEN HERAUS- FORDERUNG. WER IST DENN FÜR EINE TOUR AUF DEN KILIMANDSCHARO GEEIGNET? So gut wie jeder. Mitgehen kann, wer in ge- ringer Höhe wie bei uns in den Alpen mit-

In den vergangenen drei Jahrzehnten war Rudi Stangl bereits über 150-mal auf dem Uhuru Peak, dem Gipfel des Kibos im Kilimandscharo-Massiv auf knapp 6.000 Meter Seehöhe. Gut möglich, dass er in absehbarer Zeit den 200er erreicht.

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