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COLUMBUS DAS MAGAZIN
SO FERN SO ECHT SO NAH Wohin zieht es uns im Jahr 2023? Drei große neue Trends beherrschen die Welt des Reisens.
JAPAN Expertin verrät: „Der Reiz an Japan liegt am Kontrast.“
ÄGYPTEN Eine spektakuläre Nil-Schi ! sreise durchs Land der Pharaonen.
BHUTAN Tiefe Eindrücke aus dem Land des Glücks.
EDI TORIAL
SO NAH UND DOCH SO FERN
bei dieser Spurensuche ein heterogenes Bild. Denn alles deutet darauf hin, dass sich dieses gespaltene Trendbild aus zwei gesellscha!- lichen Strömungen zusammensetzt, die beide mit den vergangenen Jahren der Pandemie zusammenhängen. Einerseits erleben wir einen leicht nachvollziehbaren Nachholef- fekt. Viele Menschen wollen wieder weit, weit weg – und das möglichst lange. Andererseits steht dem ein immer bewusster werdender Umgang mit den Ressourcen gegenüber. Eine wachsende Zahl an Reisenden versucht, den eigenen CO 2 -Fußabdruck möglichst gering zu halten, um unsere Erde so gut es geht zu schützen und der Klimakrise aktiv zu be- gegnen. REISEN, WIE MAN MÖCHTE Ich persönlich bin gerne in Europa unter- wegs. Gleichzeitig zieht es mich genauso in die Ferne. Ich genieße es schlichtweg, auf Reisen zu sein. Und ganz egal, ob Sie nun weit weg oder ganz nah urlauben wollen, wir von COLUMBUS werden immer alles dafür tun, dass Ihr Urlaub vor allem eines wird: wunderschön. Ihr Mag. Alexander Richard, Geschä ! sführer COLUMBUS Reisen
VEREHRTE LESERINNEN UND LESER DES COLUMBUS MAGAZINS!
Wo, glauben Sie, ist das links gezeigte Foto entstanden? Im malerischen Tirol? An den Hängen der Obersteiermark? Oder doch irgendwo in Irland? Überraschung: Diese entzückenden Schafe weiden ganz gemütlich irgendwo im Herzen Neuseelands. Damit ist dieses Foto ein Sinnbild für die sich aktuell widersprechenden Reisetrends. So erleben wir als Reiseveranstalter in diesem Jahr 2023 ein noch nie dagewesenes Paradoxon: Aus- gedehnte Reisen zu den fernsten Punkten unseres wunderschönen Planeten stehen genauso hoch im Kurs wie kurze Trips zu nahegelegenen und leicht erreichbaren Spots. Städtetrips sind also ebenso gefragt wie Fern- reisen. WOHER RÜHRT DIESES PARADOXON? Weil wir von COLUMBUS Reisen stets das Ziel verfolgen, den Wünschen unserer Kun- dinnen und Kunden möglichst gerecht zu werden, ist es für uns besonders relevant, sol- che Trends nicht nur zu erkennen, sondern auch zu verstehen. Und so stellt sich für uns natürlich die Frage: Warum ist dem derzeit so? Warum suchen Menschen das Weite und gleichzeitig die Nähe? Recherchen zeichnen
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TRENDLAND JAPAN Expertin Silvia Groniewicz erklärt im Interview den plötzlichen Japan-Boom.
PARADIESISCHES PORTO Den Geheimnissen von Portwein und Sardinen auf der Spur.
BEEINDRUCKENDES BHUTAN Besuch in einem Land, in dem Lebenslust, Frieden und Harmonie herrschen.
VERRÜCKTES LAS VEGAS Wer war Bugsy Siegel? Auf den Spuren des Gangsterbosses, der Las Vegas veränderte.
SANFTES NEUSEELAND Besuch in Mittelerde: die sa- genha ! en Drehorte von „Herr der Ringe“ unter der Reiselupe.
ABENTEUER AM NIL Die Geschichte Ägyptens erwacht auf dieser Nilkreuz- fahrt zu neuem Leben.
WOHIN DIE REISE GEHT.
EIN FEST DER FARBEN Streifzug durch die Souks von Marrakesch. 36
SICHER IST SICHER Alles, was man über Reiseversicherungen wissen muss. 42
WUNDERBARE ZEITREISE Drei Wege, um die Anreise in den Urlaub zu verkürzen. 38
SORGEN ÜBER BORD Was eine heutige Jazz-Kreuzfahrt so besonders macht. 46
DIE INSEL DER MILLIONÄRE Das Geheimnis der kroatischen Inselgruppe Brioni. 22
DER GROSSE INSEL-TEST Welche Kanarische Insel passt am besten zu Ihnen? 40
VORAUS(GE)zLESEN Weil jede Reise auch das perfekte Buch braucht. 50
BILDWELTEN " ailand | Malediven | Simbabwe 06
KOFFER GEPACKT, ZIEL UNBEKANNT ... Die plötzliche Renaissance der Sommerfrische. 26
WAS SAGT DER TREND? Wohin wir 2023 reisen und warum. 12
IMPRESSUM: Medieninhaber & Herausgeber: COLUMBUS Reisen GmbH & Co KG; Geschä!sführer: Mag. Alexander Wenzel Richard, Universitätsring 8/24, A-1010 Wien; Kontakt: Telefon +43 1 534 11-0, Fax +43 1 5330072, E-Mail: o#ce@columbus-reisen.at; FN 285867v; ATU 62961502; Handelsgericht Wien | Projektleitung COLUMBUS Reisen: Michaela Haipl,
WILLKOMMEN ZUR WORKATION Was Bali zum heimlichen „Workation“-Hotspot macht. 32
EPISCHES GRIECHENLAND Mythen und Heldensagen aus dem Urlaubsparadies. 20
202122021
Mario Steinwedel | Konzeption & Herstellung: UND Kommunikation GmbH, Pilgramgasse 22/7, A-1050 Wien | Creative Director: Denise Katzensteiner | Chefredaktion: Johannes Stühlinger | Autorinnen: Jenni Koutni, Sandra Rainer, Michi Reichelt, Resi Reiner | Lektorat: Carola Kilga | Fotos: Shutterstock, iStock, Nino Fanuko, Augustin Ravnić, Austrian Airlines, Sedmak, Lu!au%lärung | Key Account & Consulting: Roland Gölles
BILDWELTEN THAILAND
STRAHLENDES LICHT Wenn der Vollmond im zwölften Monat des thailändischen Kalenders leuchtet, ist es wieder an der Zeit. Das Loy Krathong-Festival steht an (heuer am 28. November). Dann schweben Laternen in den Himmel. Lotusförmige Schiffe aus Bananenblättern, geschmückt mit Kerzen und Blumen, werden auf die Flüsse und Kanäle Thai- lands entsendet. Das Land leuchtet. Viele Mythen und Legenden ranken sich um dieses Lichterfest. Sicher ist nur, dass die Tradition in der ehemali- gen Hauptstadt Sukhothai begonnen hat. Mittler- weile wird das Fest aber überall im Land gefeiert. Und das voller Botschaften: Die kleinen Schiffchen etwa stehen für die Befreiung der Seele von allem
Negativem, das wird auch in den Tempeln in Form von Zeremonien gefeiert. Und: Überall wird herrliches Essen gereicht.
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EIN LESEN BILDWELTEN MALEDIVEN
BUNTES LEBEN Der Ozean, unendliche Weiten. Er erinnert uns doch ein bisschen ans All, mit den Seesternen, Korallen und bunten Fischen. Nur knapp zwei Meter über der bunten Unterwasserwelt befinden sich die Malediven. Lange heißt es schon, dass die Inseln vom Untergang bedroht seien. Der Klimawandel lässt den Meeresspiegel steigen. Mit der richtigen Politik kann sich das ändern. Dabei geht es vor allem um weniger Müll. Und auch die Inseln selbst wandeln sich jede Woche, denn sie setzen sich nicht nur ab, sondern wachsen auch nach oben. Es werden neue Arten von Korallen entdeckt, die wider den Klimawandel arbeiten. Das ist besonders wichtig, denn die Korallenriffe halten die Inseln wie einen Ring zusammen. Die Korallen können sich erholen und die Fische fröhlich weiter schwimmen. Tatsächlich sind die Malediven ein Ort unendlicher Möglichkeiten. Die Farbenpracht der Fische erzählt von der Vielfalt, die Sie hier erwartet. Die COLUMBUS Reiseberater lotsen Sie im persönlichen
Gespräch mit all ihrem Wissen sehr gerne durch die schier unendlichen Möglichkeiten – bis Sie Ihre ganz persönliche Trauminsel gefunden haben.
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BILDWELTEN SIMBABWE
DONNERNDER RAUCH Zwischen Simbabwe und Sambia liegt der breiteste Wasserfall der Welt. Die Victoriafälle sind nach der britischen Königin Victoria
benannt. Aber die Kololo, die in der Region lebten, nannten den Wasserfall
„Mosi-oa-Tunya“– übersetzt: „Der Rauch, der donnert“. Seit 1989 ist er auch Weltnaturerbe der UNESCO. Das Wasser kommt aus dem Fluss Sambesi, der zum Ende der Regenzeit, im Februar und März, extrem anschwillt. In diesen Monaten stürzen sich gewaltige Wassermassen über den Felsen, es donnert und raucht, die Gischt ist kilometerweit zu sehen. Zum Ende der Trockenzeit, also im September und Oktober,
gibt es weniger Wasser. Dann können ganz Mutige im „Devil's Pool“, einem vom Wasser geformten kleinen Becken direkt an der Kante der Victoriafälle, baden.
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REISE TRENDS
Sowohl die Welt des Reisens als auch die Reisevorlieben der Menschen haben sich in den letzten Jahren verändert. Welche Reisetrends prägen also dieses Jahr? Und vor allem warum? WAS SAGT DER TREND? E ndlich! Wir können wieder unbeschwert wie früher reisen. Im Ranking der unbedingten „To-Dos“ gehört das !ema Urlaub für die Ös- terreicher zu den Top Five. Tendenz immer stärker in den Vordergrund. Doch das sind nicht die einzigen Trends, die sich von den aktuellen Buchungszahlen ableiten lassen. Vielmehr verraten diese, dass drei große Strömungen unsere Urlaubsgewohn- heiten prägen: Wir wollen möglichst weit weg. Wir suchen das nahe Glück. Wir wollen Besonderes erleben. Was aber steckt hinter diesen Entwicklungen und wohin führen sie? Eine kleine Spurensuche. steigend – es gibt ganz o"ensichtlich Nach- holbedarf. Die Zahlen zeigen, dass durch die Unsicherheit der letzten Jahre Reisen wichti- ger geworden sind. Und bei den Reisen selbst wiederum rückt der Aspekt „Flexibilität“
Bhutan steht derzeit bei vielen Reisenden, die Authentisches suchen, ganz oben auf der Bestenliste.
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DAS ECHTE WARTET
Für alle, die schon immer gerne authentisch unterwegs waren, brechen goldene Zeiten an: Reiseziele, die bis dato abseits der gängigen Tourismusströme gelegen sind, rücken immer mehr in den Fokus der Menschen. Man hat derzeit das Gefühl, Reisende suchen nach Zielen, die Authentizität und ein möglichst originales Erlebnis verheißen. Sogenannte Homestays, bei denen man bei einheimischen Familien übernachtet, boomen. Gleichzeitig rücken Länder wie Bhutan oder Usbekistan in den Fokus – also Staaten, von denen man erwarten muss, dass sie in zehn Jahren nicht mehr so ursprünglich sind wie heute noch. Den Klimawandel macht Trendforscherin Anja Kirig vom Zukun#sinstitut als einen der Gründe dafür aus. Gleichzeitig ist ihrer Meinung nach schon seit Jahren eine Form des Resonanztourismus spürbar, die nun immer grei$arer wird. Heißt: Wir wollen nicht bloß Sehenswürdigkeiten erforschen, sondern in die Kulturen fremder Völker eintauchen. Eine Sehnsucht, die ihren Ursprung während der Lockdowns im überdurchschnittlich hohen Konsum einschlägiger Dokumentationen und Büchern hat. Schließlich haben wir das Nicht-reisen-können damit zumindest teilweise kompensiert.
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DIE FERNE RUFT
In einer Sache sind sich internationale Experten einig. Der größte Trend in diesem Jahr lautet: Sehnsucht nach maximaler Ferne. Reiseziele wie die Malediven, Sansibar oder die Südsee sind 2023 besonders beliebt. Was aber macht Fernreisen ausgerechnet heuer so spannend? Es ist ein ganzes Bündel an Gründen, die allesamt zu diesem Ergebnis führen. An erster Stelle steht jedenfalls eine Art Schock-Erinnerung: Viele hatten große Reisen geplant und mussten diese aufgrund der plötzlich geänderten Vorzeichen absagen. Jetzt soll dies endlich nachgeholt werden. Einen weiteren Grund für die Sehnsucht nach fernen Zielen orten Reiseexperten schlicht in der Tatsache, dass wir das Gegenteil unse- rer vier Wände suchen. Und das ist nun mal weit, weit weg – es ist Zeit für Neues. Was bei den aktuellen Buchungen ebenso ins Auge sticht: Reisende suchen gezielt nach dem komplett Fremden. Das liegt wohl daran, dass der Mensch in einer ihm gänzlich unbekannten Umgebung besonders gut abschalten kann. Und das ist doch der ureigenste Sinn einer Rei- se. Ebenfalls spannend ist die Tatsache, dass erstaun- lich viele One-Way-Tickets – insbesondere in ferne Länder wie Thailand oder Vietnam – ausgestellt werden. Diese Entwicklung dür#e durch den neuen Trend „Workation“ befeuert werden. Dank Remote Work und &exibler Arbeitszeiten lässt sich das inzwischen o# sehr gut umsetzen.
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DAS SCHNELLE LOCKT
Einmal schnell für ein paar Tage ans Meer? Spontan in eine noch unbekannte Stadt rauschen? Es sind Wünsche, die jeder kennt. Doch sie wurden o"enbar besonders groß, als derartige Kurztrips nicht oder nur schwer möglich waren. Dementsprechend boomen sie nun, die Kurz-mal-weg-Reisen. Sei es für ein paar Tage nach Istrien oder endlich einmal nach Paris – derartige Buchungen gehen derzeit durch die Decke. Doch die Gründe dafür liegen wohl tiefer und sind nicht bloß mit Sehnsucht zu erklären. Vielmehr dür#e ein wesentlich bewussterer Umgang mit unserer Freizeit diesem Trend zugrunde liegen. Wir wollen den Urlaub, den wir haben, besonders sinnvoll nutzen. Das heißt zum Beispiel, dass wir die verbleibenden Wochenenden (im Idealfall im Zusammenspiel mit Fenstertagen) nutzen, um unsere Freizeit zu optimieren. Da bieten sich derartige Kurzreisen in nahe Länder und Städte schlichtweg perfekt an. Und am besten – für Umwelt und Entspannungsfaktor – tritt man so eine Reise ganz gemütlich mit dem Zug an.
Kurztrips in Städte oder an nahe Strände ziehen derzeit die Menschen besonders an.
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REISETHEK Eine Marke der Gruppe
Info & Buchung:
0800 560 080
service@reisethek.at
AUCH ALS PRIVATREISE BUCHBAR
Santa Iglesia Kathedrale
Scenic Eclipse
ARKTIS-EXPEDITION DELUXE an Bord von Scenic Eclipse II
MÁLAGA Kulinarische Reise auf Picassos Spuren
Die Geburtsstadt von Pablo Picasso punktet nicht nur mit dem berühmten, ihm gewidmeten Museum, sondern ist auch ein Mekka für Liebhaber der abwechslungs- reichen andalusischen Küche. Ob beim Be- such der Markthalle Mercado Central de Atarazanas oder während einer Tapas- Tour – in Andalusiens zweitgrößter Stadt kommen Gourmets voll auf ihre Kosten! Ein Geheimtipp ist die Region auch für son- nenhungrige Winterflüchtlinge, da an der Costa del Sol auch im Herbst und Winter angenehm milde Temperaturen herrschen. Nicht umsonst wurde Málaga vom Nobel- preisträger für Literatur, Vicente Aleixan- dre, auch „Ciudad del paraíso“ genannt. Die „paradiesische Stadt“ hat sich in den letz- ten Jahren zu einer wahren Kunstmetro- pole entwickelt und besticht durch ihre gelungene Mischung aus tausendjähriger Geschichte und moderner Kultur. 1-Stern Restaurant José Carlos Garcia: Dieses Restaurant mit Blick auf die Luxus- jachten im Hafen von Muelle Uno zeichnet sich durch seine moderne, elegante und zugleich informelle Atmosphäre aus. Küchenchef José Carlos García, ein ge- bürtiger Einwohner Málagas, konzentriert sich ausschließlich auf umfangreiche
Degustationsmenüs, die sich ständig weiterentwickeln. Mit beeindruckendem handwerklichem Geschick bereitet er seine Gerichte vorwiegend mit regionalen Zuta- ten zu, um den traditionellen Geschmack von „Malagueño“ erlebbar zu machen. HIGHLIGHTS IHRER REISE ¬ Picasso Museum und Geburtshaus ¬ Abendessen im 1-Stern Restaurant „José Carlos Garcia“ inkl. Weinbegleitung ¬ Tapas-Verkostung mit Weinbegleitung in der legendären Bodega „Antigua Casa de Guardia“ ¬ Abendessen im Traditionshaus „El Pimpi“ ¬ Besuch der Markthalle Ataranzas und des Weinmuseums INKLUDIERTE LEISTUNGEN ¬ Direktflüge mit Austrian Airlines ab/bis Wien ¬ 3 Nächte im 4 Hotel NH Málaga inkl. Frühstück ¬ 1 Mittagessen und 2 Abendessen ¬ Örtliche, deutschsprachige Reiseleitung ¬ Alle Transfers & Ausflüge im klimatisierten Kleinbus lt. Reiseverlauf ¬ DuMont Reiseführer Malaga / Zimmer
Wale, Vielfraße, Seevögel und Robben – lassen Sie sich von den Kreaturen des Nordens begeistern, wenn Sie in die Polarregion aufbrechen, um das Sval- bard-Archipel zu erkunden. Auf dieser flexiblen Expeditions-Route können Sie sich von der Natur leiten lassen und die wahre arktische Wildnis erkunden. Im Reich des Eisbären halten Sie Ausschau nach diesem schwer fass- baren Tier, während Sie gleichzeitig das endlose Sommerlicht, die glitzernden Eisberge und die schneebedeckten Bergketten Spitzbergens erleben. Zer- klüftete Gletscher, spektakuläre Fjorde und die gefrorene Tundra warten auf Sie, während Sie eines der nördlichsten bewohnten Gebiete der Welt erkunden. Eine echte letzte Grenze. HIGHLIGHTS IHRER KREUZFAHRT ¬ Innovative Luxus-Expeditionsyacht mit modernster Technologie und Aus- ¬ Großzügige Suiten mit privater Veranda ¬ Butlerservice für jeden Gast (beinahe 1:1 Verhältnis Gäste/Mitarbeiter:innen) ¬ 20-köpfiges spezialisiertes Polar- Discovery-Team stattung (seit 2023 auf See) ¬ Maximal 200 Gäste an Bord
¬ Alle Landausflüge inkludiert sowie spannendes Vortrags- und Bildungs- programm an Bord ¬ Beste Zeit für Tierbeobachtungen in der Arktis mit flexiblem Expeditions- programm ¬ Ultra-All-Inclusive an Bord inkl. Auswahl an Premium-Markengetränken mit über 100 Whiskeysorten ¬ 10 kulinarische Erlebnisse in INKLUDIERTE LEISTUNGEN ¬ Direktflüge mit Austrian Airlines ab/bis Wien nach Oslo ¬ Charterflüge ab/bis Oslo nach Longyearbyen/Spitzbergen ¬ 2 Nächte im zentralen 4 Clarion The Hub in Oslo inkl. Frühstück ¬ 6-Gang Abendessen im Gourmet- Restaurant „FYR Bistronomi & Bar“ in Oslo (Grüner Michelin-Stern) ¬ 8-Gang Abendessen im Gourmet- Restaurant „Vaaghals“ in Oslo ¬ 10 Nächte an Bord Scenic Eclipse II in einer Deluxe Veranda Suite (BA) ¬ Scenic Cruises All-Inklusive Paket ¬ Alle Transfers & Ausflüge laut Reiseverlauf 9 Gourmet-Venues an Bord ¬ 550m² großes Senses Spa
Eisbär
Tapas Bar
Picasso Museum
Deluxe Veranda Suite
Restaurant José Carlos Garcia
REISETERMIN 13.10. – 16.10.23 (min. 10/max. 16 Personen) 4 Tage im DZ ab € 1.390 p.P. 4 Tage im EZ ab € 1.690
REISETERMIN 01.07. – 12.07.23 (min. 2 Personen)
12 Tage im DZ ab € 13.990 p.P. Europäische Reiseversicherung € 929 p.P. im DZ
Europäische Reiseversicherung € 98 p.P. im DZ / € 115 im EZ
ASIEN JAPAN
Mehr als zwei Jahre lang hatte Japan seine Grenzen für Reisende geschlossen. Nun boomt der Tourismus wie nie zuvor – und das, obwohl Japan für uns nicht gerade ums Eck liegt. Japanologin Silvia Groniewicz weiß, warum das Land der aufgehenden Sonne derart angesagt ist. TRENDLAND JAPAN: „DER REIZ LIEGT IM KONTRAST“
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ASIEN JAPAN
LUST AUF JAPAN BEKOMMEN? 14 TAGE IM LAND DER AUFGEHENDEN SONNE Lernen Sie sowohl die
Silvia Groniewicz' Japan-Liebe begann einst mit japani- schen Comics. Es folgte das Studium der Japanologie, 2013 gründete sie ihre eigene Agentur.
ultramodernen als auch die ursprünglichen Seiten Japans kennen. Diese Reise bringt Sie auf der berühmten goldenen Route in die Weltmetropole Tokio, die alte Kaiserstadt Kyoto und die geschichts- trächtige Stadt Hiroshima. HIGHLIGHT: SCHWARZER NATIONALSCHATZ In Matsumoto angekommen, erwartet Sie nicht nur ein herrlicher Ausblick auf die Japanischen Alpen. Hier steht zudem eine der schönsten und ursprünglichsten Burgen des Landes – das schwarze hölzerne Schloss. Ein tolles Fotomotiv! 14 Tage/13 Nächte Jänner bis Dezember 2023 täglich antretbar ab € 1.990 p. P.
Die Must-sees in Japan: Tokio, Kyoto, Hiroshima, die Japanischen Alpen – und natürlich der heilige Berg Fuji.
reisen wollten, aber dann das Gefühl bekom- men, es gäbe noch so viel zu sehen. Auch sie wollen dann immer wieder aufs Neue nach Japan reisen. IST JAPAN EIN GANZJAHRES-REISELAND? Wenn Sie die Australier fragen, dann auf jeden Fall (lacht). Es ist deren liebstes Ski-Reiseland. Gerade die Japanischen Alpen sind für Ski- fahrende sehr interessant. Auch immer mehr Österreicher werden vom berühmten japa- nischen Pulverschnee angezogen. Die meis-
bestimmten %ema, wie Harry Potter, Anime und Manga, Samurai oder Ninja, serviert wer- den. Auch eine Reservierung im berühmten Sushi-Restaurant Sukiyabashi Jiro in Tokio steht o! auf dem Plan. Viele Reisende wol- len zudem japanisches Rind"eisch verkos- ten. Kobe ist hier am bekanntesten, aber das japanische Rind, das Wagyū, gibt es in vielen Varianten. In der Alpenregion das Hida, im Norden das Matsusaka-Rind. Traditionelle Unterkün!e wiederum legen besonders viel Wert auf regionale Speisen, das ist eine güns-
I m Herbst 2022 gab die japanische Regie- rung bekannt, die Einnahmen aus dem Einreisetourismus auf fünf Billionen Yen jährlich steigern zu wollen. Umgerechnet rund 35 Milliarden Euro. Ein Wert, der frühere Zahlen deutlich übersteigt. Können die Verantwortlichen tatsächlich so sicher sein, dass Japan kün!ig von Touristen regel- recht überrannt wird? Durchaus, meint Silvia Groniewicz. JAPAN HAT SEINE GRENZEN WIEDER FÜR DEN TOU- RISMUS GEÖFFNET. WAS HAT SICH SEITHER GETAN? Silvia Groniewicz: Die Anzahl der Anfragen, nach Japan zu reisen, ist irrsinnig hoch. Wir haben deutlich mehr Buchungen als vor Co- rona. Das liegt hauptsächlich daran, dass sich Japan während der Pandemie komplett ab- geschottet hat. Zweieinhalb Jahre waren die Grenzen dicht und sehr viele haben ihre ge- plante Reise verschoben. Es gibt also sozusa- gen einen gewachsenen Ansturm. WARUM ABER LIEGT JAPAN SO IM TREND? Der große Reiz ist der Kontrast von Moderni- tät und Traditionellem. Wir haben die Millio- nenstadt Tokio, wir haben modernste Tech- nik, auf der anderen Seite haben wir Tempel und Schreine, den heiligen Berg Fuji, die Kul- tur mit Geishas und Samurais. Das erzeugt Bilder im Kopf, die man dann auch in Japan sehen will. Oder Klassiker wie Teezeremo- nien – Dinge, von denen man schon gehört hat und die man selbst erleben möchte. Was
in Zeiten wie diesen dazu kommt: Japan ist ein sicheres Reiseland. Es ist politisch stabil, es droht kein Krieg, man kann auch als Frau sicher allein reisen. WIE PASSEN HÖHERPREISIGE REISEN IN UNSERE HEUTIGE ZEIT DER STETIGEN TEUERUNG? Ja, vor Corona waren die Flugpreise deut- lich günstiger. Unter anderem muss ja derzeit auch Russland um"ogen werden. Daher rei- sen Menschen im Vergleich zu Vor-Corona- Zeiten jetzt länger. Im Schnitt war man 17 bis 18 Tage in Japan, jetzt sind es deutlich über 20. Es ist keine Seltenheit, dass Reisende drei bis vier Wochen bleiben, wenn sie schon mal in Japan sind. Damit lohnt sich der lange Flug natürlich mehr. IST JAPAN EIN LAND, IN DAS MAN EIN MAL IM LEBEN REIST – ODER GIBT ES „WIEDERHOLUNGSTÄTER“? Wir haben Stammkunden, die regelmäßig Ja- pan besuchen und gleich im Herbst 2022 die erste Chance genutzt haben, wieder hinzufah- ren. Sie reisen fast jedes Jahr nach Japan, um sich immer andere Regionen anzuschauen. WER SIND DIESE STAMMKUNDEN? In der Regel Freundesgruppen. Das Interesse an Japan entsteht o! durch gemeinsame Hob- bys wie Karate, Kendo oder Manga. Irgend- wann kommen dann die Partner hinzu, die Ehepartner und irgendwann die Kinder. Die Liebe wird weitergereicht. Was aber auch häu- #g vorkommt: jene, die „once in a lifetime“
ten wollen dann nach Niseko auf Hokkaidō, manche nach Haku- ba in Nagano. Und wer nicht Ski fahren möchte: Japan hat viele %ermalquellen, die im Winter am bes- ten zu genießen sind; auch die berühmten Schneea&en gehen nur dann in die hei- ßen Quellen. Andere
tige Möglichkeit, diese abseits der teuren Res- taurants zu konsumie- ren. GIBT ES EIN NO-GO IN JAPANISCHEN RESTAU- RANTS? Die Wertschät- zung von Essen ist in Japan wirklich hoch. So sollte man sich zum Beispiel in einem traditionellen Restau-
„Auch immer mehr Österreicher werden vom berühmten japa- nischen Pulverschnee angezogen.“
Highlights sind die im Februar blühende Ka- wazukirsche oder das Treibeis vor Hokkaidō, wo man Seeadler und Kraniche sehen kann. Der Winter ist aber im Vergleich eine Zeit, in der recht wenige Leute nach Japan reisen. Man will Weihnachten zu Hause mit der Fa- milie verbringen. Dann reichen die Feiertage nicht, um eine längere Reise zu machen. JAPANISCHE KÜCHE IST AUCH BEI UNS IM TREND. WAS TUT SICH KULINARISCH VOR ORT? Bei Reisenden extrem beliebt sind %emenca- fés, in denen Speisen und Getränke zu einem
rant nicht zu viel Reis nehmen, den man dann übrig lässt. Reis ist ein Grundnahrungsmittel und wird sehr wertgeschätzt. Man sollte sich gerade so viel nehmen, dass man davon satt wird – sonst fängt man sich vielleicht den ei- nen oder anderen bösen Blick ein (lacht). IHR GEHEIMTIPP FÜR EINE JAPAN-REISE? Die Stadt Okayama, weil sie ein guter Aus- gangspunkt für Aus"üge in die Umgebung, zum Beispiel die Insel Naoshima, ist. Für mich ist Okayma daher ein Highlight, das kaum in Reiseführern aufscheint.
UNSERE EXPERTIN
HEIDI HORVATH
heidi.horvath@columbus.at 01/534 11 112
COLUMBUS MAGAZIN 19 COLUMBUS MAGAZIN 19
EUROPA GRIECHENLAND
te Herausforderung auf den Heimkehrer: Um seine Krone zurückzuerobern, musste er alle Konkurrenten zur Strecke bringen, die um die Hand seiner Ehefrau Penelope warben. Noch heute ist die Odyssee ein Symbol für den Stel- lenwert von Heimat, die Kra! der Ho#nung und natürlich für den Zauber Griechenlands. Geheimnisvoll bleibt diese histori- sche Reise bis heute. Man vermutet nämlich, dass das heutige Ithaka gar nicht jenes aus Ho- mers Erzählungen ist. Archäologische Funde legen nahe, dass es sich ebenso gut um die benachbarte Insel Kefalonia handeln könn- te. Verwundern würde es nicht, denn diese Trauminsel ist der perfekte Schauplatz für un- vergessliche (Urlaubs-)Erlebnisse. INSEL DER LEBENSFREUDE Wer im touristisch schon recht erschlossenen Griechenland immer noch nach einem In- sidertipp sucht, kann diese Odyssee in Kefa- lonia für beendet erklären. Denn die Strände auf dieser ursprünglichen und authentischen Insel zählen zu den schönsten des Landes. Nicht verwunderlich also, dass der paradiesi- sche Myrtos Beach mit seinem feinen, weißen Kieselsand auf unzähligen Postkarten und Imagefotos für das Urlaubsland zu "nden ist. Weniger bekannt, aber umso magischer: bei einer Bootsfahrt über den glasklaren unterir- dischen See Melissani bekommt man den Ein- druck, als würde man durch die Lu! schwe- ben. Idyllische Bergdörfer durchschlendert man auf Kefalonia noch ganz ohne Touris- tenmassen. Und die freundliche und relaxte Lebenseinstellung der Einwohner soll sogar
LUST AUF KEFALONIA BEKOMMEN? HIGHLIGHT: DIE MEERESSCHILDKRÖTEN IM HAFEN VON ARGOSTOLI Ein Anblick, den man sich nicht entgehen lassen sollte, sind die „Caretta Caretta“ Meeresschildkröten beim Frühstücken. Jeden Morgen, wenn die Fischkutter vom Meer zurückkommen um den Tagesfang aufzubereiten, tummeln sich Dutzende im Hafenbecken und warten auf die Köstlichkeiten. ANREISE: Austrian bringt Sie jeden Freitag nonstop ab Wien, Condor jeden Samstag ab München nach Kefalonia. Die COLUMBUS Reise- berater lotsen Sie mit all Ihrem Wissen gerne durch die griechische Inselwelt bis Sie Ihre persönliche Trauminsel gefunden haben.
ansteckend sein – wer hier nicht sofort tiefen- entspannt ist, ist selber schuld. Aufregend geht es dagegen in der in einer Bucht gelegenen Hauptstadt Argostoli zu: Von einem Besuch im wunderschönen Corgialenios Geschichts- und Kulturmuseum geht es direkt ins bunte Nachtleben der Stadt. Oder wie wäre es mit einer Inselumrundung per Kajak oder Segel- boot? Wassersport schreibt man auf der größ- ten aller ionischen Inseln nämlich groß. Und vielleicht entdecken Sie dabei sogar Ihre ganz private Traumbucht. Für welche Urlaubserlebnisse im schönen Griechenland Sie sich auch entschei- den: Homers weltberühmte Odyssee sollte uns wieder in Erinnerung rufen, dass es beim Reisen gar nicht so sehr um das Ziel geht. Son- dern um das Reisen selbst. Odysseus, Held von Homers Odyssee, wird bis heute wegen seiner Klugheit und Tapferkeit verehrt.
Mit türkisblauem Meer und ruhigen Buchten ist Kefalonia zwar jede Odyssee wert, es geht aber auch viel bequemer: mit einem Besuch im Reisebüro.
Von der Akropolis bis zum Berg Olymp: Das Urlaubsparadies im Mittelmeer ist voller mythischer Heldensagen. Besonders Griechenlands weniger bekannte Trauminseln halten das ein oder andere gut gehütete Geheimnis bereit. EPISCHES GRIECHENLAND
Der unterirdische See Melissani ist mit seinem glasklaren Wasser ein wahrlich magischer Ort.
B rennende Flüsse, die in die dunkle Un- terwelt führen, nach Rache dürstende Göttinnen und Götter sowie Achilles als erster Superheld der Geschichte: Die griechische Mythologie steckt voller spannender Erzählungen, die sicherlich zur Faszination dieses Landes beigetrugen. Eine besonders epische ist natürlich die be- rühmte „Odyssee“ des griechischen Dichters Homer. AUF ODYSSEUS SPUREN Die zehn Jahre andauernde Heimreise des Odysseus in seine Heimat Ithaka ist gespickt mit Heldentum, Klugheit und Tapferkeit. So bekamen es der Hauptprotagonist und seine Mannscha! im Laufe der Geschichte mit dem
kannibalischen Riesenvolk der Laistrygonen zu tun, kämp!en gegen sechsköp"ge Meeres- ungeheuer und erlagen beinahe den Reizen der Göttin Kirke. Es ging hinab in die Unterwelt des Hades und quer durch den schrecklichen Wasserstrudel Charybdis. Odysseus rettete seine Männer dabei vor allerlei Gefahren und Verführungen. Er blendete den einäugigen Riesen Polyphem, nachdem er ihn austrickste und mit Wein gefügig machte. Nicht zuletzt verlangte der ständige Kampf gegen den Mee- resgott Poseidon Odysseus und seinen Män- nern alle Kra! und Hinterlist ab. Zehn lange Jahre später, nach Verlust seiner zwölf Schi#e samt aller Begleiter, spürten Odysseus Füße dann endlich wieder das Gras der grünen Küste Ithakas. Doch es wartete noch eine letz-
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EUROPA KROATIEN
Kupelwieser engagierte den berühmten Arzt und späteren Nobelpreisträger Robert Koch, der als Koryphäe der Malariabekämpfung galt. Ihm gelang es tatsächlich, die Stechmücken mit den tödlichen Malaria-Erregern auf Brio- ni auszurotten – ab da stand einem potenziel- len Tourismusparadies nichts mehr im Wege. Kupelwieser ließ luxuriöse Hotels und Villen auf der Hauptinsel Veliki Brijun errichten, um ein illustres Publikum anzulocken. Von der Malaria- Wüste zur Insel der Reichen und Schönen. Der Unternehmer legte Weinberge an, er- schloss Straßen und sorgte für genügend schö- ne Badestrände. Alles, damit die ersten Touris- ten, die Brioni im Jahr 1903 ansteuerten, sich rundum wohlfühlten. Der Plan ging auf, und bald musste der Schlafwagen, der Besucher von Wien über das heutige Pula nach Brioni brach- te, zweimal die Woche fahren. Als neue Sen- sation ließ Kupelwieser kurz darauf mit Hilfe des deutschen Zoodirektors Hagenbeck einen Safaripark mit Zebras, Elefanten und Co. pla- nen, der noch heute als eine der Hauptattrak- tionen gilt. Der clevere Coup lockte bald Be- rühmtheiten wie #ronfolger Franz Ferdinand mit Frau Sophie sowie die Schri!steller James Joyce und #omas Mann an. EINE INSEL IM WANDEL Auch nach Kupelwiesers Tod 1919 ging Brio- nis schillernde Geschichte weiter. Nachdem Kupelwiesers Verwandte Maria und Manfred
Die kroatische Inselgruppe Brioni trump ! nicht nur mit traumha ! en Badestränden und eleganten Resorts auf, sie birgt auch ein kurioses Ge- heimnis: Ohne den riskanten Einsatz eines Österreichers wäre Brioni nämlich nicht das Urlaubsparadies, das es heute ist. DIE INSEL DER MILLIONÄRE
LUST AUF BRIONI BEKOMMEN?
MIT DEM AUTO UNTERWEGS Bereit für den Zauber der kroatischen Inselgruppe? Dann ab hinters Lenk- rad und auf nach Fa ž ana! Von dort aus bringt Sie die Fähre mehrmals täglich ins Urlaubsparadies. Kleiner Tipp: Kra ! reserven bei einem Stopp in Ljubljana au ! anken. HIGHLIGHT: LUXURIÖS UNTERKOMMEN Umgeben von mediterranem Grün und bezaubernden Ausblicken, kommen Sie in den Traditionshotels der Insel oder exklusiven Villen unter. Villa mit 2 Schlafzimmern, inkl. Bootstransfer, E-Mobil, Fahrräder und Haushälterin; ab € 1.150 pro Nacht Hotel Karmen/DZ mit Bal- kon und Meerblick, inkl. Frühstück; ab € 55 pro Person und Nacht
Brionis Tourismus konzentriert sich heute auf die größte Insel Veliki Brijun. Hier kann man nicht nur die Natur genießen.
Mautner Markhof die Inselgruppe sechs Jahre lang hüteten, "el sie in die Hände von Benito Mussolini, der hier die reiche Oberschicht des faschistischen Italien urlauben ließ. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging Brioni an Jugoslawien und wurde zum Sommersitz des umstrittenen Staatspräsidenten Tito. In seiner prunkvollen Villa emp"ng er Gäste wie Queen Elizabeth, In- dira Gandhi, Bruno Kreisky, Liz Taylor und Ri- chard Burton. Nach Titos Tod 1980 wurde das wunderschöne Brijuni dann zum Nationalpark erklärt. Heute kann man hier übrigens um 700 Euro für 30 Minuten in Titos pompösem Cadil- lac-Cabrio eine Spritztour machen. Damals ein Geschenk von US-Präsident Dwight D. Eisen- hower – heute eine kleine Erinnerung daran, dass Brioni einmal die Insel der Millionäre war.
Ein Bild aus jenen Tagen, in denen Brioni noch ausschließlich der gesellschaftlichen Elite vorbehalten war.
D as Leben schreibt ja o! die fantas- tischsten Geschichten. So steckt auch hinter der Inselgruppe Brijuni, wie sie auf kroatisch heißt, eine spek- takuläre Story. Es war 1893, als der Wiener Großindustrielle Paul Kupelwieser die Inselgruppe um umgerechnet 800.000 Euro erstand. Als Sohn des berühmten Bie- dermeiermalers Leopold Kupelwieser konn- te er sich dieses zugegeben echte Schnäpp- chen auch leisten. Denn um diesen Preis erstand der Wiener rund 750 Hektar Insel- paradies, inklusive unzähliger Traumsträn- de und dichter Wälder. Wie Ausgrabungen heute beweisen, war die Inselgruppe bereits seit der Antike besiedelt und ging in ihrer Geschichte durch unterschiedlichste Hände:
von der Herrscha! Venedigs über Napoleon bis hin zur österreichischen-ungarischen Regentscha!. Dass eine Inselgruppe nach alledem so lange Zeit in Privatbesitz war, ist allerdings etwas Besonderes. SCHLUSS MIT DEM NIEMANDSLAND Brioni be"ndet sich vor der Küste von Ist- rien in der beliebten kroatischen Adria. Der Archipel, bestehend aus 14 kleinen Inseln, war zur Zeit von Paul Kupelwiesers Kauf aber alles andere als eine Luxusdestination. Eine Mala- ria-Epidemie machte ihn sogar unbewohnbar. Da der gewie!e Geschä!smann nicht wollte, dass seine Investition für immer brach liegt, beschloss er zu handeln und schrieb dadurch sogar ein Stück Medizingeschichte mit. Denn
Ein Cadillac mit besonderer Geschichte: Staatspräsident Tito wurde damit über die Insel kutschiert.
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ALEXANDRA DAMBERGER
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EUROPA PORTUGAL
men hat, dem tut die Bestellung eines soge- nannten Francesinha vermutlich gut: Der mit Käse und Ei überbackene Toast mit Fleisch- und Wurstfüllung hat es kalorientechnisch in sich und ist dadurch umso köstlicher. Ein wei- teres Nationalgericht ist zwar genauso ölig, aber weitaus gesünder. Die Rede ist von Sardinen. „Und heute? Gehört die Sardinen- marke Nuri einem gebürtigen Wiener.“ Diese haben in Portugal nämlich einen be- sonderen Stellenwert, ist das Handwerk hinter ihrer Herstellung doch überraschend aufwen- dig und kunstvoll. Die bunt gestalteten Kon- servendosen erfreuen sich außerdem unter Ästheten und Designliebhabern größter Be- liebtheit. Wichtiger ist natürlich, was sich im Inneren verbirgt: Die kleinen Atlantischen Sardinen werden meist nachts in Küstennähe ge"scht und dann frisch verarbeitet. Sie sind besonders reich an Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D. Ihren feinsten Geschmack entfal- ten sie allerdings, wenn sie zwischen drei und sechs Monate in der Dose reifen, beispielsweise in der kleinen Hafenstadt Matosinhos. Denn
hier, nur knapp zehn Kilometer von Porto ent- fernt, begann vor über 100 Jahren die Erfolgs- geschichte der Firma Pinhais und ihren Nuri- Sardinen. Und heute? Da gehört Nuri einem Wiener! Jakob Glatz führt sein Unternehmen für Import und Vertrieb von Lebensmitteln in vierter Generation. Sein Großvater begann da- mals mit dem Import der Nuri-Sardinen nach Österreich und übernahm deren geschichts- trächtige Konservenfabrik, als diese wirtscha!- liche Unterstützung brauchte. Seitdem hat sich an der Produktion der kultigen Sardinen nichts geändert: keine riesigen Maschinen, keine Ferti- gungsstraßen, sondern reine Handarbeit. DAS GEHEIMNIS DER JAHRGANGSSARDINE Wer sich eingehender mit dem $ema Sardi- nen beschä!igt, wird an einem Begri% kaum vorbeikommen: Jahrgangssardine. Klingt nach Wein, hat aber nichts mit dem Reifegrad zu tun. Viel eher kommen hier nur die erlesensten Exemplare in die Dose, der beste Fang des Jah- res, der in der Regel nur an einigen Tagen im September und Oktober in die Netze geht. In dieser Zeit setzen die Sardinen bis zu 13 Pro- zent Fett an, was sie ideal für eine lange Lage- rung von bis zu einem Jahr macht. Bei Nuri be- titelt man diese edlen, besonders aromatischen Döschen mit „Reserva“. Und wie man diese erlesene Spezialität am besten genießt, sollte an dieser Stelle wohl klar sein: in einem lauschigen Lokal in Porto, mit einem Glas Portwein in der Hand.
LUST AUF PORTO BEKOMMEN? 8 TAGE VOLLER KÖSTLICHKEITEN WARTEN Entdecken Sie auf dieser Rundreise von Lissabon bis Porto Kleinode wie Óbidos, historische Sehenswürdig- keiten, Meisterwerke der portugiesischen Architektur, romantische Fischerdörfer und lebha " e Städte. Freuen Sie sich zudem auf zahlreiche kulinarische Highlights. PORTO ZUM NACHKOCHEN Nuri-Chef Jakob Glatz hat ein köstliches Buch zu seinen Sardinen geschrieben. Mit Rezepten von Koch Andres Stirn und schönen Texten rund um die
Kulinarisch gesehen hat die Hafenstadt mehr zu bieten als ihren berühmten Portwein. Ein Highlight wird direkt aus dem Atlantik gefischt und gelangt von dort aus, schön verpackt, auch in unsere Regale.
Urbaner Urlaubs ! air und weltbekannte Sardinen mit Österreich- Bezug: An der portugiesischen Atlantikküste entdecken wir Portos schönste Plätze und kommen den Geheimnissen der altehrwürdigen Sardinenmanufaktur Nuri auf die Spur. PORTO – WIEGE DER SARDINEN
Kult und Kultur: Knapp zehn Kilometer von Porto entfernt befindet sich Matosinhos – hier werden seit 1920 in der Konservenfabrik Pinhais & Cª Lda. die berühmten Nuri-Sardinen nach traditioneller Methode produziert.
Ölsardinen von Gourmet-Jour- nalistin Anna Burghardt.
I m Nordwesten Portugals direkt an der Küste gelegen, zählt Porto gerade zu den Trend-Destinationen schlechthin. Mit ihrer charmanten Architektur, puren Le- benslust und mittelalterlichen Gässchen, die steil bergab zu den Ufern des Flusses Douro führen, steht die Stadt Touristenlieb- lingen wie Lissabon und geschichtsträchtigen Orten wie Braga und Guimarães natürlich um nichts nach. Wer einmal die Aussicht von der Bogenbrücke Dom Luís I im Herzen der Stadt genossen hat, die die Gemeinde Vila Nova de Gaia mit dem Altstadtviertel Ribeira verbin- det, ist der Schönheit Portos auch schon ver- fallen. Von hier aus ist es nicht weit bis zur Kirche São Francisco, die im 14. Jahrhundert im Au!rag des damaligen Königs von Por-
tugal erbaut wurde. Ihre Besonderheit: Der gesamte Innenraum ist mit "ligranen, vergol- deten Holzschnitzereien verziert, was sie im richtigen Licht regelrecht strahlen lässt. Nicht übersehen darf man außerdem den Bahnhof Porto São Bento, der im Jahr 1916 in Betrieb ging. Die wunderschönen Bilder aus bemal- ten Keramik#iesen, die hier die Vorhalle zie- ren, nennt man auch Azulejos. Mit der Livra- ria Lello beherbergt die Stadt außerdem noch eine der schönsten Bibliotheken Europas. KÖSTLICHES KULTURGUT Kulinarisch gesehen denkt man beim Wort „Porto“ natürlich gleich an den berühmten Portwein. Wer abends die Verkostung eben dieses Kulturguts ein wenig zu ernst genom-
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WO DAS WASSER FLIESST Die noble Vergangenheit wird in Montegrotto Terme an den Säulen und Balustraden sicht- bar. Schon früher, wenn die Sommerhitze das Leben in der Lagunenstadt Venedig unerträg- lich werden ließ, $üchteten die, die etwas von sich hielten, nach Montegrotto. Bereits in der römischen Kaiserzeit entstanden, wurden in Montegrotto Terme Bäderanlagen errichtet. Manche von ihnen gehen gar auf die vor- römische Zeit zurück – eine faszinierende Entdeckung bei Ausgrabungen dokumentiert das. Seit den 1950er-Jahren gilt die Region als wichtigstes "ermalzentrum Europas. Hier !nden Gäste Linderung bei Rheuma und Gelenkschmerzen, und aus der hiesigen Vulkanerde wird der mineralische Schlamm Fango gewonnen. Das wechselha#e Wetter in Montegrotto macht den Sommer angenehm, und der Regionalpark, der aus einem Vulkan entstanden ist, bietet viele Möglichkeiten für Aktivitäten wie Radfahren und Klettern. Man entdeckt hier blühende Parks, breite Alleen und erlebt eine einzigartige Kombination aus Kultur, Geschichte und Entspannung. www.visitabanomontegrotto.com
Sommer. Sonne. Sonnenschein. Alles eitel Wonne, oder? Die Hitze macht den Sommer in den Städten inzwischen o ! schwer erträglich. Was bleibt, ist die Flucht aufs Land. Kurz: Die Sommerfrische erlebt eine wahre Renaissance.
WO DER BERG RUFT Der Place-to-be des Adels und Groß- bürgertums? Natürlich der Semmering. Schon Künstler wie Oskar Kokoschka und Gustav Mahler waren gern gesehene Gäste und verbrachten ihre Freizeit etwa im Hotel Marienhof. Leider blieben die Gäste nach zwei Weltkriegen aus. Lange fand die Gegend nicht mehr zu ihrer alten Größe zurück. Nach einigen Renovierun- gen großer wie kleiner Häuser und neuen Kulturveranstaltungen erlebt der Semme- ring allerdings nun seine Renaissance. Der Marienhof ist mit seinen 54 Zimmern und Suiten nach wie vor !xer Bestandteil der Region. Besonders spannend ist es, dass das "eaterstück „Alma“ auf den Semme- ring zurückkehrt. Und zwar in das bereits teilrenovierte Südbahnhotel. Alma Mah- ler-Werfel war nicht nur die Ehefrau von Gustav Mahler, sondern auch die Geliebte von Oskar Kokoschka. Doch das ist noch nicht alles, was der Semmering kulturell zu bieten hat. Was Adolf Loos einst als noble Sommerfrischevilla gebaut hat, ist heute ein Landgasthaus mit grandioser Küche und Architekturmuseum. Die Umgebung ist perfekt zum Wandern: Wer sehen will, wo Carl Ritter von Ghega den Verlauf der Semmeringbahn durch den Adlitzgraben plante, unternimmt am besten die Semme- ring-Eselstein-Tour. www.semmering-rax.com
WO DIE MEERESBRISE WEHT Das Meer wäscht die Sorgen weg – da sind wir uns einig. Binz an der Ostsee ist einer jener Orte, an dem das besonders gut klappt. Seit über hundert Jahren suchen Sommerfrischler hier Erholung und Entspannung. Die Seelu# und das milde Reizklima ziehen jedes Jahr zahlreiche Badegäste an, die nach einem langen und krä#ezehrenden Winter Körper und Geist etwas Gutes tun möchten. Damit die Hautevolee des 19. Jahr- hunderts ihren Ansprüchen gerecht wohnen konnte, wur- den schöne Villen in Strandnähe gebaut. Die Giebelfenster, Loggien und Türmchen sind typisch für die Bäderarchitektur von damals. Das Kurhaus Binz entspringt diesen Zeiten und hat sich zu einer luxuriösen Urlaubsresidenz mit Rundum- Wohlfühlservice entwickelt. Direkt an der Strandpromenade gelegen, ist es der ideale Ausgangspunkt für Spaziergänge und eine perfekte Oase der Entspannung. Binz gilt unter anderem deshalb als beliebtes Reiseziel, weil hier selbst bei Hitzewellen im Sommer angenehme Temperaturen herrschen. Und im Gegensatz zur Nordsee ist die Ostseeküste die sonnenreichste Region Deutschlands. Plus: Auch die Natur lässt uns staunen. Nicht weit vom Binzer Badeleben entfernt haben sich vor mehr als 4.000 Jahren Feuersteine zu spektakulären Geröll- wällen aufgeschoben, die man unbedingt besuchen sollte. www.ruegen.de
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ASIEN BHUTAN
BESUCH IM LAND DES GLÜCKS Bhutan hält so vieles für Reisende bereit: Orte von Frieden und Harmonie, faszinierendes Handwerk und Feste voll bunter Lebenslust. Los geht’s auf eine Reise, die tiefe Eindrücke hinterlässt.
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ASIEN BHUTAN
LUST AUF BHUTAN BEKOMMEN? 18 TAGE VOLLER GLÜCK WARTEN Eine Reise ins Königreich des Glücks, die tiefe Eindrücke in der Seele hinterlassen wird. Dieser Trip führt Sie durch atemberaubende Hochtäler, vorbei an eindrucksvollen Städten und bietet gigantische Ausblicke auf die Eisriesen im Himalaya. HIGHLIGHT: INNERE RUHE FINDEN Wie Schwalbennester kleben die Gebäude des Tigernest- Klosters an den Felswänden über dem Paro-Tal. Der Fußmarsch führt Sie durch Wälder und endet bei diesem berühmten Heiligtum. 17. September bis
Das „Tigernest“ genannte Kloster Taktshang Lhakhang ist das Postkartenmotiv Bhutans. Der Besuch erfordert allerdings einiges an Anstrengung: Fünf Stunden sollte man für den Hin- und Rückweg schon einplanen.
In Bhutan stehen soziale Nachhaltigkeit und Umweltschutz bereits seit Jahrzehnten an erster Stelle: Auf Pestizide verzichtet man zu großen Teilen, und bei jeder gebuchten Bhutanreise wird ein Teil des Geldes für die kostenlose medizinische Versorgung der Bürger verwendet.
S e lten kann bereits die Ankun# in ei- nem Land so beeindrucken wie jene im Königreich am östlichen Rand des Himalayas. Vom Tie$and der für Tee bekannten indischen Region Assam aus überquert man die Grenze nach Bhutan und blickt dabei auf die ersten Ausläufer des gewaltigen Himalayagebirges. Fortan sind es nicht nur die beeindruckenden Höhen – man bewegt sich zwischen 1.800 und 2.600 Metern –, die Reisende in den Bann ziehen, sondern die lebendige, bunte Kultur Bhutans. Vor allem im Kunsthandwerk hält man geis- tige und intellektuelle Werte fest, was dem besonderen Verständnis von Schönheit zuzu- schreiben ist, das in diesem buddhistischen Land vorherrscht. Mehr an der Interpretation von moralischen Werten und Glaubensvor- stellungen interessiert als an rein dekorativen Aspekten, zeigen viele Kunstwerke daher den Kampf zwischen Gut und Böse. Die Drukpa, wie sich die Einheimischen hier nennen, sind für hochwertige Holz- und Tonarbeiten, Bron-
zeguss, Schnitzereien, Schmuck und Textilien bekannt. Von Letzteren kann man sich im auf 2.100 Meter gelegenen Ort Khaling überzeu- gen, in dem sich alles um kunstvolle Weberei dreht. Oder dem Bergdorf Khoma, in dem die Frauen des Dorfes in geselliger Runde vor ihren Häusern sitzen, um ihre traditionellen Kira-Kleider aus Seide zu weben. Eine der am tiefsten verwurzelten Traditionen des Landes ist außerdem die Papierherstellung. Früher den Mönchen in den Klöstern vorbehalten, kann man zarte Papierobjekte wie Umschlä- ge, Rahmen oder Briefpapier vielerorts erwer- ben. Besonders schön geht das beim Besuch im Gomphukora-Kloster, einer traditionellen Werkstätte für Papier und Holzschüsseln so- wie einer Schule für Kunsthandwerk. ÖSTERREICH IN BHUTAN Unterwegs stößt man übrigens o# auf Pro- jekte, die mit österreichischer Unterstützung realisiert wurden. Vom Kleinkra#werk in der Nähe von Mongar im subtropischen Hoch-
Per Gesetz müssen in Bhutan rund 60 % des Landes permanent mit Wald bedeckt sein.
land bis zum Tourismuskolleg Royal Institu- te of Tourism Hospitality in der Hauptstadt !impu. Diese thront malerisch über dem Dochu La-Pass, umgeben von 108 Chorten genannten Kultbauten, die diesem Ort eine beeindruckende Atmosphäre verleihen. Ob- wohl die Stadt mit ihren mittlerweile ca. 90.000 Einwohnern rasant wächst, wird strikt auf einen traditionellen Baustil geachtet. Ein königlicher Erlass schreibt vor, auch einfache Bauernhäuser nach wie vor aus Holz, Lehm und Ziegeln ohne Nägel zu bauen. FEST DER SINNE De"nitiv ein Highlight der Reise: die „Dzong“ genannten buddhistischen Klosterburgen des Landes. Das Jakar-Tal von Bumthang gilt als Wiege des bhutanischen Buddhismus und beherbergt viele der wichtigsten Klöster. Im Paro-Dzong erlebt man religiöse Rituale da- gegen hautnah mit. Hier "ndet das traditio- nelle Tsechu-Fest zu Ehren von Guru Rimpo- che statt, der den Buddhismus nach Bhutan brachte. Den Tänzern mit ihren kunstvoll ge- schnitzten Masken und bunten Seidengewän- dern zuzusehen, ist ein Erlebnis, das man nie vergisst. Die Tänze dienen dazu, den Geist zu reinigen und gutes Karma zu sammeln. Der letzte Tag des Fests ist der zeremoniellen Ent-
faltung und Prozession des riesigen Gemäldes von Guru Rimpoche gewidmet – ein Ereignis, das nur einmal im Jahr statt"ndet. NATURSCHUTZ ALS GESETZ Glasklare Lu# lässt den Blick frei auf das im- posante Himalayagebirge, Schwarznacken- kraniche segeln durch die Szenerie – es liegt nahe, dass Umweltschutz in Bhutan einen hohen Stellenwert besitzt. Bereits Anfang der 1970er-Jahre verbreitete Bhutans vierter Kö- nig, Jigme Singye Wangchuck, die Idee des Bruttonationalglücks, einer sozial- und um- weltverträglichen Alternative zum kapitalis- tischen Bruttonationaleinkommen. Echtes Wachstum, so der König, sei nur möglich, wenn die Erhaltung der Natur und ihrer Res- sourcen sowie eine gerechte, demokratische Staatsführung gesichert seien. Ein Leitsatz, den man seitdem umsetzt: In der Verfassung ist beispielsweise verankert, dass ständig min- destens 60 % des Staatsgebietes mit Wald be- deckt sein müssen. Und was wäre eine Reise nach Bhu- tan ohne das Postkartenmotiv schlechthin? Nach dem Aufstieg zum hoch im Felsen ge- legenen „Tigernest“-Kloster Taktshang spürt man trotz zwei- bis dreistündiger Gehzeit auf 3.100 Meter einfach nur pures Glück.
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Frauen tragen das traditionelle Gewand „Kira“, meist aus bunter Baumwolle oder Seide. Das männ- liche Äquivalent heißt „Gho“.
Besondere Orte: In den „Stupa“ ge- nannten Bauten wurden im frühen Buddhismus Reliquien des Buddha aufbewahrt.
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