COLUMBUS Magazin 2023 Frühjahr

ASIEN JAPAN

LUST AUF JAPAN BEKOMMEN? 14 TAGE IM LAND DER AUFGEHENDEN SONNE Lernen Sie sowohl die

Silvia Groniewicz' Japan-Liebe begann einst mit japani- schen Comics. Es folgte das Studium der Japanologie, 2013 gründete sie ihre eigene Agentur.

ultramodernen als auch die ursprünglichen Seiten Japans kennen. Diese Reise bringt Sie auf der berühmten goldenen Route in die Weltmetropole Tokio, die alte Kaiserstadt Kyoto und die geschichts- trächtige Stadt Hiroshima. HIGHLIGHT: SCHWARZER NATIONALSCHATZ In Matsumoto angekommen, erwartet Sie nicht nur ein herrlicher Ausblick auf die Japanischen Alpen. Hier steht zudem eine der schönsten und ursprünglichsten Burgen des Landes – das schwarze hölzerne Schloss. Ein tolles Fotomotiv! 14 Tage/13 Nächte Jänner bis Dezember 2023 täglich antretbar ab € 1.990 p. P.

Die Must-sees in Japan: Tokio, Kyoto, Hiroshima, die Japanischen Alpen – und natürlich der heilige Berg Fuji.

reisen wollten, aber dann das Gefühl bekom- men, es gäbe noch so viel zu sehen. Auch sie wollen dann immer wieder aufs Neue nach Japan reisen. IST JAPAN EIN GANZJAHRES-REISELAND? Wenn Sie die Australier fragen, dann auf jeden Fall (lacht). Es ist deren liebstes Ski-Reiseland. Gerade die Japanischen Alpen sind für Ski- fahrende sehr interessant. Auch immer mehr Österreicher werden vom berühmten japa- nischen Pulverschnee angezogen. Die meis-

bestimmten %ema, wie Harry Potter, Anime und Manga, Samurai oder Ninja, serviert wer- den. Auch eine Reservierung im berühmten Sushi-Restaurant Sukiyabashi Jiro in Tokio steht o! auf dem Plan. Viele Reisende wol- len zudem japanisches Rind"eisch verkos- ten. Kobe ist hier am bekanntesten, aber das japanische Rind, das Wagyū, gibt es in vielen Varianten. In der Alpenregion das Hida, im Norden das Matsusaka-Rind. Traditionelle Unterkün!e wiederum legen besonders viel Wert auf regionale Speisen, das ist eine güns-

I m Herbst 2022 gab die japanische Regie- rung bekannt, die Einnahmen aus dem Einreisetourismus auf fünf Billionen Yen jährlich steigern zu wollen. Umgerechnet rund 35 Milliarden Euro. Ein Wert, der frühere Zahlen deutlich übersteigt. Können die Verantwortlichen tatsächlich so sicher sein, dass Japan kün!ig von Touristen regel- recht überrannt wird? Durchaus, meint Silvia Groniewicz. JAPAN HAT SEINE GRENZEN WIEDER FÜR DEN TOU- RISMUS GEÖFFNET. WAS HAT SICH SEITHER GETAN? Silvia Groniewicz: Die Anzahl der Anfragen, nach Japan zu reisen, ist irrsinnig hoch. Wir haben deutlich mehr Buchungen als vor Co- rona. Das liegt hauptsächlich daran, dass sich Japan während der Pandemie komplett ab- geschottet hat. Zweieinhalb Jahre waren die Grenzen dicht und sehr viele haben ihre ge- plante Reise verschoben. Es gibt also sozusa- gen einen gewachsenen Ansturm. WARUM ABER LIEGT JAPAN SO IM TREND? Der große Reiz ist der Kontrast von Moderni- tät und Traditionellem. Wir haben die Millio- nenstadt Tokio, wir haben modernste Tech- nik, auf der anderen Seite haben wir Tempel und Schreine, den heiligen Berg Fuji, die Kul- tur mit Geishas und Samurais. Das erzeugt Bilder im Kopf, die man dann auch in Japan sehen will. Oder Klassiker wie Teezeremo- nien – Dinge, von denen man schon gehört hat und die man selbst erleben möchte. Was

in Zeiten wie diesen dazu kommt: Japan ist ein sicheres Reiseland. Es ist politisch stabil, es droht kein Krieg, man kann auch als Frau sicher allein reisen. WIE PASSEN HÖHERPREISIGE REISEN IN UNSERE HEUTIGE ZEIT DER STETIGEN TEUERUNG? Ja, vor Corona waren die Flugpreise deut- lich günstiger. Unter anderem muss ja derzeit auch Russland um"ogen werden. Daher rei- sen Menschen im Vergleich zu Vor-Corona- Zeiten jetzt länger. Im Schnitt war man 17 bis 18 Tage in Japan, jetzt sind es deutlich über 20. Es ist keine Seltenheit, dass Reisende drei bis vier Wochen bleiben, wenn sie schon mal in Japan sind. Damit lohnt sich der lange Flug natürlich mehr. IST JAPAN EIN LAND, IN DAS MAN EIN MAL IM LEBEN REIST – ODER GIBT ES „WIEDERHOLUNGSTÄTER“? Wir haben Stammkunden, die regelmäßig Ja- pan besuchen und gleich im Herbst 2022 die erste Chance genutzt haben, wieder hinzufah- ren. Sie reisen fast jedes Jahr nach Japan, um sich immer andere Regionen anzuschauen. WER SIND DIESE STAMMKUNDEN? In der Regel Freundesgruppen. Das Interesse an Japan entsteht o! durch gemeinsame Hob- bys wie Karate, Kendo oder Manga. Irgend- wann kommen dann die Partner hinzu, die Ehepartner und irgendwann die Kinder. Die Liebe wird weitergereicht. Was aber auch häu- #g vorkommt: jene, die „once in a lifetime“

ten wollen dann nach Niseko auf Hokkaidō, manche nach Haku- ba in Nagano. Und wer nicht Ski fahren möchte: Japan hat viele %ermalquellen, die im Winter am bes- ten zu genießen sind; auch die berühmten Schneea&en gehen nur dann in die hei- ßen Quellen. Andere

tige Möglichkeit, diese abseits der teuren Res- taurants zu konsumie- ren. GIBT ES EIN NO-GO IN JAPANISCHEN RESTAU- RANTS? Die Wertschät- zung von Essen ist in Japan wirklich hoch. So sollte man sich zum Beispiel in einem traditionellen Restau-

„Auch immer mehr Österreicher werden vom berühmten japa- nischen Pulverschnee angezogen.“

Highlights sind die im Februar blühende Ka- wazukirsche oder das Treibeis vor Hokkaidō, wo man Seeadler und Kraniche sehen kann. Der Winter ist aber im Vergleich eine Zeit, in der recht wenige Leute nach Japan reisen. Man will Weihnachten zu Hause mit der Fa- milie verbringen. Dann reichen die Feiertage nicht, um eine längere Reise zu machen. JAPANISCHE KÜCHE IST AUCH BEI UNS IM TREND. WAS TUT SICH KULINARISCH VOR ORT? Bei Reisenden extrem beliebt sind %emenca- fés, in denen Speisen und Getränke zu einem

rant nicht zu viel Reis nehmen, den man dann übrig lässt. Reis ist ein Grundnahrungsmittel und wird sehr wertgeschätzt. Man sollte sich gerade so viel nehmen, dass man davon satt wird – sonst fängt man sich vielleicht den ei- nen oder anderen bösen Blick ein (lacht). IHR GEHEIMTIPP FÜR EINE JAPAN-REISE? Die Stadt Okayama, weil sie ein guter Aus- gangspunkt für Aus"üge in die Umgebung, zum Beispiel die Insel Naoshima, ist. Für mich ist Okayma daher ein Highlight, das kaum in Reiseführern aufscheint.

UNSERE EXPERTIN

HEIDI HORVATH

heidi.horvath@columbus.at 01/534 11 112

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