Zur Eröffnung 1946 wurde das Flamingo Hotel mit seinen 105 Zimmern zum luxuriösesten Hotel der Welt gekürt. Heute besitzt es über 3.600 Zimmer und ein überraschendes Highlight: Auf dem 61.000 m ² großen Gelände befindet sich auch ein oasengleiches Habitat für Flamingos.
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LUST AUF LAS VEGAS BEKOMMEN? IN ZWEI TRAUMWELTEN EINTAUCHEN! Wir entführen Sie in die legendäre Glücksspielme- tropole Las Vegas und in die Stadt der Engel, Los Angeles. Fahren Sie den Vegas Strip bei Nacht ab, besuchen Sie eine grellbunte Las Vegas- Show und genießen sie feinste Speisen in Wolfgang Pucks „Spago“ in Beverly Hills. HIGHLIGHT: DEN CANYON VON OBEN EROBERN! Erleben Sie die gewaltige Schlucht des Grand Canyon auf einer unvergesslichen Helikopter-Tour – Adrenalin- kick inklusive. Genießen Sie die malerische Aussicht und freuen Sie sich auf spektaku- läre Lu ! aufnahmen. Also: Auf jeden Fall die Kamera einpacken!
Als Bugsy Siegel (oben) Anfang der 40er-Jahre nach Las Vegas kam, gab es dort gerade einmal zwei Spielhallen. Mit dem „Flamingo“ schuf der Gangster ein Casino-Hotel der Superlative. Heute ist um sein Hotel die „Sin City“ erwachsen.
Sie denken, Las Vegas wird des Glücksspiels wegen „Stadt der Sünden“ genannt? Dann warten Sie ab, bis Sie die wahre Geschichte von Gangsterboss Benjamin „Bugsy“ Siegel lesen. Die Stadt in der Wüste Nevadas ist nämlich immer wieder für hollywoodreife Storys gut. A GANGSTER'S PARADISE
sendem Kleidungsstil stand dem von Schau- spielgrößen wie Gary Cooper, Cary Grant und Clark Gable um nichts nach, mit denen er üb- rigens befreundet war. Er mietete eine riesige Villa in Beverly Hills und nannte sich selbst ei- nen „Sportsman“, ein Synonym für Glücksspiel, Au"ragsmord und Erpressung.
HIER GEHT'S HOCH HINAUS Die größte Stadt im Bundesstaat Nevada ist eben immer wieder für Überraschungen gut. Die Fluglinie Condor bringt Sie komfortabel ins schillernde Las Vegas. Ab da stehen Ih- nen wortwörtlich alle Türen o$en. Denn die „Sin City“ lernt man am besten mit einer Tour durch ihre geschichtsträchtigen Luxushotels und Casinos, wie das Caesars Palace, Luxor oder eben Flamingo, kennen. Wie gut, dass sich die berühmtesten von ihnen direkt am Strip be!nden. Nostalgiker machen einen Abste- cher in die Fremont Street, die seit der Grün- dung der Stadt im Jahr 1905 besteht. Wer das einzigartige Lichtermeer von ganz oben be- staunen möchte, bucht am besten einen Tisch im mehrfach ausgezeichneten „Top of the World“-Restaurant im Hotel #e Strat. Der 360-Grad-Blick über die Stadt ist schon atem- beraubend – es ginge aber noch spektakulärer. Mit dem hoteleigenen Free-Fall-Turm stürzen sich besonders Mutige nämlich 260 Meter im freien Fall in die Tiefe – völlig sicher, versteht sich. Von Aufstieg und Fall könnte auch Bugsy Siegel ein Liedchen singen. Und auf gewisse Weise ging der Traum des Gangster- bosses posthum sogar in Erfüllung: Im 1991 erschienenen Film „Bugsy“ &immerte Siegels Lebensgeschichte, gespielt von Hollywood- star Warren Beatty, doch noch über die Kino- leinwände.
„Jeder verdient hin und wieder einen Neuanfang.“ Benjamin „Bugsy“ Siegel
E in berüchtigter jüdischer Gangster, der in den engsten Kreisen der Holly- wood-Elite verkehrt und selbst davon träumt, ein berühmter Schauspieler zu werden? Das klingt nach einem perfek- ten Filmplot. Tatsächlich handelt es sich aber um die Biogra!e des Amerikaners Benjamin Siegel. Ihm hat Las Vegas außerdem eines der Highlights am Strip zu verdanken: das Fla- mingo Hotel und Casino. VOM SCHMUGGLER ZUM STAR In den 1920er-Jahren, mitten in der Prohibi- tion, machte sich Bugsy Siegel erstmals einen Namen, damals noch in New York City. Ge- meinsam mit Partnern der jüdischen Verbre- cherorganisation „Kosher Nostra“ schmug- gelte er mehr Hochprozentiges in die USA als jedes andere Syndikat. Mit dem Ende der Pro-
hibition im Jahr 1933 versiegten die Einnah- mequellen und der Sohn jüdischer Einwan- derer beschloss, an der Westküste ein neues Imperium aufzubauen. Um im Glücksspiel- geschä" mitzumischen, kau"e er sich in ein bestehendes 33-Hektar-Projekt in der Wüste Nevadas ein, das Billy Wilkerson leitete – das Flamingo. Überlieferungen zufolge luchste Siegel dem Immobilienmagnaten und Grün- der des Magazins „#e Hollywood Reporter“ seinen Anteil recht schnell ab. Als das Hotel 1946 endlich erö$nete, betrugen die Baukos- ten mehr als sechs Millionen Dollar. GANZ GROSSER AUFTRITT In all dieser Zeit bereitete sich der brutale Gangster auf eine Rolle vor, die er nie bekom- men sollte: Bugsy Siegel wollte Schauspieler werden. Sein glamouröses Au"reten samt pas-
ab € 3.390 p. P. im Doppelzimmer
Mit Studiobossen ging er milde um – er wollte sie nicht verschrecken. Siegel !lmte sogar Mo- nologe von sich, die er passenden Regisseuren zeigen könnte. Die Kontakte hatte er, immerhin verscha%e er seiner angeblichen A$äre, Film- diva Jean Harlow, einen Vertrag für zwei Filme – mit Charme und einer Menge Geld. Doch aus der Hollywoodkarriere sollte nichts werden, hatte man doch zu viel Angst vor dem Bluthund der „Kosher Nostra“. Sein großspuriger Lebens- stil wurde ihm schlussendlich zum Verhäng- nis. Weil er sich für den Bau des Flamingos bei der Ma!a verschuldete und nicht zurückzahlte, wurde Bugsy Siegel am Abend des 20. Juni 1947 durch das Fenster seiner Wohnung erschossen, sechs Monate nach der Erö$nung des Hotels.
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