COLUMBUS Magazin 2023 Frühjahr

LESE TIPPS

Heimischer Arzt immer dabei. Du bist im Urlaub und fühlst dich nicht wohl? Sprich mit deinem Reisedoc darüber.

Weil jede Reise auch das perfekte Buch braucht. VOR AUS (GE) LESEN

Zur Sommerfrische:

Nach Griechenland:

Alma Maria Schindler, verwitwete Mahler, geschiedene Gropius, verwitwete Werfel – und die Reihe ihrer Liebhaber liest sich wie ein „Who’s Who“ der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Oliver Hilmes zeichnet in seiner umfassenden Biografie, die sich auf zuvor noch nicht ausgewertete Briefe und Tagebücher stützt, das facettenreiche Bild einer Frau, die hysterisch, antisemitisch und herrsch- süchtig war – aber auch inspirierend, klug und leidenschaftlich. Spannender kann eine Biografie nicht sein, und selten trifft ein Buchtitel so den Kern des Inhalts. Oliver Hilmes „Witwe im Wahn. Das Leben der Alma Mahler-Werfel“

In einem griechischen Bergdorf deutet Yiayia Maria die Zeichen falsch und stürzt gleich mehrere Generationen ihrer Familie ins Unglück. Die hinreißende Familien- geschichte geht über fünf Generationen, die vom kargen Bergdorf an der griechisch- albanischen Grenze ausgeht, und über Deutschland, Österreich und die Schweiz schlussendlich auf einer kleinen griechischen Insel in Form eines Hirschkäfers endet. Die Glückssuche einer griechischen Familie und deren folgenreiche Katastrophen, von Helden und Herzensbrechern – und solchen, die es gern wären. Vea Kaiser Makarionissi oder Die Insel der Seligen

Nach Portugal:

Nach Neuseeland:

Nach Ägypten:

Paul Grote „Der Portwein-Erbe“

Heretaunga Pat Baker „Die letzte Prophezeiung“

Agatha Christie „Rächende Geister“

Portwein- und Landeskunde versteckt in einem Kriminalroman: Ein Architekt erbt von seinem Onkel ein Weingut im Dourotal und tritt das Erbe auch an – obwohl er weder portugiesisch kann noch von Wein- anbau eine Ahnung hat. Und dann findet er auch noch einen versteckten Brief seines Onkels, in dem er gebeten wird, seinen Mörder zu finden. Die Krimihandlung selbst ist (fast) ein wenig Nebensache. Haupt- thema ist – wie immer bei Paul Grote – der Wein, und man lernt viel über Tawnys und Rubys. Eine gelungene Kombination aus Krimi und Reiseführer.

Der erste historische Roman aus der Feder eines Maori beschreibt grausame Stammes- kriege, den Kampf um Macht und Vorherr- schaft und gibt das Leben der ersten Neusee- länder wieder, wie es wirklich war: Heretaunga Pat Baker, selbst Sohn eines Häuptlings, hat aufgeschrieben, was ihm die Stammesältesten erzählt haben – lediglich die Namen sind fiktiv. Schauplatz der Handlung ist die Region der heutigen Bay of Plenty im späten 18. Jahrhun- dert unmittelbar vor der Ankunft der Flotte Captain Cooks. Ein fesselnder, authentischer Roman, der einen tiefen Einblick in die Kultur und Tradition der Maori gibt.

Es muss nicht immer „Tod auf dem Nil“ sein: Dieser Roman ist der einzige der „Grande Dame“ des Kriminalromans, der nicht im 20. Jahrhundert spielt und den sie gemeinsam mit einem Ägyptologen verfasst hat. Im alten Ägypten kehrt Renisenb nach dem Tod ihres Gatten zurück in ihr Elternhaus. Und dort ist zunächst erst einmal alles wieder wie damals. Doch dann überschatten gleich mehrere Todesfälle das idyllisch-ruhige Leben der Familie. Wurde die Familie gar verflucht? Und schon geht das Rätselraten in bester „Whodunit“-Manier los!

europaeische.at

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