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KAPITEL 6
Methode
6.1 Eingrenzung des Forschungsgegenstands Basierend auf der Forschungslücke ist die untersuchungs- leitende Fragestellung dieser Arbeit, welche Rolle die Nut- zung des Jugendinformationsdienstes Eurodesk Deutsch- land für den Zugang junger Menschen zu internationaler Lernmobilität spielt. Das Forschungsinteresse und die lei- tende Forschungsfrage bestehen aus verschiedenen Aspekten, deren Aufschlüsselung essenziell zur Beantwor- tung der Frage ist. Diese basieren auf dem zuvor vorge- stellten Theorie- und Forschungsstand zu internationaler Lernmobilität sowie zu Jugendinformation. Der erste Themenkomplex betrifft den Zugang zu interna - tionaler Lernmobilität, den Nutzer*innen von Eurodesk Deutschland haben. Dafür wird dieser Zugang, basierend auf der Zugangsstudie (Becker, Thimmel 2019c), durch fünf Aspekte definiert:
Bis zu diesem Punkt wurde dargelegt, inwiefern Informa- tionsdefizite und diskursive Barrieren mobilitätsinteres - sierten jungen Menschen den Zugang zu Lernmobilität erschweren. Auch wurde Jugendinformation und deren Wirkung als Handlungsempfehlung zur Reduzierung dieser Barrieren betrachtet. Dabei ist erkennbar geworden, dass Jugendinformation und die Wirkung der Nutzung auf junge Menschen bisher in der Jugendarbeitsforschung wenig Aufmerksamkeit erhalten haben. Die Frage nach der Bedeutung von Jugendinformation für den Zugang mobili- tätsinteressierter junger Menschen zu internationaler Lernmobilität ist offen. An dieser Forschungslücke setzt die vorliegende Arbeit an. Sie verfolgt anhand des Beispiels Eurodesk Deutschland zwei zentrale Ziele: Erstens soll erörtert werden, welche Merkmale die aktuellen Nutzer*innen von Informations- und Beratungsangeboten von Eurodesk Deutschland cha- rakterisieren, um zu verstehen, welche Gruppen von dem Jugendinformationsdienst profitieren. Zweitens soll diese Arbeit untersuchen, inwiefern die Nutzung von Jugendin- formation den Zugang zu internationaler Lernmobilität erleichtert, und zwar durch die Überprüfung von durch den Forschungsstand abgeleiteten Vermutungen über den Zusammenhang. Die Dokumentation des Forschungsprozesses in diesem Kapitel soll die Nachvollziehbarkeit, Angemessenheit und Transparenz der aus dieser Arbeit gewonnenen Ergebnisse gewährleisten. Das methodische Vorgehen wird deswegen im Folgenden detailliert beschrieben.
1. die Zustimmung zu gängigen Vorannahmen über internationale Lernmobilität, 2. den Kenntnisstand über Lernmobilitäts möglichkeiten, 3. das Interesse an der Teilnahme an Lernmobilitätsmaßnahmen, 4. bisherige Teilnahmeerfahrungen an internationaler Lernmobilität und 5. die Bedeutung von Lernmobilität im nahen Umfeld der Person.
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