Forschungsarbeit Jugendinformation

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tät für die Analyse entfernt. 120 Fälle wurden dadurch aus- sortiert. Nach der Datenprüfung blieben somit 3.474 gül- tige Fälle übrig. Diese bilden die Gesamtstichprobe (N) in dieser Arbeit. Im Fragebogen kamen einige freie Textfelder zum Einsatz. Hier gemachte Angaben wurden inhaltlich geprüft und induktiv kategorisiert. In zwei Durchläufen wurden die Kategorisierungen geprüft. Manche Inhalte von Antworten konnten mehreren Kategorien zugeordnet werden. Bei einigen Fällen stellte sich während der Sichtung heraus, dass Antworten gegeben wurden, die zu vorherigen Ant- wortoptionen innerhalb einer Frage mit Mehrfachantwort- möglichkeit passten. Deswegen wurden bei diesen Fällen die gegebenen Mehrfachantworten geprüft und entspre- chend codiert, sofern das eindeutig möglich war. Dies betraf jeweils einen Fall bei den Variablen T2_F08, T3_F02 und T3_4_F06. Bei der Frage T2_F02 stellte sich durch die Antworten heraus, dass in drei Fällen die Frage zuvor (T2_ F01) nicht korrekt beantwortet wurde, da die Antworten inhaltlich inkonsistent waren. Deswegen wurden die drei Fälle für die Fragen T2_F02 und T2_F01 als ungültig dekla- riert. 1 Im Fragebogen kamen vier Ratingskalen zum Einsatz, die als Instrument zur Messung von latenten Variablen dienen sollten: T1_F02, T1_F03, T5_F03 und T5_F04. Da diese selbst erstellt wurden, sollte zunächst die interne Konsis- tenz der Skaleninstrumente getestet werden. Dies wurde durch den Reliabilitätskoeffizienten Cronbachs Alpha geprüft (vgl. Döring 2023: 462). Die Werte der vier Skalen lagen zwischen 0,685 und 0,916 (vgl. Anhang G). Der übli- cherweise angesetzte Schwellwert des Cronbachs Alpha liegt bei 0,7 (Schecker 2014: 5). Damit liegt der Wert von 0,685 der Variable T1_F02 knapp darunter. Da die Analyse zeigte, dass der Wert durch den Ausschluss bestimmter Items jedoch nicht erhöht werden kann, und da der Wert nahe der Grenze von 0,7 liegt, wurde die Entscheidung getroffen, die Skala trotzdem als ausreichend konsistent zu werten (vgl. ebd.: 5). Auf Grundlage dessen wurden alle Skalen für die weiteren Auswertungen berücksichtigt.

Wie in Kapitel 6.4 erläutert, handelt es sich in dieser Arbeit um eine nicht-repräsentative Stichprobe. Deswegen ist es nicht sinnvoll, schließende Statistikverfahren anzuwen- den, deren Zweck es ist, Analyseergebnisse auf eine Grundgesamtheit zu übertragen (Braunecker 2023b: 81). Forschungsfragen und Hypothesen wurden deswegen durch deskriptive Statistik überprüft. Verwendet wurden dabei sowohl univariate als auch bivariate Auswertungs- methoden. Als univariate Methoden wurden insbesondere Häufigkei - ten, Zentralmaße und Standardabweichungen ermittelt. Zur Darstellung der Ergebnisse wurden Tabellen und Dia- gramme verwendet. Bei den bereits zuvor angesproche- nen Ratingskalen wurden aus den dazugehörigen Items Mittelwertindexe gebildet. Diese werden, wie es in der Sozialforschung üblich ist, aus pragmatischen Gründen als quasi-metrisch behandelt (vgl. Braunecker 2023a: 105). Bei (quasi-)metrischen Skalenniveaus wird insbesondere das arithmetische Mittel als deskriptive Auswertungsmethode betrachtet. Dabei wird auch die Standardabweichung auf- geführt, um die Streuung der Werte beurteilen zu können. Im Gegensatz zu Angaben der Häufigkeitsverteilung, wurden bei der Berechnung des Mittelwerts die Katego- rien mit der Codierung 999 („nicht beantwortet“ bzw. „ich weiß nicht“/„keine Angabe“) ausgeschlossen, um eine Ver - zerrung der Werte auszuschließen. Bivariate Auswertungen stellen Zusammenhänge zweier Variablen dar, die innerhalb dieser Arbeit mit Mittelwert - vergleichen und Kreuztabellen erfolgte (van Ophuysen et al. 2021: 49). 3 Teilweise wurden für die Auswertung aus den bestehenden Variablen des Fragebogens neue Variablen gebildet, die ebenfalls im Auswertungsplan genau erläu- tert werden (vgl. Anhang F). Zusätzlich befinden sich im Anhang sämtliche Analyseergebnisse (vgl. Anhang G).

2 Die vollständigen Listen der kategorisierten, ausgefüllten Textfelder befinden sich im Anhang G der Arbeit.

3 Der gesamte Analyseplan zu den entsprechenden Forschungsfragen und Hypothesen befindet sich im Anhang.

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