Forschungsarbeit Jugendinformation

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KAPITEL 7

Auswertungsergebnisse der Online-Befragung

Nachdem die theoretischen Hintergründe sowie die methodische Vorgehensweise ausgearbeitet wurden, dient dieses Kapitel der Darstellung der Ergebnisse der quantitativen Online-Befragung. Sie erfolgt zunächst hin- sichtlich der soziodemografischen Merkmale der Stich - probe. Danach werden die Ergebnisse analog zu den pas- senden Forschungsfragen und Hypothesen präsentiert. Zuerst wird der Zugang der Umfrageteilnehmenden zu internationaler Lernmobilität beschrieben. Dann wird die Nutzungserfahrung der Umfrageteilnehmenden mit Ange- boten von Eurodesk Deutschland betrachtet. Als letztes werden mögliche Zusammenhänge zwischen der Nutzung von Eurodesk und dem Zugang zu Lernmobilität erörtert. 1 7.1 Beschreibung der Stichprobe In der Online-Befragung unter den Empfänger*innen des rausvonzuhaus-Newsletters von Eurodesk Deutschland wurden unter sozidemografischen Daten insbesondere Merkmale abgefragt, die nach verschiedenen Studien Ein- fluss auf den Zugang zu internationaler Lernmobilität haben können (vgl. Kapitel 3). Damit kann im weiteren Schritt in der Diskussion verglichen werden, inwiefern die Umfrageteilnehmenden Gemeinsamkeiten mit oder Unter- schiede zu Personen haben, die eher an Lernmobilität teil- nehmen. Die Verteilung dieser Merkmale wird hier vorge - stellt. Die Gesamtstichprobe, bei denen der Fragebogen beendet wurde, besteht aus 3.474 Fällen. Abbildung 6 verdeutlicht: Von der Gesamtstichprobe identifizierten sich 75% als

weiblich, 21% als männlich und ca. 2% als nicht binär, anders oder sie identifizierten sich mit keinem Geschlecht. 60 Personen (1,7%) machten keine Angaben (T6_F01). Wie in Abbildung 7 verdeutlicht, ist ein Großteil der Befrag- ten zwischen 18 und 22 Jahren alt. Im Detail waren 33,7% 18 Jahre und 26,8% 19 Jahre alt. Der Mittelwert des Alters der befragten Personen beträgt 19,59 Jahre (Standardab- weichung [SD] = 2,054) (T0_F02). Die Altersverteilung spiegelt die Angaben des Status wider, die Abbildung 8 zeigt. So waren knapp 43% der Befragten zum Zeitpunkt der Befragung Student*innen. 28% befan - den sich zwischen Schule und dem nächsten Ausbildungs- schritt, während nur noch 14% Schüler*innen waren. 4,5% bezeichneten sich als Auszubildende und 3,6% als berufs - tätig. 140 Personen (4%) gaben einen anderen Status an (T6_F03). Davon betitelten sich die meisten – 95 Personen – aktuell als „Freiwillige“ (T6_F03_7.1). Von den 14% der Schüler*innen besuchten 76% ein Gym - nasium. An zweiter Stelle kommt die Schulform Gesamt- schule mit 10%. Der Rest verteilt sich auf die Fachober - schule, die Waldorfschule und andere Schulformen. Nur zwei Personen gaben an, eine Realschule zu besuchen, und niemand hatte eine Hauptschule besucht (T6_F04). Dass Real- und Hauptschulen kaum ausgewählt wurden, ist erwartungsgemäß: Die Stichprobe umfasst größtenteils Personen über 16 Jahre, die somit meist bereits aus dem typischen Alter für diese Schulformen herausgewachsen sind.

1 In der Befragung gibt es mehrere Stellen, an denen Umfrageteilnehmende offene Antworten geben konnten. Aufgrund des begrenzten Umfangs der Arbeit kann nicht auf all diese Antworten eingegangen werden. Stattdessen wird nur bei als relevant erachteten Stellen darauf eingegangen.

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