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Abb. 9 Zugehörigkeit zu Minderheiten (Mehrfachauswahl möglich) (N = 3.474)
nein LGBTQIA+ keine Angabe ethnische Minderheit sozial benachteiligte Gruppe Menschen mit Beeinträchtigung/Behinderung religiöse Minderheit
61 %
22,4 %
7,8 %
7,3 %
6,4 %
3,8 %
2 %
Lesebeispiel: Mit 22,4 % bildet die LGBTQIA+ -Community die größte Minderheit unter den Befragten.
Die Mehrheit der Befragten hat mit 76% außerdem das Abitur bzw. das Fachabitur als höchsten Bildungsab- schluss, gefolgt von knapp 10%, die die Mittlere Reife haben. 8% haben bereits einen (Fach-)Hochschulab - schluss. Nur 2% gaben die abgeschlossene Berufsausbil - dung als höchsten Bildungsabschluss an (T6_F02). Zum Thema Bildung wurde außerdem abgefragt, inwie- fern Eltern der befragten Personen Hochschulabschlüsse haben. Bei fast der Hälfte der Befragten hatten demnach beide Eltern einen Hochschulabschluss (46%), bei 26% hatte nur ein Elternteil einen Hochschulabschluss. 26% der Befragten berichteten, dass die Eltern keinen Hochschul- abschluss hätten (T6_F05). Abgefragt wurde zusätzlich, inwiefern sich die Befragten bei gewissen Gruppen von Minderheiten wiederfinden. Abbildung 9 zeigt, dass über die Hälfte der Personen angab, keiner Minderheitengruppe anzugehören. 22% der Befragten identifizieren sich als Teil der LGBTQIA+-Com - munity. 7,3% sind Teil ethnischer Minderheiten, 6% beschreiben sich als sozial benachteiligt und ca. 4% haben eine Beeinträchtigung oder Behinderung. 2% gehören reli - giösen Minderheiten an. 7.2 Zugang zu internationaler Lernmobilität (UF1) Zur Erfassung des Zugangs zu internationaler Lernmobili- tät wurde die Thematik innerhalb der Befragung in fünf Bereiche aufgeteilt. Zuerst wurden Umfrageteilnehmende befragt, inwiefern sie gängigen Vorannahmen über inter - nationale Lernmobilität zustimmen. Es folgte dann die Selbsteinschätzung, wie gut sie bestimmte Lernmobilitäts- programme kennen, um den Gesamtkenntnisstand über
Lernmobilität zu ermitteln. Als Drittes wurde das Interesse an Lernmobilitätsteilnahmen erläutert. Befragte konnten hier angeben, wie das Interesse an einer Teilnahme gene- rell ist, wieso sie interessiert sind und an welcher Art von Lernmobilität sie interessiert wären. Der vierte Bereich behandelte die bisherigen Teilnahmeerfahrungen mit Lernmobilität. Befragte gaben an, wie oft sie bereits an Lernmobilitätsmaßnahmen teilgenommen haben und Details zu den jeweiligen Teilnahmen. Mobilitätsunerfah- rene Umfrageteilnehmende wurden nach Gründen gefragt, die eine Teilnahme verhindert haben. Der letzte Aspekt des Zugangs zu Lernmobilität betraf die Themati- sierung von Auslandsaufenthalten im sozialen Umfeld, inwiefern nahestehende Personen Mobilitätserfahrungen haben und wie besuchte Bildungseinrichtungen zu Lern- mobilität stehen. Im Folgenden werden die Analyseergeb- nisse der fünf Bereiche nacheinander betrachtet. 7.2.1 Zustimmung zu gängigen Vorannahmen über internationale Lernmobilität (UF1.1) Ein wesentlicher Aspekt, der den Zugang zu internationa- ler Lernmobilität in dieser Durchführung beschreibt, ist die Wahrnehmung von internationalen Lernmobilitätsange- boten und an wen diese adressiert sind. Nach der Zugangs- studie (Becker, Thimmel 2019c) bestehen Vorurteile und Stereotype, die als diskursive Barrieren eine Teilnahme an solchen Maßnahmen verhindern können (vgl. Kapitel 3.3). In der Online-Befragung wurde deswegen gefragt, inwie- fern die befragten Personen darauf basierend elf Aussa- gen über Lernmobilitätsmaßnahmen zustimmen, auf einer Skala von „Stimme überhaupt nicht zu“ (= 1) bis „Stimme vollständig zu“ (= 5). Der Gesamtmittelwert basierend auf dem Mittelwertindex aller Aussagen pro Datensatz beträgt 2,3384 (SD = 0,4992) (T1_F02_Mittelwert). Bezogen auf die
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