Forschungsarbeit Jugendinformation

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Abb. 17 20 beliebteste internationale Lernmobilitäts- programme (Mehrfachauswahl möglich) (n = 3.467)

Abb. 16 20 beliebteste Länder für internationale Lernmobilität (Nennung von bis zu drei Ländern) (n = 3.467)

Auslandssemester DiscoverEU Work & Travel Sprachkurs Praktikum für Studierende Saison- und Ferienjobs im Ausland

78,3 %

563

Frankreich USA Australien Spanien Großbritannien Kanada Neuseeland Schweden Italien Norwegen

69,9 %

556 555

66,6 %

62,1 %

536

60 % 57,6 %

531

453

Gastfamilienaufenthalt FSJ und FÖJ im Ausland Workcamp weltwärts

45,1 %

430

42,5 % 42,5 % 41,6 %

392

361 358

Ferienfreizeit/Auslandsfahrt * fester Arbeitsplatz im Ausland Au-pair

39,3 %

311

Japan Irland Island Costa Rica Portugal Thailand Brasilien Dänemark Argentinien Finnland

34,7 % 34,5 % 33,5 % 33,2 %

202

192

Int. Jugendfreiwilligendienst (IJFD) berufliche Weiterbildung im Ausland Europäisches Solidaritätskorps (ESK) gesamtes Studium im Ausland kulturweit Summer- bzw. Winter-School internationale Jugendbegegnung

186

176

31,4 % 30,6 % 29 % 27,3 %

169

160

154 153

24,1 %

146

*z.B. mit Sport-, Musik-Verein, Verband, Gemeinde etc.

beliebt sind Sprachkurse, das Praktikum für Studierende und Saison- und Ferienjobs. Zusammenfassend scheinen die Umfrageteilnehmenden ein diverses Interesse an unterschiedlichen Arten von Lernmobilität zu haben. Wie beschrieben sind aber auch deutliche Trends erkennbar: bis zu sechsmonatige Aufenthalte in Europa oder englisch- sprachigen Ländern, welche einen direkten formalen Lern- bezug haben, eine Reisetätigkeit in den Fokus nehmen und/oder bei denen Geld verdient werden kann. 7.2.4 Teilnahmeerfahrungen mit internationalen Lernmobilitätsmaßnahmen (UF1.4) Ein weiterer Aspekt, der den Zugang zu internationaler Lernmobilität in dieser Arbeit definiert, ist die bisherige Erfahrung, die Umfrageteilnehmende mit der Teilnahme an internationalen Lernmobilitätsmaßnahmen gemacht haben. Abbildung 18 zeigt, dass von den 3.474 befragten Personen ca. ein Drittel noch keinerlei Teilnahmeerfahrun- gen hatten. Knapp 29% hatten bereits einen Auslandsauf - enthalt abgeschlossen und 20% zwei Aufenthalte. 10% hatten zum Zeitpunkt der Befragung an drei internationa- len Maßnahmen teilgenommen. Die restlichen 9% waren vier Mal oder mehr zum Zweck einer Lernmobilität im Aus- land (T3_F01). Der Mittelwert der Anzahl an Lernmobili-

tätsteilnahmen liegt bei den Befragten bei 2,42, jedoch mit einer Standardabweichung von ca. 1,5 (T3_F01). Damit scheint diese Nutzer*innengruppe von Eurodesk eher mobilitätserfahren zu sein. Die Personen, welche noch keine Teilnahmeerfahrung im Rahmen internationaler Lernmobilität gemacht hatten, wurden nach ihren Hinderungsgründen befragt. Es wurden 21 Gründe vorgegeben, von denen beliebig viele gewählt werden konnten. Die zehn meistgenannten Gründe sind in Abbildung 19 ersichtlich. Für 53% der 1114 mobilitätsunerfahrenen Umfrageteilnehmenden waren fehlende finanzielle Mittel ein Grund für die Nicht-Teil - nahme, dicht gefolgt von „kein passendes Zeitfenster“ mit 51,2%. 43,4% gaben an, dass sie durch Schule, Hochschule oder Betrieb Hindernisse für eine Lernmobilitätsteil- nahme erfahren haben. Jeweils um die 30% berichteten, dass sie kein passendes Angebot erhalten hatten und dass ihnen Informationen über ihre Möglichkeiten fehlten. Knapp 26% sagten, dass die Unentschlossenheit über ihre (berufliche) Zukunft sie an der Teilnahme hinderten, und ebenfalls 27,4% wurden durch die Corona-Pandemie an einem Auslandsaufenthalt gehindert. Durchschnittlich gab jede Person 3,7 Gründe an (SD = 2,12239) (T3_F02_Anzahl_ Gründe).

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