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interessierten. 27,2% sagten außerdem, dass sie durch Eurodesk erfahren hätten, wieso ein Auslandsaufenthalt sinnvoll ist. Vorurteile über Lernmobilität wurden bei 10,8% abgebaut (T5_F06). Durchschnittlich wählte jede Person 3,85 Antworten aus, um den positiven Einfluss Eurodesks zu beschreiben. Die Standardabweichung von 2,25 zeigt aber, dass es größere Unterschiede in der Anzahl gewählter Antworten gibt (T5_F06_Anzahl_Einflüsse). 4 7.4 Prüfung von Zusammenhängen zwischen der Nutzung von Eurodesk Deutschland und dem Zugang zu internationaler Lernmobilität Bis hierhin wurden die Ergebnisse der univariaten Auswer- tungsmethoden vorgestellt. Ein zentrales Ziel der Arbeit ist die Ermittlung der möglichen Zusammenhänge zwischen der Nutzung von Jugendinformationsdiensten und dem Zugang zu internationaler Lernmobilität junger Menschen. Durch bivariate deskriptive Auswertungsmethoden sollen diese möglichen Zusammenhänge, basierend auf den zuvor erstellten Hypothesen, aufgedeckt werden. Zunächst werden potenzielle Zusammenhänge zwischen der Nut- zungslänge von Befragungsteilnehmenden von Dienstleis- tungen von Eurodesk Deutschland und dem Zugang zu internationaler Lernmobilität betrachtet. Dann folgt der mögliche Zusammenhang zwischen der Nutzung von Bera- tungsangeboten und der Lernmobilitätsteilnahme. Zum Schluss wird erörtert, inwiefern ein möglicher akademi- scher Hintergrund der Eltern der Befragten eine Rolle auf die zuvor untersuchten Zusammenhänge hat. Für die Analysen wurde die Entscheidung getroffen, auch diejenigen einzubeziehen, die angaben, keine Angebote von Eurodesk zu nutzen. Da diese Umfrageteilnehmenden jedoch den Newsletter von Eurodesk abonniert und auf die Einladung zur Online-Umfrage reagiert haben, gelten sie im Sinne der in dieser Arbeit verwendeten Definition als Nutzer*innen von Eurodesk Deutschland. Die Angabe, 4 Die sechs Personen, die angaben, dass Eurodesk einen negativen Einfluss hatte, konnten diese Meinung in einem freien Textfeld erläutern. Zwei Personen bezogen den negativen Einfluss auf die Webseite von Eurodesk Deutschland, welche als benutzer*innenunfreundlich gestaltet empfunden wurde, was die Suche nach geeigneten Angeboten erschwerte. Eine Person erzählt, dass sie falsch beraten wurde, wodurch eine Lernmobilitätsteilnahme verhindert wurde. Eine weitere Person beschreibt, dass falsche Informati- onen auf der Webseite dazu führten, dass sie falsche Vorstellungen von ihrer Lernmobilitätsteilnahme hatte (T5_F07).
dass sie keine Angebote von Eurodesk nutzen würden, kann so interpretiert werden, dass sich diese Teilnehmen- den selbst als Personen mit der geringsten Nutzungser- fahrung mit Eurodesk einschätzen würden. Dementspre- chend wird diese Nutzer*innengruppe in den folgenden Analysen als solche behandelt. Die Ergebnisse der Analy- sen werden im Folgenden vorgestellt. 7.4.1 Zusammenhang zwischen der Nutzungslänge von Eurodesk Deutschland und dem Zugang zu Lernmobilität (UF3) Der erste Zusammenhang, der durch die Befragung geprüft werden sollte, ist der mögliche Einfluss der Nut - zungslänge von Informations- und Beratungsangeboten von Eurodesk Deutschland auf den Zugang junger Men- schen zu internationaler Lernmobilität. Dafür wurde zuvor definiert, dass der Kontakt zu Eurodesk in vierfacher Weise Einfluss auf den direkten Zugang junger Menschen haben könnte: 1. auf die Zustimmung zu gängigen Vorannahmen über Lernmobilität, 2. auf den Kenntnisstand zu verschiedenen Lernmobilitätsmöglichkeiten, 3. auf das Interesse an der Mobilitätsteilnahme sowie 4. auf die tatsächliche Teilnahme. Nachfolgend werden die Ergebnisse der bivariaten Aus- wertungen zu den vier Bereichen vorgestellt. Die unabhän- gige Variable ist dabei jeweils T5_F01 (Nutzungslänge von Eurodesk Deutschland), die die Stichprobe in sechs Grup- pen unterteilt: keine Nutzung, Nutzung seit weniger als drei Monaten, Nutzung seit drei bis sechs Monaten, Nut- zung seit sieben bis zwölf Monaten, Nutzung seit ein bis zwei Jahren und Nutzung seit über zwei Jahren.
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