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7.4.3.4 Zusammenhang zwischen der Nutzungslänge und der Teilnahme an internationalen Lernmobilitätsmaßnahmen (H9) Als letzter Aspekt des Zugangs zu Lernmobilität, dessen Zusammenhang mit der Nutzungslänge von Eurodesk Deutschland untersucht werden sollte, ist die Teilnahme an internationalen Lernmobilitätsmaßnahmen, abgefragt durch die Variable T3_F01. Die Mittelwertvergleiche in Abbildung 37 zeigen, dass Umfrageteilnehmende mit aka- demisch vorgebildeten Eltern mit einem Mittelwert von 2,52 Teilnahmen (SD = 1,49) im Durchschnitt bei jeder Nut- zungslänge mehr Teilnahmen vorweisen als Befragte ohne akademisch vorgebildete Eltern mit einem Mittelwert von 2,16 Teilnahmen (SD = 1,439). Bei beiden Gruppen ist eine Steigerung an Teilnahmen mit längerer Nutzung zu erken- nen, auch wenn diese über die verschiedenen Gruppen nicht ganz kontinuierlich ist. Wird die Differenz der Werte zwischen den Personen mit der wenigsten und mit der meisten Nutzungserfahrung mit Eurodesk betrachtet, so ist diese bei Personen nicht-akademischer Elternhäuser mit 1,09 etwas größer als bei Personen akademischer Elternhäuser mit 0,89. Die Nutzung von Dienstleistungen von Eurodesk Deutschland scheint die Teilnahme an Lern- mobilitätsmaßnahmen bei Personen ohne Eltern mit Hochschulabschlüssen etwas stärker zu beeinflussen als bei der anderen Personengruppe. Damit könnte Hypo- these 9 in Bezug zur Stichprobe vorsichtig bestätigt werden. Wenn junge Menschen Eltern ohne akademischen Hintergrund haben, profitieren sie stärker von einer länge - ren Nutzung Eurodesks im Sinne einer Lernmobilitätsteil- nahme.
7.4.3.5 Zusammenhang zwischen der Nutzung von Beratungsangeboten und der Teilnahme an Lernmobilitätsmaßnahmen (H10) Als letzten zu erörternden Zusammenhang wurde über- prüft, inwiefern ein möglicher akademischer Hintergrund der Eltern der Befragten Einfluss auf den Zusammenhang zwischen dem Erhalt einer Beratung durch Eurodesk Deutschland und den Teilnahmen an internationalen Lern- mobilitätsmaßnahmen hat. Auch dies wurde durch Mittel- wertvergleiche untersucht. Abbildung 38 zeigt, dass Bera- tungserfahrene sowohl mit als auch ohne akademische Eltern einen höheren Mittelwert aufweisen als Personen ohne Beratungserfahrung. Dieser Unterschied ist jedoch sehr gering und in beiden Gruppen ähnlich ausgeprägt. Die Standardabweichungen sind bei beiden Gruppen und in beiden Kategorien (mit und ohne Beratung) relativ hoch, insbesondere bei den nicht-akademischen Teilnehmern mit Beratungserfahrung (2,018). Dies zeigt eine größere Streuung in den Antworten innerhalb dieser Gruppe, was auf unterschiedliche Erfahrungen oder Meinungen hin- deuten könnte. Insgesamt scheint der akademische Hin- tergrund der Eltern keinen Einfluss auf den möglichen Zusammenhang zwischen einer Nutzung von Beratungs- angeboten und Lernmobilitätsteilnahmen zu haben. Hypo- these H10 erweist sich damit als nicht zutreffend.
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