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Des Weiteren bietet die hier durchgeführte quantitative Methode eine gute Grundlage für ein regelmäßiges Moni- toring des Zustands und der Entwicklungen in der Jugend- information bei Eurodesk. Künftige Forschungen könnten dabei die Zielgruppe ausweiten auf Nutzer*innen anderer Informationsangebote sowie zusätzlich Nicht-Nutzer*in- nen berücksichtigen, um Einblicke in die Perspektiven und Barrieren dieser Gruppen zu erhalten. Dieses Verfahren wurde für die Untersuchung dieser Arbeit zwar auch in Erwägung gezogen, wurde jedoch aufgrund des begrenz- ten Rahmens nicht umgesetzt. Eine gezielte Untersuchung von bisher nicht erreichten jungen Menschen könnte jedoch wertvolle Hinweise geben, wie Eurodesk seine Informationsarbeit noch bedarfsgerechter gestalten kann. Künftige Studien sollten neben quantitativen Ansätzen auch qualitative Methoden einsetzen, um differenzierte Handlungsempfehlungen zu entwickeln. So werden nicht nur allgemeine Trends erkannt, sondern auch weiterge- hende Einsichten möglich, die zu einer gezielteren Weiter- entwicklung der Angebote beitragen können. Ein qualitati- ver Ansatz könnte besonders bei individualisierten Dienst- leistungen wie Beratungssituationen sinnvoll sein, welche sich gezielter an Bedürfnissen Einzelner ausrichten. Bei solchen Angeboten kann eine quantitative Methode poten- ziell zu wenig Nuancen abbilden.
Die bis hierhin vorgestellten Forschungsimpulse bezogen sich alle auf junge Menschen als primäre Zielgruppe von Jugendinformation. Allerdings richten sich die Angebote von Eurodesk auch an Fachkräfte und Eltern. Sie fungieren als Multiplikator*innen und wichtige Bezugspersonen, die maßgeblich Einfluss auf Zugangschancen junger Men - schen zu internationaler Lernmobilität haben. Diese Ziel- gruppen sollten in der wissenschaftlichen Auseinander- setzung mit Jugendinformation ebenfalls Beachtung finden.
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