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Riehener Zeitung DI E WOCHENZE I TUNG FÜR R I EHEN UND BETT INGEN

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FREITAG, 1.12.2017 96. Jahrgang | Nr. 48

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REDAKTION UND INSERATE: Riehener Zeitung AG Schopfgässchen 8 , Postfach 198 , 4125 Riehen 1 Telefon 061 645 10 00 , Fax 061 645 10 10 www.riehener-zeitung.ch Erscheint jeden Freitag Preis: Fr. 2.– , Abo Fr. 80.– jährlich

Tiefgarage: Animiertes Podium ein halbes Jahr vor der Abstimmung

Literatur: Bücher aus und über Riehen für eine belesene Weihnachtszeit SEITE 15

WM: Gute Leistungen der «tanzwerk»-Stepperinnen im deutschen Riesa SEITE 16

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JAHRBUCH «Z’RIECHE» Die Vernissage im Bürgersaal stand im Zeichen des diesjährigen Schwerpunktthemas «reich» Wer sich reich fühlt – oder es einfach ist

Eines vorweg: Die Jahrbuch- Debatte im Einwohnerrat war an der Vernissage nur am Rande ein Thema. Haupt- sächlich ging es am Samstag in «Rieche» um Reichtum. Es entbehrt nicht einer gewissen Iro- nie, dass die Vernissage des Riehener Jahrbuchs nur drei Tage nach der letz- ten Einwohnerratssitzung stattfand. Nur einen Stock oberhalb des Bürger- saals im Gemeindehaus hatten die Parlamentarier die lineare Kürzung des Globalkredits «Publikums- und Behördendienste» um fünf Prozent beschlossen – eine Entscheidung, die für «z’Rieche» schmerzliche Folgen haben dürfte (siehe auch Seite 7). Von Schockzustand war in eben die- sem Bürgersaal am vergangenen Samstag allerdings nichts zu spüren. Die Freude über das neu erschienene Werk überwog bei den Redaktions- mitgliedern und dem vollzählig an- wesenden Stiftungsrat. Dessen Präsi- dentWilli Fischer liess es sich in seiner Begrüssungsrede aber nicht nehmen, die hitzig geführte Jahrbuch-Debatte Loris Vernarelli

der letzten Wochen anzusprechen. Der Stiftungsrat sei bereit, für das Jahrbuch einzustehen, gab er sich kämpferisch, und versprach: «Wir sind heute nicht zum letzten Mal hier!» Schliesslich schlug Fischer den Bogen zum diesjährigen Schwer- punktthema des Jahrbuchs: Er forder- te die Anwesenden auf, das 186 Seiten dicke Werk zu kaufen, denn es sei wirklich «bereichernd». Tatsächlich befasst sich «z’Rieche» heuer mit dem Thema «reich». Im Zu- sammenhang mit der wohlhabenden Gemeinde Riehen stösst man immer wieder auf dieses Adjektiv, doch stimmt das überhaupt? Ist Riehen reich? Und wenn ja, woran? Wie lässt sich Reichtum messen, und was be- deutet es überhaupt, reich zu sein? Die Besucher der Vernissage bekamen ei- nen kleinen Vorgeschmack darauf, wie die Autoren das vielschichtige Thema verstanden und bearbeitet ha- ben. Von der Ursprungsidee, einige reiche Riehener zu Wort kommen zu lassen, kam die Redaktion rasch ab, denn «wir haben niemand gefunden, der über seinen materiellen Reichtum reden wollte», erklärte Jahrbuch-Re- daktorin Sibylle Meyrat. Diese scheue Alexander Clavel und seine Nachkommen

Dass die beiden Schwestern trotzdem Reichtumerleben können, erläuterten sie im Interview. «An der Fülle des Le- bens teilhaben, das ist für mich Reich- tum», sagteEstherHerren, «dieSchöp- fung, die Natur, die Kreativität, die Begabungen sind Teile dieses Schat- zes.» Brigitte Arnold pflichtete ihr bei und betonte, dass sie Reichtum am Sein, nicht am Haben festmache. Die Aussage der Diakonissen, auch sie be- sässen Materielles und würden es un- gerne abgeben, überraschte dann doch. Während Schwester Brigitte nicht auf ihre Gitarre verzichten möchte, hängt Schwester Esther sehr an ihrem Velo. «So supergeistig sind wir dann schon nicht!», stellte letztere klar und erntete damit viel Applaus und Gelächter aus dem Publikum. Nach dem von Akkordeonistin Heidi Gürtler und Gitarrist Michel Chalon mit Liedern zu Reichtum und Armut umrahmten Anlass folgte der obligate Apéro. «Riche» war er nicht, dafür bot er die Gelegenheit zum Ge- spräch mit allen am Jahrbuch betei- ligten Personen. Themen zum Disku- tieren gab es ja genug… Schreib- und Zeichenwettbewerb lov. Primarschulkinder aus Riehen und Bettingen waren eingeladen worden, ihre Gedanken zum Thema Reichtum zu Papier zu bringen. Eine Auswahl der prämierten Texte wur- de an der Vernissage von Hanna Girard, Redaktorin bei Radio X, gele- sen. Beim Malwettbewerb gab es ei- nen Sieger in einer zusätzlichen Ka- tegorie: Weil Milosch Mathys als einziges Kindergartenkind eine Zeichnung eingesandt hatte, er- reichte er auch gleich den ersten Platz. Bei den Primarschülern (4. bis 6. Klasse)machte Luca Zihlmann vor Amelia Peyron und Lya Margiotta das Rennen. Den Schreibwettbe- werb gewann Johannes Liesum vor León Garcia Martinez und Amina Jafar Yaba. Wer im nächsten Jahr an der Jahrbuch-Vernissage ebenfalls den Beifall des Publikums entgegen- nehmen möchte, kann sich schon einmal vorbereiten. Das Thema wird im Frühling bekanntgegeben.

Autorin Arlette Schnyder im Gespräch mit den Schwestern Brigitte Arnold (links) und Esther Herren. Fotos: Philippe Jaquet

ne rund 3000 Jahre alte Geschichte. Vom indogermanischen «reg» über das lateinische «rex» bis zum germa- nischen «riks» kämpfte es sich durch die verschiedenen Epochen, bis es vor ungefähr 600 Jahren die Bedeutung erlangte, die wir heute noch kennen. Laut Mischke gelangte «Reichtum» im rein sprachhistorischen Sinn vor etwa 1000 Jahren nach Riehen – oder eben «Rieche». Warum der Siedlungsname sprachgeschichtliche Bezüge zur Wortgeschichte von «Reichtum» auf- weist, wollte Jürgen Mischke nicht verraten, und verwies auf seinen Bei- trag im Jahrbuch. Die Reichtümer der Diakonissen Nach der Rangverkündigung und der Preisverleihung des Schreib- und Zeichenwettbewerbs für Primarschul- kinder aus Riehen und Bettingen (sie- he Kasten) stand der ideelle Reichtum im Mittelpunkt des letzten Teils der rund eineinhalbstündigen Vernissa- ge. Im Gespräch mit den Schwestern Brigitte Arnold und Esther Herren ging die Historikerin und Autorin Arlette Schnyder der Frage nach, was Reichtum innerhalb der Kommuni- tät des Diakonissenhauses bedeutet. Eine durchaus berechtigte Frage, hat sich die Gemeinschaft imHerzen Rie- hens unter anderem dem Grundsatz der Anspruchslosigkeit verpflichtet.

Zurückhaltung stehe imGegensatz zu Alexander Clavels Zurschaustellung seines Reichtums vor 100 Jahren. Interessant, aber leider zu kurz war das Referat des Sprachwissenschaft- lers Jürgen Mischke zum Ursprung von «reich». Das in vielen Begriffen wie «Reichtum», «Reich» oder «rei- chen» enthaltene Wortelement hat ei-

Die prämierten Kinder des Malwettbewerbs werden von Michèle Faller, Mitglied der Redaktionskommission, auf die Bühne gebeten.

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ER3

FONDATION BEYELER 1. 10. 2017–21. 1. 2018

Weihnachtsbeleuchtung und «Schliffi»

feurige Gulaschsuppe, gekocht von unserem Partyservice

rz. Heute Abend um 17 Uhr wird im Riehener Dorfkern dieWeihnachtsbe- leuchtung eingeschaltet. Bei einem Glas Glühwein kann die interessierte Bevölkerung die schöne Atmosphäre rund umden Dorfplatz geniessen und den schön dekorierten Weihnachts- baum bewundern. Gleichzeitig wird in Basel auf dem Marktplatz die neue Kunststoffeis- bahn «Schliffi uff em Märt» eröffnet. Dabei dürfen sich Schlittschuh-Be- geisterte auf ein besonderes Erlebnis freuen: Bis zum 10. Februar kann auf der neuen Kunststoffeisbahn Schlitt- schuh gelaufenwerden. Schlittschuhe können vor Ort kostengünstig gemie- tet werden. Am Eröffnungstag ist die Benutzung der Bahn kostenlos. Eine feierliche Eröffnung des neuen Ange- bots findet um 17 Uhr mit gratis «Schliffi-Punsch» und einem Auftritt der «Showgruppe Eislauf» statt.

Die «Schliffi uff em Märt» ermögli- che Schlittschuhfahren in einmaliger Atmosphäre, inmitten des Markttrei- bens des Basler Stadtmarkts, schreibt das Basler Präsidialdepartement. Er- gänzt werde das Angebot durch einen Weihnachtsbaumverkauf (ab 8. Dezem- ber) und ein leckeres Verpflegungs- angebot. Mit der neuen Kunststoffeisbahn soll der Basler Stadtmarkt in der kal- ten Jahreszeit zusätzlich belebt wer- den. Zudem wird der Marktplatz im Herzen der Basler Innenstadt durch das neue Angebot in die Weihnachts- stadt Basel integriert. Zahlreiche Veranstaltungen bele- ben den Marktplatz in der Vorweih- nachtszeit zusätzlich. So erhellt am Samstag, 16. Dezember, ab 17 Uhr die Caritas mit ihrer Sammelaktion «Eine Million Sterne» den Platz vor demBas- ler Rathaus.

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