Mein Haus & Grund - Bauen mit Holz

damals schon einen U-Wert von 0,24, so dass es als Nied- rigenergiehaus galt“, erinnert sich Dieter Kähler. Das Dach ist mit einer sogenannten Aufdach-Isolierung gedämmt. „Man sieht in allen Räumen mit Dachschrägung die Nut- Feder-Sichtschalung. Darauf liegt von außen eine Lage Dachpappe sowie eine 18 Zentimeter dicke Styroporschicht, erst dann kommt die Konterlattung und Dachlattung für die Dachpfannen.“ 2012 haben sich die Kählers entschlossen, eine Solarther- mieanlage mit Flachkollektoren von 20 Quadratmetern auf dem Dach zu installieren. „Das war damals noch nicht so die gute, perfekte Ware“, sagt Dieter Kähler dazu. „Vor etwas sechs Jahren haben wir sie durch Röhrenkollektoren ersetzt, die deutlich effektiver sind. Wenn beispielsweise im Winter morgens die Sonne hochkommt, dann habe ich um neun Uhr schon 60 Grad im 1000-Liter-Speicher. Wir beziehen daraus die Wärme für unser Warmwasser, die Heizung und das Schwimmbad.“ 2016 folgte eine Photovol- taikanlage, sodass seitdem auch der Strom von der Sonne geliefert wird. Ein Teil wird außerdem in das Netz einge- speist. »

Darunter kommt ein sechs mal vier Meter großes, achtecki- ges Schwimmbecken zum Vorschein, ausgestattet mit einer Gegenstromanlage von vier PS. „Hier schwimmen wir jeden Morgen und das hält uns fit.“ Die Säulen der Hebebühne ragen im Erdgeschoss circa 80 Zentimeter aus dem Fußboden und sind mit Edelstahlkäs- ten verkleidet, das Geländer zum Einstieg schmiegt sich seitlich an das Podest und ist kaum zu sehen. Der Fußboden im Erdgeschoss ist aus Granitstein, alle Wände aus Voll- holzblockbohlen. Der große Raum ist offen bis unter das Dach, rundherum zieht sich im ersten Stock eine Galerie, von der die Zimmer des Obergeschosses abgehen. Darunter befindet sich an der einen Seite die offene Küche, auf der anderen dominiert ein selbstgemauerter Kamin den Raum. Insgesamt hat das 1997 fertiggestellte, teilunterkellerte Haus rund 350 Quadratmeter Wohnfläche, dazu kommt noch eine Einliegerwohnung mit 51 Quadratmetern. Ausgeführt ist es als doppelwandiges Blockbohlenhaus aus nordischer Kiefer, der Hohlraum von zehn Zentimetern ist mit einer Korkschüttung aus Portugal isoliert. „Ich hatte

Spannend wird es im Haus. Hier hat sich das Ehepaar Kähler ein Schwimmbad eingebaut. Und zwar auf eine ganz besondere Weise. Es liegt nicht abgeschottet in einem Keller und auch nicht in einem Anbau, sondern befindet sich direkt im Wohnzimmer. Gut versteckt unter einem etwa 30 Zentimeter hohen Podest. „Das ist der Deckel“, erklärt Dieter Kähler, während er das Podest über die eigens dafür installierte hydraulische Einrichtung hoch- fährt – eine TÜV-geprüfte Hebebühne, aus- gelegt für zweieinhalb Tonnen. So bewegen

sich Couch, Sessel, Tisch und ein Side- board nach oben auf bis zu 1,80 Meter.

DIETER KÄHLER HAT SEINE ENTSCHEIDUNG FÜR EIN HOLZHAUS AUCH NACH INZWISCHEN MEHREREN JAHR- ZEHNTEN NICHT BEREUT. DER ÖKOLOGISCHE GEDANKE IST DABEI NUR EIN ASPEKT FÜR IHN.

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