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KLIMASTREIK Sechs Riehener Jugendliche kämpfen gegen die Klimakrise – auf der Strasse und mit einer Volksanregung zuhanden des Gemeinderats

Mit Volksanregung auf Klimawandel aufmerksam machen

men. «Die Medien bringen das Ganze in ein falsches Licht und so wird vom eigentlichen Thema, nämlich der Kli- makrise, abgeschweift», erklärt José- phine Strebel, ein weiteres Komitee- mitglied. Die Verknüpfung der Demonstrati- onen mit der Schule ist für die Strei- kenden jedoch sehr wichtig – aus die- sem Grund finden die «Klimastreiks» weltweit freitags statt. Im Unterricht werden Themen zu Umwelt und Kli- ma zwar behandelt, jedoch nicht um- gesetzt. «Wenn man weiss, dass der Zug auf einen zukommt, dann aber die Gleise nicht verlässt, hat das Ler- nen nichts gebracht!», stellt Philippe Kramer klar. Den von verschiedenen Seiten vor- gebrachten Vorwurf, Schülerinnen und Schüler würden den Streik an einem Freitag organisieren, um die Schule zu schwänzen, verstehen die sechs Riehener nicht. Man könne den Unterricht auch sonst schwänzen und bequemere Dinge tun, anstatt an ei- nen Streik zu gehen. Zudem hätten sehr viele Demonstranten Transpa- rente in der Hand – ein Zeichen dafür, dass sie für deren Realisierung Zeit investiert hätten. Der nächste Klimastreik findet am 2. Februar, einem Samstag, statt. Spä- testens dann wird die Klimakrise er- neut in den Vordergrund rücken. und fordern von der Politik, endlich konkrete Massnahmen zu ergreifen und diese auch umzusetzen. Der Ur- sprung dieser Bewegungen liegt bei einer 16-jährigen Schülerin aus Schweden: Greta Thunberg geht seit letzten August jeden Freitag nicht mehr zur Schule, um auf der Strasse für denKlimaschutz zu streiken. Unter dem Hashtag #FridaysForFuture hat sie mehrmals einen weltweiten Schul- streik ausgerufen und ist mittlerweile mit zehntausenden von Anhängern zum internationalen Vorbild in Sa- chen Klimawandel geworden.

Sechs Schülerinnen und Schüler aus Riehen lancieren eine Volksanregung für eine nachhaltigere Klimapolitik in der Gemeinde.

nathalie reichel

Auch in Riehen sind Jugendliche über die Klimakrise besorgt. Sie streiken allerdings nicht nur auf der Strasse wie in Basel oder in anderen Städten weltweit. Sechs besonders Engagierte sind als Komitee zusammengesessen, haben sich überlegt, was Riehen gegen den Klimawandel unternehmen kann und haben beschlossen, eine Volksan- regung zu lancieren. Das Komitee ist der Meinung, dass ein Punkt erreicht worden ist, an dem es nicht mehr aus- reicht, individuell nachhaltig zu le- ben. Es brauche dringend kollektive Arbeit: Gesetze und konkrete Mass- nahmen, um die Klimakatastrophe abzuwenden. Damit die Volksanregung an den Gemeinderatgelangt,wosieanschlies­ send diskutiert wird, braucht das Ko- mitee insgesamt 100 Unterschriften von Personen, die in Riehenwohnhaft, angemeldet und mindestens 14 Jahre alt sind. «Wir wollen zeigen, dass das Anliegen von jungen Leuten aus Rie- hen kommt und haben uns deshalb für eine Volksanregung und nicht für eine Petition entschieden», betont Philippe Kramer, einer der Komiteemitglieder. Sie hätten sich deshalb zum Ziel ge- setzt, nur Jugendliche und junge Er- wachsene bis 25 Jahre unterschreiben zu lassen. Die Hauptforderung an den Ge- meinderat klingt drastisch: Riehen soll symbolisch den Klimanotstand ausrufen. «Damit wäre allen bewusst, dass sich der Klimawandel in einer Krise befindet, die nicht nur weit ent- fernte Eisbären am Nordpol betrifft, sondern auch uns hier», betont Kra- mer. Die vielen Wälder und Grünflä- chen, die Riehen so einzigartig ma-

Letzten Freitag blieben in Basel die Klassenzimmer zum zweiten Mal leer: Schülerinnen und Schüler streikten für den Klimawandel. Fotos: Nathalie Reichel

Volksanregung sei bereits ein erster wichtiger Schritt getan. Das Riehener Komitee kritisiert die intensive Auseinandersetzung der Medien mit den Konsequenzen, die auf die Streiker warten. In Basel müs- sen Schülerinnen und Schüler, die für die Teilnahme am Klimastreik den Unterricht schwänzen, nämlich un­ begründete Absenzen in Kauf neh-

Und schliesslich schlagen die Komi- teemitglieder als konkrete Massnah- me vor, denTreibhausgas-Ausstoss bis 2030 so zu begrenzen, dass er von der Natur ohne Schäden vollständig kom- pensiert werden kann. «Es ist schon komisch: 17-Jährige müssen eine Kri- se lösen, die bereits seit 30 Jahren exis- tiert», sagt Kramer abschliessend und wundert sich ein wenig. Doch mit der

chen, seien nämlich durch immer öfter auftretende Hitzewellen einer- seits und intensive Regengüsse ande- rerseits äusserst gefährdet. Ausserdem fordert das Komitee den Gemeinderat auf, die Riehener Bevölkerung über die Situation zu in- formieren und zu sensibilisieren. Das könne beispielsweise mittels Flyern oder Infoveranstaltungen geschehen.

Weltweit wird für das Klima gestreikt nre. Letzten Freitagmorgen strömten Schülerinnen und Schüler aus Basel und Umgebung zum zweiten Mal in die Basler Innenstadt: Statt in die Schule zu gehen, streikten sie für den Klimaschutz. «Was nützt die Schule, wenn es bald keine Zukunft mehr gibt?» – so lautet eines ihrer zahlrei- chen Mottos. In den letzten Wochen blieben weltweit immer mehr Schüler vom Unterricht fern. Die Konsequen- zen, wie etwa unentschuldigte Absen- zen, scheinen sie dafür in Kauf zu neh- men. Mit den Klimastreiks machen sie auf den Klimawandel aufmerksam

Drei Mitglieder des sechsköpfigen Riehener Komitees (v. l.): Philippe Kramer (18), Timea Pollheimer (16), Joséphine Strebel (18).

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