BiBo_KW17_2021

THERWI L

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29. APRIL 2021 | NR. 17

«Elektro-Autos werden in der Zukunft eine grosse Rolle spielen» Wer glaubt, dass der BiBo nur von der älteren Generation gelesen wird, irrt. Und wer meint, dass wir vor allem auf die Erwachsenenwelt fokussiert sind, täuscht sich. Wir haben uns mit zwei aufgeweckten Jungs unterhalten, wel- che mit 15 Jahren eine fundierte Pro- jektarbeit zu «Elektro-Automobilie» geschrieben haben.

Noch im alten Jahr, Mitte Dezember 2020, erreichte uns ein Schreiben, das wir aus- zugsweise publizieren: «Wir, zwei Schü- ler aus der Sekundarschule Therwil (Ni- veau P) schreiben eine Projektarbeit mit dem Titel ‹Elektroautos›. Wir werden Personen interviewen zum Thema ‹Vor und Nachteile von Elektroautos›. Und wir wollten Sie, den BiBo, fragen, ob wir dazu einen kleinen Artikel zu diesem Thema verfassen dürften. Es wäre nett, wenn Sie diese Chronik im BiBo veröf- fentlichen dürften.» Der Birsigtal-Bote ist DIE Lokalzei- tung für alle Generationen – und gerade Kinder und Jugendliche werden hier im- mer eine Plattform für ihre berechtigten Anliegen und Bedürfnisse finden. Und aus der kleinen Chronik ist ein Interview entstanden. BiBo: Dürfen wir ein paar Eckdaten zu eurer Person haben? Jamie: Ich heisse Jamie Niederhauser, bin 15 Jahre alt und wurde am 6. September 2005 geboren. Ich wohne in Ettingen und besuche die Sekundarschule Ther- wil – und zwar die 9. Klasse, Niveau P. Matthew: Mein Name ist Matthew Booth, bin ebenfalls 15 Jahre alt und mein Geburtsdatum ist der 9. Oktober 2005. Ich bin in Therwil zu Hause und gehe in die gleiche Klasse wie Jamie. Ihr habt eine Projektarbeit mit dem Titel «Elektroautos» geschrieben?Was war der Auslöser für diese Themata?

V.l.: Jamie und Matthew haben mit 15 Jahren eine Projektarbeit zu «Elektro-Automobilie» geschrieben.

Oder konnte man vielleicht sogar entspannter, mit mehr Zeit, diese Pro- jektarbeit durchführen/schreiben? Jamie / Matthew: Wir hatten wegen Co- rona keine spezielle Extrazeit. Wir den- ken, dass wir auch ohne das Coronavirus gleich schnell vorangekommen wären. Habt ihr denn eine besondere Affini- tät zu Elektroautos? Sind diese die Zukunft zu «konventionellen» Fahr- zeugen? Jamie / Matthew: Wir denken, dass Elekt- roautos in der Zukunft sicherlich eine grosse Rolle spielen werden. Ob sie nun wie die Elektroautos heutzutage ausse- hen werden oder komplett anders, er- fahren wir in der Zukunft. Das Elektro- auto ist aus der Sicht des Klimawandels sicherlich eine gute Alternative zum Ver- brennungsmotor, denn es verursacht kei- nen CO 2 -Ausstoss. Es wird nur Strom be- nötigt. Man muss aber gut darauf achten, woher der Strom kommt, den man für das Aufladen des Autos braucht. Falls er von einemAtomkraftwerk kommt, bringt

Jamie / Matthew: Ich (Matthew) bin schon lange interessiert an Elektroautos. Ich bin vor allem interessiert an Tesla und an den Zukunftsplänen von Elon Musk. Er will zum Beispiel den Tesla Roadster zum Schweben bringen (Quelle: Podcast mit Joe Rogan). Matthew hat dieses Thema bei der Projektwahl vorgeschlagen. Ich (Jamie) mag Autos und bin auch gleich- zeitig an der Technik der Zukunft interes- siert. Deswegen hat auch mich dieses Thema sehr angesprochen. Eure Projektarbeit fiel mitten in die Coronavirus-Zeit. Gab es da zusätzli- che Erschwernisse, vielleicht sogar Hindernisse? Jamie / Matthew: Wir hatten für unsere Projektarbeit drei Interviews geplant. Trotz Corona konnten wir alle Interviews durchführen. Bei jedem Interview muss- ten wir Abstand halten und Masken tra- gen.Wir haben alle Interviews per Handy aufgenommen, damit wir sie in Ruhe nachher anhören konnten. Wegen den Masken waren dieAufnahmen aber nicht immer deutlich.

dies nicht so viel wie wenn der Strom von einer Solaranlage kommt. Der Nachteil eines Elektroautos ist die Produktion der Lithium-Batterie, wel- che für den Bau des Elektromotors ge- braucht wird. Denn für den Gewinn von Lithium wird sehr viel Wasser verschwen- det.Wir könnten uns vorstellen, dass sich vielleicht auch der Wasserstoffmotor durchsetzt. Wie sehr tangiert Covid-19 weiterhin euren Schulalltag? Jamie / Matthew: In der Schule gilt eine Maskenpflicht. Seit dieser Woche müs- sen wir auch jedeWoche am Donnerstag einen Spucktest zu Hause durchführen. Vor jeder Lektion müssen wir die Hände waschen. Wir haben uns an den Alltag mit diesen Masken gewöhnt, doch sie erschweren den Sportunterricht stark. Wie würdet Ihr einem Ortsfremden euer ganz persönliches «Därwil» be- schreiben respektive schildern? Jamie: Ich wohne zwar in Ettingen, gehe jedoch in Therwil zur Schule. Auf dem

Weg zur Schule fahre ich jeden Tag am Teich neben dem Spielplatz Känelmatt ll vorbei, der sehr schön ist. Manchmal hat es dort sogar Enten im Teich. Therwil hat auch andere schöne Naturgebiete. Matthew: Therwil hat schöne Natur- gebiete. Die besten Naturgebiete sind Mooswasen, Froloo und die Grüngrube. Die Stimmung im Dorf ist in der Regel freundlich. Die Strasse, in der ich wohne, hat viele nette Leute mit guter Stimmung. Man kann auch die wunderschöne Kir- che St. Stephan besuchen. Es ist mir ein persönliches Anliegen, die- sen beiden Jungs herzlichst zu danken (Thanks Jamie and Matthew). Und be- durfte es eines weiteren Beweises, dass die heutige Jugend, allen Hindernissen und Hypotheken (Corona) zum Trotz, kreativ ist und sich Gedanken über die Zukunft macht – diese beiden Therwiler Sekundarschüler (und wohl spätere Gymnasiasten) haben ihn erbracht. Möge die Erwachsenenwelt der Jugend mehr Vorbild sein und sie sehr ernst neh- men! Georges Küng

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Rückblick Därwiler Früehligsmärt

Gärtnern mit gutem Gewissen Wohl kaum je wurde ein Frühling derart sehnsüchtig erwartet wie der kommende. Nach diesemWinter macht das Gärtnern noch mehr Spass als sonst. Wer eine weisse Weste behalten will, während die Hände schmutzig werden, schaut auf die Herkunft der Sackerde: Steckt Torf drin? Moore sind einzigartige Lebensräume

Mai 2021

Maria Feigenwinter, wohnhaft an der Amselstrasse 3, feiert am Montag, 3. Mai ihren 91. Geburtstag. Gertrud Meier, wohnhaft an der Birs- mattstrasse 25, feiert am Montag, 3. Mai ihren 90. Geburtstag. Michel Schlup, wohnhaft an der Teich- strasse 76, feiert am Montag, 3. Mai seinen 80. Geburtstag. Meinrad und Judith Gutzwiller, wohnhaft am Burgunderweg 33, feiern am Montag, 10. Mai ihre Goldene Hochzeit. Johanna Lehmann, wohnhaft an der Bahnhofstrasse 2, feiert am Freitag, 14. Mai ihren 93. Geburtstag. Rudolf und Franziska Baltisberger, wohnhaft am Hinterkirchweg 18, feiern am Freitag, 14. Mai ihre Goldene Hoch- zeit. Jörg und Veronika Abächerli, wohn- haft am Hinterweg 9, feiern am Sams- tag, 15. Mai ihre Goldene Hochzeit. Elsy Wicky, wohnhaft in der Pflege- wohnung am Blauen, Rieslingstrasse 3, 4107 Ettingen, feiert am Dienstag, 25. Mai ihren 96. Geburtstag. Otto Steffen, wohnhaft am Kleinfeld- weg 8, feiert am Dienstag, 25. Mai sei- nen 80. Geburtstag. Wir gratulieren den Jubilaren sehr herzlich zu ihrem ganz persönlichen Feiertag und wünschen ihnen weiterhin alles Gute in den kommenden Jahren, viel Freude und schöne Stunden bei guter Gesundheit.

mit einer hoch spezialisierten Tier- und Pflanzenwelt und damit auch Heimat vie- ler gefährdeten Arten. Drei Prozent der weltweiten Landfläche besteht aus Moo- ren. Was ebenfalls wichtig ist zu wissen: Der Torf am Grund dieser Feuchtgebiete speichert Kohlendioxid aus der Atmo- sphäre – und zwar mehr als alleWälder der Welt zusammen. Werden Moore trocken- gelegt, damit wir Menschen an den Torf kommen, gehen also zum einen wertvolle und seltene Lebensräume verloren, und zum andern gelangt das im Torf gespei- cherte CO 2 früher oder später zurück in die Atmosphäre. Eigentlich Grund genug, voll- ständig auf den Abbau zu verzichten. Tatsächlich ist der Abbau in der Schweiz seit 1987 verboten – nicht aber die Einfuhr. Auch wenn die Detailhänd- ler den Torfanteil in ihren Erden in den letzten Jahren stark reduziert haben

und der Gartenbau ebenfalls vermehrt auf torffreie Erden setzt, gelangen jähr- lich immer noch bis zu 524‘000 Kubik- meter Torf in die Schweiz, hauptsächlich aus Nordeuropa. Im Garten oder im Topf auf dem Balkon wird der Stoff aus dem Moor dann zum schleichenden Klima- killer: Er zersetzt sich und gibt das ge- speicherte Kohlendioxid in die Atmo- sphäre ab. Das muss nicht sein. Viele Erdmischungen sind inzwischen kom- plett frei von Torf und enthalten statt- dessen Kompost oder Holzfasern. Des- halb lohnt sich ein kurzer Blick auf die Inhaltsangaben des Erdsacks: Steht dort «torffrei», können Sie mit gutem Ge- wissen zugreifen.

Bei schönstemWetter bog man am letzten Samstag gespannt in den Mittleren Kreis ein. Was würde sich den Augen präsentie- ren? Dass der Magen beim Schlendern über den Markt nicht gefüllt werden würde, darauf war man vorbereitet. Glück- licherweise konnte man sich dennoch ein knackiges Knoblauchbrot einverleiben und allerlei Gebäck vom Stand der Jung- schar Ettingen-Therwil ergattern. Gegen

die Mittagssonne gab es schützende Hüte, für die Kinder verschiedene Kleider, Lätzli und Bastelsachen und für alle verschie- dene Schmuckstücke und Accessoires. Für ein feines Abendessen zu Hause und den Sonntagsbrunch konnte man sich schliess- lich noch mit Käse- und Wurstspezialitä- ten, Gewürzen, frischem Gemüse, Nudeln, Brot und Zopf eindecken. Wir hoffen, der Markt habe allen gefallen.

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