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Allschwiler Wochenblatt Freitag, 30. April 2021 – Nr. 17 Die Wochenzeitung für Allschwil

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Nach anderthalbjährigem coronabedingtem Unterbruch fand am letzten Samstag wieder ein Dorfmärt statt. Dem Traditionsanlass war sonniges Wetter beschieden. Bereits am Tag zuvor – auch bei schönem Wetter – feierte der neue, wöchentlich stattfindende Frischmarkt auf dem Lindenplatz Premiere. Foto Bernadette Schoeffel Seiten 2 und 3

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Freitag, 30. April 2021 – Nr. 17

Endlich war wieder einmal Märt

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Am letzten Freitag feierte der neue Frischmarkt auf dem Lindenplatz Premiere und am Samstag folgte der Dorfmärt.

jeweils Hundert Franken plusWare erbeutet. Sie konnte nicht angehal- ten werden. Vor dem Dorfmärt am Samstag feierte der VereinMärkte Allschwil am Freitag die Premiere des neuen Frischmarktes auf dem Linden- platz. Gemäss Hofer hat sie den Märt mit ein paar Worten im Bei- sein ihrer Vereinskollegen und Ver- tretern des Gemeinderates eröffnet, bevor die ersten Kunden sich an den drei Ständen mit Milchprodukten (Milchhüsli Allschwil), Pasta (Pasta Pasta, Basel) und Biogemüse (Birs- mattehof, Therwil) eindeckten und beim kleinen Café vor Ort einen Kaffee genossen. «Die Händler wa- ren zufrieden», zieht Hofer Bilanz. «Das Café hat gebrummt.» Die Märtchefin hofft, dass der Linden- platz-Frischmarkt noch etwas mehr Schwung aufnimmt. Er findet nun bis auf Weiteres jeden Freitag von 8.15 bis 12.30 Uhr statt. An einem vierten Stand werden bei Gelegenheit saisonale Frischprodukte angeboten, so etwa wenn die Erdbeersaison beginnt. Jeweils aktuelle Infos zum Frisch- makt gibt es unter www.linden- platz-markt.ch. Der nächste Dorf- märt ist am 28. August geplant.

Von Andrea Schäfer

«Es waren alle sehr glücklich, dass es wieder einmal einen Märt gab», sagt Märtchefin Rosmarie Hofer im Nachgang zum Allschwiler Dorfmärt vom 24. April. Sie zieht ein positives Fazit zum ersten Märt nach anderthalb Jahren coronabe- dingtem Unterbruch. «Ich habe positive Rückmeldungen von den Händlern wie auch vom Publikum erhalten», sagt Hofer. Sicherlich dem guten Gelingen zuträglich war das wunderbare Frühlingswetter mit Dauersonnenschein. Dank dem guten Wetter konnten auch die Dorfbeizen von den Lockerungs- schritten des Bundesrates so richtig Gebrauch machen und in ihren Aussenbereichen die hungrigen und durstigen Marktbesucherin- nen und -besucher verpflegen. Wie viel Publikum vor Ort war, könne sie nicht einschätzen, aber

Am letzen Samstag fand der erste Dorfmärt seit September 2019 statt – bei sonnigem Frühlingswetter. Foto Bernadette Schoeffel

der Markt sei gut besucht gewesen. «Für einen Märt, der keine Unter- haltungselemente hatte, waren es viele Leute», so Hofer. Nicht nur die Unterhaltungselemente mussten wegen der Pandemie wegfallen, auch die Anzahl der Stände war re- duziert. Mit einer versetzten Vertei- lung, sodass sich an den engen Stel- len keine Stände gegenüberstanden, konnten grössere Menschenan- sammlung vermieden werden.

Für viele Besuchende wohl am ungewohntesten war die Masken- pflicht auf der gesamten Märtstre- cke. Wie das AWB bei einem Au- genschein vor Ort feststellte, wurde die Maskenpflicht von einer gros­ sen Mehrheit der Besuchenden eingehalten. «Einziger Wermuts- tropfen des Tages war, dass zwei Händler einem Wechselgeldbetrug aufgesessen sind», erzählt Hofer. Eine Frau habe so bei zwei Ständen

Bei der Premiere des Frischmarktes auf dem Lindenplatz am letzten Freitag überbrachte Christoph Morat der Marktchefin Rosmarie Hofer die besten Wünsche des Gemeinderates (oben links). Danach war der Märt in der Hand der Kundschaft.  Fotos zVg / Bernadette Schoeffel

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Kolumne Eine Ikone aus Kinderzeiten

Meine Primarschulzeit habe ich im Dorf verbracht. Meine Kin- dergartenjahre erlebte ich jedoch in Allschwil Ost, das damals sogar noch eine eigene Postleit- zahl hatte.

Von Bernadette Schoeffel

Jeden Tag, ausser am Sonn- tag, pünktlich um 11 Uhr, wenn der Kindergarten aus war, gelei- tete uns Schwester Sankt Ina bei der St.-Theresia-Kirche über die Baslerstrasse. Ich flitzte nach Hause, um Rock und Schürze gegen eine Hose zu tauschen. Ein kurzer Blick aus demKinderzim- merfenster, ja, es war noch da. Ums Haus und über den Dürren- mattweg und endlich stand ich vor meiner schönsten Kindheits- erinnerung, dem «Drämmli». Eine wahre Pracht von einem Dante-Schuggi, die Fenster hatten keine Scheiben mehr drin, aber sonst war alles wie beim«echten» Tram auf der Schiene. Selten in meinem Leben war ich so stolz, wie damals, als ich es kurz nach meinem fünften Geburtstag das erste Mal geschafft habe, aufs Dach zu klettern und glücklich auf der Nummerntafel sass, den Blick gegen den Bachgraben ge- richtet. Eine volle Stunde am Tag konnte ich diese Glückseligkeit geniessen, genau zwischen elf und zwölf Uhr mittags. Sobald die Schule aus war und die «Gros- sen» auftauchten, war es vorbei mit der Freiheit. Die «Kindergärt- ler» wurden des Daches verwie- sen. Aber das war in Ordnung; die Hierarchie war klar und nie- mand verstiess dagegen. Wir freu- ten uns auf den Schuleintritt und die damit zu gewinnenden Privi- legien. Leider kam ich nie in den Genuss derselben. Direkt vor meiner Einschu- lung bescherten uns die Eltern den Umzug ins Dorf. Damit ver- lagerte sich auch mein Spielre- vier an andere Orte. Wehmütig habe ich noch oft an «mein» Drämmli gedacht und wenn mir heute eines begegnet, sehe ich mich dort oben auf dem Dach in die Ferne blickend … und ja, der Drämmlispielplatz heisst so, weil dort mal «mein» Drämmli gestanden hat.

BeimDorfmärt am Samstag war wie schon beim letzten Mal der Verkehr rund um den Dorfplatz gesperrt. Der Tradi- tionsanlass war nicht zuletzt dank des schönen Wetters trotz Maskenpflicht gut besucht. Fotos Bernadette Schoeffel

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Kanton entschuldigt sich und setzt Zeichen

Denkmal

Regierungsrat entschuldigt sich offiziell bei Verding- kindern und weiteren Opfern von behördlichen Zwangsmassnahmen.

Von Andrea Schäfer

«Für das grosse Leid, welches Ihnen zugefügt worden ist, bitte ich Sie im Namen der Gesamtregierung des Kantons Basel-Landschaft sowie im Namen aller Verantwortlichen aus dieser Zeit, aufrichtig und von gan- zem Herzen um Entschuldigung», sagte Regierungsrätin und Sicher- heitsdirektorin Kathrin Schweizer amMittwochmorgen und entschul- digte sich damit offiziell bei den Betroffenen von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremd- platzierungen vor 1981 im Basel- biet. Sie tat dies im Rahmen eines Medienanlasses im Allschwiler Wegmattenpark. Fürsorgerische Zwangsmassnah- men und Fremdplatzierungen kamen auch im Baselbiet bis in die frühen 80er-Jahre vor, führte Schweizer aus. Dabei verfügten Verwaltungsbehör- denMassnahmenwie administrative Versorgungen (Einweisungen in ge- schlossene Institutionen oder Straf- anstalten), Zwangskastrationen und -sterilisierungen, Zwangsabtreibun- gen oder Zwangsadoptionen sowie Fremdplatzierungen in Kinder- und Jugendheime beziehungsweise bei Pflegefamilien oder Bauern (Ver- dingung). Zeichen des Erinnerns Damit das Geschehene und die Op- fer in Erinnerung bleiben, werden in zwölf Gemeinden an öffent­ lichen Orten der Begegnung – in Allschwil auf der Wegmatten – 13 sogenannte «Gedanken-Bänke» als Zeichen des Erinnerns aufgestellt. «Sie laden dank ihrer geschwunge- nen, halbrunden Form zum ge- meinsamenGespräch ein und regen zum Zusammenkommen an», so

Regierungsrätin Kathrin Schweizer und Opfervertreter Paul Richener sitzen auf der Allschwiler «Gedanken- Bank», die seit dieser Woche auf der Wegmatten beim Wasserspiel zu finden ist. Fotos Andrea Schäfer

Archiven für die Betroffenen verfügt es auch Solidaritätsbeiträge von je 25’000 Franken an die Opfer. Ge- mäss dem Bundesamt für Justiz ha- ben bisher schweizweit (Stand No- vember 2020) rund 9500 Personen Gesuche für Beiträge eingereicht. Die Gesamtzahl der noch lebenden Opfer hat der Bundesrat auf 12’000 bis 15’000 geschätzt. Laut dem AFZFG sollen Kantone zudem Orte der Erinnerung schaffen. ImSommer 2019 hatte der Baselbieter Regierungsrat als Antwort auf einen Vorstoss von Landrat Adil Koller (SP) eine Arbeitsgruppe aus betroffenen Personen, Vertreterinnen und Ver­ tretern von ehemals involvierten Stiftungen und Behörden zusammen- gesetzt unter der Leitung der Sicher­ heitsdirektion eingesetzt. Richener war auch Teil der Arbeitsgruppe. Sie hat das baselbieterische Zei- chen des Erinnerns ausgesucht. Für die Arbeitsgruppe war laut Sicher- heisdirektion bei der Auswahl mass- geblich, dass es nicht ein Denkmal nur an einem einzigen Ort geben soll, sondernmehrere über das Kan- tonsgebiet verteilte Standorte, wie auch die jeweiligen Fälle über den ganzen Kanton verteilt waren. Die Bänke wurden in den Werk- stätten des Massnahmenzentrums für junge Erwachsene Arxhof gefer- tigt. Das Holz stammt von Baselbie- ter Eichen. «Meine Hoffnung ist, dass auf diesen Bänkli über das Schicksal von den Betroffenen und über die leidige Geschichte vom Ver- dingkinderwesen gesprochen wird», sagte Richener. «Bitte reden Sie mit Betroffenen – das hilft ihnen das er- littene Unrecht zu verarbeiten.»

die Sicherheitsdirektorin. Neben Allschwil stehen sie künftig auch in Arlesheim, Binningen, Buben- dorf, Gelterkinden, Laufen, Lies- tal, Pratteln, Reinach, Rünenberg, Sissach und Waldenburg. Kathrin Schweizer richtete die Entschuldigung vor Ort an Paul Ri- chener. Der ehemalige Gemeinde- präsident von Nusshof, der als Ver- dingkind aufwuchs, vertrat dabei die Baselbieter Opfer. Da coronabe- dingt kein grosser Anlass möglich war, schaltete der Kanton zudem ein Video mit der Entschuldigung auf und wird den der Opferhilfe be- kannten Betroffenen ein Entschul- digungsschreiben zusenden. «Ich sehe in dieser Geste des Kantons eine Anerkennung, wenn auch eine etwas späte, für das er- gangene Leid an die Betroffenen», sagte Richener in Allschwil vor den Medien und nahm die Entschuldi- gung des Kantons an. Es sei wichtig, ein Zeichen zu setzten und dabei an die Betroffenen zu denken. «Verste- hen Sie mich jedoch richtig, ein noch so schönes Bänkli wie dieses hier, kann mir als Betroffenen, das in der

Jugend erlebte nicht wieder gutma- chen.» Er betonte, dass Verdingkin- der wie er viele Jahre verloren in ihrer Kindheit und Jugend, und zog einen Vergleich mit den Jugendli- chen von heute, die derzeit das eine verlorene Coronajahr beschäftigt. Die Entschuldigung des Kan- tons wie auch eine Entschädigung durch den Bund sind in Richeners Augen nicht eine Wiedergutma- chung. «Das wäre es eher, wenn die damals Verantwortlichen von die- ser bedenklichen Vergangenheit sich hinstellen könnten und sich dafür entschuldigen würden, wie sie mit den ihnen anvertrauten Kin- dern umgegangen sind.» Vergangenheit aufarbeiten Regierungsrätin Schweizer war sich bewusst, dass die Entschulidgung wie auch dieses Zeichen des Erin- nerns das Geschehene nicht ausra- diert. «Wir können dieses Leid nicht ungeschehen machen», so Schwei- zer. «Aber wir können – undmüssen – dafür sorgen, dass diese Zeit nicht in Vergessenheit gerät, dass insbe- sondere die Betroffenen nicht ver- gessen werden. Weder jetzt noch in Zukunft.» Seit April 2017 ist das Bundes- gesetz über die Aufarbeitung der fürsorgerischenZwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 (AFZFG) inKraft. Es hat laut Schwei- zer die Rahmenbedingungen geschaf- fen, eine umfassende gesellschaftliche und individuelle Aufarbeitung dieser Geschehnisse zu ermöglichen und deren Unrecht anzuerkennen. Das Gesetz sieht verschiedene Massnahmen vor. Neben wissen- schaftlicher Ausarbeitung und Dienstleistungen von kantonalen

Insgesamt 13 Bänke wurden im Kanton verteilt. Eine Tafel weist darauf hin, woran sie erinnern, ein QR-Code führt zu weiteren Informationen.

www.bl.ch/zeichen-der-erinnerung

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Zu Besuch bei der Kettensägenkünstlerin

Kunst-Verein

Der Kunst-Verein blickte Holzskulpteurin Ursula Blättler über die Schulter. Der Himmel strahlend blau, ein Dutzend interessierteMitglieder des Allschwiler Kunst-Vereins (AKV), Ursula Blättler mit der Kettensäge und mittendrin, auf dem Garagen- vorplatz, ein Stück Baumstamm, dieses übrigens aus einem Nach- barsgarten. Die meisten Stämme bezieht die Holzskulpteurin aus dem Allschwiler Forst. Gespannt folgen die Anwesen- den dem Spiel der Säge, Schnitt um Schnitt. Ein Holzstück fällt aus dem Stamm. Alle rätseln – aber er- raten nicht – was da wohl entstehen wird. Seit zehn Jahren betreibt die Künstlerin dieses Hobby. Einige ihrer Werke stehen im Garten, ent- lang der Wege, unter Bäumen – En- gel, Stuhl, Figurengruppe – und erleben hier die Jahreszeiten, ihren

Der Kunst-Verein besuchte Ursula Blättler (Helm in der Hand), die mit der Kettensäge Holzskulpturen fertigt. Foto zVg

auf der Webseite der Bürgerge- meinde. Resultat: gähnende Leere. Christoph Morat, Allschwil Die Demokratie und die Salami Kostet ein Projekt über drei Milli- onen, dann muss es vors Volk. Ist der Betrag kleiner, dann entschei- det der Einwohnerrat. Das ist ein Grundstein unseres demokrati- schen Verhaltens in Allschwil. Will der Gemeinderat, dass ein grosses Projekt nicht vors Volk kommt, dann hält er die Kosten unter diesem Betrag. Die weiteren Kosten werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben: die Salami- taktik. Genauso eine Salami wird bei der Sanierung des Jugendfrei- zeithauses in Scheiben geschnitten. Der Gemeinderat will einen Teil der Kosten der Solaranlage verschie- ben, damit es zu keiner Volksab- stimmung kommt, wie Einwohner- rätinnen der SP, CVP und AVP (siehe letztes AWB) auch. Aus mei- ner Sicht ein absolutes No-Go! Gemeinderat Andreas Bammat- ter (SP) äusserte sich, drohgebär- den-ähnlich laut, dass er das nächste Mal so ein Projekt gleich auf zwei Projekte aufteilen wird. So habe es sich auch erledigt! Das heisst, dass er die Salami nicht in Scheiben schneiden will, sondern gleich halbieren. Da sollte jemand das Finanzhandbuch BL durchle- sen, denn ein solches Aufteilen ist rechtswidrig. Dies ist eben auch ein eigenen Wandel, der an ihnen Spu- ren hinterlässt. Ja, die Vergänglich- keit auch ihrer Werke ist ein zent- rales Thema der Künstlerin. Die AKV-Mitglieder geniessen die be- schauliche Ruhe im Skulpturen- park, entdecken da und dort ein Werk und verköstigen sich an-

Teil der Demokratie: Jedes Volk kriegt das, was es gewählt hat! Die Sanierung des Jugendfreizeithauses ist für die SVP ein klares Muss! Aber nur unter Einhaltung der gel- tenden politischen Spielregeln. Henry Vogt, Einwohnerrat SVP Echte Wertschätzung, bitte! Das Pflegepersonal hat in der Co- rona-Pandemie Ausserordentliches geleistet – das steht ausser Frage. Grundsätzlich ist es so, dass der Stellenwert der nichtärztlichen Ge- sundheitsberufe steigt und ihr Bei- trag für ein funktionierendes Ge- sundheitswesen unabdingbar ist. So antwortet der Regierungsrat BL auf das eingereichte Postulat «Ap- plaus ist nett, gerechte Löhne sind echte Wertschätzung» der SP. Da- raus leitet der Regierungsrat hin- gegen nicht ab, dass er in den sozi- alpartnerschaftlich organisierten Prozess der Lohnfindung bezie- hungsweise Lohnverhandlungen eingreifen sollte. Die unattraktiven Arbeitsbe- dingungen sowie zu wenig Aus- und Weiterbildungsangebote füh- ren zu einem generellen Mangel an Pflegepersonal. Die wachsende Zahl an Berufsaussteigenden, vor allem Frauen aufgrund der schwie- rigen Arbeitsbedingungen, ver- schärft die Situation zusätzlich. Sowohl die Bezahlung als auch die Arbeitsbedingungen müssen sich dringend verbessern. Aus diesem schliessend an einem herrlichen Apéro rund um den Baumstamm. Nochmals kreist die Kette, Schnitte zeigen Spuren im Holz und kleine Stücke fallen zu Boden. Ruhe und Disziplin sind die steten Begleiter der Künstlerin. Was da wohl ent- steht, kann bestimmt beim nächs-

ten Spaziergang durch den Ober- torweg entdeckt werden. Der nächste Anlass des AKV: «Kunstwerke in der Klosterkirche Mariastein» am 7. Mai. Mehr dazu gibt es unter www.allschwiler-kunst- verein.ch. Jean-Jacques Winter, Allschwiler Kunst-Verein

Leserbriefe Leider nichts gelernt

Grund bitten die Postulantinnen und Postulanten den Regierungs- rat zum Beispiel zu prüfen und zu berichten, wie die Lohn-, aber auch die Arbeitsbedingungen des Pfle- gepersonals langfristig verbessert werden können und wie dies finan- ziert werden kann. Das Postulat wurde überwiesen und entgegen dem Antrag der Regierung vom Landrat mit 45:36 Stimmen stehen gelassen. Wir bleiben dran. Andreas Bammatter, Landrat SP Zufahrten fehlerhaft ausgeführt Durch die Erneuerungsarbeiten an der Baslerstrasse wurden offensicht- lich auch die Zufahrten in die Ne- benstrassen involviert. Das Resultat dieser Arbeiten ist insbesondere bei der Ausfahrt von der Heuwinkel- strasse in die Baslerstrasse eine ab- solute Katastrophe. Selbst Fahrrad- fahrer werden so durchgeschüttelt, dass sie jederzeit sturzgefährdet sind. Offensichtlich handelt es sich hierbei um eine absolute Fehlpla- nung beziehungsweise fehlerhafte Ausführung, welche auch die Mars- strasse und weitere Zufahrten in die Nebenstrassen betrifft. Als Steuer- zahler darf jedoch erwartet werden, dass entsprechend in Auftrag gege- bene Arbeiten in einer Qualität ab- geliefert werden, welche auch ihren Preis rechtfertigen. Ich kann dazu nur sagen, dass so etwas in der Pri- vatwirtschaft niemals akzeptiert würde. Dario Filippi, Allschwil

Vor etwa 16 Jahren hatte die Bür- gergemeinde Allschwil einen Skan- dal um den damaligen Bürgerrats- präsidenten Herde zu bewältigen. Dieser hatte selbstherrlich sämtli- che Kontrollen über sein Handeln verhindert. Scheinbar hat der Bür- gerrat daraus keine Lehren gezo- gen. Sonst würde er sich nicht wis- sentlich und ganz im Stillen über die kantonalen Regeln hinwegset- zen. Für die Bürgergemeinde gilt klar das Gesetz über die öffentli- chen Beschaffungen. Sogar die in- ternationalen Handelsabsprachen Gatt/WTOwären beimBauprojekt zu beachten. Überheblich foutiert sich der Bürgerrat jedoch um diese Gesetze. Schon die Aufträge an den Architekten und den Baumanager wurden ohne Submission vergeben. Erst recht die Bauaufträge im Ge- samtwert von einigen Millionen Franken. Und die Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission befindet sich offenbar im Tief- schlaf. Anders ist es nicht zu erklä- ren, dass niemand das Handeln des Bürgerrats hinterfragt und über- prüft. Genau hier liegt wohl das grösste Problem der Bürgerge- meinde: die Intransparenz der Ge- schäfte des Bürgerrats. Niemand soll mehr als das Nötigste erfahren. Wie damals bei Herrn Herde. Um das zu belegen, reicht eine einfache Suche nach einem Geschäft, einem Dokument oder einem Protokoll

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Theaterverein Die Engel müssen warten

Primarstufe Neue Schulleiterin

Ganz nach dem Motto «Die Hoff- nung stirbt zuletzt» hatte der Thea- terverein «Zum Schwarze Gyger» im Dezember 2020 die Proben und Planung zur neuen Produktion auf- genommen. Gespielt werden sollte im Juni 2021 das Stück «Die Erzie- hung der Engel» von Esther Vilàr, welches mit seiner Thematik bestens in die aktuelle Zeit gepasst hätte. Zudem hatte man sich im Verein darauf geeinigt, für 2021 eine «schlanke» Produktion zu konzipie- ren. Somit sollten die Verluste klein gehalten werden, im Falle eines (er- neuten) Abbruchs. Die Proben fan- den coronakonformper Zoom statt, in Form von Lese- und Sprechpro- ben. Nach den Fasnachtsferien hät- ten dann wieder «richtige» Proben stattfinden sollen. Hätten ... Leider wurden die Corona-Mass- nahmen imMärz nicht grundlegend und erheblich gelockert oder gar aufgehoben – zur grossen Enttäu- schung des Theatervereins. Der Vor-

günstig mieten können? Die Krite- rien fehlen nach wie vor, wie diese Räume an die KMU vergeben wer- den. Schöne Worte für wen? L wie lassen wir es bleiben. Im- mer noch mehr, ist nicht immer bes- ser, solange die Verkehrsprobleme rundum und nicht überregional ge- löst sind. B wie Boden ist kostbar. Schauen wir genau hin, wie, wo und was wir bauen. Brauchen wir so viel Arbeits- flächen überhaupt in Zukunft oder wird aus Profitgier Boden überbaut? A wie Abstimmung. Viele Prob- leme sind noch nicht gelöst. Fragen bleiben offen. Weitsicht ist gefragt. Deshalb ein deutliches Nein zum Quartierplan Alba. Julia Kirchmayr-Gosteli, Landrätin Grüne Ja zur Quartierplanung Alba Die Argumentation der Gegner zur Quartierplanung Alba ist etwas ambivalent. Einerseits kritisieren sie die Entstehung neuer Büroflä- chen in Zeiten von Corona und vermehrtem Homeoffice mit der Begründung, dass damit Baulei- chen entstehen würden. Anderer- seits fürchten sie sich vor einem Verkehrskollaps aufgrund der neu entstehendenNutzflächen imBach- graben. Eine konsistentere Argu- mentation würde hier eine bessere Diskussionsgrundlage schaffen. stand beschloss daraufhin, die Pro- duktion per sofort abzubrechen, eine qualitativ zufriedenstellende Produktion war unter diesen Bedin- gungen nicht realisierbar. Und so legten die Engel ihre Flügel ab, ver- stauten sie imMottenkasten, wo sie nun auf ihren erneuten Einsatz im Jahr 2022 warten! Damit aber die Theaterhungrigen nicht bis zum nächsten Jahr darben müssen, wird «Dr Schwarz Gyger» nach den Sommerferien einen The- aterkurs (vier Abende) mit Regisseur Felix Bertschin anbieten – weitere Details folgen im Juni! «Dr Schwarz Gyger» dankt Ihnen für Ihre Treue und freut sich, wenn Sie ihm weiter- hin gewogen bleiben. Weitere Infor- mationen zum Verein und wie Sie diesen unterstützen können, finden Sie auf der Website www.zum- schwarzegyger.ch. «Dr Schwarz Gy- ger» freut sich auf Sie! Andrea Bruderer, Theaterverein «Zum Schwarze Gyger»

Ich bin zwar ebenfalls der Mei- nung, dass die aktuelle Verkehrs- anbindung in das Bachgrabenge- biet ungenügend ist. Diesem Prob- lem soll jedoch in Zukunft mit diversen Vorhaben begegnet wer- den, etwa dem Zubringer Bachgra- ben oder dem ausgebauten ÖV- Angebot. Das Anliegen, vor allem die Anbindung mit dem öffentli- chen Verkehr auszubauen und den Veloverkehr zu fördern, unterstütze ich zudem ausdrücklich. Daher sollten wir unter Berücksichtigung der angespannten wirtschaftlichen Situation die Chance, die sich durch den Quartierplan Alba eröffnet, ergreifen und dem Projekt zustim- men. Dominik Baumgartner, FDP Allschwil-Schönenbuch Die Schulleitung zeigt sich er- freut, dass die Position aus den ei- genen Reihen besetzt werden konnte. Svenja Wendel wuchs in Allschwil auf und ist mit der Pri- marschule Allschwil und der Ge- meinde stark verbunden. Sie arbei- tet seit vielen Jahren als Primar- schullehrerin im Schulhaus Dorf und hat sich 2013 zur Praxislehre- rin ausbilden lassen. «Wir haben AWB. Die Schulleitung der Primar- stufe Allschwil wird bald wieder vollständig sein. Svenja Wendel wurde vorletzte Woche vom Schul- rat als neue Schulleiterin gewählt, schreibt die Schulleitung in einer Mitteilung. Wendel ergänzt ab August das bisherige Schullei- tungsteam: Martin Münch (Ge- samtschulleiter), Evi Leingruber, Carolin Müller, Philippe Anex und Monique Juillerat. Ein Platz imSchulleitungsteamwar seit Ende Januar vakant, nach demWeggang von Regine Smit.

mit Frau Wendel eine ideale Ergän- zung unseres Schulleitungsteams gefunden», wird Gesamtschulleiter Martin Münch zitiert.

Die bereits in Allschwil tätige Primarschullehrerin Svenja Wen- del ergänzt ab August das Schullei- tungsteam. Foto zVg

Leserbriefe

Zur Quartierplanung Alba

Leserbriefe Geben Sie bei der Einsendung Ihres Leser- briefs immer Ihren vollständigen Namen und Ihre Adresse an. Die maximale Länge eines Leserbriefs beträgt 1300 Zeichen in- klusive Leerschläge. Schicken Sie Ihren Bei- trag per E-Mail (Word-Datei oder Mailtext) an redaktion@allschwilerwochenblatt.ch. Einsendeschluss ist jeweils montags, 12 Uhr. Seit letzten Montag dürfen in der Schweiz wieder die Restaurantter- rassen öffnen. Draussen sitzen ist bei diesem Wetter herrlich. Mein Schwiegervater ist Bewohner des Altersheims in Allschwil. Wir haben uns schon gefreut, zusammen mit seiner Frau, etwas auf der Terrasse vom Restaurant Ambiente zu trin- ken oder zu essen. Aber welche Ent- täuschung. Das Restaurant bleibt geschlossen! Umbau bis 9. August! Ist dies möglich, nach so langer Corona-Zeit? Die Bewohner und sicherlich viele Gäste können dies nicht verstehen. Ein Lichtblick we- niger für die Altersheimbewohner, die eine sehr schwere Zeit hinter sich haben. Unverständlich und schade. Elisabeth Schwyn, Allschwil Liebsten auf der Restaurantterrasse begrüssen dürfen, wird eine Total- sanierung gemacht. Könnte man das nicht besser planen oder viel- leicht die Umbauzeit mit einer Am- biente-Buvette überbrücken? Sandra Osterwalder, Allschwil Unverständlich und schade

Soll Alba uns über den Kopf wachsen? Immobilienfirmen fragen nicht be- sonders nach dem Sinn. Sie interes- siert vor allem der Profit. Denn das Bauen kann ihnen eine gigantische Rendite bringen. Mit dem Alba- Plan im Bachgraben doppelt so viel, wenn doppelt so hoch. Geil und schlau, zählt für verantwortungslos und wertefrei globalisierte Immobi- lienfirmen nur das, was sich für sie auch bezahlt macht. Gerne leben sie zudemauf Kosten von unseren Steu- ern, die wir Einwohnerinnen und Einwohner für die Infrastruktur der Gemeinde aufbringen. Grosse Bau- ten provozieren immer noch mehr Verkehr: Wollen wir das? Ehrlich: Gehört nicht eigentlich der Alba- Doppelstock zum Edel-Schrott, der unsere Erde zerstört? Wollen wir wirklich, dass uns alles immer noch mehr über den Kopf wächst? Stopp: Deshalb per 13. Juni unser doppel- tes Nein zum Alba-Plan! Rosette und Ueli Keller-Hasler, Referendumskomitee gegen Quartierplanung Alba Nein zu Alba – Chance für Weitblick Awie Aussen fix Innen nix. Die Bau- ten mögen ja eine Ausstrahlung ha- ben, doch wer wird diese wirklich

Zum Restaurant Ambiente

Könnte man das nicht besser planen? Was muss man da lesen beim Res- taurant Ambiente? «Wegen Total- sanierung der Restaurant-Küche bleibt das Restaurant Ambiente inklusiv Terrasse geschlossen. Ab 10. August planen wir, das Restau- rant mit brandneuer Küche wieder zu eröffnen und Sie, liebe Gäste, mit festlichen Attraktionen zu überra- schen.» Das Altersheim ist seit Mo- naten beschränkt besuchbar. Jetzt, wo die Tage wärmer werden und die Bewohner endlich wieder ihre

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Binningerstrasse Kanton macht erste Schritte zur Neugestaltung

Im Betriebs- und Gestaltungskonzept für die Umgestaltung der Binningerstrasse sieht der Kanton einen Grünraum in der Mitte der Strasse vor, der sich ungefähr auf dem Abschnitt zwischen Fabrik- und Spitzwaldstrasse erstrecken soll. Plan zVg Kanton BL

AWB . Kanton und Gemeinde haben in den nächsten Jahren Grosses vor im Gebiet Binningerstrasse. Im Ein- klang mit dem kantonalen Richtplan strebt die Gemeinde hier in Zukunft ein Gewerbe-, Einkaufs- und Dienst- leistungszentrummit Wohnanteil an. Der Gemeinderat hat seine Absichten in Form einesMasterplans amDiens- tag der Öffentlichkeit vorgestellt (mehr dazu auf der Seite 19). Der Kanton stellte am gleichen Tag via Medienmitteilung das nun vorlie- gende Betreibs- und Gestaltungskon- zept für die Umgestaltung der Bin- ningerstrasse – einer Kantonsstrasse – vor. Gemäss den Vorgaben aus dem kantonalen Richtplan soll neben dem

Fuss-, Velo-, Auto-, Bus- und Last- wagenverkehr auf dieser Kantons- strasse zukünftig die Tramlinie 8 bis zum Schulhaus Gartenhof verkeh- ren, schreibt die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD). So wird der Süden Allschwils direkt mit dem Bahnhof Basel SBB verbunden. Das Betriebs- und Gestaltungskon- zept (BGK) wurde laut BUD in den letzten zwei Jahren erarbeitet und eng mit der Erarbeitung des Master- plans der Gemeinde Allschwil und mit demNachbarkanton Basel-Stadt abgestimmt. Das nun vorliegende Konzept trage den Bedürfnissen aller Ver­ kehrsarten Rechnung, indem bei-

schnitt kurz nach der Kreuzung Spitzwaldstrasse bis kurz vor dem Fabrikstrassekreisel. Auf dem heu- tigen Sportplatz neben der Schule Gartenhof ist die Wendeschlaufe für das Tram vorgesehen. Als nächster Schritt startet nun die eigentliche Projektierung. An- stösser und Verkehrsverbände sind derzeit eingeladen, ihre Anliegen und Hinweise einzubringen. Das Vorprojekt soll im Laufe des Jahres 2022 vorliegen. Damit kann laut BUD dann beim Bund die Konzes- sion für die Tramverlängerung be- antragt werden. Der Baubeginn könne bei optimalem Projektver- lauf frühestens 2026 erfolgen.

spielsweise auf durchgängige Velo- streifen, auf ausreichend leistungs- fähige Knoten für denmotorisierten Individualverkehr und nicht zuletzt auf eine attraktive Ausgestaltung der neuen Tramhaltestellen geach- tet wurde. «Zugleich soll der Stras- senraum zum Rückgrat der städte- baulichen Entwicklung werden», wie Regierungsrat Isaac Reber be- tont, «wichtigstes Element dafür ist der zentral angeordnete, langge- streckte Grünraum, der Platz für verschiedene Aktivitäten bietet.» Der Grünraum – eine sogenannte Parkspange – erstreckt sich zwi- schen den beiden Fahrbahnen und Tramspuren ungefähr auf dem Ab-

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Natur- und Vogelschutz Stunde der Gartenvögel am Sonntagmorgen

Prozent der Gärten gesichtet. Der Haussperling war zudem mit 41’259 Vögeln die am häufigsten gemeldete Art. Auf Platz 3 folgt die Kohlmeise mit 65 Prozent aller Gärten. Grünfinken und Stieg- litze (Distelfinken) waren hinge- gen nur in jedem fünften Garten anzutreffen. Die Daten zeigen auch, dass sich eine Aufwertung des Gartens lohnt. In Flächen mit mehr als fünf naturnahen Elementen wie Hecken oder Asthaufen usw. gab es im Durchschnitt 11,6 Arten zu zählen, bei Gärten mit weniger als zwei, waren es nur gerade 7,1 Arten. Die Aussagekraft solcher Erhebungen unter Mithilfe der Bevölkerung ist sehr gross, werden doch über die Jahre hinweg sehr viele Daten ge- sammelt. So können Trends er- kannt, und möglicherweise Mass- nahmen ergriffen werden. Kurt Bänteli für den Natur- und Vogelschutz Allschwil

Anfangs Mai führt der Schweizer Vogelschutzverband SVS / BirdLife Schweiz jeweils die Aktion «Stunde der Gartenvögel» durch. Dazu sind alle Interessierten eingeladen, eine Stunde lang die Vögel in ihremGar- ten oder einem Park zu zählen und die Resultate an SVS/BirdLife zu melden. Der Natur- und Vogel- schutz nimmt im Rahmen seines monatlichen Morgenspaziergangs an dieser Aktion teil. Treffpunkt dazu ist am Sonntag, 2. Mai, um 8.30 Uhr auf dem Dorfplatz. Die Teilnehmenden werden in kleine Gruppen aufgeteilt verschie- dene Grünflächen in Allschwil auf- suchen und die Vögel zählen, die man dort beobachten kann. Alle Gruppen werden von Personen mit guter Artenkenntnis begleitet. Wenn einmal nicht genügend Abstand ein- gehalten werden kann, werden Masken getragen. Ziel dieser Ak- tion von BirdLife ist, die Bevölke- rung für die Natur und speziell für

Der Stieglitz, auch Distelfink genannt, ist ein farbenfroher Garten­ bewohner. Er ist jedoch nicht so häufig anzutreffen wie etwa Amseln oder Haussperlinge. Foto Kurt Bänteli

die Vögel in der Umgebung zu sen- sibilisieren. Der Verband hat dazu zahlreiche Tipps und Materialien erarbeitet, wie der Siedlungsraum oder ein Garten tiergerecht aufge- wertet werden kann. Infos dazu finden Sie auf der Homepage von BirdLife unter www.birdlife.ch.

Im Jahr 2020 haben mehr als 7000 Personen oder Gruppen an der Stunde der Gartenvögel mitge- macht. Insgesamt beobachteten sie mehr als 220’000 Vögel und 177 Arten. Platz 1 der häufigsten Vögel teilten sich Amseln und Haus­ sperlinge, sie wurden jeweils in 79

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Ausflug in den Kanton Thurgau

Kulturverein

Parteien Die Grünen sagen Nein zum Wildschutz Vom 1. April bis 31. Juli ist die Hauptsetz- und Brutzeit im Allsch­ wiler Wald für die Wildtiere. Beson- ders in einem stark durch Nutzer beanspruchten Wald, wie dem unse- ren, ist der Schutz des Wildes wäh- rend dieser Zeit von grosser Bedeu- tung. Aktuell nimmt die Anzahl der Hundeführer, welche ihre Hunde ohne Leine imWald führen, stark zu. Unterstützt durch die vielen Mel- dungen von Einwohnern, hat sich die SVP Allschwil entschieden, einen dringlichen Vorstoss an der letzten Einwohnerratssitzung einzureichen. Ziel sollte es sein, den Schutz des Wildes zu verbessern zum Beispiel durch das Ersetzten der in die Jahre gekommen und unleserlichen Schil- der, das Anbringen von verständli- chen Symbolen, Einsetzen des Ran- gers ausserhalb der Bürozeiten oder die Sensibilisierung der Expats, wel- che sich dieser Thematik oft nicht bewusst sind oder die Sprache der Der Kulturverein besuchte das Städtchen Diessenhofen und die Insel Werd. Nach einer coronabedingten Aus- flugspause von einem halben Jahr reiste der Kulturverein Allschwil- Schönenbuch am 17. April in die Ostschweiz. Das Ziel war Diessen- hofen, ein malerisches Städtchen zwischen Schaffhausen und Stein am Rhein. Enge Gassen und schma- le, hohe Häuser prägen die mitteral- terliche Altstadt. In der Umgebung gab es Einzelfunde aus der Stein- und Bronzezeit, auch ein römischer Münzschatz wurde gefunden. Dies- senhofen besitzt seit 1178 das Stadt- recht. Die Geschichte begann mit den Kyburgern, danach gehörte die Stadt den Habsburgern und erst 1460 wurde Diessenhofen im Zuge der Eroberung des Thurgaus von der Eidgenossenschaft nach zehntä- giger Belagerung eingenommen, behielt jedoch gewisse Privilegien in der gemeinen Herrschaft Thurgau. In der Zeit der Helvetischen Repu- blik wurde die Stadt dem Kanton Schaffhausen angegliedert. Bereits zwei Jahre später kam sie definitiv zum Thurgau. Die Führung begann beim Sie- gelturm, der 1545 erbaut wurde und bereits im 16. Jahrhundert der Aufbewahrung von Urkunden und des Stadtsiegels diente. Das Rat- haus wurde erstmals 1415 erwähnt.

Der Kulturverein liess sich durch das am Rhein gelegene Diessenhofen führen. Dabei kam er unter anderem am Siegelturm vorbei (rechts), wo seit dem 16. Jahrhundert das Stadtsiegel aufbewahrt wurde. Fotos zVg

Schilder nicht lesen können. Da es sich um einen dringlichen Vorstoss handelte, benötigte dieser eine Zwei- drittelmehrheit der Anwesenden im Rat, was bei diesemThema, so schien es zuerst, kein Hindernis sein dürfte. Die böse Überraschung kam bei der Abstimmung. Während die SVP-, FDP- und CVP-Fraktion und einige SPler mit Ja stimmten, sagten die Grünen zusammen mit ihrer Frak- tion ohne Begründung geschlossen Nein und verhinderten somit einen zeitnahen Schutz unseres Wildes. Umwelt und Tiere sind nur zu schüt- zen, wenn der Vorstoss aus der ei- genen Feder kommt. Bei bürgerli- chen Vorstössen sagt man dann doch lieber Nein zum Tierschutz.   Florian Spiegel, Einwohnerrat und Landrat SVP Ja zum Covid-19- Gesetz Die Coronapandemie stellt unser Leben seit über einem Jahr völlig auf den Kopf. Viele von uns muss- Heute wird es in seiner eigentlichen Funktion genutzt. Spitäler hatte Diessenhofen gleich zwei, das ka- tholische und das protestantische, die nahe beieinander lagen und rege benutzt wurden ohne Konflikte. Das Vordere Amtshaus (Toggen- burgerhaus) wurde im16. Jahrhun- dert gebaut auf der Ringmauer am Rhein, damit die Frachten direkt vom Fluss in die Keller des Amts- hauses transportiert werden konn- ten. Später war das Haus eine sehr bekannte Stofffärberei bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Spaziergang dem grünen Gürtel zwischen der inneren und

ten zumTeil grosse Einschränkun- gen in Kauf nehmen, um die Aus- breitung des Virus einzudämmen. Am härtesten bekamen die Mass- nahmen nicht zuletzt diejenigen zu spüren, die deswegen ihrer Arbeit gar nicht mehr oder nur noch sehr beschränkt nachgehen konnten und können. Um diese einschnei- denden finanziellen Folgen für die grosse Zahl an betroffenen Perso- nen schnell und unbürokratisch zu mildern, hat der Bundesrat vor einem Jahr von seiner verfassungs- mässigen Notrechtskompetenz Gebrauch gemacht. Das daraus resultierende Gesetz ist seit ver- gangenem Herbst in Kraft und die allermeisten Regelungen sind bis Ende 2021 befristet. Trotzdem wurde dagegen das Referendum ergriffen, über welches wir am 13. Juni abstimmen werden. Die Befürworter des Referen- dums argumentieren dabei mit einer Vielzahl an populistischen Schreckensszenarien und schüren damit Differenzen, statt auf der äusseren Stadtmauer entlang war entspannend. Nachher ging es wei- ter nach Eschenz zum Mittages- sen. Da man nicht im Restaurant essen durfte, haben alle das Drei- gangmenu im Bus genossen. Da- nach wurde die Insel Werd be- sucht. Sie liegt imwestlichsten Teil des Untersees im Bodensee. Eine etwa 200 Meter lange Holzbrücke führt auf die Insel. Der heilige Ot- mar, erster Abt des Klosters St. Gallen, wurde im 8. Jahrhundert auf Werd in die Verbannung ge- schickt. Zu seinemAndenken steht die St. Otmarskapelle. Die Insel gehört dem Benediktinerkloster

Zielgeraden nochmal an das Für- einander zu appellieren. Weder droht uns ein Notstandsregime wie im Zweiten Weltkrieg, noch führt das Gesetz zu einer «perma- nenten Massenüberwachung» oder einer Entziehung der Grund- rechte. Dass Letztere zum Schutze der Allgemeinheit eingeschränkt werden (zum Beispiel die Ver- sammlungsfreiheit) ist verfas- sungsmässig nicht nur zulässig, sondern in Krisensituationen wie der jetzigen gar geboten, um nicht unnötig weitere Menschenleben zu gefährden. Zudem sichert das Gesetz Ar- beitsplätze, indem es vorüberge- hend die Lohnzahlungen bei Kurzarbeit sichert – Geringverdie- ner erhalten dabei sogar den vol- len Erwerbsersatz. Die Pandemie hat von uns allen viel gefordert. Mit einem Ja zum Covid-19-Ge- setz sorgen wir dafür, dass wir sie und ihre Folgen bestmöglich meis- tern werden. Vorstand FDP Allschwil-Schönenbuch Einsiedeln, ist aber von Franziska- nern gepachtet, die in einem der Kapelle angebauten Haus leben. Heute wohnen noch fünf Pater auf der Insel und betreuen die umlie- genden Gemeinden. Vor demKlos- ter ist ein Labyrinth aus Gras und Steinlinien, das den Massen desje- nigen in der Kathedrale von Chart- res entspricht. Die Insel gilt auch als Kraftort und wird deshalb sehr oft besucht. Trotz Corona haben alle den Ausflug genossen und kehrten mit vielen neuen Eindrü- cken nach Hause zurück.  Nelly Owens, Kulturverein Allschwil Schönenbuch

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Jubla Kommmit ins Ninja-Abenteuer!

Bald ist es wieder soweit: Das alljähr- liche Pfingstlager der Jubla Allschwil steht vor der Tür! Und auch dieses Jahr warten wieder jedeMenge Spiel, Spass und Abenteuer auf dich. Vom 22. bis 24. Mai werden Jungwacht und Blauring auf dem Jaunpass im Kanton Bern in die Welt der Ninjas eintauchen. Dabei wird es ein breites Programm – von spassigen Sporttur- nieren über hart umkämpfte Gelän- despiele bis hin zu lustigen Casino- und Spielabenden – geben. Leider kann aufgrund der momen- tanen Coronasituation noch nicht garantiert werden, dass das Lager stattfinden kann. Die Leitenden wer- den allerdings alles daransetzten, dass das Lager unter den geltenden Schutz- massnahmen stattfinden kann.Melde dich deshalb bereits jetzt an! Weitere Infos zum Lager findest du unter www.jubla-allschwil.ch.

Lea Steiner und Sabrina Schmid Jungwacht Blauring Allschwil

Die Jubla freut sich auf ein spassiges Pfingstlager Ende Mai. Interessierte können sich jetzt anmelden. Foto zVg

Parteien

Allschwiler Wochenblatt www.allschwilerwochenblatt.ch Der Teilnehmerbeitrag beträgt 80 Franken. Für Geschwisterkin- der reduziert sich der Beitrag. Die Einladung zum Lager findet sich auf www.jugendland.ch oder kann unter 061 481 81 09 angefordert werden. Anmeldeschluss ist der 12. Mai. Florian Klee, Jugendarbeiter Jugendland Allschwil Jugendland Ein ausserirdisches Pfingstlager «Vor langer Zeit in einer weit ent- fernten Galaxie .... trafen sich in im Sternenstaubnebel der Siedlung Allschwil junge Kreaturen aus dem gesamten Kosmos, um gemeinsam spannende Abenteuer zu erleben.» So oder ähnlich wird es nach dem ausserirdischen Pfingstlager auf dem Jugendland tönen ...! Von Samstag, 22., bis Montag, 24. Mai, gibt es auf dem Jugend- land wieder ein Pfingstlager für Schulkinder von der 1. bis zur 6. Klasse. Das intergalaktische Lager findet im Freien statt. Geschlafen wird in Zelten. Es gibt ausserir- disch viele Möglichkeiten zu spie- len und zu basteln. ImZentrum der Pfingstlagergalaxie prasselt ein gemütliches Lagerfeuer.

Umweltverträgliche Nahrungsproduktion Am 13. Juni dürfen wir über zwei Initiativen befinden, die unsere Nahrungsproduktion tangieren. Zum einen ist es die «Trinkwasser- initiative» und zum anderen die «Anti-Pestizidinitiative». Dass un- sere Böden und Gewässer überstra- paziert sind, ist weitgehend unbe- stritten. Doch die Lösungsansätze der Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft zeugen noch immer von einer Ideologie, dass die gesamte Landwirtschaft ausschliesslich und nur aus einer ökonomischen Sicht zu betrachten sei. Wenn wir jedoch unterscheiden würden zwischen einer «Kern-Landwirtschaft» und einer «Mantel-Landwirtschaft», was uns gut anstehen würde, wäre klar, dass die Bearbeitung der Bö- den (Kern-Landwirtschaft) nur aus einer biologischen und ökologi- schen Sicht betrachtet werden kann. Seit der Nachkriegszeit versu- chen wir jedoch aus jedem Stück Ackerland einen Turboboden zu machen. Durch den Einsatz von massenhaft chemischen Substan- zen wurden diese ökonomischen Vorstellungen erreicht. Einzig die Nachhaltigkeit blieb auf der Stre- cke. Das Grundwasser, aus wel- chem wir unser Trinkwasser ge- winnen, ist und wird weiter belas- tet. Wenn die Delegierten des Dachverbandes der Ökobäuerin-

nen in einer Mehrheit beschlossen haben die Trinkwasserinitiative abzulehnen, ist dies auch nur eine ökonomische Sicht auf die Dinge. Sie wähnen ihr Geschäftsmodell in Gefahr. Doch unser Trinkwasser bedarf unseres Schutzes. Und der Einsatz von synthetischen Pestizi- den nützt nur deren Herstellern. Nach der reflexartigen Ablehnung der Landwirtschaftslobby in Bun- desbern zu den Agrarreformen des Bundesrates sollten wir zu den bei- den Initiativen am 13. Juni zwei deutliche Ja in die Urne legen, sonst erfährt die nachhaltige Nahrungs- produktion erneut keinen Fort- schritt undweiterhin nur Stillstand. Niklaus Morat, SP Allschwil Nein zur Quartierplanung Alba In der Gewerbezone im Bachgraben wird gebaut, Allschwil stärkt seine Arbeitsplatzattraktivität. Das ist grundsätzlich eine positive Ent- wicklung. Diese soll aber im Rah- men der geltenden demokratisch erarbeiteten Raumplanungsrege- lungen umgesetzt werden. Weiter- hin ist es für Allschwil dringend nötig, dazu parallel nachhaltige Verkehrs- und Mobilitätslösungen umzusetzen, damit sich die schon angespannte Verkehrssituation in Allschwil nicht verschärft. ImBach- graben darf bis 20 Meter hoch ge- baut werden. Mit Alba wird ange- strebt, ein Hochhaus bis 40 Meter

hoch zu bauen – das bedeutet grosso modo eine Verdoppelung der Kapa- zität wie auch der Fahrzeuge. Die Grünen Allschwil-Schönen- buch sind der Meinung, dies gehe so nicht: Bevor die Verkehrspro- bleme im Bachgrabengebiet nicht nachhaltig gelöst worden sind, darf die Zonennutzung mit der Quar- tierplanung Alba in diesem Gebiet nicht weiter erhöht werden. Die Planung der möglichen Verkehrslö- sungen steckt noch in den Kinder- schuhen und die Umsetzung wird noch Jahrzehnte dauern. Von Tram- oder Buserschliessung und vom Zuba wird zwar geredet, doch kein einziger Kredit dazu ist schon bewilligt. Gemäss dem verbindlichen Mo- bilitätskonzept stehen dem Alba- Areal in vorbildlicher Weise nur rund 200 Parkplätze zur Verfügung. Gleichzeitig wird der Autoanteil auf 39 Prozent festgelegt, was etwa 400 Autos entspricht: Wie passt das zu- sammen? Mit dem zu hohen Auto- anteil und den nicht vorhandenen Sanktionsmöglichkeiten bei Nicht- einhaltung wird das Konzept ein Papiertiger bleiben. Die Allschwiler Bevölkerung hat es verdient, dass die Bachgraben-Entwicklung in ge- ordneten Bahnen verläuft. Bleiben wir also offen für eine bessere Lö- sung. Wir sagen deswegen Nein zur Quartierplanung Alba. Stimmen auch Sie Nein. Mehr unter www. alba-nein.ch.  René Amstutz, Grüne Allschwil-Schönenbuch

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