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FREITAG, 28.2.2020 99.Jahrgang | Nr.9

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Schubertiade: Zwei Klaviervirtuosinnen gastierten in der Dorfkirche SEITE 3

Leichtathletik: Drei Medaillen für TV Riehen an Nachwuchs-Hallen-SM SEITE 18

FASNACHT 2020 Am kommenden Montag beginnen in Basel die «Drey scheenschte Dääg» des Jahres «Wir blicken einer grünen Fasnacht entgegen»

Themen wie Klimawandel und Nachhaltigkeit sind dieses Jahr auf der Plakette sowie in zahlreichen Sujets vertreten. Es ist wieder so weit: Die Fasnacht steht vor der Tür! Die Befürchtung der letz- ten Tage, dass sie aufgrund der Ausbrei- tung des Coronavirus ins Wasser fallen könnte, hat sich (zumindest bis Redak- tionsschluss) nicht bestätigt. Also steht den «Drey scheenschte Dääg» hoffent- lich nichts mehr im Wege. Das Fasnachts-Comité zählt heuer 26 angemeldete Einheiten weniger als im Vorjahr, was vor allem dem Rück- gang der Pfeifer- und Tambourengrup- pen geschuldet ist. Von den 464 Forma- tionen spielen die allermeisten ein Sujet aus. Wie jedes Jahr sind die The- men vielseitig, die Ideen kreativ ge- wählt und die Sujets insgesamt humor- voll, oft aber auch kritisch. Ein viel diskutiertes Phänomen von hoher Aktualität wird an der kommen- den Fasnacht besonders gut vertreten sein, schliesslich wurde es von ganzen 69 Einheiten gewählt: der Klimawandel samt seinen Folgen. Weitere Sujets greifen damit verwandte Aspekte auf, wie etwa die Bewegung der Klimaakti- vistin Greta Thunberg, die Schulstreiks im letzten Jahr, die E-Mobilität, den Atomstrom und alternative Energien, die Nachhaltigkeit, den Abfall imRhein und mehr. «Wir blicken einer grünen Fasnacht entgegen», resümierte Pia Inderbitzin, Obfrau des Fasnachts-Comités, vor den Medien. Die Umwelt sei zwar in den vergangenen Jahren be- reits mehrmals in Sujets thematisiert worden, nehme jedoch an dieser Fas- nacht zum ersten Mal eine dominante Stellung ein. Eine Kunst für sich Weitere beliebte Themen sind das eidgenössische Jodlerfest, das im kom- menden Sommer in Basel über die Büh- ne gehen wird, und die zunehmende Digitalisierung, die zum Beispiel im Zusammenhang mit der aufkommen- den 5G-Technologie mehr als ein Dut- zend Gruppierungen beschäftigt. Die Brände an der Rheingasse und in der Pariser Kathedrale Notre-Dame sowie der Brexit wurden für die anstehende Fasnacht ebenfalls von einigen Forma- tionen gewählt. «Die Rädäbäng-Einträ- ge sind wie jedes Jahr eine Kunst für sich und lassen grosse Interpretations- räume offen», kommentierte Obfrau Nathalie Reichel

dieses besondere Gefährt nicht von Pferden, sondern von einem Motor. Für die Fasnacht wird die besondere Chaise eigens von Köln nach Basel transportiert. Die Polizei wird an- schliessend dieses Pilotprojekt evalu- ieren und gegebenenfalls Vorschriften für die kommenden Jahre erlassen. Ansonsten bleibt alles wie ge- wohnt. Der Cortège organisiert sich in die innere und die äussere Route, wo- bei beide gleich wie im letzten Jahr verlaufen. Wichtig für einen geordne- ten, flüssigen Ablauf am Montag- so- wie am Mittwochnachmittag ist die Einhaltung der Abmarschzeiten. «Und natürlich hoffen wir auf grosse Flexi- bilität seitens der Einheiten», sagte Pia Inderbitzin im Namen des Fasnachts- Comités. Schränz-Gritte gibt Startschuss Neben den beiden Fasnachtsum- zügen gehören aber noch weitere tra- ditionelle Veranstaltungen zu den «Drey scheenschte Dääg». Wie jedes Jahr übernehmen die Guggen das Zep- ter am Dienstagabend, deren Auftritt um 18.30 Uhr mit dem Sternmarsch beginnt. Vorauslaufen werden dieses Jahr die Schränz-Gritte, die anschlies­ send auf dem Barfüsserplatz zu hören sein werden. Weitere Guggen treten nach dem Sternmarsch auf dem Marktplatz und dem Claraplatz auf. In zahlreichen Lokalen und Cli- quenkellern dürfen natürlich die be- liebten Schnitzelbänke nicht fehlen, die verschiedenste Ereignisse und Persönlichkeiten aus der Aktualität durch den Kakao ziehen. Die «grosse Kunstausstellung», wie das Comité die beeindruckende Laternenexposition am Fasnachtsdienstag nennt, ist wie jedes Jahr auf dem Münsterplatz zu sehen. Hier, wie auch an der Fasnacht generell gilt: «Me het e Blaggedde.» nre. Während der Basler Fasnacht herrscht vor allem auf den Strassen dichtes Gedränge – eine ideale Situ- ation für Taschendiebe. Aus diesem Grund rät die Kantonspolizei drin- gend davon ab, Rucksäcke und Um- hängetaschen mit sich zu tragen. Eine Anreise mit dem Auto emp- fiehlt sich aufgrund von Umleitun- genundParkplatzsperrungennicht. Teilnehmende und Besucher der Fasnacht sind gebeten, mit Tram oder Bus in die Innerstadt zu fahren (siehe BVB-Fahrplan auf Seite 9). Damit ab Montag alles gut läuft…

Bunt, laut und voller überraschender Einfälle – so wie die letztjährige Fasnacht (im Bild) wird auch die kommende bestimmt keine Wünsche offenlassen. Foto: Archiv RZ Philippe Jaquet

Münster, 550 Jahre Herbstmesse und 125 Jahre BVB aufgegriffen. Anderer- seits wird aber auch das 100-Jahr-Jubi- läumvonHaribo oder der 20. Geburts- tag der Cartoon-Figur Spongebob Schwammkopf gefeiert. Ausserdem zelebrieren 34 Einheiten heuer ihr ei- genes Jubiläum. Das Comité freue sich in jedem Fall auf eine kreative, einzig- artige Umsetzung jedes Sujets, beton- te Inderbitzin. Den Pferden zuliebe Zum Schutz der teilnehmenden Vierbeiner wird dieses Jahr neu der Steinenberg für die Chaisen gesperrt. Und ohnehin bittet das Comité alle Beteiligten und die Besucher am Strassenrand, die Pferde mit dem ge- bührenden Respekt zu behandeln. Diese werden entlang der Cortège- Route auf verschiedenen dafür vorge- sehenen Plätzen die Möglichkeit ha- ben, etwas abseits vomGeschehen zur Ruhe zu kommen. Tatsächlich geht es aber auch ganz ohne Tiere: Am diesjährigen Cortège wird – analog zum Elektrotrottinett auf der Plakette – eine Elektrochaise ihr Debüt geben. Angetrieben wird

Pia Inderbitzin und Bruno Kern, beim Comité für die Strassenfasnacht zu- ständig, während der Medienorientierung. Foto: Rolf Spriessler

Pia Inderbitzin und fügte hinzu: «Erst am Cortège wird sich zeigen, wie jedes Sujet umgesetzt wird und was genau damit gemeint ist.»

An «Jubiläumssujets» wird es übri- gens auch an dieser Fasnacht nicht fehlen: Teilweise wurden lokale The- men, wie etwa 1000 Jahre Basler

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CORONAVIRUS Aktuelle Information der Gemeinde Riehen zu Covid-19 «Zurzeit besteht kein Grund zur Sorge»

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FONDATION BEYELER 26. 1. –17. 5. 2020

nisstand bestehe kein Grund zur Sor- ge und es seien keine speziellen Mass- nahmen nötig. Gleichwohl sei eine gute Handhygiene wie in allen Grip- pezeiten der beste Schutz vor einer Ansteckung, schreibt die Gemeinde. In den nächsten Tagen würden in al- len Toiletten im Gemeindehaus ent- sprechende Informationen zur wirk- samen Händehygiene aufgehängt. Des Weiteren gälten die bekannten vorbeugenden Massnahmen: • Grundsätzlich genügt häufiges Händewaschen mit Seife. • Mund, Nase oder Augen nicht be- rühren, bei sich selbst oder anderen.

• Nach Husten, Niesen oder Schnäu- zen Hände waschen. • Wenn möglich in ein Papierta- schentuch oder allenfalls in die Armbeuge husten oder niesen. • Einweg-Taschentücher verwenden, die nach Gebrauch in einem Abfall- eimer entsorgt werden. Wer Grippesymptome verspüren sollte, dem rät die Gemeinde, nicht zur Arbeit zu gehen und sich vollständig auszuku- rieren. Wird der Gesundheitszustand nicht besser, unbedingt den Hausarzt kontaktieren. Die Gemeinde Riehen werde informieren, wenn sich an der jetzigen Situation etwas ändern sollte.

rz. Obwohl das neuartige Coronavirus namens Covid-19 die Nordwestschweiz (noch) nicht erreicht hat, beschäftigt dessen rasche Ausbreitung auch die Einwohnerinnen und Einwohner von Riehen und Bettingen. Mit einem Infor- mationsschreiben, das an allen An- schlagbrettern der Gemeindeverwal- tung ausgehängt ist, hält die Gemeinde Riehen jetzt sowohl ihre Mitarbeiten- den als auch die Bevölkerung in Sachen Coronavirus auf dem Laufenden. Die Gemeinde beobachte die Situ- ation genau und werde vom Gesund- heitsdepartement des Kantons Basel- Stadt laufend informiert, heisst es in der Mitteilung. Mit heutigem Kennt-

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