BiBo-KW47-2022

LEIMENTAL

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24. NOVEMBER 2022 | NR. 47

DIES UND DAS

ÄRZTLICHER NOTFALLDIENST Hinteres Leimental (Oberwil, Therwil, Ettingen, Biel-Benken, Bättwil, Flüh, Hofstetten, Witterswil, Mariastein, Metzerlen, Rodersdorf, Burg i.L.)

NACHRUF

Gründungsrektor René Salathé verstorben

Bei Notfällen ausserhalb der regulären Sprechstundenzeiten melden Sie sich bitte zuerst bei Ihrem Hausarzt. Sollte dieser nicht erreichbar sein, erfahren Sie über die Me- dizinische Notrufzentrale unter der Telefonnummer 061 261 15 15 , wer aktuell für den Notfalldienst zuständig ist. In lebensbedrohlichen Situationen alarmieren Sie direkt die Sa- nität unter der Telefonnummer 144.

Klassen mit. In der Publikation «Blickfeld Nr. 40» des Gym- nasiums Oberwil vom 22. September 2022 liess der dama- lige Schüler der Klasse 1Bb, Patrick Burgy, die Gründungszeit noch einmal Revue passieren. Die 148 Schüler und Schüle- rinnen wurden von 20 Lehrpersonen zunächst in Ettingen im Primarschulhaus «Hintere Matten» und dann auch in Con- tainern unterrichtet. Um Rasenflächen vor dem grossen Fussabdruck durch die Jugendlichen zu schützen, waren die Grünflächen von der Gemeinde eingezäunt worden. Verwen- det wurde dabei auch Stacheldraht. Kreativ wie die Schüler waren, drappierten sie dort «Zigarettenkippen, Slips, Präser- vative, Fotos von Konzentrationslagern etc. Diese Dekora- tion führte aber nicht zum gewünschten Erfolg», schrieb Burgy. «Also wurde auf dem schneebedeckten Rasen wäh- rend der 10-Uhr-Pause ein Gefangenenmarsch im Kreise durchgeführt. Dieser hielt auch nach dem Läuten der Pausen- glocke an, bis der Rektor in Erscheinung trat und nach Ver- handlungen versicherte, er werde sich für die Entfernung des Stacheldrahts einsetzen.» Gesagt, getan, verschwunden. Wilder Schulstreik 1979 Ebenfalls auf die Seite seiner Schützlinge stellte er sich beim Vorfeiertags-Schulstreik am 30. April 1979. «Die Schüler wa- ren aufsässig», konstatierte er noch beim feierlichen Jubilä- umsanlass «50 Jahre Gymnasium Oberwil» am 9. Septem- ber 2022. Der behördlichen Aufforderung, «die Rädelsführer ausfindig zu machen», kam er nicht nach. «Nur über meine Leiche», waren die Worte des standhaften Rektors. Statt- dessen ging es für die Streikenden als pädagogische Mass- nahme zum Waldputz oder Fensterreinigen ins Altersheim. Bei der Begrünung des neuen Schulareals wiederum setzte René Salathé einen schulfreien Tag an und «hatte für das leibliche Wohl von der lokalen Metzgerei gut bestückte Festgrills besorgt». Reiches publizistisches Schaffen René Salathé hinterlässt bleibende Erinnerungen auch als Autor. Er regte unter anderem die Herausgabe der sechs- bändigen Baselbieter Kantonsgeschichte «Nah dran, weit weg» an. Im Jahr 2001 wurde ihm der Kulturpreis des Kan- tons Basel-Landschaft überreicht. Im Friedrich Reinhardt Verlag hat er vier Bücher herausgegeben. Zuletzt im Oktober 2020 war die Publikation «Basel – 100 Bausteine zur Ge- schichte von Stadt und Land» erschienen. Das Buch «Basel- land von A bis Z» in der Co-Autorenschaft mit Michael Martin und Daniel Schaub erschien sogar in einer 2. über- arbeiteten Auflage. Ulf Rathgeber

REKLAME

Volg Rezept: GERSTEN-CHICORÉE-TOPF MIT PILZEN für 4 Personen 1 Zwiebel, fein geschnitten 2 EL Sonnenblumenöl 250 g Rollgerste 1 TL Paprikapulver 1 l Gemüsebouillon 600 g Chicorée, in 1 cm breiten Streifen 1 EL flüssiger Honig 100 g Gorgonzola, in Stücken Salz, Pfeffer 250 g Champignons, geviertelt 1 EL Butter 1/2 Orange oder Zitrone, heiss abgespült, abgeriebene Schale 4 EL Peterli, fein geschnitten

Der Gründungsrektor des Gymnasiums Oberwil, René Salathé, ist vor zwei Wochen im Alter von 95 Jahren verstorben. Mit dem angesehenen Historiker hatte die Bildungseinrich- tung in den bewegten Zeiten der Gründung und den nicht weniger turbulenten Anfangsjahren einen vertrauensvollen Pädagogen und Manager, der neben seiner eigentlichen beruflichen Tätigkeit auch noch den Bau der «Schule auf der Höhe» erfolgreich begleitete. Aufgewachsen in Pratteln, absolvierte René Salathé die Matura sowie sein Geschichts- und Geografiestudium in Basel, das er mit der Promotion als Historiker an der Uni- versität abschloss. Nach einer kurzen Lehrerstation am ers- ten Baselbieter Gymnasium in Liestal wechselte er schon ein Jahr später als Konrektor ans Gymnasium Münchenstein und wurde schliesslich Rektor in Oberwil (1972–1993). Auf der Seite der Lehrer- und Schülerschaft Mit den engagierten Lehrpersonen und den Schülern und Schülerinnen aus den Progymnasien Binningen und Therwil sowie einem Teil auch aus Allschwil startete Salathé 1972. Aus Münchenstein «brachte» der neue Rektor zwei zweite An der Seite von Gründungsrektor René Salathé stehen im September sein Nachfolger Hans Utz (rechts) und der der- zeitige Rektor Marc Rohner.  Foto: Ulf Rathgeber

1. Zwiebel im warmen Öl andünsten, Gerste beifügen, mitdünsten. Paprika darü- berstreuen, kurz mitrösten. Mit der Hälfte der Bouillon ablöschen, ca. 35 Minu- ten köcheln lassen, dabei nach und nach die restliche Bouillon dazugiessen, so- dass die Gerste immer bedeckt ist. 2. Chicorée, Honig und die Hälfte des Gorgonzolas dazugeben, zugedeckt 3 Minuten ziehen lassen, würzen. 3. Cham- pignons in der warmen Butter anbraten. Gersteneintopf auf Tellern anrichten, gebratene Pilze und restlichen Gorgonzola darauf verteilen, mit Orangen- oder Zitronenschale und Peterli garnieren. Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten

MANDARINEN-TIRAMISU Für 6 bis 8 Personen 4 EL Wasser 2 EL Amaretto oder Kirsch, nach Belieben 5 EL Zucker 1 EL Vanillezucker 6 Mandarinen/Clementinen, in Scheiben 5 dl Vollrahm, steif geschlagen 500 g Magerquark 4 EL Zucker

1 EL Vanillezucker 100 g Löffelbiscuits

LESERBRIEFE

Eine Form von ca. 2 Litern 1. Wasser, Amaretto, Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel mischen. Manda- rinen beigeben, mischen, ca. 15 Min. ziehen lassen. 2. Rahm mit Quark, Zucker und Vanillezucker mischen. 3. Löffelbiscuits in die Form geben, Flüssigkeit der eingelegten Mandarinen darüberträufeln, dabei ca. 2 EL beiseitestellen. Manda- rinen darauf verteilen, einige Scheiben beiseitelegen. Rahm darauf verteilen, ca. 1 Stunde kühl stellen. Vor dem Servieren mit restlichen Mandarinen verzieren, Saft darüberträufeln. Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten, Kühlstellen: mind. 1 Std. Weitere Rezepte finden Sie auf www.volg.ch/rezepte/

Gute Steuerzahler im Baselbiet halten! Ja zur Vermögensteuerreform I. Auch wenn Links-Grüne Unwahrheiten verbreiten oder Tatsachen nicht wahr­ haben wollen. 70 % der Baselbieter be- zahlen gar keine Vermögenssteuern und rund 1 % der vermögendsten Einwoh- ner bezahlen 50 % aller Vermögens- steuern. Diese Vermögen wurden in der Regel auch schon als Einkommen be- steuert. Nun liegt das Baselbiet für hohe Ein- kommen aber auch für hohe Vermögen steuertechnisch immer auf den letzten Positionen. Es ist deshalb wichtig, ins- besondere in Zeiten von Homeoffice, in denen für viele Personen mit hohen Ein- kommen und Vermögen ein Wohnsitz- wechsel einfacher ist, die steuerliche Situation im Baselbiet zu verbessern. Um die guten Steuerzahler zu halten, Ja zur Vermögenssteuerreform I. Christian Schmid Fabini Einwohnerrat Binningen und Landrats- kandidat Binningen-Bottmingen SVP Vorbeugen wäre besser als Heilen Vor zwanzig Jahren gehörten die isländi- schen Teenager zu den trinkfreudigsten in ganz Europa; heute sind es die «Cle- ansten». Rund 42 % gaben damals an, regelmässig Alkohol zu trinken, manche sogar bis zum Umfallen. Heute konsu- mieren lediglich 5 % der 15- bis 16-Jähri- gen Alkohol. Der Cannabis-Konsum sank von 17 auf 7 %. 1998 waren es noch

23 %, die täglich rauchten, heute sind es nur noch knapp 3 %. Island hat es ge- schafft, den Drogen- und Alkoholkonsum von Minderjährigen innerhalb von zwan- zig Jahren drastisch zu senken – und das mit einfachen Massnahmen. Mit Freizeit- gutscheinen für Sport oder Kultur sind viele herumhängende Jugendliche von der Strasse verschwunden und fanden interessante Hobbys, neue Freunde und somit auch neue Vorbilder. Die Regierung Islands ermittelt jähr- lich mittels Fragebogen das Befinden der Gutscheinempfänger und hat so eine Grundlage für weitere Schritte, in- dem bei Bedarf auch Eltern und Lehrer miteinbezogen werden. Dieses Vorge- hen beeindruckt und so bat EVP-Land­ rätin Irene Wolf die Regierung in einem Postulat zu prüfen und berichten, ob dieses Island-Modell auch in unserem Kanton angewandt werden könnte. Der Regierungsrat war bereit, das Pos- tulat entgegenzunehmen; aber es kam nicht so weit, weil 49 Landräte den Nutzen dieser frühen und sicher nicht allzu teuren Prävention leider nicht einsahen. Schade! Die 49 werden ihre Gründe haben … Daniel Kaderli, EVP Leimental Ja zur Reform der Ver­ mögenssteuern, denn wir alle profitieren davon! Von den Gegnern der Vermögenssteuer- reform, über welche wir am 27. Novem- ber abstimmen, hört man immer wieder das Argument, dass nur wenige Super-

reiche von dieser Reform profitieren würden. Das stimmt so nicht! Es sind nicht nur wenige, sondern es sind mehr als 50’000 Haushalte, darunter auch sehr viele mittelständische Haushalte, die von dieser Reform profitieren. Dies hat damit zu tun, dass die Reform unter anderem eine Anpassung der Tarife und eine Erhöhung der Freibeträge vorsieht. Indirekt profitieren aber alle Baselbiete- rinnen und Baselbieter von dieser Re- form, denn durch sie wird das Baselbiet wieder attraktiver für vermögende Per- sonen. Und dies ist dringend nötig, denn das Baselbiet zählt bezüglich Steuer­ attraktivität aus nationaler wie auch regionaler Betrachtung zu den Schluss- lichtern. Und dabei dürfen wir nicht ver- gessen, dass wir alle von zusätzlichen Steuereinnahmen profitieren. Damit werden unter anderem Investitionen in die Bildung und die Infrastruktur wie auch die stetig steigenden Sozialkosten finanziert.

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Wie kommt man dazu, den Reichsten den Steuersatz zu senken? Bei 331 Mul- timillionären reduziert man den Steuer- betrag um sage und schreibe 42 Millio- nen weniger zu verlangen, der Rest der Steuerzahler gehen leer aus. Die sollen sich schämen, bei so viel Vermögen eine Reduktion zu verlangen. Als Stimmende gibt es nur eine Ant- wort: Nein! Max Koch, Therwil

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