EUROPA/ZENTRALASIEN
IHK-GESCHÄFTSANBAHNUNGSREISE Energieeffiziente Lösungen für Frankreichs Gesundheitssektor
FRANKREICH Die Zukunft des Gesundheitssektors
vom 5. bis 7. Oktober 2022 nach Paris
Wir bieten Ihnen fundierte Einblicke in den Gesundheitssektor Frank - reichs und den Zugang zu möglichst vielen französischen Kranken- und Pflegeeinrichtungen in nur drei Tagen, beispielsweise durch individuelle B2B-Gespräche mit nach Ihren Vor - gaben ausgewählten, potenziellen französischen Geschäftspartnern. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung: ihk-exportakademie.de/ fr-gesundheit
Tragen Sie mit Ihren nachhalti - gen Lösungen zur Modernisie - rung von Frankreichs Gesundheits - einrichtungen und zur Beschleunigung der französischen Energiewende bei. Frankreichs Krankenhäuser, Alten- und Pflege- heime bieten technischen Lösungs - anbietern großes Absatzpotenzial, die zu Einsparungen von Energie und Wasser, zur Reduzierung des CO 2 - Ausstoßes und zur Attraktivität der Unterkünfte beitragen. Interessiert? Dann erkunden Sie Ihre Geschäfts - möglichkeiten in der französischen Gesundheitswirtschaft und lernen Sie potenzielle Abnehmer und Ko - operationspartner kennen. Die IHKs in Baden-Württemberg organisieren vom 5. bis 7. Oktober 2022 eine Ge - schäftsanbahnungsreise nach Paris.
Gesellschaftliche Entwicklungen wie Bevölkerungswachstum, Zunah- me chronischer Leiden und eine alternde Bevölkerung stellen Frankreichs Gesundheitswirtschaft vor große Herausfor- derungen. Die Pandemie hat die Gesund- heitssysteme an die Grenzen der Belast- barkeit geführt. Das 100 Milliarden Euro schwere Konjunkturpaket „France Relance” setzt einen Schwerpunkt bei Finanzhilfen für Krankenhäuser und den Ausbau der Krankenhausinfrastruktur. In den kommen- den Jahren werden zahlreiche Großprojekte wie Klinikneubauten und Instandsetzungen den Bedarf an medizintechnischer Ausrüs- tung antreiben. Modernisierung des Gesundheitssystems Mit dem „Ségur de la santé”, einem mit 19 Mil- liarden Euro ausgestatteten Gesundheitspakt, will Frankreich die Gesundheitswirtschaft und Pflegeeinrichtungen grundlegend mo- dernisieren. Von diesem Förderpaket sollen in den kommenden Jahren frankreichweit 3.000 Krankenhäuser, medizinisch-soziale Einrichtungen und Altenheime profitieren. Die Investitionen betreffen: • Neuinvestitionen in Gesundheitseinrich- tungen (9 Milliarden Euro) • Finanzmittel zur Entlastung der Kranken- häuser, um deren Leistungsfähigkeit und Investitionsbereitschaft zu stärken (6,5 Milliarden Euro) • Reformierung der Altenpflege (2,1 Milliarden Euro) • Ausbau der Digitalisierung in der Gesund- heitswirtschaft (2 Milliarden Euro) Die Zuteilung dieser staatlichen Hilfen erfolgt über regionale Gesundheitsagenturen (Agences Régionales de santé – ARS). Durch die dezentrale Mittelvergabe sollen lokale Bedürfnisse in den Regionen stärker berück- sichtigt werden.
Frankreich investiert massiv in Kranken- und Pflegeeinrichtungen. Profitieren können Lösungsanbieter für die Modernisierung und Energiewende im Gesundheitssektor.
IHR ANSPRECHPARTNER:
Neubauten Die Umweltverordnung „RE2020” richtet sich an Betreiber neuer Gebäu- de auch im Gesundheitssektor. Sie soll den CO 2 -Ausstoß verringern durch: • Senkung des Primärenergiever- brauchs durch bessere Isolierung und Einsatz effizienter Heizungs- und Warmwassersysteme • Reduzierung der Treibhausgas- emissionen durch Energiespar- maßnahmen; gefördert wird der Einsatz energiesparender und kohlenstoffarmer Baustoffe • Verbessern des Klimakomforts durch die bioklimatische Gestaltung von Gebäuden und den Einsatz ener- gieeffizienter Kühllösungen Zur Umsetzung der ökologischen Ziele kommen Berater (Conseillers en transition énergétique et écologique en santé – CTEES) zum Einsatz, die die Energie- und Ökologiewende in Krankenhäusern, Kliniken und Pfle- geheimen vorantreiben sollen. AHK/IHK Ausführliche Informationen zu den Investitions- programmen im französischen Gesund - heitssektor und Geschäftschancen für deutsche Lösungsanbieter finden Sie unter: rhein-neckar.ihk24.de/frankreich- gesundheitssektor
Klima- und energiefreundliche Klinken und Heime Bestandsgebäude
Bernhard Schuster 0621 1709-227
Die Gesundheitsbranche benötigt jährlich 21,5 Terawattstunden (TWh) an Energie. Dies entspricht 2 Prozent des gesamten französischen Energiebedarfs. Größte Ver- brauchsposten sind Heizung, Warmwasser und Klima (60 Prozent) sowie Beleuchtung und Lüftung (20 Prozent). Ein Großteil der Anlagen läuft im Normalbetrieb ohne Be- rücksichtigung der Betriebskosten. Ziel der Regierung ist es, im Dienstleistungssektor den CO 2 -Fußabdruck zu reduzieren und den Energieverbrauch zu senken: bis 2030 um 40 Prozent, bis 2040 um 50 Prozent und bis 2050 um 60 Prozent. Dazu wurde das „Tertiär- Dekret” (Dienstleistungsdekret – Loi Elan) ver- abschiedet. Dieses Gesetz verpflichtet Betrei- ber von bestehenden Gebäuden des Tertiär- sektors – einschließlich des Gesundheitssek- tors – energieeinsparende Maßnahmen vorzu- nehmen. Dazu müssen Krankenhausbetreiber ihren Energieverbrauch künftig online auf der „OPERAT-Plattform” der Umweltagentur ADEME dokumentieren. Vom Tertiär-Dekret betroffen sind alle bereits bestehenden Ge- bäude mit Dienstleistungsaktivitäten auf einer Fläche von mehr als 1.000 Quadratmetern. Das Nichteinhalten der Verpflichtungen führt zu Sanktionen von bis zu 7.500 Euro.
bernhard.schuster@rhein-neckar.ihk24.de
GROSSBRITANNIEN Neues Gesetz erschwert Übernahmen Großbritannien ist traditionell ein beliebter Standort für M&A-Investitionen, auch weil die Hürden für potenzielle Käufer bislang niedrig gewesen sind. Das hat sich nun durch das neue Nationale Sicherheits- und Investitionsgesetz, das am 4. Januar 2022 in Kraft gen – darunter Künstliche Intelli- genz und Robotik, Rüstungsgüter sowie Transport- und Energiewesen, Kommunikation und Datentechnik. So sind für ausländische Unterneh- men Beteiligungsschwellen von 25 Prozent, 50 Prozent und 75 Prozent vorgesehen, die bei Überschreitung angemeldet werden müssen.
– 40 % BIS 2030 – 50 % BIS 2040 – 60 % BIS 2050 lauten die in Frankreich gesetz- lich festgelegte Mindestziele zur Energieeinsparung im Dienstleistungs- sektor.
getreten ist, geändert. Aus Gründen der nationalen Sicherheit stoßen ausländische Investoren künftig auf beachtliche Hürden. Firmenbeteili- gungen, Fusionen und Übernahmen werden deutlich schwieriger. Für 17 Branchen und Technologien, in denen die britische Regierung na- tionale Sicherheitsrisiken befürchtet, greift nun ein Modell aus freiwilligen und verpflichtenden Melderegelun-
Mit der Verschärfung folgt London einem Trend, der auch in den USA, in der EU und in Deutschland mit der verschärften Außenwirtschafts- verordnung besteht. IHK National Security and Investment Act 2021: legislation.gov.uk/ukpga/2021/25/ contents/enacted
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IHKGlobal Business 04/2022
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