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Riehener Zeitung DI E WOCHENZE I TUNG FÜR R I EHEN UND BETT INGEN

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FREITAG, 10.8.2018 97. Jahrgang | Nr. 32

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REDAKTION UND INSERATE: Riehener Zeitung AG Schopfgässchen 8 , Postfach 198 , 4125 Riehen 1 Telefon 061 645 10 00 , Fax 061 645 10 10 www.riehener-zeitung.ch Erscheint jeden Freitag Preis: Fr. 2.– , Abo Fr. 80.– jährlich

Schulbeginn: Am Montag beginnt für viele Kinder ein neuer Lebensabschnitt SEITE 2

«Stimmen»: Die New Yorkerin Indra Rios-Moore verbezauberte die Reithalle SEITE 3

Sport: Silvan Wicki an der Leichtathletik-EM im 100-Meter-Halbfinal SEITE 13

Ein misslungener Banküberfall lov. Ein versuchter Banküberfall hat am Mittwochnachmittag im Riehener Rauracher-Zentrum für einen Gross- einsatz der Polizei gesorgt. Personen wurden keine verletzt, der mutmass- liche Täter, ein 39-jähriger Schweizer, konnte festgenommen werden und wird dem Zwangsmassnahmenge- richt zugeführt. Laut ersten Erkenntnissen betrat ein Unbekannter kurz vor 16 Uhr die Filiale der Basler Kantonalbank, inder sich drei Bankangestellte und eine Kundin aufhielten. In der Folge be- drohte der Mann eine Bankangestellte mit einer Waffe und forderte sie auf, ihm Geld auszuhändigen. Der Ange- stellten gelang es, den Mann einen Moment hinzuhalten, weitere Mitar- beiter rechtzeitig zu warnen und den Alarm auszulösen. In der Folge flüch- tete der Täter ohne Beute in die Tief- garage des Rauracher-Zentrums. Schon nach wenigen Minuten wa- ren Kantonspolizei und Grenzwache vor Ort; eine Patrouille konnte einen zu Fuss flüchtenden Mann festneh- men. Da nicht ersichtlich war, ob weitere Personen an der Tat beteiligt waren, wurde das ganze Rauracher- Zentrum von Spezialeinheiten der Kantonspolizei durchsucht. Personen, die sich in den verschiedenen Ge- schäften und Büros aufhielten, konn- ten aus Gründen der Sicherheit die Geschäfte nicht verlassen. Nach rund eineinhalb Stunden gab die Polizei Entwarnung. Bereits kurz nach dem Eintreffen der Polizei ging die Nachricht durch die Medien, es habe Schüsse gegeben und eine Geiselnahme sei im Gang. Das aber war nicht der Fall, wie die Staatsanwaltschaft anschliessend ver- sicherte. Die Art und Weise, wie diese Falschmeldungen an die Medien ge- langt und wie diese damit umgegan- gen sind, verärgert Kriminalkommis- sär Peter Gill. «Ein Anwohner hat die Redaktion von 20 Minuten über die Schüsse und die Geiselnahme infor- miert. Die Zeitung hat aus der Schil- derung eine Nachricht verfasst, ohne deren Echtheit zu verifizieren. Andere Medien haben die Nachricht danach übernommen, ebenfalls ohne Rück- versicherung mit den Behörden. Das ist fahrlässig.» Gill frage sich, wo die Verantwortung gegenüber Dritten bleibe. Die Rauracherstrasse und angren- zende Strassen wurden während des Einsatzes für jeglichen Verkehr ge- sperrt. Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden ge- beten, sich mit der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt (Tel. 061 267 71 11) oder mit der nächs- ten Polizeiwache in Verbindung zu setzen.

H 2 O In Riehen und Bettingen ist Wasser noch keine Mangelware Wasser – das kostbare Nass

Monatelang hat es nicht mehr geregnet und aus der übrigen Schweiz erreichen uns Nach- richten von Wassermangel. In der Region Basel ist die Lage noch nicht kritisch, doch Was- sersparen macht immer Sinn. Wochenlang war es warm, sehr warm. Und immer wieder waren wir froh um Wasser. Sei es, um den Durst zu stillen oder um uns abzukühlen: am Wasserhahn, unter der Dusche oder mit dem Gartenschlauch, in der Badi oder einem natürlichen Gewässer. Gleichzeitig wird über Wassermangel berichtet, und zwar nicht nur in fer- nen Ländern, sondern auch in der Schweiz. In der Zentralschweiz sind die Wasserstände von Seen und Flüs- sen teilweise zu tief, als dass die Bau- ern für die Bewässerung darauf zu- rückgreifen könnten. Auf den Alpen wächst das Gras nicht mehr und die Schweizer Armee versorgt die dursti- gen Kühe in der Ostschweiz per Heli- kopter mit Wasser. Und wie sieht es hier aus? Alle Brunnen fliessen, weiterhin werden Rasenflächen bewässert – auch wenn es allenthalben aufgegeben wurde, wie der Blick in einige Vorgärten und Grünanlagen, die ihren Namen nur noch bedingt verdienen, zeigt. Jeden- falls wurden im Versorgungsgebiet des Kantons Basel-Stadt noch keine Empfehlungen zum Wassersparen ausgesprochen, von Verboten ganz zu schweigen. Könnte, wenn die Tro- ckenheit weiterhin anhält, auch in Basel und Umgebung Wassermangel auftreten? Und was ist eigentlich dar- unter zu verstehen? Wasser aus dem Rhein «Von einem Wassermangel sind wir in Riehen noch weit entfernt», sagt Christian Jann, Leiter der Fach- stelle Wasser und Entsorgung der Ge- meinde Riehen. Das habe mit dem Basler Wasseraufbereitungssystem der IWB in den Langen Erlen zu tun, wo Rheinwasser via Wässerstellen zur Versickerung in den Waldboden ge- bracht wird und sich mit dem Grund- wasser vermischt. Nach dieser me- chanischen Reinigung finden eine physikalische Entsäuerung und an- schliessend eine UV-Desinfektion statt, bis das Wasser aus den Wasser- hähnen in Basel, Riehen und Bettin- Michèle Faller

direkt abfloss. Das war aber eine reine Vorsichtsmassnahme, damit etwaige «verirrte» Kracher keinen Schaden anrichten konnten. «Wir haben das Glück, relativ gute Quellen zu haben, die regelmässig Wasser bringen», er- klärt Jann den Grund, weshalb noch nicht einmal in Erwägung gezogen wurde, die Brunnen abzustellen. Im Hitzejahr 2003 sei es fast so weit ge- kommen, da auch die Reservoirs nur noch halb gefüllt gewesen seien. Dann habe sich die Situation aber wieder beruhigt. Quellen im Au- und Moostäli Der grössere Teil der Riehener Brunnen wird von eigenen Quellen im Au- und Moostäli gespiesen – jene in Richtung Niederholzquartier sowie jene in Bettingen sind an die kanto- nale Wasserversorgung der IWB an- geschlossen. Momentan gäben die Quellen wegen der Hitzeperiode tat- sächlich weniger Wasser her, doch versiegen würde keine vom einen Tag auf den anderen, versichert Jann, das dauere Monate oder sogar Jahre. «In einem Karstgebiet wie hier kann es höchstens vorkommen, dass sich das Wasser durch Risse und Erdspalten einen neuen Weg sucht.» Nun wird auch klar, weshalb es keine Wasser- verschwendung ist, dass die Brunnen fröhlich weiterfliessen: Was effektiv über das Jahr gerechnet an Wasser bei der Quelle anfalle, werde zu zirka 50 Prozent an die Brunnen abgege- ben, erläutert der Leiter der Fachstelle Wasser. Bei sehr trockenen Perioden könne es auch gegen 100 Prozent ge- hen. Würde man die Brunnen abstel- len, flösse das Quellwasser einfach direkt in den Rhein. Da wie gesagt noch kein Wasser- mangel herrscht, möchte Jann auch keine offiziellen Empfehlungen zum Wassersparen abgeben. Doch um- welttechnisch gesehen sei es sicher sinnvoll, den Garten nicht täglich, sondern nur alle zwei oder drei Tage zu wässern, dafür ein bisschen in- tensiver. Ortsansässige Pflanzen oder solche, die nicht so viel Wasser brau- chen, sprächen ebenfalls für einen ökologischen Ansatz. Auch im Haus könne viel Wasser gespart werden. So könne auch Schmutzwasser ver- mieden werden, das ansonsten die Abwasserreinigungsanlagen belaste. «Das ist ein wichtiger Beitrag, der oft vergessen geht.» Beim Wassersparen ist Petrus in letzter Zeit mit gutem Beispiel voran- gegangen – dieser Tage hat er die Giesskanne wieder einmal zur Hand genommen.

Abkühlung im Zentrum Riehens: der Zaeslin-Brunnen und der Immen- bach (unten). Fotos: Michèle Faller

gen fliesst. «Solange der Rhein noch Wasser hat, haben wir also kein Prob- lem», erklärt Jann. Gemeinden, die Quellen aus einem Berg nutzen, seien eher gefordert, da diese bei monatelang ausbleibenden Niederschlägen eher austrocknen. Dort gehe man auf Nummer sicher, informiere die Bevölkerung oder spre- che sogar Verbote aus, um Wasser zu sparen, so der Wasserfachmann. Das

System, wie es Basel kennt, sei eine ziemlich sichere Art, nicht nur saube- res Grundwasser zur Verfügung zu haben, sondern auch eine Art Spei- cher anzulegen. Ein anderes Thema sind die Brun- nen, die auch in diesen Hitzetagen nie versiegt sind. Wer aufmerksam beobachtete, bemerkte im Vorfeld des 1. Augusts vielleicht einige Brunnen- tröge, die leer waren, weil das Wasser

Erfrischung unterwegs

mf. Wer Durst hat und in Riehen oder Bettingen an einemBrunnen vorbei- kommt, kann bedenkenlos trinken, denn dort fliesst Wasser, das nach Lebensmittelverordnung als Trink- wasser gilt. Die IWB testet das Was- ser der Brunnen in Riehen wöchent- lich; ausserdem werden monatlich beim Reservoir Proben genommen. Das Wasser wird nach der Quellfas- sung mit Chlor behandelt, damit Bakterien abgetötet werden. Die Vor- behandlung desWassers ist eine Vor- gabe der Lebensmittelverordnung, um Trinkwasser abgeben zu können. Das mag erstaunen, da unser Trink- wasser nicht einmal entfernt nach Chlor riecht, wie dies in südlichen Ländern oft der Fall ist. Tatsächlich bestätigt Christian Jann von der Fachstelle Wasser der Gemeinde Riehen, dass der Anteil nur gerade so hoch ist, dass er noch messbar ist.

Reklameteil

HITZESTRESS Um die Fische in der Wiese zu schützen, hat das Basler Amt für Umwelt und Energie ein Badeverbot erlassen

Côte de Boeuf das beste Stück vom Freilandrind

Menschen und Hunde sind in der Wiese bis auf Weiteres nicht erwünscht rz. Die hohen Wassertemperaturen und der tiefe Wasserstand von Birs und Wiese führen bei der Fischfauna zu Hitzestress. Der Appell an die Be- völkerung, aufs Baden in bestimmten Abschnitten freiwillig zu verzichten, hat nur wenig Wirkung gezeigt. Zum Schutz gefährdeter Arten erlässt das Amt für Umwelt und Energie des Kan- tons Basel-Stadt (AUE) deshalb ein sofortiges Bade- und Betretverbot an den sensiblen Stellen der Wiese. gen Hunderte von Nasen – eine in der Schweiz vom Aussterben bedrohte Fischart – aus dem warmen Rhein in die kühlere Birs bis zur Redingbrücke aufgestiegen. In der Wiese ist vor al- lem die kälteliebende Äsche vom Hit- zetod bedroht, da dieWassertempera- turen bis auf 27 Grad gestiegen sind. Letzte Woche haben die Fischerei- behörden der Kantone Basel-Stadt und Baselland an das Verständnis der Bevölkerung appelliert und zu einem freiwilligen Badeverzicht an Wiese und Birs aufgerufen. Regelmässige Beobachtungen hätten jedoch ge- zeigt, dass der Appell leider nur wenig wirke und Badefreudige sowie Hunde die sensiblen Bereiche weiterhin fre- quentierten, teilt das AUE mit. Zum Schutz der Fische hat die Fi- schereibehörde des Kantons Basel- Stadt nun beschlossen, in der – im Vergleich zur Birs – sehr viel stärker erwärmten Wiese weitergehende Ein- schränkungen zu erlassen. Bis auf Wi- derruf gilt am Wiese-Abschnitt von der Freiburgerstrasse bis zum Wehr Schliesse ein absolutes Bade- und Be- tretverbot, das ausdrücklich auch Hunde miteinschliesst. Der betroffe- ne Abschnitt wird entsprechend ge- kennzeichnet. Zuwiderhandlungen Das Betreten der Wiese unterhalb der Freiburgerstrasse bis zur Mün- dung in den Rhein ist bereits seit län- gerer Zeit wegen gewässerbaulichen Massnahmen untersagt. Ausdrück- lich erlaubt ist hingegen das Baden im Rhein sowie ausserhalb des erwähn- ten Bereichs der Wiese. Falls sich die Temperaturen in der Birs in den nächsten Tagen weiter er- höhen sollten, wird eine Ausweitung des Bade- und Betretverbots in Be- tracht gezogen, heisst es in der Me- dienmitteilung. Die Hitzewelle dauert an und viele Fische suchen sich kühlere und sauer- stoffhaltigere Gewässerbereiche. Aus diesem Grund sind in den letzten Ta- werden mit Bussen in der Höhe von 100 Franken geahndet.

Telefon 061 643 07 77

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