Reisen Sie mit uns durch historisch bedeutsame Orte der USA, genießen Sie einen Trip auf der Route 66 und entdecken Sie die Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2026
360° NORD AMERIKA – Reisen, Natur und Gesellschaft Special 1/2026 360grad-travel.club
360°
250 Jahre Vereinigte Staaten von Amerika Ein Roadtrip durch die Geschichte
1
HISTORISCHE SCHAUPLÄTZE Die Geschichte der USA erleben ROUTE 66 Unterwegs auf der Mother Road FIFA-FUSSBALL-WM 2026 Entdecken Sie die Austragungsorte
Die Rundum-Perspektive für Kanada und die USA NORD AMERIKA
Verpassen Sie keine Ausgabe und abonnieren 360° NORD AMERIKA zum Vorzugspreis! E-Paper-Abonnement 4 Ausgaben jährlich, 14,99 € Print-Abonnement (inkl. Zugriff auf E-Paper) 4 Ausgaben jährlich, 32,00 €*
360° NORD AMERIKA Erscheinung vierteljährlich, Einzelpreis 9,50 € je Ausgabe
2
Weitere Infos finden Sie unter: epaper.360grad-medienshop.de/html/nordamerika/213 *das Angebot gilt für eine Lieferadresse innerhalb Deutschlands
Telefon: +49 2104 / 50631 00 Telefax: +49 2104 / 50631 56
info@360grad-medien.de www.360grad-medien.de
Liebe Leserinnen und Leser,
w as sagt Ihnen der Begriff „Semiquincentennial“? Ein „Halbes Fünfhundertjahresfest“ klingt für unsere Ohren erst einmal ziemlich sperrig. Aber genau das feiern die Vereinigten Staaten von Ame- rika am 4. Juli 2026 unter dem etwas leichter über die Lip- pen gehenden Begriff „America250“. Auch wir gratulieren den USA und ihren Einwohnern zu 250 Jahren als eigenständige Nation. 250 Jahre, in denen es gute und weniger gute Zeiten für die Entwicklung der Demokra- tie, der Freiheit und der Gleichheit gab. 250 Jahre, in denen das Land nicht immer eine Vorbildfunktion inne hatte, aber dennoch die Begriffe Demokratie, Freiheit und Gewalten- teilung sehr wesentlich mitgeprägt und auch verteidigt hat. Auch wenn wir in dieser Hinsicht in den USA aktuell Rückschritte erleben, so haben auch wir in Europa und ins- besondere in Deutschland dem Land und seinen Menschen doch so viel zu verdanken. Vor allem aus diesem Grund haben wir ein Sonderheft zusammengestellt, in dem unsere Autorinnen und Autoren einen tieferen Einblick in das Land, seine Geschichte und die jeweils prägenden Landschaften und Städte gewähren. Zunächst führt uns der Historiker und Reisejournalist Dr. Martin Wein in einem ausführlichen Beitrag durch die Zeit, in der die Vereinigten Staaten von Amerika entstanden sind. Eine Zeit, in der die europäischen Mächte, insbesondere Großbritannien und Frankreich, erbittert um die Dominanz auf dem neuen Kontinent gerungen haben. Ein Steuerstreit mit dem britischen „Mutterland“ führte dazu, dass sich anhaltender Widerstand formierte, der am Abend des 16. Dezember 1773 in der Boston Tea Party eskalierte, bei der als Indianer verkleidete Bürger aus Boston drei Ladungen Tee in das Hafenbecken warfen. Unter Führung unter anderem von George Washington und Thomas Jefferson wurden in den folgenden wenigen Jahren staatliche Strukturen aufgebaut, die am 4. Juli 1776 in der Verlesung der Unabhängigkeits- erklärung in 13 Kolonien und der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika gipfelten. Im Anschluss an die historische Einordnung werden in sechs Beiträgen die unterschiedlichen Regionen der USA mit einigen ihrer historisch bedeutsamen Orte vorgestellt. Das Autorenteam aus Verena Wolff, Ralf Johnen, Jan de Jonge und Christian Dose nimmt uns dabei mit auf die Reise vom Nordosten über die Südstaaten, den Mittleren Westen und den Südwesten, weiter in die Rocky Mountains bis in den „goldenen“ Westen. Dabei werden nicht nur Orte aus der Gründungszeit der Nation vorgestellt sondern auch Kultu- ren, die lange vor der „Entdeckung“ der Neuen Welt die weiten Landschaften bewohnt und geprägt haben.
und anschließend die Eisenbahn, die für die Erschließung des Landes in Richtung Westen eine entscheidende Rolle gespielt haben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, insbeson- dere nach dem Ersten Weltkrieg, übernahm das Automobil eine zunehmend wichtigere Rolle, sodass auch Straßen zu Symbolen des Fortschritts wurden. Im Jahre 1926 wurde eine Fernstraße „ins Leben gerufen“ und anschließend zu einem Mythos, die die Städte Chicago und Los Angeles verband: die Route 66, die auf einer Länge von 3.945 Kilometern durch die Bundesstaaten Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico, Arizona und Kalifornien führt. In Chicago star- tet Ralf Johnen mit uns einen Roadtrip auf der Mother Road und führt uns unterwegs zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten bis hin zum Endpunkt der Route 66 in Santa Monica. Doch all’ das ist nicht genug, 2026 sind die USA zusammen mit Kanada und Mexiko zudem noch Gastgeber der 23. Fuß- ball-Weltmeisterschaft. Christian Dose stellt uns die insge- samt elf Austragungsorte in den USA mit einer Auswahl von Sehenswürdigkeiten vor. Ein Land wie die Vereinigten Staaten von Amerika kann man nur entdecken und verstehen, indem man es bereist und sich über persönliche Erlebnisse und Begegnungen sein eigenes Bild über Land und Leute macht. Wir haben daher auch elf Personen interviewt, die auf der touristischen Ebene eine sehr enge Beziehung zu den USA entwickelt haben, um auch von ihnen ihr Bild von und ihre Beziehung zu den Vereinig- ten Staaten zu erfahren. Lassen Sie die Vereinigten Staaten von Amerika mit diesem Heft auf sich wirken. Es sind nicht immer die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse, die bei der Beurteilung des Landes eine (ausschließliche) Rolle spielen sollten. Es sind die Menschen, es ist die Natur und es sind auch zahlreiche Errungenschaften, die die USA nach wie vor zu einem Land machen, das es zu bereisen lohnt.
3
In der Gründungszeit der Vereinigten Staaten und in den folgenden Jahrzehnten waren es zunächst Siedler-Trecks
Ihre Redaktion von 360° NordAmerika
Inhalt
ALASKA
USA
HAWAII
4
250 Jahre USA 10 USA: Eine Nation aus dem Nichts 20 Der Nordosten: Wo alles begann 30 Die Südstaaten: Spanier, Sklaverei und Segregation 40 Der Mittlere Westen: Ein Berg als Symbol für die komplizierte Geschichte 50 Südwesten: Mehr als Cowboys und Canyons 60 Rocky Mountains: Traum von Freiheit und Reichtum 68 Amerikas Westen: Eine Geschichte der Abenteurer und Siedler
100 Jahre Route 66
76 100 Jahre Route 66: Der Roadtrip des Lebens Fifa-WM 2026 86 Anpfiff für den FIFA Worldcup 2026
5
Interviews
48 Julia Ueding
(Julia Ueding Sales Consulting)
16 Cristian Meuter
56 Sarah Harwardt
(Visit USA Committee Germany)
(Harwardt PR & Marketing)
18 Tilo Krause-Dünow
58 Dr. Martin Wein,
(CANUSA TOURISTIK)
(Vereinigung Deutscher Reise journalisten – VDRJ) 66 Pia Hambrock (CRD Touristik) Rubriken
26 Thomas Vogler
(TravelMarketing Romberg TMR) 28 Christian Dose (360° NordAmerika) 36 Maria Greiner (Claasen Communication) 38 Timo Kohlenberg (America Unlimited) 46 Albert Jennings (Agentur Get It Across)
3 6 9
Starten
News
Impressum
Philadelphia (Pennsylvania): Geburtsstätte der USA feiert 250 Jahre Am 4. Juli 2026 jährt sich die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung zum 250. Mal. Ein histori- scher Moment, der in Philadelphia, genau genommen in der Independence Hall, stattgefunden hat. Daran knüpft auch die morgendliche Celebration of Free- dom Ceremony an der Independence Hall an, die den 4. Juli offiziell einleitet. Dabei gibt es eine öffentliche Lesung der Unabhängigkeitserklärung an jenem Ort, wo sie am 8. Juli 1776 erstmals vorgetragen wurde. Die Salute to America Independence Day Parade führt Tausende Tänzer, Marschkapellen und Akroba- ten auf einer knapp 2,5 Kilometer langen Route von der Old City durch die Innenstadt.
Im Mittelpunkt aller Feierlichkeiten stehen die his- torischen Wahrzeichen Philadelphias. Die Indepen- dence Hall, wo sowohl die Unabhängigkeitserklä- rung als auch die Verfassung unterzeichnet wurden, und das Liberty Bell Center mit der berühmten Frei- heitsglocke werden zentrale Anlaufpunkte für Besu- cher sein. Zudem gibt es ein paar außergewöhnliche Projekte, die im Jubiläumsjahr das Thema Unabhän- gigkeit in den Mittelpunkt rücken. So präsentiert die Stadt mit „52 Weeks of Firsts“ ein ganzjähriges Programm, das 250 Jahre wegweisender Errungen- schaften Philadelphias würdigt.
New York: Auf den Spuren der Revolution
Als eine der 13 Gründungskolonien hat der Bundes- staat New York geschichtsinteressierten Urlaubern zum 250. Geburtstag der USA viel zu bieten. George Washingtons letztes Kriegshauptquartier im Hud- son Valley oder das Schlachtfeld von Saratoga sind berühmte Beispiele von Orten, die zum Thema Revo- lution besucht werden wollen. Das Hudson Valley spielte eine zentrale Rolle im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. In der Region finden sich zahlreiche historische Stätten, an denen bedeutende Schlachten stattfanden, die den Verlauf des Freiheitskampfes maßgeblich beeinfluss- ten. In Newburgh lädt die Washington’s Headquarters State Historic Site Besucher ein, unter anderem das Haus zu erkunden, in dem General George Washing- ton während des Krieges zeitweilig wohnte und in dem er wegweisende Entscheidungen traf, welche die junge Nation nachhaltig prägten. Ein paar Kilo- meter weiter, im New Windsor Cantonment, lassen Darsteller in historischen Kostümen das 18. Jahrhun-
6
Das Wawa Welcome America Festival erstreckt sich von Juneteenth am 19. Juni, dem Gedenktag der Skla- venbefreiung in den USA, bis zum Independence Day am 4. Juli und bildet den Höhepunkt der Feierlich- keiten. Das mehrtägige Programm gipfelt in einem Konzert auf dem Benjamin Franklin Parkway mit anschließendem Feuerwerk, das Tausende entlang der Parkway verfolgen werden. Die Red, White, & Blue To-Do Veranstaltung am 2. Juli verwandelt die historische Altstadt in einen lebendi- gen Schauplatz patriotischer Feierlichkeiten. Museen, historische Stätten und lokale Geschäfte im wohl his- torischsten Stadtteil des Landes öffnen ihre Türen mit verlängerten Öffnungszeiten. Das Programm umfasst die Red, White, & Blue To-Do Pomp & Parade, Konzer- te, Spiele und besondere gastronomische Angebote.
dert lebendig werden. Die Fort Montgomery State Historic Site, direkt über dem Hudson River gelegen, erinnert an eine Schlacht von 1777. Wanderwege füh- ren durch die Ruinen, Ausstellungen erläutern das strategische Geschehen rund um die Festung. Nicht zuletzt erinnert das Stony Point Battlefield an eine der blutigsten Schlachten des Krieges, die am 16. Juli 1779 stattfand. Die Gedenkstätte veranschaulicht die dramatischen Ereignisse jener Nacht und würdigt die Opfer des Gefechts. Die Capital-Saratoga-Region war ein strategischer Brennpunkt im Amerikanischen Unabhängigkeits- krieg. Von entscheidenden Schlachten bis hin zu charismatischen Militärführern prägten historische Ereignisse auch hier maßgeblich den Verlauf der Revolution. Ein gutes Beispiel ist das Bennington Battlefield State Historic Site in Walloomsac, der Ort, an dem General John Stark mit Milizeinheiten die britischen Truppen am 16. August 1777 besiegte und deren Vormarsch stoppte. Besucher können das Gelände heute auf Rundwegen erkunden, an Führun- gen teilnehmen und sich in Ausstellungen über die Ereignisse informieren. Schlüsselorte der Amerikanischen Revolution finden sich auch in New York City, beispielsweise mit der Federal Hall, einem nationalen Denkmal auf der Wall Street. 1789 legte George Washington hier seinen Amtseid als erster Präsident der Vereinigten Staa- ten von Amerika ab. Ausstellungen im Inneren des Gebäudes erinnern an diesen historischen Moment. Über die genannten Regionen hinaus bietet der Bun- desstaat New York zahlreiche weitere Möglichkeiten, in die Anfänge der Vereinigten Staaten einzutauchen – vom kolonialen Leben am Old Fort Niagara in der Region Greater Niagara, bis zu bewegenden Ein- blicken in die Militärgeschichte am Sackets Harbor Battlefield in der Thousand Islands–Seaway-Region.
dazu beigetragen, sie zu einer vielfältigen Metropole zwischen Tradition und Moderne zu machen. Histo- rische Stätten, Museen und besondere Erlebnispfade ermöglichen es heute, auf ihren Spuren zu wandeln. Diese Highlights sollten Reisende nicht verpassen: • Muhammad Ali Center: Auf den Spuren der Legen- de Inspirationen sammeln • Frazier History Museum: Geschichte und Geschich- ten kennenlernen • Kentucky Derby Museum: Alles über die schwarzen Jockeys, die einst das Kentucky Derby dominierten • Historic Locust Grove: Im Herrenhaus auf Zeitreise gehen • Roots 101 African American Museum: Von den Wurzeln unserer Vorfahren bis zu den Errungen- schaften der Moderne Virginia öffnet 2026 ein Fenster in die Geschichte Kaum ein Bundesstaat ist enger mit der Entstehung der USA verbunden als Virginia. Entsprechend feiert der Bundesstaat an der Ostküste des Landes das Jubi- läum mit vielen Aktionen wie einem kostenfreien Passport zu den wichtigsten Attraktionen und spek- takulären Events. Neu ist auch die Website „America. Made in Virginia.“ unter www.va250.org mit dem offi- ziellen Programm zum Jubiläumsjahr und allen wich- tigen Informationen rund um die Feierlichkeiten. Die enge Verbindung zwischen dem Entstehen der USA und Virginia reicht zurück bis zur Ankunft der ersten europäischen Siedler. Bereits 1607 wurde mit Jamestown die erste dauerhafte englische Siedlung errichtet, und nur wenige Jahre später trat mit dem
7
Weitere Informationen: www.iloveny.com/things-to- do/path-through-history/america-250/
Louisville (Kentucky): Black Heritage – auf den Spuren der Vorfahren Die Bourbon City Louisville ist auch für ihre Black Heritage bekannt: Ohne ihre schwarze Gemeinschaft wäre die Stadt im US-Bundesstaat Kentucky nicht, was sie heute ist. Unzählige farbige Menschen haben
Simi Valley (California): Ausstellungen und Veranstaltungen zur 250-Jahr- Feier in der Ronald Reagan Presidential Library & Museum Die Ronald Reagan Presidential Library & Museum in Simi Valley plant im Rahmen von America 250 eine Reihe von Ausstellungen, öffentlichen Veran- staltungen und landesweiten Bildungs- und Commu- nity-Programmen. Diese Initiativen sollen nicht nur die Entstehungsgeschichte der Vereinigten Staaten und ihre zentralen Werte von Freiheit und Selbstre- gierung beleuchten, sondern auch Raum für eine kri- tische Auseinandersetzung mit deren Entwicklung über 250 Jahre hinweg bieten. Ziel ist es, Geschichte lebendig zu vermitteln und zugleich zum Nachden- ken über das fortwährende Streben nach einer „voll- kommeneren Union“ anzuregen.
House of Burgesses die erste gewählte Volksvertre- tung Nordamerikas zusammen. Auch die Ideen, die in der Folge die amerikanische Verfassung stark prä- gen sollten, haben hier ihren Ursprung: In Virginia entstanden die Virginia Declaration of Rights, das Virginia Statute for Religious Freedom sowie der Virginia Plan vom vierten US-Präsidenten James Madison. Und auch im Amerikanischen Unabhängig- keitskrieg war Virginia ein ganz zentraler Schauplatz: In dem Städtchen Yorktown kam es 1781 zu dem ent- scheidenden Sieg über die Truppen der britischen Kolonialmacht. Wie lebendig die historischen Ereignisse heute prä- sentiert werden, lässt sich besonders gut im histori- schen Dreieck Virginias entdecken. Der rund 37 Kilo- meter lange Colonial Parkway beginnt in Jamestown, wo nahe der archäologischen Ausgrabungsstätte auch ein Nachbau der Siedlung sowie der Schiffe, die die Auswanderer dorthin brachten, zu sehen ist. Nächste Station ist Colonial Williamsburg. Im größten Frei- luftmuseum der Welt begeben sich die Besucher ins 18. Jahrhundert, als Williamsburg die Hauptstadt von Virginia war. Die dritte Station ist Yorktown mit dem American Revolution Museum at Yorktown, wo auch die letzte große Schlacht im Unabhängigkeitskrieg, die die amerikanischen Soldaten unter der Führung von General George Washington für sich entschie- den, geschlagen wurde. Weitere Informationen zu den 250-Jahr-Feiern der USA in Virginia sowie viele Reisetipps gibt es auf www.va250.org
Route 66 (Arizona): Diner, die Geschichten erzählen
8
Wer die legendäre Route 66 erkundet, die in diesem Jahr 100 Jahre alt wird, geht dabei oft auch auf eine kleine Zeitreise – zum Beispiel in den Diner. Sie erzählen Geschichte und halten den Geist des ameri- kanischen Südwestens lebendig. Jede Adresse ist eine Story für sich. Von kitschig-charmant bis authentisch urig – hier werden Mahlzeiten zu Erlebnissen. • Cruiser’s Route 66 Cafe (Williams): Ein Besuch ist wie eine kleine Reise in die 1950er-Jahre. Alte Zapf- säulen, Neonlichter und nostalgische Memorabilia schmücken das Café, während die warmen Töne des Holzbodens und die geschäftige, fröhliche Atmosphäre den Geist der alten Roadhouse-Tage lebendig halten. • Salsa Brava (Flagstaff): Das Diner bringt die Viel- falt und Würze des Südwestens auf den Teller und begeistert mit einer Mischung aus mexikanischen, Navajo- und Tex-Mex-Gerichten. • Delgadillo’s Snow Cap Drive-In (Seligman): 1953 eröffnete Juan Delgadillo das Drive-in aus Schrott- holz der nahegelegenen Eisenbahn – ein Bau voller Skurrilität, Kreativität und Humor: von den legen- dären Schildern wie „Cheeseburger with Cheese“ bis zu der augenzwinkernden „Sorry, We’re Open“- Tafel. • Oatman Hotel Restaurant & Saloon (Oatman): Noch einen Schritt weiter zurück in die Vergan-
genheit geht es im Oatman Hotel, einem Relikt aus den Goldgräberzeiten. Die berühmte Dollar Bill Bar lässt Gäste Teil einer mehr als hundertjährigen Tra- dition werden: Wer möchte, heftet seinen eigenen Dollar an die Wand, und wird so ein kleiner Teil der Geschichte, die vom Goldrausch und von Abenteu- ern entlang der Route 66 erzählt.
Impressum
360° NordAmerika – Special 1/2026 250 Jahre Vereinigte Staaten von Amerika
9
Verlag: 360° medien | Nachtigallenweg 1 | 40822 Mettmann | Tel.: +49 2104 5063-100 | E-Mail: info@360grad-medien.de | redaktion@360grad-medien.de | www.360grad-travel.club Preis: 4,50 € Bildnachweise: Adobe Stock: Ayman Haykal S. 32o; Belikova Oksana S. 20/21; bilanol S. 30-31; brent coulter S. 50/51; Carson S. 70; dennis S. 65u; Designpics S. 22o; Eldon S. 65o; Erika S. 54o. li; Gerald Zaffuts S. 34o re; goashe2011 S. 72o; Guntherize S. 40/41; Izanbar photos S.3; jetcityimage S. 44u; Jill Clardy S. 42o; Kit Leong S. 72u; Matt Gush S. 34o li; Matthias_Haberstock S. 73; Mircea Costina S. 10/11; Nick Fox S. 55; Patrick Rolands S. 42u; S. 55; SeanPavonePhoto sherryvsmith S. 32u; Sergii Figurnyi S. 1; Shambhala S. 76/77; Sundry Photography S. 68/69; Tamara Harding S.55o re; TonyS. 60/61; Wangkun Jia S. 21 re; Zack Frank S. 52. Alle weiteren Bilder: Albert Jennings S. 46-47; An Pham S. 9o; Art Meripol S. 35u li; Brand USA S. 4, 5mi, 5u re; 84-95; California Regional Partners S. 9u; Christian Dose S. 28-29, 62u, 64; Cincy Region S. 45; Cristian Meuter S. 16-17; Julia Ueding S. 48-49; Lichtwolke99 S. 22u; Louisville Tourism S. 7; Los Angeles Tourism and Convention Board S. 84/85 Maria Greiner S. 36-37; Martin Wein S. 58-59; Matthew Tighe S. 23; Missouri Division of Tourism S. 83u li, 83u re; Missouri Division of Tourism Kansas City | National World War I Museum and Memorial S. 83; NYS Dept. of Economic Dev S. 6re; PHLCVB S. 6 li, 24-25; Pia Hambrock S. 66-67; Pixabay S. 62o; Public Do- main S. 11re, 12, 14, 15; Ralf Johnen S. 5o, 44o, 78-82; Sarah Harwardt S. 56-57; Tad Denson | MyShotz.com S. 35o; Thomas Vogler S.26-27; Tilo Krause-Dünow S. 18-19; Timo Kohlenberg S. 38-39; Unsplash S. 74-75; US Space & Rocket Center S. 35re; Virginia Tourism Corporation S. 8
Auch die Route 66 hat nach 3.45 Kilometern ein Ende – in Santa Monica
USA: Eine Nation aus dem Nichts Autor: Dr. Martin Wein
10
Tea Party S
Die Skyline von Boston, über 250 Jahre nach der
teuerfragen treiben die Bewoh- ner der britischen Kolonien in Nordamerika in erbitterte Op-
Die Machtverhältnisse sind so klar ver- teilt wie die Sympathien: Auf der einen Seite liegt hilflos ausgestreckt eine India- nersquaw. Auf der anderen Seite stehen drei Männer. Zwei Typen mit Perücken und lüsternem Blick halten der Frau Arme und Beine fest. Der dritte, ein offenkundig wenig zimperlicher Medi-
position zum Mutterland. In Philadelphia wird der Erste Kontinentalkongress zum Nukleus einer neuen Nation. Doch die droht schon bald an inneren Widersprü- chen zu zerreißen.
Amerika schluckt die bittere Pille – Karikatur aus dem London Magazine, Mai 1774
Amtsstuben und Intellektuellen-Zirkeln von Hand zu Hand geht.
In dem Arzt erkennen Zeitgenossen leicht den britischen Premierminister Frederick North, Zweiter Earl von Guilford. Ihm gehen der zweithöchste Richter Englands und der noch wesentlich unbeliebtere Frauenheld und grundkorrupte Chef der Admiralität zur Hand. Nur die Britannia wendet dem Treiben im Hintergrund ent- setzt den Rücken zu. Um sie steht es nicht gut in diesem Som- mer vor 250 Jahren. Sieben lange Jahre haben die Großmächte Europas militä- risch um Dominanz auf dem Kontinent gerungen. Auch in den Kolonien in Nord- amerika haben sich Briten und Franzosen unversöhnlich gegenübergestanden. Am Ende hat die „Grande Nation“ letztlich ihre Besitzungen in Nordamerika geräumt. Die einheimischen Indianerstämme sind mit den steifen Briten aber nicht warm gewor- den. Die machen keine Geschenke und zahlen für Felle lausige Preise. Britische Siedler haben außerdem eigenmächtig den Ohio River überquert und Land besetzt. Dafür rufen sie nun ungeniert nach militä- rischem Beistand. Es sind deshalb weiter- hin größere Truppenkontingente nötig, um die Grenzen der britischen Kolonien und ihre Bewohner vor Überfällen zu schützen. Das alles hat die Staatsfinanzen in Lon-
11
ziner, schiebt der Squaw beherzt eine Reihe zusammengerollter Papiere in den Rachen und gießt aus einer bauchigen Teekanne Flüssiges nach. „Ein fähiger Doktor oder: Amerika schluckt bittere Medizin“ ist die pralle Karikatur unter- titelt, die im Frühsommer 1774 in Eng- land und Nordamerika in Wirtshäusern,
James Otis Jr., Jurist und Mitglied der Sons of Liberty
Kolonien solle auf jedes amtliche Doku- ment, auf jede Zeitung und selbst auf jedes gedruckte Kartenspiel eine kostenpflich- tige Steuermarke geklebt werden, ist das Geschrei derart groß, dass die Regierung ihre Pläne kassieren muss. Sie versucht es daraufhin mit direkten Steuern auf Import- waren wie Tee, Glas, Papier oder Leder. Sondergerichte sollen ihre Einziehung vor Ort durchsetzen. Aber nicht nur der Schmuggel blüht und wichtige Erzeuger bleiben auf Überkapazitäten sitzen. Auch die Steuern selbst werden zum Rohrkre- pierer: Im ersten Jahr liegen die Einnah- men für den Staat bei läppischen 295 Pfund Sterling. Dem stehen Kosten von 170.000 Pfund für die Einführung gegenüber. Vor allem aber formiert sich anhaltender Widerstand: Der aus Massachusetts stam- mende Jurist James Otis erklärt auf einer Protestversammlung eingängig: „Besteue- rung ohne Repräsentation ist Tyrannei“. Nur gewählte Parlamentarier der Kolonien könnten diesen auch Zahlungen abverlan- gen. Im britischen Parlament in Westmins- ter sind die Kolonien aber nicht vertreten. Nachdem diese Forderung einmal in der Welt ist, lässt sie sich mit keiner Zwangs- maßnahme oder Gewaltandrohung aus-
don ruiniert. Der Wunsch nach Kolonien erweist sich als kostspielige Investition.
Und deren Bürger erweisen sich in den Augen von Lord North und seiner Minis- terkollegen als ausgesprochen undankbar. Schließlich sind sie nicht bereit, einen größeren Anteil der anfallenden Kosten zu übernehmen. Im Durchschnitt zahlt ein Bewohner der Kolonien nur zwei Prozent der Steuern eines Briten im Mutterland. Doch als das Parlament in London 1765 die Zügel anzieht und beschließt, in den
12
Boston Tea Party, colorierte Lithografie von Sarony & Major
Die Flaggen der „Sons of Liberty“
räumen. Zwangsmaßnahmen, wie sie der britische Regierungschef etwa der India- nerin in der Karikatur von 1774 einflößen will. Zwar hat Lord North die meisten Ver- brauchssteuern wieder kassiert, auf der Teesteuer aber bestanden. Am Abend des 16. Dezember 1773 haben aufmüpfige Kolonisten, vor allem junge Männer wie John Hancock, Paul Revere und Samuel Adams, die sich voller Pathos „Sons of Liberty“ nennen, als Reaktion darauf demonstrativ 342 Kisten voller Tee ins Hafenbecken von Boston geworfen. Daraufhin hat die Regierung die Zufahrt zum Hafen militärisch abgeriegelt, Ver- sammlungen in Massachusetts verboten, britischen Kolonialbeamten rechtliche Immunität zugesagt und als besondere Provokation verlangt, dass die Bewohner der Kolonie britische Soldaten unterbrin- gen und beköstigen sollen. So wollen die Lords in Westminster die unbotmäßige Kolonie wieder unter Kontrolle bringen. Ihr Plan misslingt. Mit der Karikatur, in der die Squaw für die Stadt Boston steht und die bittere Medizin für die aus Sicht der meisten Kolonialbürger unerträgli- chen Gesetze, verbreitet sich die Kritik wie ein Lauffeuer in den Kolonien. Am 5. September 1774 kommen 55 Vertreter aus zwölf Kolonien in Carpenters Hall im zentral gelegenen Philadelphia zusam- men, um das weitere Vorgehen zu bera- ten. Die meisten dieser Herren sind nicht formell gewählt. Voraussetzung für die Teilnahme ist vielmehr, dass man sich die Anreise zum Tagungsort leisten kann. Vie- le der Kongress-Teilnehmer haben in der Vergangenheit selbst der Krone gedient und sehen schon lange Loyalitätskon- flikte. Peyton Randolph, der zum ersten
Kongresspräsidenten gewählt wird, hat beispielsweise jahrelang als Staatsanwalt der Kolonie Virginia gewirkt und zugleich in deren Abgeordnetenhaus gesessen. In letzter Funktion ist er sogar nach London gereist, um bei der Regierung gegen eine vom Gouverneur der Kolonie erlassene Gebühr für Grundbuchurkunden zu pro- testieren. Randolph, der Jahre später aus dem Staats- dienst entlassen worden ist, ist 1774 nicht mehr sicher, ob die Kolonien noch Teil des britischen Königreichs bleiben sollen. Trotzdem können weder er noch seine Mitstreiter absehen, dass der Erste Konti- nentalkongress in Philadelphia am Ende in einer provisorischen Regierung der später 13 aufständischen Kolonien münden wird. Tatsächlich finden sich unter den Mit- gliedern aber schon viele der späteren
13
Die Carpenters Hall in Philadelphia (Pennsylvania)
Die erste Flagge der USA, die mit 13 Sternen und 13 Streifen die Gründerstaaten repräsentiert.
tinentalkongress beginnt mit dem Auf- bau eigener staatlicher Strukturen, einer eigenen Armee und einer Marine. Aus einem Streit um Steuergerechtigkeit und mangelnde Teilhabe ist eine Revolution erwachsen, die die Weltgeschichte für immer verändern wird. An der Spitze der Bewegung steht ein Mann, dem erst der frühe Tod seines Halb- bruders zu großem Landbesitz in Virginia verholfen hat: George Washington. Im Sie- benjährigen Krieg hat er sich ohne höhere Bildung als geschickter Organisator ver- dient gemacht. Nun wird Washington zum ersten Streiter der jungen Nation. Doch ihr geistiger Vater ist ein anderer: Thomas Jefferson. Der aufgeklärte Lands- mann aus Virginia formuliert die Unab- hängigkeitserklärung, die am 4. Juli 1776 in den 13 Kolonien verlesen wird. Am Old State House in Boston werfen aufgebrachte Aktivisten bei dieser Gelegenheit den gol- denen Löwen und das Einhorn vom Dach, Symboltiere für England und Schottland. Aber es dauert noch sieben Jahre, bis die alte Kolonialmacht nach erbitterten Kämp- fen mit dem neuen Staat in Paris im Herbst 1783 ihren Frieden schließt. Schon bald wird der junge Staat allerdings von seinen inneren Widersprüchen fast zerrissen. Wieder einmal geht es ums Geld. Das stammt zunächst vor allem aus der Plantagenwirtschaft im Süden. Doch je mehr der Norden im Zeichen der frühen Industrialisierung aufblüht, desto mehr verschiebt sich das ökonomische Kräfteverhältnis. So rückt die zunächst vertagte Sklavenfrage immer mehr in den
Der erste Kontinental- kongress in Philadelphia, Zeichnung von Allyn Cox im US Capitol, Washington, D.C.
Gründerväter der Vereinigten Staaten, darunter deren erste Präsidenten George Washington und John Adams. Nach ihren sechswöchigen Beratungen beschließt die Versammlung vor allem umfassende Wirt- schaftssanktionen gegen das Mutterland. Werden die Strafgesetze gegen Massachu- setts nicht aufgehoben, soll es zunächst keine Importe britischer Waren und später auch keine Exporte nach Großbritannien mehr geben. Man stellt sich außerdem auf einen bewaffneten Konflikt ein. Als ein Trupp von 700 britischen Sol- daten im kommenden Frühjahr in einer Ortschaft vor den Toren von Boston ein illegales Waffenlager ausheben möchte, eskaliert der Konflikt. Hunderte Kolo- nisten jagen die Militärs zurück in die Stadt. Ein regelrechter Krieg beginnt um die Unabhängigkeit und der Zweite Kon-
14
Darstellung der Ab- stimmung des Zweiten Kontinentalkongresses über die Unabhängig- keitserklärung der Vereinigten Staaten
George Washington (1732-1799) und Thomas Jefferson (1743-1826)
Fokus. Die Verfassung sieht vor, dass ein Abgeordneter im Kongress 40.000 Men- schen vertritt.
rung zugefügt werden, sind bis heute nicht wirklich geschlossen.
Auf der anderen Seite steht dem Aufstieg der USA zur geeinten modernen Industrie- nation nun nichts mehr im Weg. Alexander Graham Bell entwickelt 1876 das Telefon zur Marktreife. Fünf Jahre später baut Tho- mas Edison mit Dampfgeneratoren in Man- hattan das erste öffentliche Stromnetz auf und bringt seine Glühlampe auf den Mas- senmarkt. Und Frank Julian Sprague bringt 1885 den ersten Elektromotor zum Laufen. Eisenbahnen erschließen den Kontinent von Ost nach West und Leuchtreklamen erhellen die Metropolen. Spätestens mit dem Eintritt der USA in den Ersten Welt- krieg 1917 beginnt angetrieben durch die starke Wirtschaft auch politisch ein Ame- rikanisches Jahrhundert. Das gilt auch für die Pop-Kultur. Nichts prägt sie so sehr wie der Film. Dass aus- gerechnet die kalifornische Landgemeinde Hollywood zum Synonym dafür wird, ist erneut dem Geld geschuldet. Nachdem Regisseur David W. Griffith vor den Toren von Los Angeles 1911 nur einen Stummfilm über Old California abgedreht hat, folgen ihm nur ein Jahr später 16 unabhängige Filmstudios aus der Metropole New York. Man sagt, sie kämen wegen des beständigen Wetters. Künstliches Studiolicht ist noch nicht erfunden. Vor allem aber wollen sie nahe an der Grenze zu Mexiko den hohen Patentgebühren entkommen, die Edison für die Zelluloid-Streifen kassiert.
15
Flagge die während des Sezessionskrieges über dem Fort Sumter wehte
Nach den Vorstellungen der Südstaaten sol- len Sklaven dabei mitgezählt werden, was den Südstaaten deutlich mehr politischen Einfluss sichern würde. Eigentumsrechtlich gelten sie hingegen als Besitz. Ein Grund- konflikt, der sich im Dialog nicht auflösen lässt. Als 1861 der durchaus zurückhaltende Sklaverei-Kritiker Abraham Lincoln zum 16. Präsidenten der USA gewählt wird, erklären elf Südstaaten gemeinsam ihren Austritt aus der Union. Mit dem Angriff ihrer Armee auf Fort Sumter in der Bucht von Charleston in South Carolina eskaliert die Frage zu einem Bürgerkrieg, der erst vier Jahre später mit dem Sieg der Unionstruppen unter dem späteren US-Präsidenten Ulysses S. Grant bei Appomattox-Courthouse in Virginia ein Ende findet. Eine Million Menschen auf beiden Seiten sind tot. Es dauert Jahr- zehnte, bis die letzten Wunden verheilen. Die Wunden, die auf dem nun folgenden großen Treck nach Westen der Urbevölke-
Foto von Abraham Lincoln vom 8. November 1863
Alexander Graham Bell (1847-1922)
CRISTIAN MEUTER: »Die Wartezeiten bei der Einreise in die USA sind deutlich gesunken «
C ristian Meuter ist seit mehr als neun Jahren General Manager des Visit USA Committee Germany, zuvor war er knapp sechs Jahre Account Manager bei der Agentur Travelmarketing Romberg TMR GmbH, die mehrere Regionen in Nord- amerika im deutschsprachigen Markt ver- tritt. Wir haben ihn u.a. zu seinen ersten Erfahrungen mit dem Reiseziel USA, der Bedeutung der deutschsprachigen Touris- ten für die USA sowie die Bedeutung der aktuellen politischen Lage für die Reise- planung befragt.
Sleeping Bear Dunes, Michigan
Was war Deine erste Reise in die USA – und welche Eindrücke sind Dir bis heute in Erinnerung geblieben? New York City war 2010 die erste Station eines insgesamt zehnmonatigen Trips als Backpacker. Neben der „normalen“ Über- wältigung, wenn man die Stadt das erste Mal besucht (Wolkenkratzer, Freiheitssta- tue, Central Park und so vieles mehr) ist aber ein sehr bewegender Moment beson- ders in Erinnerung geblieben: eine riesi- ge Fotowand mit Bildern von über 2.000 lachenden Menschen im 9/11-Museum. Jedes davon war ein Todesopfer der Anschläge – bis heute bekomme ich Gän- sehaut bei der Erinnerung. Wie wichtig ist der deutschsprachige Markt für die USA – und was schätzen deutsche Gäste besonders? Die Vereinigten Staaten sind die mit Abstand beliebteste Fernreisedestination der Deutschen. Aus nur zwei anderen Län- dern aus Übersee reisen noch mehr Tou- risten pro Jahr in die USA, wobei die Deut- schen im Schnitt deutlich länger bleiben und mehr vom Land kennenlernen. Keine andere Nation geht mit so großer Begeis- terung auf Rundreisen, besucht Sehens- würdigkeiten und vor allem auch unbe- kanntere Regionen wie wir. Das erklärt gleichzeitig auch, warum das Reiseland
16
Fairbanks, Alaska
USA so eine Faszination ausstrahlt: die 50 Staaten erstrecken sich über eine Fläche, die ähnlich groß ist wie Europa. Egal, ob man spektakuläre Natur, lebhafte Städte, einmalige Attraktionen, Musik, Kulinarik oder Geschichte sucht – es gibt unzählige Optionen und buchstäblich überall findet man genau das, was man persönlich sucht. Nicht zu vergessen: die legendäre Gast- freundschaft der Amerikaner, mit denen man bei jeder Gelegenheit ins Gespräch kommen kann.
einer USA-Reise nach Hause kommt, kann zahlreiche solcher Beispiele geben. Und oft bleibt die Frage im Hinterkopf: warum können wir uns davon eigentlich nicht mal eine Scheibe abschneiden? Inwiefern beeinflusst die aktuelle poli- tische oder gesellschaftliche Lage die Reiseplanung oder die Kundenkommu- nikation? Leider haben die Medien einen großen Teil dazu beigetragen, dass das Reise- land USA mit Vorsicht behandelt wurde. Gerade vor der Einreise wurde regelrecht Angst geschürt – allerdings fehlt hierfür komplett die Grundlage. Am Einreisepro- zess hat sich nahezu nichts verändert und alle verfügbaren Statistiken belegen, dass es aktuell weniger Schwierigkeiten bei der Einreise gibt. Zudem sind die Warte- zeiten vor der Einreise deutlich gesunken, unter anderem durch neue Möglichkeiten wie die Mobile Passport Control (MPC). Aus eigener Erfahrung kann ich sagen. der politische Einfluss auf eine US-Reise ist sehr begrenzt und an der Faszination des Reiselands hat sich nichts verändert – die Natur, die Städte, die Gastfreundschaft und alles, was eine USA-Reise ausmacht, wartet nach wie vor auf die Besucher.
Wie haben sich die Interessen deutscher Reisender in den letzten Jahren verändert?
Natürlich sind die „Klassiker“ wie Florida, der Südwesten oder New York City nach wie vor hoch im Kurs. Allerdings rücken vor allem vermeintlich unbekanntere Regionen immer mehr in den Fokus von vielen Reisenden, die die Qual der Wahl beim Reiseziel innerhalb der USA haben. Ob Oregon, die großen Seen, New Mexi- co, Alabama, Philadelphia oder San Anto- nio – diese Liste könnte man beliebig lang weiterführen – das gestiegene Interesse der deutschen Reisenden an Regionen abseits der „typischen“ Ziele ist deutlich zu spüren. Welche drei Begriffe beschreiben das Reiseziel USA aus Deiner Sicht am treffendsten? Für die gesamten USA gilt: unzählige Mög- lichkeiten, herzliche Gastfreundschaft und einmalige Erinnerungen. Was schätzt Du persönlich am „Ameri- can Way of Life“ – sei es im Alltag, in der Natur, der Kultur oder im Miteinander? Oft sind es ganz kleine Dinge, die aber einen großen Unterschied zum Alltag in Deutschland ausmachen. Ein „I like your shoes“ im Vorbeigehen, das selbstverständ- liche Hilfsangebot des Nachbarn, um den Grill am Campingplatz anzubekommen, der Plausch mit einer Kassiererin, woher man kommt und dass sie auch Verwandt- schaft aus Deutschland hat – jeder, der von
17
Fort Myers Beach, Florida
TILO KRAUSE-DÜNOW: »Ich habe mich beim ersten Besuch in dieses großartige Land verguckt ... «
18
Mit dem Wohnmobil reisen – intensiv, frei, unvergesslich. Monument Valley
T ilo Krause-Dünow ist CEO des Reiseveranstalters CANUSA TOURISTIK. Nach seinem BWL-Studium und sechs Jahren Reiseerfahrung in den USA und Kanada gründete er 1983 das Unterneh- men als Spezialisten für Reisen nach Nordamerika. Seine Füße hat er im Laufe der Zeit auf den Boden von 51 Bundes- staaten (inkl. Puerto Rico) der USA ge- setzt. Auch die Gelassenheit auf Hawaii hat Tilo sehr begeistert und ließ ihn mehrfach auf die Inseln zurückkehren. Wir haben ihn gefragt, wie er dazu kam, den Reiseveranstalter CANUSA TOU- RISTIK zu gründen, wie er die USA für seine Kundinnen und Kunden „greifbar“ macht und was er am American Way of Life so sehr schätzt.
Was war Deine erste Reise in die USA – und welche Eindrücke sind Dir bis heute in Erinnerung geblieben? Die USA haben mich als Reiseland von Anfang an fasziniert. Die unterschied- lichen Regionen mit der fantastischen Natur, die vielen interessanten Menschen, die brodelnden Städte haben mich in ihren Bann gezogen. Und das kann ich für alle 50 Staaten sagen. Jeder Staat ist es wert, einen mehrwöchigen Urlaub gewidmet zu bekommen.
Wie kam es dazu, dass Du Dich beruflich so intensiv mit den USA beschäftigt hast?
Ich habe mich beim ersten Besuch in dieses großartige Land verliebt und viel
haben immer eine unvergleichbare Wir- kung auf mich. Das verstehe ich unter dem American Way of Life, jeden so leben lassen, wie er es für sich am liebsten hat. Wenn Du nur drei Worte wählen dürf- test, um die USA zu beschreiben: Welche wären das – und warum gerade diese? 1. Unendlich vielseitig: Jede Menge Über- raschungen in jeder Destination 2. Faszinierend flexibel: Es gibt keine Grenzen bei der Erfüllung von Reise- wünschen 3. Dynamisch lernfähig: In allen Berei- chen ständig offen für neue Entwick- lungen
Beeindruckende Wanderungen durch die Redwood-Wälder
Eines von Tilos Lieblings-Wahrzeichen: die Golden Gate Bridge
Potenzial für unabhängiges Reisen gese- hen. Das war der erste Ansatz für unsere spätere Entwicklung von Reisen, die indi- viduell für jeden Kundewunsch gestaltet werden. Wie gehst Du mit der Herausforderung um, ein so großes und vielfältiges Land für europäische Kunden „greifbar“ zu machen? Die Faszination der USA als Reiseland hat sich auf unsere über 160 Mitarbeiter übertragen und damit ist es gelungen, über die Mitarbeiter die Destination greifbar und organisatorisch bereisbar zu machen. Unsere Kunden planen typi- scherweise schon lange im Voraus und wollen umfangreich beraten werden. Das ist unsere Spezialität und hat uns zum anerkanntesten Spezialisten gemacht. Was schätzt Du persönlich am „Ameri- can Way of Life“ – sei es im Alltag, in der Natur, der Kultur oder im Miteinander? Ich liebe die Unaufgeregtheit der Ame- rikaner und ihre Freude am Umgang mit der Natur. In kaum einem Land der Erde werden Freizeit und gemeinsames chillen so zelebriert wie in Amerika. Die Urlaubs- tage am Meer oder in den Nationalparks
19
Der Nordosten:
Wo alles begann
Autorin: Verena Wolff
Das Wood End Lighthouse bei Provincetown auf Cape Cod (Massachusetts)
V or gut 400 Jahren ging hier alles los – die Mayflo- wer landete an der Küste von Cape Cod, die englischen Siedler kamen, um zu bleiben. Die Neuengland- und die Mittelatlantikstaaten weiter süd- lich sind ideale Reiseziele für History Nerds. Denn auf den Kopfsteinpflaster- Straßen, in Museen, an Denkmälern und sogar an manch erhaltenem Kriegsschau- platz ist die Vergangenheit mehr als nur Kulisse. Eine Reise durch Neuengland und die angrenzenden Mittelatlantikstaaten ist so etwas wie eine Reise durch die Geschich- te der USA – zumindest des Teils, an dem die Europäer beteiligt waren, der letzten rund 400 Jahre also. Und all den Ereignis- sen, die zur Unabhängigkeit von der bri- tischen Krone geführt haben. Nur wenige andere Regionen gibt es, in denen sich die Ursprünge von Demokratie, Freiheits- denken und Einwanderung so anschaulich erleben lassen wie hier.
21
Der Nachbau der Mayflower im Hafen von Plymouth (Massachusetts)
Das Old State House in Boston (Massachusetts)
vom Kampf um politische Selbstbestim- mung. Bedeutende Persönlichkeiten wie Samuel Adams, John Adams und Paul Revere prägten diese Zeit. Und schon die Pilgerväter hatten verstanden: Bildung ist wichtig, wenn sie damals auch nur für Jun- gen zugänglich war. Harvard, die älteste Universität der USA in Cambridge, steht für die frühe und anhaltende Bedeutung von Bildung, Religion und Aufklärung. Die so genannten Mittelatlantikstaa- ten, allen voran New York, New Jersey, Pennsylvania, Delaware und Maryland, entwickelten sich früh zu politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Kno- tenpunkten. Philadelphia und New York waren frühe Hauptstädte der Kolonien – vor allem die heutige Hauptstadt des Staats Pennsylvania spielte eine wichtige Rolle bei der Staatsgründung. In der Inde- pendence Hall wurde am 4. Juli 1776 die Unabhängigkeitserklärung verabschiedet, elf Jahre später die Verfassung. Die Liberty Bell ist nicht nur eine markante Sehens- würdigkeit in der Stadt, sondern auch bis heute ein Symbol für Freiheit und Bürger- rechte. Benjamin Franklin, Politiker, Wis- senschaftler, Diplomat und Unterzeichner der Declaration of Independence, kam 1723 aus Boston nach Philadelphia und prägte die Stadt maßgeblich. New York City, ebenfalls kurzzeitig Haupt- stadt des jungen Amerika und der Ort, an dem der erste Präsident George Washing-
Neuengland – Maine, New Hampshire, Vermont, Massachusetts, Rhode Island und Connecticut – gilt als Wiege der frü- hen Kolonien. Mit der Ankunft der „May- flower“ und damit der Pilgerväter 1620 in Plymouth begann eine neue Phase euro- päischer Besiedlung Nordamerikas. Der Plymouth Rock und das Plimoth Patuxet Living History Museum sind gute Orte, um mehr über die Anfänge der amerikani- schen Gesellschaft zu erfahren. In Massachusetts spielte sich vieles von dem ab, das zur amerikanischen Revo- lution und schließlich zur Unabhängig- keit führte. Boston war ein Zentrum des Widerstands gegen die Krone. Die Boston Tea Party, die Old North Church, das Old State House und die markante rote Linie in der Stadt, der Freedom Trail, erzählen
22
Blick über Ellis Island auf die New Yorker Skyline
ton ins Amt eingeführt wurde, galt in Zei- ten des Krieges der Kolonien gegen die Krone als strategisch sehr wichtig – und ist später zum Hauptpunkt für Einwan- derer aus aller Welt geworden: Über Ellis Island kamen allein zwischen 1892 und 1954 mehr als zwölf Millionen Menschen in die Vereinigten Staaten. Das heutige Ellis Island National Museum of Immig- ration sowie die Freiheitsstatue gehören zu den Top-Zielen in der Stadt. Und das Musical „Hamilton“ am Broadway? Erzählt das Leben von Washingtons rechter Hand Alexander Hamilton, einem gebürtigen New Yorker. Auch Annapolis in Maryland war mal Hauptstadt – also der Sitz des Continental Congress. Und zwar die erste, nachdem die Pariser Verträge ratifiziert wurden, mit denen der Unabhängigkeitskrieg offi- ziell beendet wurde. Hier gab General Washington 1783 seinen Rücktritt als Ober- befehlshaber der Streitkräfte bekannt. Man tagte im Maryland State House, das älteste der USA und das einzige, das gleichzei- tig Regierungssitz eines Staats und der jungen Republik war. Wer sich wundert, dass er inmitten der gut erhaltenen Kolo-
Blick über das State House auf Annapolis (Maryland)
nialarchitektur immer wieder junge Men- schen in Uniform antrifft – Annapolis ist Sitz der United States Naval Academy, in der Marinesoldaten ausgebildet werden. Und in Fort McHenry, so ist überliefert, schrieb Francis Scott Key den Text, der später die amerikanische Nationalhymne werden sollte. Das Fort zählt heute zu den Nationaldenkmälern.
Québec
KANADA
Fredericton
MAINE
OTTAWA
Lake Huron
VERMONT
Augusta
USA
Montpelier
Toronto
Lake Ontario
Concord
NEW HAMPSHIRE
Lansing
Albany
NEW YORK
Boston
Lake Erie
MASSACHUSETTS
Providence
Plymouth
RHODE ISLAND
PENNSYLVANIA
CONNECTICUT
New York
OHIO
NEW JERSEY
Harrisburg
Columbus
Trenton
Philadelphia
Annapolis
WASHINGTON
DELAWARE MARYLAND
WEST VIRGINIA
WASHINGTON, DC
Charleston
VIRGINIA
Richmond
Philadelphia Historische Stadt mit Flair
P hiladelphia wurde drei Jahre in Folge zur „fußgängerfreund- lichsten Stadt der USA“ gekürt und von USA Today zur „besten Stadt für Street Art“ ernannt. Hier erleben Besu- cher wichtige, amerikanische Geschichte, unvergleichliche Kunst und Kultur, leben- dige Viertel, preisgekrönte Restaurants, große Parkanlagen. Zudem können sie sich auf steuerfreies Einkaufen auf Klei- der und Schuhe freuen. Zusätzlich feiert die Geburtsstätte der USA im kommen- den Jahr den 250. Jahrestag der Vereinig- ten Staaten mit jeder Menge besonderer Events, Ausstellungen und Neueröffnun- gen. Darüber hinaus empfängt die City of Brotherly Love die Fußball-Welt, denn hier werden sechs Spiele der FIFA WM ausgetragen, und begeht den 50. Geburts- tag des Kultfilmes Rocky. Ansehen Independence Hall: Hier wurde am 4. Juli 1776, vor 250 Jahren, die Unabhängigkeits- erklärung der USA unterschrieben. Zusam- men mit der President’s House Historic Site ist es das historische Wahrzeichen der Stadt. Gerade 2026 gehören diese Sehens- würdigkeiten sowie die Liberty Bell zu den Must Sees. Die Glocke wurde am
Das Philadelphia Museum of Art vor der beeindru ckenden Skyline der Stadt
8. Juli 1776 geläutet, als die Unabhängig- keitserklärung erstmals in der Öffentlich- keit verlesen wurde. Rocky-Statue & Philadelphia Art Museum: Es gibt kaum einen Besucher in Philadelphia, der nicht ins Rennen kommt, wenn er die berühmten „Rocky Steps“ erklimmt. Hier wurde auch einst die entsprechende Szene im Rocky-Film gedreht, der im kommenden Jahr ebenfalls ein Jubiläum feiert: seinen 50. Geburtstag. Da darf auch ein Foto mit der berühmten Rocky-Statue nicht fehlen. Am Ende der Rocky Steps befindet sich das Philadelphia Art Museum, wo es 2.000 Jahre Kunst und Kunstgeschichte zu entdecken gibt.
24
Independence Hall, die Geburtsstätte der amerikanischen Unabhängigkeit
Rocky Statue vor dem Philadelphia Museum of Art
Eastern State Penitentiary: Das einst teu- erste Gefängnis, das jemals gebaut wurde, hatte einen sehr berühmten Insassen – den berüchtigten Gangster Al Capone. Seine Zelle sowie weitere Zellenblöcke können beim Besuch des einzigartigen Gefängnis- ses besichtigt werden. Kunst erleben Mural Arts Philadelphia: Mehr als 4.000 farbenfrohe Wandgemälde schmücken Philadelphia und geben Einblick in die ver- schiedenen Facetten der Stadt. Besucher können die überlebensgroßen Kunstwerke entweder durch Schlendern auf Philadel- phias Straßen entdecken oder an einer von einem Dozenten geleiteten Tour durch das größte öffentliche Kunstprogramm des Landes teilnehmen.
Auch in Old City warten trendige Boutiquen.
historischen Orten wie dem Italian Mar- ket, dem Southeast Asian Market und dem Reading Terminal Market bis hin zu den mehrgängigen Degustationsmenüs in gehobenen Restaurants. Die Cheesesteaks sind köstlich und man sollte sie auf jeden Fall probieren. Bei der MICHELIN Guide Northeast Cities 2025 Zeremonie in der eigenen Stadt erhielt Philadelphia erstmals Aus- zeichnungen: Je ein Michelin-Stern ging an Friday Saturday Sunday, Her Place Supper Club und Provenance, der Grüne Stern für Nachhaltigkeit ging an Pietramala. Zudem wurden zehn Bib Gourmand-Auszeich- nungen und 21 weitere Empfehlungen ver- geben.
Das ikonische Cheese steak mit zartem Rind fleisch, geschmolzenem Käse und Topping
discoverphl.com Anreise
Philadelphia gilt als die „Mural Capital of the World“.
Shoppen und Bummeln In Philadelphia können Shoppingfans steuerfrei einkaufen. Denn auf Kleidung und Schuhe erhebt die Stadt keine Steu- ern. Eine Top-Adresse im Herzen der Stadt ist der Fashion District Philadelphia , ein modernes Einzelhandels-Erlebnis, das eine gelungene Mischung aus Fabrik- und Outlet-Stores sowie aus bekannten Mar- ken und lokalen Geschäften bietet. Gut Essen Reisende schwärmen von der Gastro- nomieszene Philadelphias, von den schmackhaften Streetfood-Angeboten an
Philadelphia liegt sehr günstig an der Ostküste der USA zwischen New York City und Washington, D.C. Der Philadelphia International Airport ist nur 20 Minuten mit dem Taxi oder der Bahn vom Stadt- zentrum Philadelphias entfernt und bietet internationalen Reisen- den eine schnellere Zollabfertigung als alle anderen Städte in der Umgebung. Darüber hinaus können Besucher bequem mit dem Amtrak von Philadelphia aus andere Städte an der Ostküste sowie den Newark International Airport erreichen. Neu: Kreuzfahrten ab Philadelphia Ab April 2026 wird Norwegian Cruise Line (NCL) mit dem neuen Philaport Cruise Terminal einen Heimathafen in Philadelphia ein- richten. Die Norwegian Jewel wird 7- bis 11-tägige Kreuzfahrten nach Bermuda, Kanada und Neuengland anbieten. Damit werden direkt ab Philadelphia wieder Kreuzfahrten aufgenommen.
Page 1 Page 2 Page 3 Page 4 Page 5 Page 6 Page 7 Page 8 Page 9 Page 10 Page 11 Page 12 Page 13 Page 14 Page 15 Page 16 Page 17 Page 18 Page 19 Page 20 Page 21 Page 22 Page 23 Page 24 Page 25 Page 26 Page 27 Page 28 Page 29 Page 30 Page 31 Page 32 Page 33 Page 34 Page 35 Page 36 Page 37 Page 38 Page 39 Page 40 Page 41 Page 42 Page 43 Page 44 Page 45 Page 46 Page 47 Page 48 Page 49 Page 50 Page 51 Page 52 Page 53 Page 54 Page 55 Page 56 Page 57 Page 58 Page 59 Page 60 Page 61 Page 62 Page 63 Page 64 Page 65 Page 66 Page 67 Page 68 Page 69 Page 70 Page 71 Page 72 Page 73 Page 74 Page 75 Page 76 Page 77 Page 78 Page 79 Page 80 Page 81 Page 82 Page 83 Page 84 Page 85 Page 86 Page 87 Page 88 Page 89 Page 90 Page 91 Page 92 Page 93 Page 94 Page 95 Page 96Made with FlippingBook Online newsletter maker