250 Jahre USA: Ein Roadtrip durch die Geschichte

George Washington (1732-1799) und Thomas Jefferson (1743-1826)

Fokus. Die Verfassung sieht vor, dass ein Abgeordneter im Kongress 40.000 Men- schen vertritt.

rung zugefügt werden, sind bis heute nicht wirklich geschlossen.

Auf der anderen Seite steht dem Aufstieg der USA zur geeinten modernen Industrie- nation nun nichts mehr im Weg. Alexander Graham Bell entwickelt 1876 das Telefon zur Marktreife. Fünf Jahre später baut Tho- mas Edison mit Dampfgeneratoren in Man- hattan das erste öffentliche Stromnetz auf und bringt seine Glühlampe auf den Mas- senmarkt. Und Frank Julian Sprague bringt 1885 den ersten Elektromotor zum Laufen. Eisenbahnen erschließen den Kontinent von Ost nach West und Leuchtreklamen erhellen die Metropolen. Spätestens mit dem Eintritt der USA in den Ersten Welt- krieg 1917 beginnt angetrieben durch die starke Wirtschaft auch politisch ein Ame- rikanisches Jahrhundert. Das gilt auch für die Pop-Kultur. Nichts prägt sie so sehr wie der Film. Dass aus- gerechnet die kalifornische Landgemeinde Hollywood zum Synonym dafür wird, ist erneut dem Geld geschuldet. Nachdem Regisseur David W. Griffith vor den Toren von Los Angeles 1911 nur einen Stummfilm über Old California abgedreht hat, folgen ihm nur ein Jahr später 16 unabhängige Filmstudios aus der Metropole New York. Man sagt, sie kämen wegen des beständigen Wetters. Künstliches Studiolicht ist noch nicht erfunden. Vor allem aber wollen sie nahe an der Grenze zu Mexiko den hohen Patentgebühren entkommen, die Edison für die Zelluloid-Streifen kassiert.

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Flagge die während des Sezessionskrieges über dem Fort Sumter wehte

Nach den Vorstellungen der Südstaaten sol- len Sklaven dabei mitgezählt werden, was den Südstaaten deutlich mehr politischen Einfluss sichern würde. Eigentumsrechtlich gelten sie hingegen als Besitz. Ein Grund- konflikt, der sich im Dialog nicht auflösen lässt. Als 1861 der durchaus zurückhaltende Sklaverei-Kritiker Abraham Lincoln zum 16. Präsidenten der USA gewählt wird, erklären elf Südstaaten gemeinsam ihren Austritt aus der Union. Mit dem Angriff ihrer Armee auf Fort Sumter in der Bucht von Charleston in South Carolina eskaliert die Frage zu einem Bürgerkrieg, der erst vier Jahre später mit dem Sieg der Unionstruppen unter dem späteren US-Präsidenten Ulysses S. Grant bei Appomattox-Courthouse in Virginia ein Ende findet. Eine Million Menschen auf beiden Seiten sind tot. Es dauert Jahr- zehnte, bis die letzten Wunden verheilen. Die Wunden, die auf dem nun folgenden großen Treck nach Westen der Urbevölke-

Foto von Abraham Lincoln vom 8. November 1863

Alexander Graham Bell (1847-1922)

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