250 Jahre USA: Ein Roadtrip durch die Geschichte

Das Grab von Jesse James im James Farm County Park bei Kansas City (Missouri)

Der Anführer der gleichnamigen Ban- de hat es trotz seines verbrecherischen Lebens zu einer Legende gebracht – wohl auch, weil gerade der Bürgerkrieg wütet und James gemeinsam mit seinem Bruder Frank offen mit der Armee der Konföde- rierten sympathisiert, die zu diesem Zeit- punkt bereits aus Missouri verdrängt ist. So zeigt sich auch im Mittleren Westen, dass die Historie des Kontinents trotz der überschaubaren Dauer seiner Siedlungs- geschichte kompliziert ist. Ohio etwa wird

lediglich durch den gleichnamigen Fluss von Kentucky getrennt, das während des amerikanischen Bürgerkriegs ähnlich wie Missouri nicht offiziell auf Seiten der Süd- staaten steht. Doch weil sich Kentucky als „loyaler Sklavenstaat“ aufstellt, versuchen Tausende geflohene Sklaven nach Ohio zu entkommen. An dieser Stelle kommt mit der sogenann- ten Underground Railroad ein veritabler Mythos ins Spiel. Hinter dem Namen verbirgt sich ein ganzes Netzwerk aus Fluchtrouten afroamerikanischer Sklaven, die der Schriftsteller Colton Whitehead in seinem gleichnamigen Roman thema- tisiert. Das National Underground Rail­ road Freedom Center in Cincinnati (Ohio) beleuchtet das Phänomen aus verschiede- nen Blickwinkeln.

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Das National Underground Railroad Freedom Center in Cincinnati (Ohio)

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