250 Jahre USA: Ein Roadtrip durch die Geschichte

Soul, Rock’n’Roll und die daraus resultie- rende Pop-Musik beeinflusst.

CMA-Musiker des Jahres 2024, der Men- schen, Orte und Musik ins Rampenlicht rückt, die Mississippi zum Geburtsort der amerikanischen Musik gemacht haben. Was schätzt Du persönlich am „Ameri- can Way of Life“ – sei es im Alltag, in der Natur, der Kultur oder im Miteinander? Ganz besonders schätze ich, vor allem in den Südstaaten, den höflichen Umgang miteinander und dass man willkommen geheißen wird. Schön war zum Beispiel, als ein Mann in Mississippi meiner Grup- pe von Reisenden eine Getränkerunde ausgab, einfach weil er sich freute, dass wir extra aus Deutschland dort hingereist waren. Mir gefällt außerdem, dass man die Erfolge anderer feiert. Das Wort Schaden- freude gibt es im Englischen nicht. Was wünschst Du den USA zum 250. Geburtstag – aus Deiner ganz persön- lichen Perspektive? Liebe USA, ich feiere Dein Durchhaltever- mögen und Deine Stärke, auch schwierige Zeiten in den letzten 250 Jahren zu akzep- tieren, zu überwinden und gestärkt daraus hervorzugehen. Ich feiere Deinen Inno- vationsgeist und Deine Schönheit, aber besonders Deine Menschen, die Dich zu dem gemacht haben, was Du bist. Für die Zukunft wünsche ich Dir, was ich uns allen wünsche: Frieden und Zuversicht für die nächsten 250 Jahre und darüber hinaus.

Gibt es einen „Signature Moment“, den Gäste in Deinen Regionen erleben kön- nen – etwas, das sie nie vergessen? Wer in Mississippi in einem der Blues Clubs seinen Abend verbracht hat, wird das so schnell nicht wieder vergessen. Diese Musikrichtung, die dem Leben und Leiden Raum gibt, berührt das Herz. In Kentucky beeindruckt jeden, neben wun- dervollen Naturerlebnissen, die Hand- werkskunst der Bourbon-Destillen und der Pferdezucht. Ganz sicher vergisst man nicht die erste „Kentucky Hug“, also das Brennen des Ethanols beim ersten Schluck Bourbon, was wirklich wie eine warme Umarmung anmutet. Und während man durch die Hügellandschaft vorbei an wei- ßen Holzzäunen fährt, bekommt man die- ses „All-American Feeling“.

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Julia in Tupelo (Mississippi)

Was bedeutet das Jubiläum „250 Jahre USA“ für Deine Destinationen – und wie wird es vor Ort gefeiert oder thematisiert? Für meine Staaten, in denen Bürgerkriegs- und Bürgerrechtsgeschichte einen großen Teil ihrer Identität ausmachen, ist das Jubiläum ein wichtiger Meilenstein. Es werden neue Rundreisen aufgesetzt und, gefördert durch staatliche Zuschüsse, digitale Inhalte zu den Feierlichkeiten kre- iert. „Mississippi on the Map“ ist ein neuer Podcast, moderiert von dem aus Missis- sippi stammenden Charlie Worsham, dem

Julia im Kentucky Artisan Center in Berea (Kentucky)

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