250 Jahre USA: Ein Roadtrip durch die Geschichte

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A ls die USA sich 1776 von Großbritannien loslösen, sind weite Teile des nord- amerikanischen Kontinents noch nicht von europäischen Siedlern erschlossen. Die westlich des Mississippi gelegenen Regionen teilen sich zu diesem Zeitpunkt die vielen indigenen Völker. Einzige Aus- nahme ist Kalifornien, das spanische Siedler etwa zeitgleich zum amerikani- schen Unabhängigkeitskrieg im größe- ren Stil zu erschließen beginnen. Faszinierende Zeitzeugen dieser Epoche sind 21 Missionskirchen, die zwischen 1769 und 1812 in dem Küstenstaat entste- hen. Die Gotteshäuser stehen zwischen San Diego im Süden und San Francisco im Norden vor allem nahe der Küste. Dabei zeichnen sie für viele bis in die Gegenwart gültige Städtenamen wie Santa Barbara

Die Old Mission in Santa Barbara

oder San Luis Obispo verantwortlich. Ziel der Missionare ist vor allem die Christia- nisierung der indigenen Völker. Ein Vorha- ben, das kläglich scheitert. Besser gelingt ihnen die Kontrolle weiter Landstriche und deren landwirtschaftliche Nutzung. Als sich Mexiko 1821 von Spanien loslöst, ziehen sich die Iberer aus Kalifornien zurück. Fortan gehört auch Kalifornien zu Mexiko. Die Erschließung und Kolonialisierung aller anderen Regionen im Westen des Kontinents nimmt erst an Fahrt auf, als es dem damaligen Präsident Thomas Jeffer- son 1803 gelingt, Napoleon vom Verkauf Louisianas zu überzeugen. Anders als der Name vorzugeben scheint, handelt es sich dabei nicht etwa um den Bundesstaat der Gegenwart, sondern um ein gigantisches, von Franzosen kontrolliertes Gebiet, das

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