RZ_KW06_2018

AZA 4125 Riehen 1

Buchen Sie jetzt Ihr Inserat auf der Front

Riehener Zeitung DI E WOCHENZE I TUNG FÜR R I EHEN UND BETT INGEN

Kleiner Preis – grosse Wirkung! Ihr Frontinserat

FReitag,9.2.2018 97. Jahrgang | Nr. 6 nächSte auSgabe gRoSSauFlage

Fr. 550.– Fr. 700.–

Aboausgabe

Grossauflage

Redaktion und inSeRate: Riehener Zeitung AG Schopfgässchen 8 , Postfach 198 , 4125 Riehen 1 Telefon 061 645 10 00 , Fax 061 645 10 10 www.riehener-zeitung.ch Erscheint jeden Freitag Preis: Fr. 2.– , Abo Fr. 80.– jährlich

Einwohnerrat: Die SP ist jetzt die wählerstärkste Partei in Riehen Seite 2

Liederabend: Annina Battaglia verzauberte das «Heimpublikum» Seite 3

Volleyball: KTV-Frauen mit bester Ausgangslage für die Playoff-Halbfinals Seite 14

GEMEINDEWAHLEN Nur noch zwei Gemeinderatssitze offen für den zweiten Wahlgang vom 18. März Hansjörg Wilde wurde glanzvoll bestätigt

Hansjörg Wilde hat sein Amt als Gemeindepräsident bereits im ersten Wahlgang verteidigt, in den Gemeinderat gewählt wurden Christine Kaufmann, Daniel Albietz, Silvia Schweizer und als Neuling Daniel Hettich. Der grosse Sieger vom vergangenen Sonntag war Gemeindepräsident Hansjörg Wilde. Kaum einer hatte da- mit gerechnet, dass Wilde die Wieder- wahl im ersten Wahlgang schaffen würde, ein zweiter Wahlgang war all- gemein erwartet worden. Entspre- chend erleichtert zeigte sich Wilde, der auch von einem sehr guten Ge- samtergebnis der Bürgerlichen Alli- anz sprach. Sein Resultat zeige ihm, dass er sein Versprechen, über die Partei- grenzen hinaus zu wirken, habe ein- halten können und dass seine Bürger- nähe beim Wahlvolk angekommen sei, so Wilde weiter. Er sei froh, dass der Wahlkampf diesmal nicht so hart und persönlich geführt worden sei wie vor vier Jahren. Das mache die Zusammenarbeit im Gemeinderat einfacher. Daniel Hettich für Bürgenmeier auf Anhieb gewählt Einer der Profiteure der Bürgerli- chen Allianz war auch Daniel Hettich (LDP), der die Wahl als Neuling über- raschend deutlich schaffte und damit den LDP-Sitz des zurücktretenden Christoph Bürgenmeier verteidigte. Er gehe seine neue Aufgabe nun in Ruhe an, wolle für das Gewerbe ein- stehen und dafür sorgen, dass im Ge- meinderat das ganze Spektrum der bürgerlichen Interessen zum Zuge komme, jene der Alten wie jene der Jungen und jene aus allen Teilen der Gemeinde. Ob er sein Mandat im Grossen Rat weiterführen wird, liess Daniel Het- tich in einer ersten Reaktion amWahl- tag noch offen. Einerseits sei dies eine gute Ämterkombination, die die Kon- taktpflege und die Vernetzung er- leichtere, andererseits müsse sich sein politisches Engagement arbeitstech- nisch mit seiner Tätigkeit als Chef eines Handwerksbetriebs vereinba- ren lassen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtete Christine Kaufmann (EVP) den Ausgang des ersten Gemeinderatswahlganges. Äus- serst zufrieden war sie mit ihrem Spit- zenergebnis als Gemeinderätin. Dass Rolf Spriessler-Brander Loris Vernarelli

diesen positiven Trend in die Gemein- deratswahl zu übertragen, sei enttäu- schend. Allerdings sei es natürlich für die SP eine Gratwanderung gewesen, ei- nerseits als Kritikerin der bürgerli- chen Abbaupolitik im Sinne einer Oppositionspartei aufzutreten und sich gleichzeitig als Regierungspartei zu empfehlen. Es gehe nun darum, den SP-Sitz von Guido Vogel und den EVP-Sitz von Annemarie Pfeifer zu verteidigen und zu verhindern, dass die SVP in den Gemeinderat einziehe, und zwar im Interesse einer einiger- massen ausgewogenen Besetzung des Gemeinderats. Deshalb kandidie- re er imzweitenWahlgang nichtmehr. Christine Birchmeier (Grüne) sprach von einem sehr guten persön- lichen Resultat. Immerhin 1515 Stim- men seien für sie als Frau, die noch nicht lange in Riehen wohne und wir- ke, wenig bekannt sei und dann noch zu den Grünen gehöre, ein sehr gutes Resultat. Es habe sich gezeigt, dass es in Riehen doch noch viele Leute gebe, die grüne Ideen unterstützen wollten. Unangenehm sei, dass ihr SP-Wahl- kampfkollege Guido Vogel noch nicht im Amt bestätigt worden sei. Der erste Wahlgang zeige das Bild Riehens, das bürgerlich bleiben wolle. Im zweiten Wahlgang wird Chris- tine Birchmeier, die als zweite Grüne neben Marianne Hazenkamp neu in den Einwohnerrat gewählt wurde, nicht mehr antreten. Sie unterstützt die Wiederwahl von Guido Vogel (SP) und Annemarie Pfeifer (EVP). Vier Kandidierende stellen sich dem zweiten Wahlgang Inzwischen ist die Ausgangslage für den zweiten Wahlgang klar. Die SP und die EVP steigen gemeinsam mit ihren beiden Bisherigen Guido Vogel (SP) und Annemarie Pfeifer ins Rennen und werden dabei von den Grünen unterstützt. Der zweite SP- Kandidat Martin Leschhorn Strebel und die Grüne Christine Birchmeier treten nicht mehr an. Felix Wehrli (SVP) tritt als Kandi- dat der Bürgerlichen Allianz von FDP, LDP, CVP und SVP an. Die Allianz setzt auf Wehrli als einzigen Kandi- daten und gibt sonst keine Wahlemp- fehlung ab. Alleine nochmals ins Rennen stei- gen wird die GLP-Kandidatin Katja Christ, die sich als Alternative in der politischen Mitte versteht. Gemeinderatszahlen, Einwohnerrat und Kommentar siehe Seite 2.

Christine Kaufmann, Daniel Hettich, Silvia Schweizer, Hansjörg Wilde und Daniel Albietz (von links) wurden am Sonntag bereits im ersten Wahlgang gewählt. Fotos: Philippe Jaquet

menarbeit der Bürgerlichen Allianz zu: «Mein Leistungsausweis hat viele Riehenerinnen und Riehener über- zeugt.» Nicht zu unterschätzen sei auch ihr grosses Netzwerk, schon al- leine als Präsidentin des Frauenver- eins erreiche sie viele Wählerinnen, betonte die FDP-Gemeinderätin. Sie freue sich, ihre Arbeit weitermachen zu können, denn Kontinuität im Schulbereich sei enorm wichtig. Daniel Albietz glanzvoll im Amt bestätigt Wie vor vier Jahren wurde Daniel Albietz (CVP) glanzvoll im ersten Wahlgang für eine weitere Legislatur- periode wiedergewählt. Er sei sich seiner Sache bis zuletzt nicht sicher gewesen, sagte er, obwohl ihm viele diesen Ausgang prophezeit hätten: «Wahlen sind Wahlen, da kann man sich nie in Sicherheit wiegen.» Albietz zeigte sich mit seinem Re- sultat und jenem der Bürgerlichen Allianz «sehr zufrieden». Es habe sich herausgestellt, dass die Bürger- lichen in Riehen fast unschlagbar sei- en, wenn sie zusammenhielten. Das «fast» bezieht sich auf die Nichtwahl von Felix Wehrli im ersten Wahlgang. «Es ist am heutigen Tag der einzige Wermutstropfen», fügte der im Amt bestätigte Gemeinderat an. FelixWehrli (SVP) selbst allerdings war mit seinem Ergebnis im ersten Wahlgang durchaus zufrieden. Es sei so herausgekommen, wie er es erwar- tet habe. Sein Resultat sei sogar etwas besser, als er gedacht hätte. Dass er für einen SVPler ein doch sehr gutes Resultat gemacht habe, sei wohl auch ein Verdienst seiner Arbeit in den Ein- wohnerratskommissionen und auch damit zu begründen, dass er eine gute Zusammenarbeit mit den übrigen bürgerlichen Parteien pflege. Die Bürgerliche Allianz habe ihm geholfen, so Wehrli, und nun hoffe er darauf, dass dies auch im zweiten Wahlgang funktionieren werde. Er sehe seine Wahlchance durchaus in- takt, sein Abstand zu den beiden Bisherigen sei nicht so gross. Sehr ge- freut habe ihn die klare Wiederwahl des Gemeindepräsidenten. Auch hier habe die Bürgerliche Allianz offen- sichtlich Erfolg gehabt. Ganz anderer Stimmung war An- nemarie Pfeifer. Die EVP-Gemeinde- rätin verpasste das absolute Mehr um lediglich 158 Stimmen. «Dass es so

knapp mit der direktenWahl nicht ge- reicht hat, ärgert mich», gab sie zer- knirscht zu. Jetzt gelte es, sich voll auf den zweiten Wahlgang zu konzentrie- ren, in den sie «sehr motiviert» gehe. Das primäre Ziel von Mitte-Links müsse nun heissen, die Stärkeverhält- nisse im Gemeinderat beizubehalten. Sie sei zuversichtlich, dass das gelin- gen wird: «Guido Vogel und ich set- zen uns stark für die Gemeinde ein. Ich bin überzeugt, dass sich die Bevöl- kerung erkenntlich zeigen wird.» Der angesprochene Guido Vogel (SP) schlug selbstverständlich in die gleiche Kerbe. Er rechne sich für den zweiten Wahlgang gute Chancen aus, nicht zuletzt, weil er mehr Stimmen als Felix Wehrli erhalten habe. Sein Er- gebnis sei im Rahmen der Erwartun- gen ausgefallen: «Ich konnte im Ver- gleich zu den Wahlen 2014 sogar zulegen, obwohl ich diesmal nicht fürs Präsidium kandidiert habe», stellte Vogel fest. Sehr positiv wertete der Verkehrsdirektor schliesslich die Tat- sache, dass die Sozialdemokraten die wählerstärkste Partei in Riehen ge- worden seien. Achtbar hat sich Katja Christ ge- schlagen. Die ausserhalb der beiden Blöcke angetretene Kandidatin der Grünliberalen vereinte knapp über 2000 Stimmen auf sich und liess so- mit Martin Leschhorn und Cornelia Birchmeier hinter sich. «Die Wähler haben es geschätzt, sich nicht für Links oder Rechts entscheiden zu müssen», analysierte Christ ihr Wahl- ergebnis. Für sie hätten allerdings auch ihr Bekanntheitsgrad in der Ge- meinde sowie die Fokussierung auf eigene Themen gesprochen. Die GLP-Politikerin tritt im zwei- ten Wahlgang nochmals an und sieht sich keineswegs als chancenlos. Doch nur, wenn «sich die Parteiparolen nicht durchsetzen». Ihre Hoffnung sei, dass am 18. März die Personen und ihre Pläne im Mittelpunkt stün- den, nicht die Parteien. Diskrepanz zwischen Parlament und Gemeinderat Sehr enttäuscht über sein Ab- schneiden als Gemeinderats- und als Präsidiumskandidat war Martin Le- schhorn Strebel (SP). Die SP habe ei- nen sehr aktiven Wahlkampf geführt, was sich ja auch in einem guten Ein- wohnerratsergebnis niedergeschlagen habe. Dass es aber nicht gelungen sei,

sie das beste Resultat aller Angetrete- nen machte, sei für sie eine Überra- schung gewesen. Enttäuschend sei hingegen, dass ihre Parteikollegin An- nemarie Pfeifer und SP-Mann Guido Vogel die Wiederwahl im ersten Wahl- gang nicht geschafft hätten. Guido Vo- gel habe allerdings das undankbarste Ressort, da er es sei, der sich um die Baustellen und den Durchgangsver- kehr habe kümmern müssen. Beim Präsidiumswahlgang habe sie fest mit einem zweiten Wahlgang gerechnet und das schwache Ergebnis von Martin Leschhorn sei sehr enttäu- schend. Aber Riehen gehe es ja gut und da sei wohl kein grosses Bedürfnis für einen Wechsel vorhanden gewesen. Der EVP sei es durchaus ernst gewesen mit ihrer Kritik am Wirken des Präsi- denten innerhalb des Gemeinderates und nun sei es am Gemeinderat, intern gewisse Dinge vielleicht anders anzu- gehen. Nun gelte es, im zweiten Wahl- gang den zweiten EVP-Sitz und den einen SP-Sitz ins Trockene zu bringen. Silvia Schweizer besser als erwartet wiedergewählt Eine der vielen kleinen Überra- schungen am letzten Sonntag stellte die Wahl von Silvia Schweizer (FDP) im ersten Wahlgang dar. Das Resultat ist umso erstaunlicher, als die Freisin- nigen bei den Einwohnerratswahlen deutliche Stimmenverluste hinneh- men mussten (minus 1,3% oder umge- rechnet rund 6000 Stimmen weniger als 2014). Die Gründe für ihr beachtli- ches Abschneiden schreibt Schweizer nicht nur der erfolgreichen Zusam-

Reklameteil

Liebesbrief zum Valentinstag mit raffinierter Hackfleischfüllung

Telefon 061 643 07 77

0 6

Überschwengliche Freude bei Hansjörg Wilde: Die Wiederwahl als Ge- meindepräsident im ersten Wahlgang kam auch für ihn überraschend.

9 771661 645008

Made with FlippingBook - Online catalogs