IHK-Magazin Ausgabe 2/2026

02 | 2026 IHK Magazin

IHK-Magazin digital lesen: ihk.de/ rhein-neckar/ magazin

Beilage IHK-Jahres- rückblick 2025

MANNHEIM

Apothekerin Eva Wolfmüller expandiert in Spinelli SEITE 12

AUS DEN UNTERNEHMEN

BW-WAHL IHK-Forderungen an die Landespolitik SEITE 20

Anja Mischke: Burnouts verhindern SEITE 26

Entdecken Sie unseren Profistore:

Ja! Mein Werkzeug kaufe ich in Mannheim vor Ort. Bei Conrad.

Profistore Mannheim Morchfeldstr. 37–39 • b2b.mannheim@conrad.de

STANDPUNKT

Wählen gehen!

D ie Diskussionen um eine Reform der Erbschaftssteuer bei Betriebsvermö- gen und eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer irritieren viele Unter- nehmerinnen und Unternehmer. Wir warnen vor jeder Form der Substanz- besteuerung und vor zusätzlichen Belas- tungen bei Betriebsübergängen. Beides würde den familiengeführten Mittelstand ins Mark treffen. Die Erbschaftssteuer fließt den Ländern zu und über den Bun- desrat bestimmen sie mit. Wer in Stuttgart zukünftig regiert, ent- scheidet sich am 8. März. Nehmen Sie die Landtagswahl ernst! Denn auf die neue Landesregierung warten gewichtige Auf- gaben: Der industriestarke Südwesten ist vom Strukturwandel und den Verwerfun- gen im Welthandel besonders betroffen. In der Folge liegen wir im Vergleich der Bundesländer beim Wachstum weit hinten. Doch auch bei der landespolitischen Kern- aufgabe par excellence, der Bildung, ist das Land abgerutscht. Die IHK Rhein-Neckar hat Positionen zur Landtagswahl formuliert. So fordern

Fachkräfte“ heißen die weiteren Kapitel „Regulatorik und Verwaltung“, „Industrie und Innovation“ sowie „Infrastruktur und Energie“. Über all diese Themenfelder haben wir in unseren vier IHK-Wahlarenen mit den Di- rektkandidaten aus der Region diskutiert. Viele Unternehmerinnen und Unterneh- mer haben nicht nur zugehört, sondern sich auch aktiv mit ihren Erwartungen und Forderungen eingebracht. Vielen Dank dafür! Für politisch Verantwortliche und die, die es werden sollen, sind solche Aus- tauschformate wichtig, um einen direkten und ungeschönten Einblick in den betrieb- lichen Alltag von kleinen und mittelständi- schen Unternehmen zu erhalten. Mein Dank gilt aber auch allen Kandidie- renden: Das ist ein Dienst an der Demokra- tie, der unseren Respekt verdient. Sie, liebe Leserinnen und Lesern, bringen diesen Respekt am besten zum Ausdruck, indem Sie am 8. März wählen gehen. Machen Sie von Ihrem Stimmrecht Gebrauch und stärken Sie politische Kräfte, die unser Land gemein- sam voranbringen und seine Wettbewerbsfähigkeit wieder

Mehr zur konjunktu- rellen Entwicklung: Seite 22 und unter ihk.de/rhein-neckar/ konjunktur

Für politisch Verantwortliche sind Austausch- formate wichtig, um einen unge- schönten Einblick in den betrieblichen Alltag zu erhalten.

wir für die allgemeinbildenden Schulen einen verbindlichen Kompetenzrahmen mit klaren Standards und Zielen für die Ausbildungsreife: fachlich, sozial, digital und metho- disch. Neben „Bildung und

verbessern wollen. Daran werden wir die künftige Landesregierung in jedem Fall messen.

Manfred Schnabel Präsident der IHK Rhein-Neckar

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INHALT

IHK Magazin 02 | 2026

KOMPAKT

6 Wirtschaft und Region im Überblick

TITELTHEMA | MANNHEIM

12 Eva Wolfmüller Apothekerin über ihre Filiale auf Spinelli

13 IZ Green Tech Neue Heimat für Start-ups entsteht

14 David Azimi Wie der Gastronom die G-Quadrate erlebt

15 OMMA Gewerbeverein stellt sich neu auf

16 Drei Fragen an … … den Mannheimer Oberbürgermeister

22 Auf dem Prüfstand Die hohen Arbeitskosten sind ein Risiko.

16 Projekte Das hat die IHK 2025 in Mannheim bewirkt

17 Knotenpunkt und Co. In diesen Bereichen punktet Mannheim

17 Statistik Der Wirtschaftsstandort in Zahlen

28 Nachfolge offen Christoph und Nadine Rottenberger wissen noch nicht, ob ihre Kinder das familieneigene Unternehmen weiterführen werden.

AUS DER IHK

20 Landtagswahl Das fordert die IHK von der zukünftigen Landesregierung

21 Interessenvertretung Was die IHK-Organisation bewegt

STANDORT

22 Konjunktur-Umfrage So starten die Unternehmen der Region ins neue Jahr

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IHK-Magazin digital lesen:

AUS DEN UNTERNEHMEN

24 Terranger Products In Neidenstein gibt es Offroad-Zubehör für Autos

25 Zuckerladen Heidelberg Neu-Inhaberin Antonia Brehme im Porträt

27 Kadel Unternehmensgruppe hat Nachfolgeprozess eingeleitet

29 Power Plus Communications Digitale Stromzähler aus Mannheim 30 HIMA Anbieter von Sicherheitslösungen testet KI-Lösungen

32 Absina Vom Drei-Mann-Start-up zu 25 Mitarbeitern

TIPPS

34 Unternehmensführung 35 Innovation 36 Recht & Steuern 38 International 40 Ausbildung 41 Umwelt & Energie 42 Weiterbildung

34 Krise

Unternehmen können sich auf schwierige Situationen vorbereiten. Wichtig ist es zudem, Warnsignale nicht zu überhören.

IHK-SERVICE

44 Öffentliche Bekanntmachungen 44 Impressum 45 IHK-Börse 47 Jubiläen

NAMEN SIND NACHRICHTEN

48 Meldungen in Kürze

35 Tipps: Innovation

SO LADE ICH MEINEN AKKU AUF

50 Raus Wald und Wiese: Zwei Entspannungs-Inseln, die Linda Luk aus Schönbrunn für sich entdeckt hat.

Wie erhalten Unternehmen Fördermittel? Die IHK informiert darüber in einer neuen Veranstaltungsreihe.

VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG

18 EDV

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KOMPAKT

Naggisch-Chefin Corinn Anyanwu plant, in ihrem Laden auch einen Mittagstisch anzubieten.

NAGGISCH NECKARGEMÜND Vom Unverpacktladen zum Vollsortimenter

mobile Hundetrainerin erforderte viel Reise- tätigkeit. Auch das konnte ich mir plötzlich nicht mehr vorstellen“, so die gelernte Indus- triekauffrau. 2024 gab es dann im „Naggisch“ einen großen Wasserschaden, der die Unter- nehmer erneut zum Umdenken zwang. Statt weiter in die vorhandenen 56 Quadratmeter zu investieren, entschloss sich das Paar zum Umzug in die ehemaligen Räume einer Tanz- schule.: „Wir sind jetzt ein Vollsortimenter mit Obst und Gemüse, einer großen Käsetheke, sowie Backwaren und einem Tiefkühlbereich. Sich breit aufstellen und sich nicht ausschließ- lich auf die Laufkundschaft verlassen, ist uns wichtig“, fasst Corinn Ayanwu zusammen. MB

SEIT VERGANGENEM NOVEMBER GIBT ES IN NECKARGEMÜND wieder einen Nahversorger in der Altstadt. Auf 260 Quadratmetern haben Corinn Anyanwu und ihr Mann Chima im Pflughof das „Naggisch“ eröffnet. Vorher be- trieben sie bereits ihren gleichnamigen Unver- packt-Laden in der Hauptstraße. „Wir sind mit ‚Naggisch‘ im Januar 2020 gestartet. Unser Geschäft war ein Crowdfunding-Projekt. Viele Neckargemünder haben finanziell geholfen, unsere Idee zu realisieren“, erzählt Corinn An- yanwu. Sie wollte mit dem „Naggisch“ ihrem Leben beruflich eine neue Richtung geben. Nach einer schweren Krebserkrankung hatte Anyanwu gemeinsam mit ihrer Familie ihren Lebensstil geändert: „Ich habe mich bewusster und gesünder ernährt, wollte weniger Plastik- müll produzieren. Mein damaliger Beruf als

„Sich breit aufstellen

und sich nicht ausschließlich auf die Lauf- kundschaft ver- lassen, ist uns wichtig.“

Corinn Anyanwu

naggisch.bio

? Muss ich die Corona- Soforthilfe zurück- zahlen? FRAGE DES MONATS

ZAHL DES MONATS

Empfänger von Corona-Soforthilfe auf Basis der ersten Richtlinie (22. März bis 7. April 2020) sollen diese nach den Planungen des Landes Baden- Württemberg nicht zurückzahlen müssen (Stand: Mitte Februar).  ihk.de/rhein-neckar/ corona-soforthilfe

prognostiziert die DIHK für 2025. Tipps für Ihre Unternehmenssicherung: Seite 34 QUELLE: DIHK

23.000 UNTERNEHMENSINSOLVENZEN

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KOMPAKT

O-TON DES MONATS

tragen? Dieser Frage steht im Zentrum des IHK-Netz - werktreffens Tourismus am 23. März in Heidelberg. Die Veranstaltung richtet sich an Gewerbetreibende, City-Management- und Marketingverantwortliche.

TIPPS & TERMINE

Guten Morgen, guten Tag. Guten Abend, gute Nacht.

Netzwerktreffen I.: Neue Arbeitswelten, flexible Strukturen und der Ein - satz von KI verändern die Unternehmenswelt. New Work sorgt für Chancen und bringt Herausforde - rungen. Am 20. März trifft tauscht sich dazu in Mann - heim das IHK-Netzwerk Kreativwirtschaft aus. ihk.de/rhein-neckar/ netzwerk-kreativwirtschaft Netzwerktreffen II. Wie können Gastronomie, Einzelhandel und Veran - staltungsformate gemein - sam zur wirtschaftlichen Belebung von Städten bei -

Dr. Caroline von Kretschmann sang und tanzte zu diesem Schlager von Peter Menger durch ihr Hotel. Was darauf folgte? Siehe Seite 8

ihk.de/rhein-neckar/ netzwerk-tourismus

Und noch ein Veranstal- tungshinweis: Um die nachhaltige, ressourcen- und flächensparende Entwicklung von Gewerbe - gebieten geht es ab dem 11. März bei der IHK-On - line-Veranstaltungsreihe „Gewerbeflächen zu - kunftsfähig gestalten“.

MEIN TOPSELLER

„Cappuccino im zweiten Zuhause“

ihk.de/rhein-neckar/ zukunft-gewerbegebiete

FRANCESCO NOVELLO: Unser Topseller ist – ganz klas- sisch – der Cappuccino. Die Bio-zertifizierten Kaffeeboh- nen, die wir verwenden, stammen von einer Rösterei aus Freiburg. Für den kleinen Hunger zwischendurch greifen unsere Gäste am häufigsten zum Bananenbrot oder zu den frisch zubereiteten Lachs-Bagels. Wenn es wärmer wird, kommt der Iced Matcha besonders gut an. Meine 16 Mit- arbeitenden sind für mich von unschätzbarem Wert und bilden das Herzstück des Cafés. Alle bringen ihre eigenen Ideen mit ein und gemeinsam entstehen auch mal neue Kreationen wie die aktuellen Hot Chocolate Winter-Spe- cials „Pumpkin Spice“ und „Red Velvet“. Unser Café ist für viele wie ein zweites Zuhause. Die Menschen treffen sich hier zum Arbeiten, sie lernen oder verbringen bei uns Zeit mit ihren Freunden. Seit dem Ausbau im Frühjahr 2025 haben wir auch

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endlich mehr Sitz- gelegenheiten. Im Star Coffee ist über die Jahre hinweg eine ganz eigene,

• Beratungsangeboten u. a. zu Ressourceneffizienz, Fördermitteln, Azubi-Suche oder IT-Sicherheit • Informationen wie Änderungen im Steuer- und Gesellschaftsrecht oder zum Auslandsgeschäft

vielseitige Commu- nity entstanden. Das zeigt mir, dass meine Arbeit gesehen und wertgeschätzt wird. LM

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Seit 2012 betreibt Francesco Novello das Star Coffee Mannheim in der Nähe des Mannheimer Wasserturms.

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KOMPAKT

IHK-REGION Atemlos durchs Hotel

MANNHEIM Demokratie stärken: Rund 150 Auszubildende von Bilfinger in Deutschland durchlaufen derzeitig als erste ein neues Pro- gramm zur Demokratiebildung. Diskussionen, Workshops und Seminare zum Thema werden die Nachwuchskräfte über ihre gesamte Ausbildungszeit hinweg begleiten.

HEIDELBERG Ein Video und seine Folgen: Dr. Caroline von Kretschmann, Geschäftsführerin des Euro- päischen Hofes, postete ihr Tanzvideo (siehe Seite 7) auf Tiktok. Dieses wurde bis Ende Januar rund acht Millionen mal geklickt. Das Hotel erhielt mehr als 50 Bewerbungen.

WALLDÜRN Pack‘ die Badehose ein: Im Januar konnten die Besucher des Hallenbads Walldürn abtauchen – beim Film- gucken im Wasser oder vom Becken- rand aus. Auf dem Programm stand unter anderem die Komödie „Becken- rand Sheriff“.

Weinheim

Walldürn

Buchen

Hirschberg

Mannheim

Eberbach

Ladenburg

Waldbrunn

Schönbrunn

Heidelberg

Brühl

Schwetzingen

Leimen

Mosbach

Hockenheim

Walldorf

Wiesloch

Sinsheim

EVENTS 14. März Mannheim

WALLDORF Kein Herz aus Stahl:

From Disco to Disco: Clubnight in der Alten Schildkrötfabrik. Wer zu Studio 54-Musik nicht tanzen will – es gibt in der Veran- staltungsreihe auch Events mit anderer Musik. www.foreverdisco.de 18. März Heidelberg Zum Lachen in den Keller: Standup- Comedy im Cave54 in der Hauptstraße www.cave54.de

WALDBRUNN Nahversorgung gesichert: Der Ortsteil Schollbrunn hat wieder eine Dorfladen. Dieser wird betrieben von der Schülerfirma der Klasse 8b der Realschule Eberbach.

Das CSR-Netzwerk der IHK ist am 25. Februar bei der TS Group zu Gast. Timo Stibitz, Gründer des Stahl- händlers, spricht über ehren- amtliches Engagement. ihk.de/rhein-neckar/ netzwerk-gesellschaftliche verantwortung

WIESLOCH Personal-News: Der Auf- sichtsrat der MLP Finanz- beratung SE hat den bis 31. Dezember 2026 laufen- den Vorstandsvertrag von Oliver Liebermann um eine weitere Amtszeit bis Ende 2031 verlängert.

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KOMPAKT

DIE ANALYSE

STECKBRIEF

KALENDERBLATT

Dr. Christoph Garbe: „Gemeinsam Verantwortung übernehmen“

8. März Landtagswahl in Baden- Württemberg. Noch un- entschlossen? Ab dem 25. Februar gibt es die Aufzeichnungen der IHK- Wahl-Arenen als Entschei - dungshilfe:

Herr Dr. Garbe, Sie sind neu im IHK-Ausschuss „Industrie und Innova- tion“. Weshalb? Ich engagiere mich, weil ich als Unternehmer und Hochschuldozent täglich erlebe, wie ent - scheidend Innovation für Wettbewerbsfähigkeit ist. Ich möchte meine Praxiserfahrung einbringen, Hemmnisse benennen und Lösungen mitgestalten. Der Ausschuss bietet die Möglichkeit, gemeinsam Verantwortung für einen starken, zukunftsfähigen Industriestandort zu über - nehmen und Innovation konkret voranzubringen – pragmatisch und wirksam. Aspekt Rahmen- bedingungen: Was muss sich hier aus Ihrer Sicht ändern? Aus unternehmerischer Sicht brauchen wir innova - tionsfreundlichere

Genehmigungen, weniger Bürokratie und einfachere Förderprogramme. Gleich - zeitig müssen Unterneh - men flexibler auf neue Technologien reagieren können. Dafür braucht es modernere arbeitsrecht - liche Regelungen und flexible Beschäftigungs- und Qualifizierungsmodel - le. Nur mit regulatorischer Klarheit und Anpassungs - fähigkeit bleiben Inves - titionen, Innovation und Wachstum am Standort langfristig möglich. Ru Dr. Christoph Garbe ist Geschäftsführer der HD Vision Systems GmbH und seit 2025

Dr. Axel Nitschke ist IHK-Hauptgeschäftsführer.

 ihk.de/rhein-neckar/ wahl-arena

Viel Luft nach oben



Zu Jahresbeginn zeigen sich in der Wirtschaft einige positive Signale. In der Industrie bei - spielsweise nimmt die Pro - duktion wieder etwas an Fahrt auf. Die Konjunktur hellt sich insgesamt leicht auf, es ist je - doch noch viel Luft nach oben. Die Betriebe werden weiterhin von hohen Kosten, umfang - reichen Berichtspflichten und den zahlreichen geoökonomi - schen Spannungen stark aus - gebremst. Es entwickelt sich daher keine wirkliche Wachs - tumsdynamik; die strukturellen Herausforderungen bleiben für die Unternehmen dominierend.

AUS DEN HOCHSCHULEN

Neue Studie des Mannheimer Zentrums für Europäische Sozialforschung: Radi - kale, extremistische oder fundamentalistische Ein - stellungen treten häufig bei jüngeren, weniger gebildeten Männern auf, die sich gesellschaftlich wenig anerkannt fühlen.

Mitglied der IHK-Vollver - sammlung.

Rahmenbedin - gungen: schnel - lere, digitale

www.mzes.uni- mannheim.de

Mehr auf Seite 22

Beilagenhinweis: Das IHK-Jahr 2025

Die eigenen Belange selbst regeln: für diesen Grundgedanken steht IHK. Bestes Beispiel dafür ist die duale Berufsausbildung, die wir als Wirtschaft organisieren. Hauptadressat sind die Ausbildungsunternehmen, aber natürlich auch Schülerinnen und Schüler, die wir für eine Ausbildung gewinnen möchten. Und es profitieren auch die IHK-Mitglieder, die selbst gar nicht ausbilden: durch qualifizierte Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt. Der dieser Ausgabe beigefügte IHK-Jahresrückblick 2025 zeigt Ihnen viele dieser direkten und indirekten Leistungen aus dem vergangenen Jahr. Viel Spaß beim Lesen!

JAHRESRÜCKBLICK 2025 Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit

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TITELTHEMA | MANNHEIM

Viele neue Unternehmen in Mannheim Existenzgründungen je 1.000 Einwohner

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332.601 EINWOHNERZAHL von Mannheim 2024

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Luftbild des Stadtteils Spinelli mit der „U-Halle“ im Zentrum (auf - genommen 2024)

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2019

2020

2021

2022

2023

2024

QUELLE: STATISTISCHES LANDESAMT

QUELLE: STADT MANNHEIM

Die Stadt wächst Eine Apothekerin findet im neuen Stadtteil Spinelli eine zweite Heimat. In den Quadraten eröffnen Gründer ihren Gästen neue Geschmackswelten. Unterwegs in Mannheim

TITELTHEMA | MANNHEIM

M annheim ist Industrie, Mannheim ist Handel, Mannheim ist Dienstleis- tung. Mannheim ist Na- tur, Mannheim ist Kultur, Mannheim ist Bildung. Mannheim ist Drehkreuz und Verkehrsknoten der Region – die 330.000-Einwoh- nermetropole hat viele Gesichter. Das macht ihre Attraktivität aus, bringt aber auch Herausforderungen mit sich: Beispielsweise wenn die Infrastruktur bröckelt, Stillstand auf den Brücken herrscht, die die Stadt mit der anderen Seite des Rheins verbinden, und so die Erreichbar- keit der Stadt leidet. Noch fließt jeder dritte Euro, der in der Region im Einzelhandel ausgegeben wird, nach Mannheim. Doch die Innen- stadtwirtschaft, die auch auf Pfälzer Kundschaft angewiesen ist, leidet. Zentral für die IHK-Aktivitäten in Mannheim ist daher das Thema Er- reichbarkeit, und zwar nicht nur mit Blick auf Kunden, die mit dem Auto kommen (siehe Seite 16). Dabei gilt: Die Innenstadtwirtschaft ist nicht homogen. Mit besonderen Heraus- forderungen sehen sich beispielswei- se Betriebe rund um den Marktplatz konfrontiert (siehe Seite 15). Bei allen Herausforderungen: Die Zahl der Existenzgründungen in Mannheim ist weiterhin höher als im Schnitt Baden-Württembergs. Allein im G7-Quadrat haben innerhalb des vergangenen Jahres unter anderem drei junge Männer ihre Restaurants eröffnet: David Azimi das Kaabul², Ahmed Tuaimah das Falafina und zuletzt Muhammed Isa das IZ, ein uigurisches Restaurant. Azimi stellen wir in dieser Ausgabe vor (siehe Seite 14). Damit Mannheim attraktiv für Gründer bleibt, wird einiges getan. Im Mafinex- Existenzgründungszentrum beispielsweise sollen sich ab Herbst junge GreenTech-Unternehmen ansiedeln (siehe Seite 13). Nicht nur in Mannheim, sondern in der gesamten Region sind Flächen ein entscheidender Standortfaktor für die Entwicklung. Unternehmen, die sich ansiedeln wollen, benötigen

Flächen, ebenso wie ansässige, die erweitern wollen. Mannheim hat zwar einen vergleichsweise hohen Anteil an Industrie- und Gewerbeflächen (siehe Seite 17). Ein erheblicher Anteil entfällt dabei auf den Hafen. Jedoch fällt im Vergleich auch auf: Mannheim hat kaum Umland; anders als Großstädte, die im Verlauf der Zeit sehr viele Kommunen eingemeindet haben. Daher ist die Einwohnerdichte mit 2.200 Ein- wohnern je Quadratkilometer in Mannheim sehr groß. Die Konversionsflächen, die nach dem Abzug des US-amerikani- schen Militärs frei wurden, bieten daher einzigartige Möglichkeiten der Stadtentwicklung – nicht nur für Bewohner, sondern auch für Gewerbe. Eine, die die Gelegenheit ergriffen hat, ist Eva Wolfmüller. Sie ist Apothekerin. Als sie davon las, dass auf Spinelli eine Apotheke entstehen soll, hat sie kurzerhand zugegriffen (siehe Seite 12). Die jun- ge Unternehmerin fühlt sich wohl in Mannheims neuem Stadtteil, aber auch etwas allein auf weiter Flur. Denn so richtig kommt das Leben nicht in Gang. Ein Faktor sind auch hier bürokratische Prozesse. Doch Oberbürgermeister Christian Specht verspricht, mal Fünfe gerade sein zu lassen. Er will „nicht überall Perfek- tion, sondern Konzentration auf das Notwendige“ (siehe Seite 16). Texte im Titel: Ba

15.088 BETRIEBE

gab es 2024 in Mannheim QUELLE: STATISTA

Im Titel 12 Eva Wolfmüller Apothekerin über ihre Filiale auf Spinelli 13 IZ Green Tech Neue Heimat für Start-ups entsteht 14 David Azimi Wie der Gastronom die G-Quadrate erlebt 15 OMMA Gewerbeverein stellt sich neu auf

16 Drei Fragen an … … den Mannheimer Oberbürgermeister 16 Projekte

Das hat die IHK 2025 in Mannheim bewirkt 17 Knotenpunkt und Co. In diesen Bereichen punktet Mannheim 17 Statistik Der Wirtschaftsstandort in Zahlen

TITELTHEMA | MANNHEIM

EVA WOLFMÜLLER „Wo sind Sie denn?“

Eine Apothekerin beißt sich auf Spinelli durch. Eva Wolfmüller sieht die Vorteile eines komplett neuen Stadtteils, würde sich aber mehr gewerbliche Mitstreiter wünschen.

S chon mehrere Kunden hätten ihr gesagt: „Ich wusste ja gar nicht, dass Sie hier sind!“ Doch, antwor- tet Eva Wolfmüller dann, seit zwei Jahren. Die Apotheke war das erste Gewerbe auf Spinelli, Mannheims Stadtteil im Nordosten, der auf einem ehemaligen Militärgelände der US-Amerikaner entstanden ist. Oder vielmehr: entsteht. Denn bis das Areal komplett fertig- gestellt wird, die anvisierten 4000 Menschen dort leben werden, vergehen noch ein paar Jahre: Im Moment sind es gerade 920. Offiziell ist von 2035 die Rede. Für Wolfmüller ist das ein Problem. Ein Problem von mehreren. Denn noch geht es auf Spinelli recht beschaulich zu. Das gefällt der jungen Unternehmerin. Auf der einen Seite. Auf der ande- ren Seite fehlt die Kundschaft. „Aktuell ist es nicht einfach“, sagt Wolfmüller. Sie erinnert sich, wie sie irgendwann im Jahr 2021 mit ihrem Mann von Feuden- heim, wo Wolfmüller bereits 2018 die dortige Apotheke übernommen hatte, über das brachliegende Spinelli- Gelände spazierte und ein großes Schild sah. „Dort stand, was hier alles entstehen soll, ein Wohnquartier mit Geschäf- ten, einer Grundschule, Cafés, Restaurants, und auch eine Apotheke sollte es geben.“ Das Wort Apotheke verfängt, und Wolfmüller sagt heute: „Ich hätte mich geärgert, wenn das jemand anderer gemacht hät- te.“ Also meldet sie sich beim Bauträger der Gebäudeeinheit,

Es gibt jedoch auch Dinge vor Ort, mit denen Eva Wolfmül- ler nicht gerechnet hat. Zum Beispiel, dass sie kein weithin sichtbares Apothekenschild aufhängen darf. „Das ging aus baurechtlichen Gründen nicht, das hätte der Fassaden- gestaltung widersprochen“, berichtet die Unternehmerin. Ein Roll-up-Banner vor der Tür soll nun die Aufmerksam- keit der Menschen lenken: Hier ist eine Apotheke. Es sei auch die einzige Apo- theke weit und breit. „Es wäre eigentlich naheliegend, dass die Menschen auch aus Käfertal-Süd hierherkommen und nicht über die B38 in die dortigen Apotheken laufen“, meint Wolfmüller. Vielleicht fehlen die Parkplät- ze? Die gibt es auf Spinelli nur in begrenzter Zahl, das ist auch die Idee hinter dem grünen Viertel: Der Stellplatzschlüssel liegt im ersten Bauabschnitt bei 0,8. 80 Prozent der Wohn- einheiten haben nur einen, 20 Prozent der Wohneinheiten dagegen gar keinen baurecht- lich gesicherten Stellplatz für ein privates Auto. Wolfmüller hofft, dass schräg gegenüber an der Anna-Sammet-Straße ein paar Behindertenpark- plätze eingerichtet werden oder auch solche mit einem Apothekenzeichen. „Parkplätze sind für Apotheken ein Stand- ortvorteil, das ist ganz klar.“ Sie hofft außerdem, dass weitere Gewerbe folgen werden. Im- merhin, im Sommer 2025 habe der Rewe vis-à-vis eröffnet. Doch viele anderen Objekte stünden leer. „Das mag an

und die Dinge nehmen ihren Lauf. „Jetzt hänge ich mitten- drin, und es muss funktionie- ren.“ Wolfmüller sagt, sie habe manches unterschätzt be- ziehungsweise nicht vorher- sehen können; zum Beispiel, wie stark die Kosten steigen werden. Denn die Räumlich- keiten, die sie am Chisinauer Platz – benannt nach Mann- heims Partnerstadt Chisinau – mietet, sind komplett „nackig“, wie Wolfmüller sagt. Sprich: Sie muss die komplette Innen- einrichtung selbst planen und finanzieren. Dass sich durch den Russland-Ukraine-Krieg und einen sprunghaften US- Präsidenten die wirtschaftliche Lage global verschlechtern würde, damit habe damals niemand rechnen können.

In zwei Mannheimer Standorten aktiv: Eva Wolfmüller führt neben ihrer Apotheke auf Spinelli noch eine in Feudenheim.

Aktuell ist es nicht einfach.

Eva Wolfmüller

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den hohen Mieten liegen, denn wenn wie hier auf Spinelli ökologisch gebaut wird, sind die Baumaterialien teuer und die Mieten später entsprechend hoch.“ Wolfmüller will außerdem nicht verhehlen, dass es mit einzelnen Bewoh- nern auch schon mal Ärger gab. Über der Apotheke be- finden sich Wohnungen, und wenn die Schlafzimmer nach hinten raus gehen, könne es sein, dass die Menschen den Lieferdienst hörten, der auch nachts Medikamente bringe. „Ich kann nicht alle Medikamente vorhalten. Also bestelle ich, was fehlt, die Lieferung erfolgt noch am Abend oder in der Nacht, damit es der Kunde am nächsten Tag abholen kann“, erklärt Wolfmüller. Dass Menschen von der Dauerbaustelle, die Spinelli nach wie vor sei, genervt seien, höre sie immer wieder in Ge- sprächen. „Da ist die Aufregung selbst über Kleinigkeiten groß“, sagt Wolfmüller. Eine größere Aufregung, die viele teilten, sei die breite Busspur, die als Hedwig-Eppstein- Straße, Chisinauer Platz und Anna-Sammet-Straße durch das Viertel führt. Die wird immer auch – unberechtigter- weise – von Autos genutzt, die häufig noch dazu recht schnell fahren. „Da haben viele Bewohner Angst um ihre Kinder, zumal dies Teil ihres Schulweges ist“, hat auch Wolfmüller beobachtet. Ursprünglich sollte Spinelli ans Straßenbahnnetz angeschlossen werden, deshalb sei die Spur so breit angelegt worden. Ob eine Straßenbahn den Stadtteil jemals erreichen wird, steht allerdings in den Sternen. Als Pluspunkt sieht die Unternehmerin den Radschnell- weg, die Völklinger Straße, die vom ehemaligen BUGA- Gelände kommend direkt an ihrer Apotheke vorbei führe. „Ich habe auch ein Päckchen Flickzeug parat“, sagt Wolf- müller. Überhaupt setzt die Apothekerin auf Prävention: „Apotheken müssen sich verändern und zu Präventions-

orten werden.“ Es gehe ums Image, Menschen sollten eine Apotheke nicht nur aufsuchen, weil sie krank seien, son- dern weil sie ihnen zeigt, wie sie gesund bleiben können. Blutdruck messen, Wundversorgung, impfen gegen Grippe und Corona, Hormonwerte bestimmen und ganz neu DNA-Tests zum Gewichtsmanagement – in der Apotheke Feudenheim und in der Apotheke Spinelli findet (auch) Gesundheitsvorsorge statt. Veränderungswille – für Wolfmüller entscheidend, um als Unternehmerin bestehen zu können. Politik und Ver- waltung müssten aber auch ihre Hausaufgaben machen, und da sieht die Apothekerin immer wieder Fragezeichen. „Es hat zwei Jahre gedauert, ehe ich meinen Gewerbe- schein hatte“, erzählt sie. Der erste Antrag sei offenbar untergegangen, und auch der zweite brauchte seine Zeit. Ihr fehle zudem ein konkreter Ansprechpartner bei der Stadt. „Die Wirtschaftsförderung macht einen super Job, aber dann hakt es, wenn es zur Umsetzung kommt“, ist ihr Empfinden. Wolfmüller ist selbst Mitglied im Bezirks- beirat in Feudenheim. Sie will, wo es möglich ist, mitent- scheiden können, und sie will wissen, was los ist. Letzteres sei allerdings auch Aufgabe der Stadt: die Unternehmen zu informieren. Zum Beispiel über Baustellen. „Die große Baustelle auf der Feudenheimer Hauptstraße von Mai bis Juli vergangenen Jahres hat manche überrascht“, weiß Wolfmüller. Kommunikation – dies sei ebenfalls ein ent- scheidender Faktor für Unternehmen. Auf Spinelli funktioniere das im Übrigen sehr gut. „Die Menschen sind über die sozialen Medien vernetzt, das schafft eine Verbindung und so entstehen auch gemein- same Aktionen“, freut sich Wolfmüller über den jungen Stadtteil. Jetzt müsse nur noch mehr Leben in die Straßen kommen.

IZ GREENTECH

Neue Heimat für Start-ups

Was ist das Innovationszentrum GreenTech (IZ GreenTech)?

in Baden-Württemberg, dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus und der Stadt Mannheim. Wie groß ist das Marktpotenzial? Die GreenTech-Branche gilt als eine wirtschaftliche Schlüs - selressource. Laut Schätzungen beläuft sich das jährliche Marktvolumen in Deutschland auf mehr als 330 Milliarden Euro, die prognostizierten Wachstumsraten liegen dem - nach bei mindestens fünf Prozent. Wann geht es los? Seit Anfang 2026 laufen die vorbereitenden Baumaß - nahmen, nachdem Ende vergangenen Jahres die Stadt Mannheim den Zuwendungsbescheid erhalten hat. Mit der Fertigstellung der Räume wird im Sommer/Herbst 2026 gerechnet.

Ein Raum für Start-ups und kleine und mittlere Unter - nehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und Bürger, die innovative Technologien entwickeln, um Klima- und Umweltprobleme zu lösen. Die Themenfelder reichen von Energie, Umwelt und Mobilität über Kreislaufwirtschaft bis hin zur nachhaltigen Wasserwirtschaft. Wo entsteht das IZ GreenTech? Im Mafinex. Neben Büros und Veranstaltungsflächen wird es auch Werkstatträume geben, die den Unternehmen die Möglichkeit bieten, Produkte oder Verfahren zu testen und an gemeinsamen Projekten zu arbeiten. Finanziert wird es durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung

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TITELTHEMA | MANNHEIM

DAVID AZIMI „Unser Standort verdient mehr positive Außenwahrnehmung“ Er betreibt seit 2025 das Kaabul² in den G-Quadraten, geboren und aufgewachsen ist David Azimi in Freiburg. Der 31-Jährige über No-Go-Areas und Nachbarschaftshilfe

meinen Standort; in dieser Pufferzone zwischen Markt- platz und Jungbusch, wie ich es gerne nenne. Was macht das G-Quadrat denn aus? Azimi: Wir sind laut. Bunt. Vielfältig. Hier macht es Spaß. Fürchten Sie die Konkurrenz durch die vielen anderen Restaurants hier in der Umgebung? Azimi: Nein. Denn ein at- traktives Angebot zieht mehr Leute an. Es ist ein Geben und Nehmen hier. Mal kommen die Menschen zu mir und entde- cken auf dem Weg eine andere tolle Location, mal umgekehrt. Gibt es Probleme? Azimi: Auch wenn es zum Beispiel mal Vorfälle mit Be- wohnern des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit gibt und die Sauberkeit zu wün- schen lässt: Wir sind hier keine No-Go-Area. Wir gehören auch zur Innenstadt, unser Stand- ort verdient mehr positive Außenwahrnehmung. Man könnte zum Beispiel Veranstal- tungen das ganze Jahr hinweg zusätzlich zu uns verlagern, zu Weihnachten die Beleuchtung über die Planken hinaus aus- dehnen. Ich, und auch andere im Viertel, würden gerne mehr mit ihren Außenterrassen ma- chen, diese beispielsweise mit Pflanzen aufwerten. Das ver- bieten die Vorgaben. Ok, kann ich nicht ändern. Vorurteile

Sie sind nach dem Abitur Res- taurant-Besitzer geworden, sind dann zur Ausbildung zum Versicherungskaufmann nach Mannheim gekommen – und hier in der Region geblieben. Wie kam es dazu? Azimi: Wir hatten als Fami- lie, die Chance in Freiburg ein iranisches Restaurant zu übernehmen und auf afgha- nische Küche umzustellen. Meinen Eltern war Bildung aber immer sehr wichtig, auch dass ich abgesichert bin und ein Einkommen habe. Weil die Gastro-Szene nun mal schwie- rig ist, habe ich Versiche- rungskaufmann gelernt und auch in diesem Beruf gearbei- tet. Mit dem erarbeiteten Geld haben wir in Viernheim 2023 das Kabowl im Rhein-Neckar- Zentrum eröffnet, dann folgte das Kaabul² in Mannheim. Alle drei Restaurants gehören zu uns als Familie, aber für unseren Standort in Mann- heim schlägt mein Herz be- sonders laut. Weshalb? Azimi: Erstens haben wir ein anderes Konzept. Das Essen gibt es nicht schnell auf die Hand. Wir haben hier die Chance, den Menschen die afghanische Kultur näher zu bringen, mit Vorurteilen auf- zuräumen. Viele Bilder an der Wand zeigen starke Frauen; Frauen, die zum Beispiel ihre Burka lüften und aufblühen. Und zweites ist Mannheim einfach Mannheim. Ich liebe

Der Name seines Restaurants in G7 ist eine Hommage an Mannheims Quadrate: Kaabul²- Inhaber David Azimi

Ihre Mutter kocht vor für Ihre Mitarbeiter, Ihr Vater unter- stützt im Restaurant, Ihre beiden Schwestern kümmern sich im Hintergrund um den Bürokram. Würde das Kaabul² ohne Familie funktionieren? David Azimi: Absolut nicht. Ich bin zwar nach außen das Gesicht des Ganzen. Und mir ist es am liebsten, wenn die Menschen sagen „Ich esse bei David“ und sich wie ein Familienmitglied und nicht als Gast fühlen. Aber mein Unternehmen ist das Familie Azimi-Unternehmen. Das war schon in Freiburg so, als ich mit 19 in der Markthalle das Kabul eröffnet habe.

ZAHLEN UND FAKTEN 1991 Die Eltern von David Azimi ver - lassen während des Bürgerkrieges Afghanistan und gehen nach Deutschland. Sechs Monate später wird er geboren.

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EINE NEUE ÄRA DER FAHRFREUDE.

DER NEUE BMW iX3.

abbauen, für Gleichberechtigung einstehen und so das Images meines Quadrats mitstärken, das kann ich. Und das tue ich. Wie? Azimi: Am Eröffnungstag bin ich gleich nebenan zum Queeren Zentrum – mit der Message: Ihr braucht euch keine Sorgen zu machen, weil jetzt ein afghanisches Restaurant in der Nähe ist. Identität, Glaube, etc. spie- len bei mir keine Rolle. Das Kaabul² soll ein Reich für alle sein. Ru

Freude am Fahren

74889 Sinsheim I Neulandstr. 26 I Tel. 07261 9251-0 69190 Walldorf I Josef-Reiert-Str. 20 I Tel. 06227 609-0 68766 Hockenheim I Mannheimer Str. 2 I Tel. 06205 9788-0 74821 Mosbach I Hohlweg 22 I Tel. 06261 9750-0 69123 Heidelberg I In der Gabel 12 I Tel. 06221 7366-0 Unsere Marken: BMW, BMW M, MINI Folgen Sie uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn & YouTube. www.bmw-krauth.de Die neue BMW eDrive Technologie der 6. Generation, seine beeindruckende Reichweite und innovative Ladeintelligenz eröffnen neue Freiräume für elektrisches Fahren – effizient, souverän und mit unverwechselbarem BMW Gefühl. Besuchen Sie uns zur Premiere des neuen BMW iX3 am Samstag, den 7. März 2026, von 10 bis 16 Uhr an unseren Standorten Heidelberg und Walldorf. Freuen Sie sich auf elektrisierende Eindrücke, ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, kulinarische Highlights und persönliche Beratung vor Ort. Vereinbaren Sie Ihre individuelle Probefahrt und er- leben Sie den BMW iX3 hautnah. Scannen Sie den QR-Code und entdecken Sie weitere Highlights und Details rund um den neuen BMW iX3. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! BMW iX3 50 xDrive: WLTP Energieverbrauch kombiniert: 17,9–15,1 kWh/100 km; WLTP CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km; CO₂-Klasse: A; WLTP Elektrische Reichweite: 679–805 km.

GEWERBEVEREIN OMMA Gemeinsam fürs Quartier

STIL MEERJUNGFRAU ODER PRINZESSIN? Die Auswahl fällt der jungen Frau schwer, in Mannheim will sie das Kleid für ihren besonderen Tag finden. Willkommen in der Welt von Oğuzhan Ataş. Seine Familie betreibt mehrere Modessa-Läden in den J-Quadraten. Hier werden Braut und Bräutigam fündig, auch Abend- und Herrenmode ist im Angebot. Im Mannheimer Morgen sprachen Ataş und andere Gewerbetreibende, darunter Kenan Nalci, im Januar darüber, was ihnen aktuell Sor- gen bereitet: Müll, Parkplatzmangel, häufige Demons- trationen und Sicherheitsbedenken wurden unter anderem genannt. Nalci ist Vorsitzender des Gewerbe- vereins „Ortsvereins Mannheim Marktplatz (OMMA)“. Dieser wurde 2015 gegründet, um die Interessen der Gewerbetreibenden rund um Marktplatz und den G-/H-/J- und K-Quadraten zu vertreten. Die hier organisierten Unternehmer wollen gemeinsam dafür sorgen, dass ihr Quartier weiterlebt, Kunden nicht wegbleiben und neue Zielgruppen den Stadtteil kennen und schätzen lernen. Siehe Parken – dazu gab es im Dezember eine Mitmachaktion. Kunden, die in teilnehmenden Geschäften rund um den Markt- platz für mindestens 50 Euro einkauften oder in den Restaurants speisten, erhielten einen Parkrabatt. Ein- gebettet war diese Aktivität in mehrere Maßnahmen, um den OMMA-Verein neu aufzustellen. Die Stadt hat diesen Prozess 2025 über das FutuRaum-Förderprojekt (siehe Kasten auf Seite 16) angestoßen und begleitet. Neben der Parkrabatt-Aktion gab es unter anderem Workshops zur strategischen Ausrichtung des Vereins, zusätzlich wird das Marketing neu gedacht. Über den Instagram-Kanal @little_istanbul_mannheim machen die OMMA-Mitglieder bereits selbst Werbung für sich und ihre Unternehmen. Ru

Mehr Infos unter:

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Drei Fragen an… Oberbürgermeister Christian Specht Herr Oberbürgermeister, allenthalben wird die Bürokratie in der Verwaltung beklagt. Was wollen Sie dagegen unternehmen? Christian Specht: Ich will mit der Grund- haltung ‚Wie können wir etwas ermögli- chen?‘ statt ‚Wo könnten Probleme auf- treten?‘ die Verwaltung wirtschafts- und bürgerfreundlich aufstellen. Schlanke und möglichst digitalisierte Verfahren beschleunigen Genehmigungen und schaffen Planungssicher- heit. Wie das gehen kann, zeigt exemplarisch das Virtuelle Bauamt, das wir 2024 als eine der ersten Baurechtbehörden in Baden-Württemberg eingeführt haben. Wir wollen unternehmeri- sches Handeln in einem hochregulierten Land wie Deutschland nicht durch zusätzliche Vorga- ben der kommunalen Ebene oder ein ‚Vergolden‘ europäischer, nationaler oder landesrechtlicher Regelungen erschweren. Das bedeutet auch: nicht überall Perfektion, sondern Konzentration auf das Notwendige und Lernen von den besten anderen Verwaltungen. Ein Dauerärgernis in der Region sind die maro- den Brücken. Ende 2025 haben die Stadträte von Mannheim und Ludwigshafen die Rhein- brückengesellschaft beschlossen. Wird das die Situation verbessern? Specht: Ich will kurz in Erinnerung rufen, was sich jeden Tag auf den Rheinbrücken zwischen

Mannheim und Ludwigshafen abspielt: Täglich werden diese von mehr als 120.000 Fahrzeugen überquert. Wenn hier der Verkehr stillsteht, steht eine ganze Region – diese Infrastruktur hat deutschlandweite und europäische Bedeu- tung. Mit der Rheinbrückengesellschaft wollen wir dieser Verantwortung gerecht werden. Sie soll eine abgestimmte und schnellere Planung mit weniger Parallelbaustellen und transparenter Information für Wirtschaft und Bevölkerung ermöglichen. Zugleich schaffen wir ein stabiles Kosten- und Termincontrolling und verbessern unsere Chancen, Fördermittel von Bund und Land einzuwerben. Wir bündeln die technischen, finanziellen und organisatorischen Ressour- cen beider Städte und schaffen eine professio- nelle Struktur für dieses Großprojekt. Müsste das Miteinander in der Region nicht oh- nehin gestärkt werden? Wo sehen Sie Möglich- keiten für Kooperationen und Synergieeffekte? Specht: Angesichts knapper Kassen müssen wir Kooperation in der Metropolregion neu und pragmatischer denken. Synergien sehe ich dort, wo wir durch gemeinsame Strukturen effizien- ter werden und zugleich an Qualität gewinnen können – etwa bei IT, spezialisierten Verwal- tungsleistungen oder großen Infrastrukturpro- jekten wie den Rheinbrücken. Das kann auch bedeuten, Aufgaben regional zu bündeln und nicht alles überall vorzuhalten – selbst wenn das lokal schmerzt. Ein Ziel wäre es auch, dass die IHK-Organisationen in der Metropolregion eine gemeinsame Führungsrolle bei zentralen Themen der Zukunftsentwicklung übernehmen, zum Beispiel beim Ausbau der Health + Life Science Alliance Heidelberg Mannheim. Ba

Christian Specht ist seit dem Sommer 2023 Mannheims Oberbürgermeister.

Ich will die Verwaltung wirtschafts- und bürger- freundlich aufstellen.

Christan Specht

Das hat die IHK 2025 in Mannheim bewirkt

Das Projekt FutuRaum in der Mannheimer City wurde 2025 abgeschlossen. Gemeinsam mit Handelsverband und City-Werbegemeinschaft hat die IHK dort die Interessen der Innenstadtwirtschaft gebündelt eingebracht. Immer im Blick: gute Rahmenbedingungen für Handel und Dienst - leister. So wurde beispielsweise erreicht, dass das Parken in Parkhäusern in der ersten halben Stunde kostenfrei möglich ist. Das nimmt Druck auf Parkplätze im öffentlichen Raum; sie können anders genutzt werden, um mehr Aufenthalts - qualität zu erreichen. Im Stadtentwicklungskonzept „Modell Räumliche Ord - nung – Zielbild 2040+“ hat die IHK sich dafür eingesetzt, dass Mannheim als Wirtschaftsstandort gesichert und gestärkt wird, beispielsweise mit Blick auf die Erreichbarkeit

der Innenstadt, die Bestandssicherung und gute Nutzbar - keit des Hafens als Logistik- und Unternehmensstandort und die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen. In Mannheim konnte die Einführung einer Verpackungs - steuer abgewendet werden. Dies Abgabe belastet Unter - nehmen mit viel Bürokratie, besonders Filialbetriebe sind herausgefordert – und bringt nicht einmal einen ökologi - schen Effekt.

ANSPRECHPARTNER

Mario Klein

0621 1709-230 mario.klein@rhein-neckar.ihk24.de

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Wald und Wiese dominieren Flächennutzung in Mannheim in Prozent

INFO

In diesen fünf Bereichen punktet Mannheim

23,4

Landwirtschaftsfläche

1. Mannheim ist Einkaufsstadt: Die Strahlkraft Mannheims ist nach wie groß. Mehr als jeder dritte Euro, der in der Region im Einzelhandel ausgegeben wird, fließt nach Mannheim. Bei einer Umfrage geben zwei Drittel der Menschen an, zum Shoppen und Bummeln nach Mannheim zu kommen, das liegt über dem Ortsgrößen - durchschnitt. 47 Prozent sind wegen der Cafés, Restau - rants, Bars da; auch ein Top-Wert für Orte dieser Größe. 2. Mannheim ist Bildungsstadt: Mit der Universität Mannheim, der Hochschule Mannheim, der Dualen Hochschule, den Beruflichen Schulen, dem Universi - tätsklinikum, Gerichten bis hin zum Verwaltungsgerichtshof sind vielfältige Bildungs- und Berufskarrieren möglich, das steigert die Attraktivität für Auszubildende, Studenten und Arbeitnehmer und sorgt für den nötigen „Nachschub“ an gut ausgebildeten Fachkräften. 3. Mannheim ist Gründungsstadt: Die Gründungsinten - sität pro 1000 Einwohner liegt bei 7,1 pro 1.000 Ein- wohner. Das ist zwar deutlich weniger als noch vor zehn Jahren (8,5), aber mehr als im Durchschnitt von Baden-Württemberg (6,8). 4. Mannheim ist Knotenpunkt: Sich Mannheim zu nähern, ist auf allen vier Verkehrswegen möglich: zu Land, zu Schiene, zu Wasser und zu Luft. Mannheims Häfen – es gibt vier Hafengebiete: Handelshafen, Rheinau - hafen, Industriehafen und Altrheinhafen samt Ölhafen – sind eine logistische Drehscheibe, wo Wasserstraße, Schiene und Straßen zusammenlaufen. Der Containerumschlag beträgt mehr als 730.000 Tonnen jährlich, rund 430 Unternehmen sind hier angesiedelt. Am Mannheimer Hauptbahnhof halten pro Tag durchschnittlich mehr als 150 Fernverkehrszüge (ICE, IC oder EC). Damit zählt Mannheim im Fernverkehr zu einem der wichtigsten Bahnknoten in Deutschland. Berlin ist in fünf Stunden erreicht, München und Paris in drei Stunden, Mailand und Marseille in sieben Stunden. Der Rangierbahn - hof Mannheim zählt zu den größten und leistungsfähigsten Rangierbahnhöfen Europas. Last but not least spielt der City Airport eine große Rolle: Mehr als 100 Unternehmen aus der regionalen Wirtschaft nutzen den City Airport Mannheim, mehrere in der Region ansässige Unternehmen haben ihre Geschäftsreiseflugzeuge hier stationiert. 5. Mannheim ist Lebensqualität: Zwei Flüsse fließen mitten durch die Stadt, die Erholungsgebiete – Käfer - taler Wald, Dossenwald, Waldpark mit Reißinsel – um - fassen 1800 Hektar, dazu kommen mitten in der Stadt Luisenpark und Herzogenriedpark, Pfalz und Odenwald sind eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt, das kulturel - le Angebot reicht von Kunsthalle und Nationaltheater über Alte Feuerwache und Barockschloss bin hin zu Festivals, Pop- und Rockkonzerten und Street-Art. Sportlich spielen die Adler in der Deutschen Eishockey Liga, die Rhein- Neckar-Löwen in der Bundesliga und der SV Waldhof in der dritten Fußball-Bundesliga.

16,5

Verkehr

14,3

Rest

14,2

Wohnbaufläche

14,1

Industrie- und Gewerbefläche

12,1

Waldfläche

5,3

Gewässer

QUELLE: IHK RHEIN-NECKAR

Starker Industriestandort Beschäftigte nach Wirtschaftszweigen 2024

147.404

199.720

52.178

Produzierendes Gewerbe Dienstleistungsbereiche

QUELLE: ARBEITSAGENTUR MANNHEIM

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The Time is NOW: ComputerPartner macht den Mittelstand zukunftssicher Mit den cleveren Managed Services ExcellIT ERP inklusive KI‑Integration und Unterstützung der E‑Rechnung, sowie dem Sicherheitskonzept ExcellIT Threat Aware bietet die ComputerPartner Ver‑ triebs GmbH zentrale Hebel für die Transformation der regionalen Wirtschaft.

Seit 1985 ist ComputerPartner eine feste Größe für IT‑Lösungen in der Metropolre‑ gion Rhein‑Neckar – verlässlich, partner‑ schaftlich und auf Augenhöhe: Wo früher der klassische Vor‑Ort‑Service im Mittelpunkt stand, liegt der Fokus heute auf dem Business‑Lösungen als Managed Service Produkte – dem ExcellIT‑Portfolio. Die Experten aus der Augustaanlage wis‑ sen: Über die Zukunft von Unternehmen entscheiden zwei Faktoren – die Souveräni‑ tät über die eigenen Datenprozesse (ERP) sowie wirksame Abwehr gegen Cyberkri‑ minalität und Social Engineering. Mehrere Kernprodukte der Managed Service Pro‑ duktfamilie ExcellIT – von ComputerPartner exklusiv aufgelegt um modernste Techno‑ logie auch kleinen und Mittelständischen Unternehmen zur Verfügung zu stellen – bieten hier passgenaue Lösungen: ExcellIT ERP ‑ Ihr digitales Rückgrat für Effizienz & Rechtssicherheit Über Jahre gewachsene Abläufe funktio‑ nieren – solange alles überschaubar bleibt. Doch mit steigender Komplexität werden Transparenz, Durchgängigkeit und Aktuali‑ tät zu entscheidenden Faktoren. ExcellIT ERP schafft hier Klarheit: Als 360° Lösung für Kaufleute vereint das System ERP, CRM, FiBu und weitere Prozesse in einer zentralen Plattform mit einheitlicher Bedienung und Datenbasis. Selbstverständlich deckt ExcellIT ERP auch alle Anforderungen zur Verarbeitung und Nutzung der E‑Rechnung ab, die seit Janu‑ ar 2025 gesetzliche Pflicht im B2B-Bereich ist: Wer hier auf Sicht fährt, riskiert nicht nur Compliance Probleme, sondern verschenkt auch Optimierungspotential für betriebli‑ che Abläufe. ExcellIT ERP macht deshalb aus einer gesetzlichen Anforderung einen Wettbewerbsvorteil: Automatisieren Sie den gesamten Zyklus vom Empfang von E‑Rechnungen, über die Belegerstellung und Kontierung bis zu revisionssicherer Archivierung. „Die E‑Rechnung ist der Startschuss für vollautomatisierte Buch‑ haltung.“, betont Axel Zellner, Geschäfts‑ führer von ComputerPartner, „Es ist wichtig

Das müssen Unternehmen heute sicherstellen:

Die Anforderungen an IT ‑ im Mittelstand und auch für kleine Betriebe ‑ haben sich grundlegend gewandelt: Intelligente Steu‑ erung von Geschäftsprozessen und Schutz vor Cybergefahren ist Chefsache. Unter‑ nehmen, die dem Rechnung tragen, legen den Grundstein für Sicherheit und Effizienz, somit für den geschäftlichen Erfolg von morgen. Exklusives Angebot für die Leser des IHK‑Magazins: ComputerPartner weiß um die Komple‑ xität dieser Themen. Deshalb bietet das Team Entscheidern den kostenfreien ExcellIT IT‑Readiness‑Check an ‑ in einer Kurzanalyse prüfen wir: 1) Ist Ihre Rechnungslegung bereit für die E-Rechnungspflicht seit 2025 und wo und in welchem Umfang kann Ihr Unternehmen von einer integrierten ERP-Lösung profitieren? 2) Welches Gefährdungspotential bietet Ihre aktuelle IT-Landschaft? 3) Können für die IT ggf. öffentliche Fördermittel in Anspruch genommen werden? Sichern Sie sich jetzt Ihren Vorsprung mit einem persönlichen Beratungstermin: Alle Informationen und Teilnahmebedingungen finden Sie unter

Mit abgestimmten Prozessen wird eine ERP‑Einführung zum Erfolgsfaktor

jetzt zu handeln, um die Umstellungsphase stressfrei vor dem letzten Stichtag abzu‑ schließen: Die Zeit läuft – the time is now!“

KI‑Nutzung: Vom Datenberg zum Wissensvorsprung

Ein weiteres herausragendes Merkmal von ExcellIT ERP ist die umfassende Schnitt‑ stelle zur Nutzung von künstlicher Intelli‑ genz (KI): Durch die nahtlose Anbindung moderner per KI‑Modelle können Un‑ ternehmen ihre ERP‑Daten nun aktiv für Prognosen nutzen: Intelligente Absatzpro‑ gnosen, automatisierte Textvorschläge für das CRM oder die KI gestützte Analyse von Wirtschaftsdaten: ExcellIT macht KI für den Mittelstand greif‑ und nutzbar. Parallel zur Prozessoptimierung will auch die digitale Flanke geschützt werden: Über 70% aller Angriffe setzen heute nicht an der Technologie, sondern den Nutzern an. Des‑ halb bietet ComputerPartner mit ExcellIT Threat Aware ein Konzept, dass den Men‑ schen ins Zentrum stellt: Kontinuierliche Trainings und simulierte Phishing‑Kampa‑ gnen schärfen bei der Belegschaft das Be‑ wusstsein für dieses Thema; typische Erken‑ nungsmerkmale von problematischen Mails werden anschaulich vermittelt. In Kombi‑ nation mit der Cloud Security by ExcellIT entsteht umfassender Schutz, der weit über reine Technik und Algorithmen hinausgeht. Für Geschäftsführer und IT‑Verantwortliche bedeutet dies eine spürbare Reduzierung von Risiken sowie zusätzliche Entlastung. ExcellIT Threat Aware – Der Resilienz‑ boost für Ihr Unternehmen

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