IHK-Magazin Ausgabe 2/2026

TITELTHEMA | MANNHEIM

M annheim ist Industrie, Mannheim ist Handel, Mannheim ist Dienstleis- tung. Mannheim ist Na- tur, Mannheim ist Kultur, Mannheim ist Bildung. Mannheim ist Drehkreuz und Verkehrsknoten der Region – die 330.000-Einwoh- nermetropole hat viele Gesichter. Das macht ihre Attraktivität aus, bringt aber auch Herausforderungen mit sich: Beispielsweise wenn die Infrastruktur bröckelt, Stillstand auf den Brücken herrscht, die die Stadt mit der anderen Seite des Rheins verbinden, und so die Erreichbar- keit der Stadt leidet. Noch fließt jeder dritte Euro, der in der Region im Einzelhandel ausgegeben wird, nach Mannheim. Doch die Innen- stadtwirtschaft, die auch auf Pfälzer Kundschaft angewiesen ist, leidet. Zentral für die IHK-Aktivitäten in Mannheim ist daher das Thema Er- reichbarkeit, und zwar nicht nur mit Blick auf Kunden, die mit dem Auto kommen (siehe Seite 16). Dabei gilt: Die Innenstadtwirtschaft ist nicht homogen. Mit besonderen Heraus- forderungen sehen sich beispielswei- se Betriebe rund um den Marktplatz konfrontiert (siehe Seite 15). Bei allen Herausforderungen: Die Zahl der Existenzgründungen in Mannheim ist weiterhin höher als im Schnitt Baden-Württembergs. Allein im G7-Quadrat haben innerhalb des vergangenen Jahres unter anderem drei junge Männer ihre Restaurants eröffnet: David Azimi das Kaabul², Ahmed Tuaimah das Falafina und zuletzt Muhammed Isa das IZ, ein uigurisches Restaurant. Azimi stellen wir in dieser Ausgabe vor (siehe Seite 14). Damit Mannheim attraktiv für Gründer bleibt, wird einiges getan. Im Mafinex- Existenzgründungszentrum beispielsweise sollen sich ab Herbst junge GreenTech-Unternehmen ansiedeln (siehe Seite 13). Nicht nur in Mannheim, sondern in der gesamten Region sind Flächen ein entscheidender Standortfaktor für die Entwicklung. Unternehmen, die sich ansiedeln wollen, benötigen

Flächen, ebenso wie ansässige, die erweitern wollen. Mannheim hat zwar einen vergleichsweise hohen Anteil an Industrie- und Gewerbeflächen (siehe Seite 17). Ein erheblicher Anteil entfällt dabei auf den Hafen. Jedoch fällt im Vergleich auch auf: Mannheim hat kaum Umland; anders als Großstädte, die im Verlauf der Zeit sehr viele Kommunen eingemeindet haben. Daher ist die Einwohnerdichte mit 2.200 Ein- wohnern je Quadratkilometer in Mannheim sehr groß. Die Konversionsflächen, die nach dem Abzug des US-amerikani- schen Militärs frei wurden, bieten daher einzigartige Möglichkeiten der Stadtentwicklung – nicht nur für Bewohner, sondern auch für Gewerbe. Eine, die die Gelegenheit ergriffen hat, ist Eva Wolfmüller. Sie ist Apothekerin. Als sie davon las, dass auf Spinelli eine Apotheke entstehen soll, hat sie kurzerhand zugegriffen (siehe Seite 12). Die jun- ge Unternehmerin fühlt sich wohl in Mannheims neuem Stadtteil, aber auch etwas allein auf weiter Flur. Denn so richtig kommt das Leben nicht in Gang. Ein Faktor sind auch hier bürokratische Prozesse. Doch Oberbürgermeister Christian Specht verspricht, mal Fünfe gerade sein zu lassen. Er will „nicht überall Perfek- tion, sondern Konzentration auf das Notwendige“ (siehe Seite 16). Texte im Titel: Ba

15.088 BETRIEBE

gab es 2024 in Mannheim QUELLE: STATISTA

Im Titel 12 Eva Wolfmüller Apothekerin über ihre Filiale auf Spinelli 13 IZ Green Tech Neue Heimat für Start-ups entsteht 14 David Azimi Wie der Gastronom die G-Quadrate erlebt 15 OMMA Gewerbeverein stellt sich neu auf

16 Drei Fragen an … … den Mannheimer Oberbürgermeister 16 Projekte

Das hat die IHK 2025 in Mannheim bewirkt 17 Knotenpunkt und Co. In diesen Bereichen punktet Mannheim 17 Statistik Der Wirtschaftsstandort in Zahlen

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