IHK-Magazin Ausgabe 2/2026

STANDPUNKT

Wählen gehen!

D ie Diskussionen um eine Reform der Erbschaftssteuer bei Betriebsvermö- gen und eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer irritieren viele Unter- nehmerinnen und Unternehmer. Wir warnen vor jeder Form der Substanz- besteuerung und vor zusätzlichen Belas- tungen bei Betriebsübergängen. Beides würde den familiengeführten Mittelstand ins Mark treffen. Die Erbschaftssteuer fließt den Ländern zu und über den Bun- desrat bestimmen sie mit. Wer in Stuttgart zukünftig regiert, ent- scheidet sich am 8. März. Nehmen Sie die Landtagswahl ernst! Denn auf die neue Landesregierung warten gewichtige Auf- gaben: Der industriestarke Südwesten ist vom Strukturwandel und den Verwerfun- gen im Welthandel besonders betroffen. In der Folge liegen wir im Vergleich der Bundesländer beim Wachstum weit hinten. Doch auch bei der landespolitischen Kern- aufgabe par excellence, der Bildung, ist das Land abgerutscht. Die IHK Rhein-Neckar hat Positionen zur Landtagswahl formuliert. So fordern

Fachkräfte“ heißen die weiteren Kapitel „Regulatorik und Verwaltung“, „Industrie und Innovation“ sowie „Infrastruktur und Energie“. Über all diese Themenfelder haben wir in unseren vier IHK-Wahlarenen mit den Di- rektkandidaten aus der Region diskutiert. Viele Unternehmerinnen und Unterneh- mer haben nicht nur zugehört, sondern sich auch aktiv mit ihren Erwartungen und Forderungen eingebracht. Vielen Dank dafür! Für politisch Verantwortliche und die, die es werden sollen, sind solche Aus- tauschformate wichtig, um einen direkten und ungeschönten Einblick in den betrieb- lichen Alltag von kleinen und mittelständi- schen Unternehmen zu erhalten. Mein Dank gilt aber auch allen Kandidie- renden: Das ist ein Dienst an der Demokra- tie, der unseren Respekt verdient. Sie, liebe Leserinnen und Lesern, bringen diesen Respekt am besten zum Ausdruck, indem Sie am 8. März wählen gehen. Machen Sie von Ihrem Stimmrecht Gebrauch und stärken Sie politische Kräfte, die unser Land gemein- sam voranbringen und seine Wettbewerbsfähigkeit wieder

Mehr zur konjunktu- rellen Entwicklung: Seite 22 und unter ihk.de/rhein-neckar/ konjunktur

Für politisch Verantwortliche sind Austausch- formate wichtig, um einen unge- schönten Einblick in den betrieblichen Alltag zu erhalten.

wir für die allgemeinbildenden Schulen einen verbindlichen Kompetenzrahmen mit klaren Standards und Zielen für die Ausbildungsreife: fachlich, sozial, digital und metho- disch. Neben „Bildung und

verbessern wollen. Daran werden wir die künftige Landesregierung in jedem Fall messen.

Manfred Schnabel Präsident der IHK Rhein-Neckar

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IHK Magazin Rhein-Neckar 02 | 2026

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