IHK-Magazin Ausgabe 2/2026

AUS DEN UNTERNEHMEN

HIMA Mit digitaler Unterstützung Richtung Gipfel In seinem Innovation Lab himalaya testet HIMA neue KI-Lösungen für mehr Sicherheit in der Prozessindustrie.

M ehr als achttausend laya den höchsten Berg der Welt, den Mount Everest, zu erklimmen. Der Weg zum Mannheimer himalaya ist hin- gegen nicht ganz so anstren- gend, birgt am Ende jedoch auch jede Menge neue Ent- deckungen. HIMA, Anbieter von Sicherheitslösungen für die Prozess- und Bahnindus- trie mit Hauptsitz in Brühl, hat sich im Green Business Park auf dem Taylor-Areal mit himalaya eine kreative Heimat geschaffen. Seit der Gründung Meter muss man über- winden, um im Hima-

2021 dient das Lab als Filter, Ideenschmiede und Testfeld in einem. Neue Geschäftsmodel- le, interne Anwendungen oder marktreife Lösungen werden hier unter die Lupe genommen Die Ideen für die Innovations- projekte im himalaya kommen meist aus der Belegschaft selbst oder entstehen im engen Austausch mit Kunden. „Wir setzen auf einen partizipativen Ansatz, der die Expertise der internationalen HIMA-Kolle- gen einbindet. So gestalten wir den Wandel gemeinsam – und die Akzeptanz in der Organi- sation ist entsprechend hoch“, erklärt Leo Grafmüller, der himalaya zusammen mit Knut Haberkant leitet. Bisheriges Highlight: das Level-X-Camp, bei dem Talente aus aller Welt eine Woche lang an eigenen Ideen tüfteln. 80 Prozent der Projekte wurden laut Grafmül- ler anschließend weiterentwi- ckelt. Ein besonderer Fokus des zehnköpfigen himalaya-Teams liegt auf künstlicher Intelli- genz. „KI hat großes Potenzial für HIMA“, betont Grafmüller. Das Innovation Lab sei „genau der richtige Ort“, um neue Anwendungen schnell zu er- kennen und zu erschließen. So wurde unter anderem eine KI-gestützte Ferndiagnose entwickelt, die Unregelmäßig- keiten in Sicherheitssteuerun- gen frühzeitig erkennt – ein Durchbruch für die Prozess-

industrie. In nur 18 Monaten reifte die Idee bis zum ersten erfolgreichen Praxistest bei einem Großkunden aus der Chemiebranche. „Unsere Lö- sungen machen Anlagen nicht nur sicherer, sondern auch ren- tabler. Beispielsweise sorgen sie dafür, dass sie automatisch heruntergefahren werden, bevor ein Notfall eintritt – und sparen so Kosten, Ressourcen und letztlich auch CO₂“, erklärt Haberkant. Während in Brühl die Sicher- heitslösungen entstehen, werde in Mannheim an den Innovationen von morgen ge- arbeitet. „Im himalaya bün- deln wir unsere Kompetenzen aus Technik und Betriebs- wirtschaft, um neue Wege zu gehen. Wir sehen uns als Brücke zwischen Gegenwart und Zukunft“, fasst Habekant zusammen. Diese Kombination zahlt sich aus.1908 gegründet, beschäftigt HIMA mittlerweile rund 1.100 Mitarbeiter an 80 Standorten weltweit. Während die Kunden bislang traditionell aus der Prozess- industrie kommen, wachse das Bahn-Segment rasant – auch dank internationaler Projekte, etwa in Großbritannien. So sorgt HIMA-Technik in der Londonder U-Bahn dafür, dass sich nur die richtigen Zugtüren öffnen, wenn ein Bahnsteig kürzer ist als der Zug. JR

ZAHLEN UND FAKTEN

1908 gegründet 1.100 Mitarbeiter

Das Bild zeigt Paula, die Botschafterin von Himalaya. Sie wurde als 3D-Figur entwickelt.

hima.com

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IHK Magazin Rhein-Neckar 02 | 2026

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