TITELTHEMA | NECKAR-ODENWALD-KREIS
U nterschiedlicher könnten die drei besuchten Betriebe kaum sein. Während es beim Softwareentwickler MPDV (Mosbach) und beim Produktionsbetrieb Interroll Conveyor GmbH) darum geht, die Besten für das jeweilige Unternehmen zu gewinnen, ist es die Aufgabe des Inklusions- betriebs Industrie Service Odenwald (ISO) (Mosbach), seine Beschäftigten in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Bei allen Unterschieden: Die besuchten Betriebe verbindet das erklärte Ziel, für ihre Mitarbeiter das Beste zu tun. Stolz und eine große Leidenschaft für das eigene Unternehmen waren überall zu spüren. Geschäftsführerin Nathalie Kletti stellte den Journalisten zum Auftakt das groß gewordene, aber nach eigenen Angaben immer noch unerschütterlich dem Odenwald verhaftete Software- unternehmen MPDV Mikrolab in Mos- bach-Diedesheim vor (siehe Seite 14). Im gerade bezogenen Neubau bietet der Hidden Champion seinen Beschäf- tigten nicht nur hochmoderne, durch- dachte Arbeitsplätze, sondern auch ein Fitness-Studio. Gleich nebenan: die Kreativabteilung und ein Klassenraum für Jugendliche. Diese erleben dort Robotertechnik und Programmierung zum Anfassen – natürlich mit dem Ge- danken, beim Nachwuchs spielerisch das Interesse für Technik zu wecken. Die Johannes Diakonie mit ihren 30 Standorten in ganz Baden-Württem- berg ist Träger von Angeboten der Be- hindertenhilfe, Alten- und Jugendhilfe, Gesundheitseinrichtungen, Schulen, Kindergärten und einem Berufsbil- dungswerk. Nicht nur am Hauptstand- ort Mosbach ist die Körperschaft des öffentlichen Rechts ein wichtiger Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb für die Region, berichtete Kommu- nikationschef Michael Walter. Dass Inklusion hier selbstverständlich ist, spürten die Journalisten beim Mittag- essen im hauseigenen Begegnungszen- trum fideljo. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung im Team, hier kommen Mitarbeiter, Beschäftigte der Werkstätten, Studenten der nahen Dualen Hochschule und weitere Gäste
zum Essen zusammen. Nicht zuletzt verhilft die Johannes-Diakonie mit ihrer Tochter ISO gGmbH Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen zu einem Arbeitsplatz, der Struktur und Sinn verleiht – die zweite Station der IHK-Pressefahrt (siehe Seite 16). Die Vorstellung von Interroll Conveyor im Interkommunalen Gewerbegebiet „Techno“ auf der Asbacher Höhe bei Obrigheim überließen Geschäftsführer Marcel Bierbrauer, Werkleiter Daniel Sassman und Personalleiterin Sabi- ne Büchner nach kurzer Begrüßung gerne zwei Nachwuchskräften. Ganz nach dem Motto: Das Team zählt. Lebendig und zufrieden stellten Katja Klaiber und Rimi Rosemary Nduta den Medienvertretern ihren Job bei dem international tätigen Konzern vor, der Förderbänder zum Laufen bringt – ob an der Supermarktkasse, am Flughafen oder bei der innerbetrieblichen Logistik (siehe Seite 12).
Fachkräfte werden im Neckar-Odenwald-Kreis nach wie vor hände- ringend gesucht.
IHK-Geschäftsführer Dr. Andreas Hildenbrand
Die Journalisten lernten drei Betriebe kennen, die das Wohl ihrer Mitarbeiter ernst nehmen. Immer mit dem Ziel vor Augen, als Unternehmen auch künftig auf eine engagierte Belegschaft setzen zu können – und mit ihr erfolgreich zu sein. Damit der Neckar-Odenwald-Kreis auch zukünftig Fachkräfte findet, gibt es am Standort eine Vielzahl an Akteu- ren, die sich um berufliche Orientie- rung junger Menschen kümmern. Unter dem Dach jobNOK, organisiert von der IHK und unter Schirmherrschaft von Landrat Dr. Achim Brötel, arbeiten Unternehmen, Kommunen und Verbän- de zusammen (siehe Seite 18). Texte im Titel: Sabine Braun
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IHK Magazin Rhein-Neckar 05 | 2026
ihk.de/rhein-neckar
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