IHK-Magazin Ausgabe 5/2026

AUS DER IHK

ZUR PERSON

kämpfen wie das gesamte Land: zu hohe Kosten für Arbeit, Steuern, Energie und Sozialversicherungen und eine gnadenlose Regulatorik mit ausufernden Berichtspflichten. Das nimmt den Unternehmen die Luft zum Atmen. Zudem kämpfen auch wir mit den geopolitischen Verwerfungen wie den Folgen des Russland-Ukraine-Krieges und des Irankriegs sowie der amerikanischen Zollpolitik. Dennoch gibt es sehr starke Unternehmen, die sich dem gut wider- setzen. Ein Riesenvorteil der Region ist dabei, dass die Unternehmen nach Branchen und Betriebsgrößen extrem gut gemischt sind. Das verleiht eine ziemliche Resilienz. Was haben Sie mit dem Haus vor? Grimm: Ich möchte die IHK mit ihren vier Standorten in Mannheim, Heidelberg und Mosbach noch stärker als Orte der Begegnung positionieren, wo Unternehmerinnen und Unternehmer zusammenkommen, sich austauschen, ver- netzen, voneinander lernen. Wo aber auch über die Wirt- schaft hinaus Austausch und Diskussionen stattfinden, mit politischen Entscheidungsträgern und gesellschaftlich relevanten Gruppen. Warum ist das wichtig? Grimm: In einer immer stärker digitalisierten Welt, die zunehmend von der KI geprägt wird, brauchen wir erst recht einen Ort der wirklichen Begegnung, des Austauschs, der Meinungsbildung und als Hilfestellung. Die IHK ist prädestiniert für diese Rolle! Grimm: Die ist natürlich nach dem eben genannten Aspekt ein weiterer Schwerpunkt. Das gilt sowohl mit Blick auf die Mitgliedsunternehmen als auch IHK-intern. So müssen wir auf der einen Seite den Informations- und Beratungsbedarf unserer Mitglieder bedienen, auf der anderen Seite die eigene IT-Infrastruktur weiterentwickeln und die Kundenprozesse vollständig digitalisieren. Das gilt für unsere Dienstleistun- Welchen Stellenwert hat denn die angesprochene Digitalisierung? Mathias Grimm, Jahrgang 1967, ist am Bodensee und in Tauberbischofsheim aufgewachsen. Nach seinem Jura-Studium in Mannheim, Heidelberg und Montpellier hat Grimm als Anwalt gearbeitet, bevor er 1999 in der IHK begann und für eine Reihe unter - schiedlicher Bereiche Verantwortung übernahm. Seit 2015 ist Grimm als kaufmännischer Geschäftsführer für die Bereiche Personal, Finanzen, Facility Manage - ment und interne Dienste verantwortlich, seit 2019 darüber hinaus stellvertretender Hauptgeschäftsfüh - rer. Mitte März 2026 hat ihn die IHK-Vollversamm - lung zum Nachfolger von Dr. Axel Nitschke bestellt, der zum 30. Juni 2026 nach mehr als 15 Jahren als IHK-Hauptgeschäftsführer in den Ruhestand ge - treten ist.

gen genauso wie für unsere hoheitlichen Aufgaben. Sicher ist auch: Die KI wird unsere Arbeit wesentlich verändern. Da haben wir noch eine ganz schöne Wegstrecke vor uns.

Und neben der digitalen gibt es noch die ökologische Transformation.

Grimm: Genau. Die ökologische Transformation bietet uns die große Chance, unsere Zukunft nachhaltig zu gestalten. Nur müssen wir das so tun, dass wir dabei nicht unsere Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Und dafür brauchen wir vernünftige politische Rahmenbedingungen. An denen arbeiten wir, beispielsweise mit unserer „Plan-B-Studie“ zur Energiewende. Die IHK-Organisation spielt in der Reform- diskussion auch an dieser Stelle eine gewichtige Rolle. MaS

INFO

IHK-Vollversammlung

Weitere Sitzungen in diesem Jahr Die nächste Vollversammlung der IHK Rhein-Neckar findet am Mittwoch, den 16. September um 16:00 Uhr in Mannheim statt. IHK-Mitglieder bzw. deren Vertreter sind herzlich eingeladen, die Sitzung zu besuchen. Aufgrund der begrenzten Plätze werden die schriftlichen Anmel - dungen nach ihrem Eingang berücksichtigt. Anmeldeschluss ist der 2. September. Weiterer Sitzungstermin 2026:  Mittwoch, 9. Dezember (Anmeldefrist: 25. November) Anmeldungen per E-Mail an:  sandra.jagsch@rhein-neckar.ihk24.de

31

IHK Magazin Rhein-Neckar 05 | 2026

ihk.de/rhein-neckar

Made with FlippingBook Learn more on our blog