TIPPS
KEFF+CHECK „Viele nützliche Tipps“
UMWELT & ENERGIE
Von Beleuchtung bis Abwärmenutzung: Der Ressourcencheck der IHK brachte die Detia Degesch Group auf viele Ideen zur Energie- und Materialeinsparung.
in Frage“, erläuterte der Spezialist. Beim Check im Verwaltungsgebäude wurden klassische Aspekte wie Be- leuchtung, Fenster, Beschat- tung, Heizungs- und Klima- technik, Dämmung sowie EDV betrachtet. „Klassisch bedeutet allerdings nicht, dass man diese außer Acht lassen sollte. Im Gegenteil. Denn mit einer optimierten hydraulischen Einbindung der vorhandenen Heizkes- sel zum Beispiel lässt sich ebenfalls jede Menge Geld sparen“, merkt Röhberg an. Über Tipps wie diese freute sich das Detia-Team: „Der ausführliche Bericht nach dem KEFF+Check enthielt viele nützliche Tipps für uns – fachlich sehr gut aufberei- tet, praxisnah und verständ- lich formuliert“, sagt Julia Schwarz. Dies sei ein echter Mehrwert für Unternehmen, die sich mit nachhaltigem Wirtschaften und effizientem Ressourceneinsatz auseinan- dersetzen. Einige einfachere Maßnahmen wurden bei Detia dann auch sehr zeitnah direkt umgesetzt, wie der Wechsel zu LED-Leuchtmitteln und der Einsatz von Sonnenschutzfo- lien. „Darüber hinaus erstellen wir erstmalig eine CO₂-Bilanz für unseren Hauptstand- ort in Laudenbach. Weitere Maßnahmen stehen noch auf der Wunschliste und sollen schrittweise umgesetzt wer- den, darunter die Prüfung von Batteriespeichern und Lade- infrastruktur für E-Fahrzeuge“, so Schwarz weiter. KH
Gleich am ersten Stopp zückte Röhberg seine Wärmebild- kamera. Sein Ziel: versteckte „Energiefresser“ zu finden. Er untersuchte die Produktions- anlagen und verschiedene Hei- zungsanlagen; ein besonderer Fokus lag auf der Prozesswär- meerzeugung. „Unternehmen sollten immer die Abwärme- menge reduzieren und nicht vermeidbare Abwärme sinnvoll nutzen. Bei einem derart weit- läufigen Gelände entscheidet die Entfernung zwischen Wärmequellen und Wärmesen- ken über die Wirtschaftlichkeit sowie Effizienz von Nutzungs- optionen“, erklärt der Effizienz- experte die Problematik. Vorbereitet hatte Röhberg den Vor-Ort-Termin mit Sylvia Grüll (Head of Procurement) und Julia Schwarz (Purchasing Manager). Beim Betriebsrund- gang waren zusätzlich Ser- viceleiter Kevin Eckstein und Werkstattleiter Dieter Funder dabei. So konnten schon vor Ort betriebswirtschaftliche als auch technische Aspekte be- leuchtet werden. Erste wichtige Information für Röhberg: Die Wärmeversor- gung des Areals erfolgt bisher überwiegend mit Fernwärme aus Biogas. Eine neue Photo- voltaik-Freilandanlage zur Eigenstromerzeugung war zum Zeitpunkt der Begehung gerade im Bau. „Aufgrund von Brandschutzauflagen im Zusammenhang mit den in der Produktion eingesetzten Chemikalien kam eine PV-Nut- zung der Hallendächer nicht
G anz im Westen von geben und nahe der A5, liegt das Firmengelände der Detia Degesch Group. Auf rund 4.000 Quadratmetern stehen 24 einzelne Gebäude. Viel Arbeit für Bernhard Röhberg. Er hat als Effizienzmoderator der KEFF+Kompetenzstelle Ressourceneffizienz hier nach Potenzialen für Energie- und Materialeinsparung gesucht. „Der Umfang dieses Ressour- ceneffizienz-Checks war schon ungewöhnlich“, blickt der IHK- Experte zurück. Die Detia-Unter- nehmensgruppe stellt an ihrem Hauptsitz an der Bergstraße chemische Pflanzenschutz- und Vorratsschutzmittel her und ver- treibt diese weltweit. Zum Areal gehören Produktionsanlagen, Labore, Lager- und Logistik- Laudenbach, von drei Seiten von Äckern um- hallen sowie ein Verwaltungsge- bäude.Röhberg nahm das alles genau unter die Lupe.
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IHK Magazin Rhein-Neckar 05 | 2026
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