Stefan Müller, wenn du heute jeman- dem maxon erklärst, der uns noch nicht kennt: Was ist aus deiner Sicht der Kern dessen, was wir tun? Stefan Müller: Im Kern entwickeln wir Antriebslösungen – mit kompakten, hocheffizienten Motoren und Getrieben, meist in sehr anspruchsvollen Anwen- dungen. Unsere Lösungen kommen in der Medizintechnik, in der Robotik, in der Automatisierung oder auch in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz. Am einfachsten lässt sich das über Anwen- dungen erklären. In der Laborautomation bewegen wir Proben, in der Intralogistik ermöglichen unsere Antriebslösungen in mobilen Robotern das präzise und si- chere Ein- und Auslagern. In der Medi- zintechnik sorgen wir für eine zuverläs- sige Dosierung von Insulin. Über solche Beispiele verstehen die meisten Men- schen am besten, was wir wirklich tun. In all diesen Anwendungen geht es letzt- lich um Motion Control – also darum, Bewegung exakt an die jeweilige Aufgabe anzupassen und so den Kundenwunsch optimal umzusetzen. Inwiefern hat sich die Herangehens- weise von maxon in den letzten Jahren verändert? Was sich nicht verändert hat, ist unsere Art zu arbeiten. Wir sind dann am bes- ten, wenn wir sehr eng mit unseren Kun- den zusammenarbeiten und gemeinsam Lösungen entwickeln. Das ist seit vielen Jahren Teil der maxon DNA. Verändert haben sich vor allem die Anwendungen – und damit auch unsere Produkte. Sie sind leistungsfähiger und komplexer ge- worden. Wir liefern heute deutlich mehr hochintegrierte mechatronische Ge- samtlösungen, bei denen Motor, Ge- triebe, Encoder und Elektronik inklusive Software zusammenspielen. Wir entwi- ckeln uns klar in Richtung integrierter Systeme inklusive Steuerungselektro- nik – also Lösungen, bei denen Mecha- nik, Elektronik und Software als Einheit gedacht werden. Die Integrationsarbeit
«Anwendungen werden vernetzter und komplexer. Motion Control wird zur Schlüsseltechnologie.»
Stefan Müller, CTO maxon Group
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