Begabtenförderung: Programm 2026

Begabtenförderung Programm 2026

kas.de

Politik

Europäische und Internationale Zusammenarbeit Bildung und Religion Reden Reflektieren Führen Technik Kultur Kunst Medien Wirtschaft und Forschung Gesellschaft

Orientieren

Begabtenförderung Programm 2026

Inhalt

Vorwort__________________________________________________________ Seminarprogramm_ ___________________________________________ Grundlagenseminare__________________________________________ Aufbau- und Kompaktseminare_____________________________ Politik, Gesellschaft und Medien ............................................................................. Wirtschaft, Technik und Forschung ........................................................................ Kunst, Kultur, Bildung und Religion ........................................................................ Europäische und Internationale Zusammenarbeit ...........................................

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Landesseminare: Deutschland und seine Nachbarn . ...................................... 83 Qualifizierungs- und Orientierungsseminare _____________ 88 Orientieren ..................................................................................................................... 90 Reden ............................................................................................................................... 95 Reflektieren .................................................................................................................... 97 Führen .............................................................................................................................. 100 Ausbildungsförderung_ _______________________________________ 102 Begrüßungsseminar .................................................................................................... 105 Grundlagenseminar . ................................................................................................... 106 Qualifizierungsseminar .............................................................................................. 106 Journalismusförderung – ein Dienst an der Demokratie________________________________ 108 Pflichtprogramm . ......................................................................................................... 110 Wahlpflichtbereich ....................................................................................................... 116 Netzwerke und Initiativen____________________________________ 120 Altstipendiatinnen und Altstipendiaten ................................................................ 122 Stipendiatinnen und Stipendiaten .......................................................................... 132 Stipendiatenbeirat . ...................................................................................................... 134 Bildungskommission ................................................................................................... 136 Senkrechtstarter ........................................................................................................... 137 Elternnetzwerk .............................................................................................................. 138 Netzwerk Internationale Stipendiaten (NIS) ........................................................ 139

Inhalt

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Organisatorische Hinweise___________________________________ 140 Pflichtenkatalog ............................................................................................................ 142 Anmeldung ..................................................................................................................... 142 Warteliste ........................................................................................................................ 142 Teilnahmebeiträge ....................................................................................................... 143 Stornierungsbedingungen . ....................................................................................... 144 Teilnahme mit Kindern ............................................................................................... 145 Unterbringung ............................................................................................................... 146 Teilnahmebedingungen JONA .................................................................................. 146 Veranstaltungskürzel _ ________________________________________ 148 Kalendarium____________________________________________________ 150 Impressum______________________________________________________ 169

Das Jahresprogramm finden Sie auch unter: http://www.kas.de/begabtenfoerderung/seminarprogramm

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VORWORT Liebe Stipendiatinnen und Stipendiaten,

das Erstarken autoritärer Systeme und Tendenzen in Europa und weltweit ist er­ schreckend. Dieser Aussage stimmen vermutlich viele Menschen hierzulande zu. Aber wie weit reicht der Schrecken? Führt er zu Umdenken und tätigem Einsatz für unsere Demokratie? In seinen 1939 im Londoner Exil niedergeschriebenen Erinnerungen „Geschichte eines Deutschen“ unterscheidet der Publizist Sebastian Haffner zwei Typen von Zeitgenos­ senschaft. Viele historische Ereignisse vor 1933 seien „im eigentlichsten, privatesten Leben der einzelnen Menschen fast unregistriert“ geblieben: „Alles Frühere zog an uns vorbei und über uns hin, es beschäftigte und es regte uns auf, aber keinen stellte es vor Gewissensentscheidungen, man blieb, was man war.“ Im totalitären System des Nationalsozialismus hingegen, so Haffner weiter, sei er wie Hunderttausende gezwungen gewesen, sein „privates Ich gegen einen übermächtigen feindlichen Staat zu verteidigen“, und er beschreibt diese individuelle Verteidigung der Freiheit zugleich als eine Verteidigung der „Freiheit der Welt“. Im heutigen Deutschland sind wir von dieser Situation und Erfahrung weit entfernt, dennoch müssen wir uns Gedanken machen, warum eine wachsende Zahl von Men­ schen trotz der von Haffner reflektierten Erfahrungen sich autoritären Alternativen zuwendet. Was sind die Motive und wie können wir den Ursachen begegnen? Wo hat sich in unserer Gesellschaft etwas zum Schlechteren entwickelt, und welche Aufgabe kommt der Politik jetzt zu? „Die persönliche Freiheit ist und bleibt das höchste Gut der Menschen!“, so betonte wenige Monate vor der Verabschiedung des Grundgesetzes Konrad Adenauer, dessen 150. Geburtstag wir 2026 feiern. Dabei verstand er die Freiheit des Einzelnen immer zugleich als eine Verpflichtung aller für das Ganze, für Demokratie und Rechtsstaat. Denn politisches Handeln der gewählten Volksvertreter alleine reicht nicht aus. Auch jeder und jede von uns muss sich den Tendenzen, die Freiheit einzuschränken (ob sie aus der extremen Rechten oder der extremen Linken kommen), widersetzen und unter Umständen, um es mit Sebastian Haffner zu formulieren, auch ‚nicht bleiben, was wir sind‘. Das mögen alle, die die Freiheit lieben, so empfinden – das Privileg, das der freiheitliche Rechtsstaat gewährt, ist, dass niemand dazu gezwungen wird.

Vorwort

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Für die Begabtenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung bedeutet dieser Zusam­ menhang zwischen der Freiheit des Einzelnen und dem freiheitlichen Staat, dass wir Demokratieförderung und Persönlichkeitsförderung zusammendenken. Denn Demokratie lebt von überzeugten und überzeugenden Demokraten. In diesem Sinne versteht sich das vorliegende Seminarprogramm als eine Einladung, Wissen und Fer ­ tigkeiten auszubilden – für die eigene Persönlichkeitsentwicklung ebenso wie für die Wahrnehmung von Verantwortung für andere. Ob in der Hochschule, am Ausbildungs­ platz, im Bekanntenkreis, in politischen Gremien oder im Umfeld des Wohnortes: an all diesen Orten geht es um gelebte Haltung, die bei dem jeweiligen Gegenüber einen Beitrag zur Akzeptanz unserer Werte, unseres Gemeinwesens und unserer Demo­ kratie leisten kann. Politische Positionierung und persönlich gelebte Werte gehören nach unseren christlich-demokratischen Vorstellungen zusammen. Entsprechend lädt das Seminarprogramm zur Diskussion von aktuellen politischen Themen sowie zur Entwicklung personaler Kompetenzen ein, ebenso zur Vermessung der politischen wie der eigenen Ziele. Wir freuen uns, wenn Sie diese Möglichkeiten nutzen! Ich danke allen, die zur Erstellung dieses Seminarprogramms beigetragen haben: den Kolleginnen und Kollegen, aus der eigenen wie den anderen Hauptabteilungen der Stiftung, den Stipendiatinnen und Stipendiaten, die selbst Seminare vorbereiten und durchführen oder uns auf vielfältige Weise Impulse liefern, den Vertrauens ­ dozentinnen und Vertrauensdozenten wie den Altstipendiatinnen und Altstipen­ diaten, die auf Seminaren referieren, dem Vorstand des ASeV | Altstipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V., der die Abschlussseminare unter dem Titel „Führen und Verantwortung“ finanziell und personell unterstützt, ebenso wie dem Beirat des Generationenfonds, der die Cadenabbia Conference fördert, und schließlich allen Kooperationspartnerinnen und -partnern. Liebe Stipendiatinnen und Stipendiaten, ich wünsche Ihnen, dass die Seminare Sie in Ihren Grundhaltungen und Ihrer Bereitschaft, sich mit der ganzen Person für unser Gemeinwohl einzusetzen, stärken, Ihre Ideen beflügeln und zu weiterem Engagement motivieren!

Ihre

Dr. Susanna Schmidt Leiterin der Hauptabteilung Begabtenförderung und Kultur

Seminarprogramm

Wir laden Sie ein, im Rahmen des Seminarprogramms Ihre In ­ teressen zu vertiefen, aber auch Neuland zu erschließen. Sei es im wahrsten Sinne des Wortes, sei es um neue Fragestellungen zu erkunden oder auch die eigene Persönlichkeit auszuloten! An das Grundlagenseminar im ersten Förderjahr schließt sich in der Regel das Aufbauseminar an, Kompaktseminare im In- und Ausland und Qualifizierungsseminare folgen. Die Seminare im Pflichtprogramm der Journalistischen Nachwuchsförderung (JONA) sind JONA-Stipendiatinnen und Stipendiaten vorbehal­ ten, die Seminare im Wahlpflichtbereich stehen auch anderen Stipendiatinnen und Stipendiaten offen. Im ersten Jahr nach der Aufnahme steht das Grundlagenseminar an, das einen Überblick über politische, gesellschaftliche und historische Basisthemen aus christlich-demokratischer Sicht gibt. Danach schließt sich für die Stipendiatinnen und Stipendiaten der Studien-, Promotions- und Internationalen Nachwuchs­ förderung zumeist das Aufbauseminar an, das anhand einer aktuellen Fragestellung ein Basisthema näher beleuchtet und durch ein Rhetorik-, Argumentations- bzw. Medientraining oder eine Exkursion vertieft wird. Schließlich folgen die zwei- bis mehrtägigen Kompaktseminare zu spezifischen Fragen, die zum Teil von Stipendiatinnen und Stipendiaten organisiert werden. Manche dieser Seminare finden im Ausland statt mit dem Ziel, die internationale Begegnung zu fördern. Die Qualifizierungs­ seminare wenden sich an Stipendiatinnen und Stipendiaten höherer Semester, die den Eintritt ins Berufsleben vor Augen haben. Zu den Seminaren des Pilotprojektes Ausbildungsförde­ rung s. S. 102. Änderungen des Programms sind im Verlauf des Jahres möglich.

Seminarprogramm

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1. Jahr

Grundlagenseminare

› Politische Grundlagen › Selbstverständnis der Konrad-Adenauer-Stiftung › Persönlichkeitsentwicklung

Ab 1./2. Jahr

Aufbauseminare

› Aktuelles Thema|Grundlagenbezug › Argumentationstraining › Medientraining

› Rhetoriktraining › Planspiel › oder Exkursion

Ab 2./3. Jahr

Kompaktseminare

› Aktuelle Themen › z. T. von Studierenden / Promovierenden durchgeführt

Ab 2./3. Jahr

Qualifizierungsseminare › Wege in den Beruf

› Führen und Verantwortung › Reden und Netzwerken

Grundlagen­ seminare

Grundlagenseminare

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Wer auf den Namen von Konrad Adenauer ein Stipendium erhält, muss wissen, wie die Geschichte mit dem ersten Bundes­ kanzler der Bundesrepublik verwoben ist, wie die Entstehung des Grundgesetzes, die Soziale Marktwirtschaft, die Westbin­ dung, das christliche Menschenbild und die parlamentarische Demokratie Deutschland bis heute prägen. In unseren Grund ­ lagenseminaren geben wir einen Überblick und stellen die heute wichtigen Fragen, etwa nach der Zukunft von Sozialstaat und europäischer Integration, deutscher Sicherheitspolitik und unse ­ rer Demokratie angesichts autoritärer Tendenzen und populisti­ scher Herausforderungen. Bitte melden Sie sich für ein Seminar an, das möglichst inner­ halb der sechs Monate nach Ihrer Aufnahme stattfindet und das möglichst von dem Referenten bzw. der Referentin geleitet wird, der oder die für Ihren Betreuungsbereich verantwortlich ist , (s. https://www.kas.de/de/web/begabtenfoerderung-und-kultur/ kontakt-fuer-stipendiatinnen-und-stipendiaten oder in den Informationen des Starterpakets).

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GS01-090226 09.02.–15.02.2026 in Königswinter Leitung: Klaus Hantelmann – für alle Betreuungsbereiche

Stipendiatinnen und Stipendiaten der Studienförderung Teilnahmebeitrag: 120,– EUR

GS02-160226 16.02.–22.02.2026 in Königswinter Leitung: Daniela-Maria Mariș – bevorzugt aus dem Betreu­ ungsbereich Hessen – Thüringen – Sachsen-Anhalt – Unter­ franken – Bodensee GS03-160226 16.02.–22.02.2026 in Gersfeld Leitung: Nadine Bergner – bevorzugt aus dem Betreuungs­ bereich Niedersachsen – Bremen GS04-230226 23.02.–01.03.2026 in Georgsmarienhütte Leitung: Anika Mester – bevorzugt aus dem Betreuungs­ bereich Münsterland – Westfalen – Niederlande – Belgien GS05-020326 02.03.–08.03.2026 in Königswinter Leitung: Dr. Dominika Borowicz – bevorzugt aus dem Betreu­ ungsbereich Bayern GS06-020326 02.03.–08.03.2026 in Königswinter Leitung: Alexander Prill – bevorzugt aus dem Betreuungs­ bereich Rheinland – Mittelfranken – Sachsen GS07-090326 09.03.–15.03.2026 in Königswinter Leitung: Dr. Nora Wirtz – bevorzugt aus dem Betreuungs­ bereich Rhein-Ruhr – Frankreich – Schweiz – Italien GS08-160326 16.03.–22.03.2026 in Gersfeld Leitung: N.N. – bevorzugt aus dem Betreuungsbereich Hamburg – Schleswig-Holstein – Mecklenburg-Vorpommern GS09-160326 16.03.–22.03.2026 in Gersfeld Leitung: Dr. Tanja Buchholz – bevorzugt aus dem Betreuungs­ bereich Oberrhein – Rheinland-Pfalz – Saar GS10-230326 23.03.–29.03.2026 in Lingen-Holthausen Leitung: Dr. Nora Wirtz – bevorzugt aus dem Betreuungs­ bereich Rhein-Ruhr – Frankreich – Schweiz – Italien

Grundlagenseminare

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GS11-230326 23.03.–29.03.2026 in Lingen-Holthausen Leitung: Fine Hartmann-Prill – für alle Betreuungsbereiche

GS12-130726 13.07.–19.07.2026 in Georgsmarienhütte Leitung: Prof. Dr. Burkard Steppacher – für alle Betreuungs­ bereiche GS13-270726 27.07.–02.08.2026 in Gersfeld Leitung: Dr. Tanja Buchholz – bevorzugt aus dem Betreuungs­ bereich Oberrhein – Rheinland-Pfalz – Saar GS14-030826 03.08.–09.08.2026 in Gersfeld Leitung: Daniela-Maria Mariș – bevorzugt aus dem Betreuungsbereich Hessen – Thüringen – Sachsen-Anhalt – Unterfranken – Bodensee GS15-100826 10.08.–16.08.2026 in Georgsmarienhütte Leitung: Prof. Dr. Burkard Steppacher – für alle Betreuungs­ bereiche

GS16-100826 10.08.–16.08.2026 in Königwinter Leitung: Klaus Hantelmann – für alle Betreuungsbereiche

GS17-170826 17.08.–23.08.2026 Königswinter Leitung: Dr. Dominika Borowicz – bevorzugt aus dem Betreuungsbereich Bayern GS18-240826 24.08.–30.08.2026 in Georgsmarienhütte Leitung: Anika Mester – bevorzugt aus dem Betreuungs­ bereich Münsterland – Westfalen – Niederlande – Belgien GS19-310826 31.08.–06.09.2026 in Georgsmarienhütte Leitung: N.N. – bevorzugt aus dem Betreuungsbereich Hamburg – Schleswig-Holstein – Mecklenburg-Vorpommern GS20-140926 14.09.–20.09.2026 in Gersfeld Leitung: Alexander Prill – bevorzugt aus dem Betreuungs­ bereich Rheinland – Mittelfranken – Sachsen GS21-210926 21.09.–27.09.2026 in Gersfeld Leitung: Jeannette Kreiser – bevorzugt aus dem Betreuungs­ bereich Mannheim – Stuttgart – Tübingen – Freiburg

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GS22-051026 05.10.–11.10.2026 in Königswinter Leitung: Nele Glang – bevorzugt aus dem Betreuungsbereich Berlin – Brandenburg

GS23-010626 01.06.–07.06.2026 in Königswinter Leitung: Dr. Maike Hansen

Stipendiatinnen und Stipendiaten der Pro - motionsförderung Teilnahmebeitrag: 120,– EUR

GS24-170826 17.08.–23.08.2026 in Gersfeld Leitung: Dr. Simon Backovsky

GS25-231126 23.11.–29.11.2026 in Königswinter Leitung: Dr. David Hunchukaschwili-Schnitzer

GS26-230226 23.02.–01.03.2026 in Gersfeld Leitung: Dr. Kerim Kudo

Stipendiatinnen und Stipendiaten der Internationalen Nach - wuchsförderung Teilnahmebeitrag: 120,– EUR

GS27-200726 20.07.–26.07.2026 in Georgsmarienhütte Leitung: Dr. Piotr Marian Franz

GS28-0709 07.09.–13.09.2026 in Königswinter Leitung: Kristina Devine

Grundlagenseminare

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Aufbau- und Kompaktseminare

Aufbau- und Kompaktseminare

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Die Aufbauseminare gehen aktuellen und grundlegenden Frage ­ stellungen nach, die zurzeit zur Diskussion stehen und neuer Antworten und Interpretationen bedürfen. Sie richten sich vor allem an Stipendiatinnen und Stipendiaten im zweiten Förderjahr (nach absolviertem Grundlagenseminar). Sie wollen zugleich personale Kompetenzen – für eine wirksame und aufmerksame Gesprächsfähigkeit – vermitteln. Deshalb differenzieren sie sich in Aufbauseminare mit Argumentati­ ons- bzw. Medientraining oder Exkursion aus. Die erfolgreiche Teilnahme bei Seminaren mit Argumentations- und Medien­ training setzt eine hohe Reflexionsbereitschaft voraus sowie die Bereitschaft, die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Bitte beachten Sie, dass Sie im Training lernen, vor Gruppen zu sprechen und dass dabei ggf. auch Videoanalysen der eigenen Reden eingesetzt werden. Die Kompaktseminare sind kürzer angelegt und werden zum Teil von Stipendiatinnen und Stipendiaten organisiert. Liegt die Leitung in den Händen unserer Stipendiatinnen und Stipendia­ ten, werden keine Teilnahmegebühren erhoben. Finden diese von Stipendiatinnen und Stipendiaten organisierten Seminare im Ausland statt, ist – neben den selbst zu tragenden Reise­ kosten – mit der Erhebung eines Eigenbeitrags zu rechnen, der unmittelbar von den Organisatoren erhoben wird und der in der Regel zwischen 100,– und 200,– Euro liegt.

Die Aufbau- und Kompaktseminare sind inhaltlich in vier Bereiche gegliedert:

› Politik, Gesellschaft und Medien › Wirtschaft, Technik und Forschung › Kunst, Kultur, Bildung und Religion › Europäische und Internationale Zusammenarbeit

Politik, Gesellschaft und Medien Die Konrad-Adenauer-Stiftung setzt sich weltweit aus einer christlich-demokratischen Perspektive für die Förderung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie für eine Verwirkli­ chung der Menschenrechte ein. Voraussetzung einer lebendigen und wehrhaften Demokratie ist die aktive Teilhabe. Zugleich gilt es sicherzustellen, dass die wesentlichen „Lebensfragen“ der Gesellschaft transparent und innerhalb der dafür vorge ­ sehenen demokratischen Institutionen vorbereitet, diskutiert und entschieden werden. Mit unserem Seminarprogramm wollen wir einen Beitrag zur ständigen Überprüfung der unserer parlamentarischen Demokratie zugrundeliegenden Partizipati­ ons- und Repräsentationsprozesse leisten und für das konsti­ tutive Element unserer demokratischen Ordnung, die Freiheit, sensibilisieren. In diesem Sinne wollen wir in den Seminaren unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten für die Übernahme von Verantwortung für das Gemeinwohl – nicht zuletzt in den demokratischen Institutionen – gewinnen. Die Auseinanderset­ zung mit aktuellen politischen sowie zeithistorischen Themen, mit Fragen des gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalts wie auch der Verantwortung der Medien als „Vierter Gewalt“ leistet dazu einen wichtigen Beitrag.

Aufbauseminare | Politik, Gesellschaft und Medien

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Das christliche Menschenbild im 21. Jahrhundert

Welchen Stellenwert hat das „C“ im Namen der CDU? Mit Blick auf die Parteiführungen unter Adenauer, Kohl, Merkel und Merz variieren die Einschätzungen in Politik- und Geschichtswissen­ schaft. Einig ist man sich jedoch darin, dass das „C“ nicht nur religiöse Bezüge aufweist, sondern auch für moralische Leit­ vorstellungen steht – Vorstellungen, die durch Vorbilder gelebt werden müssen. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem oft diskutierten Buchstaben? Welche Potenziale bietet er der Union? Ist er im 21. Jahrhundert noch anschlussfähig? Und wie kann er eine klare Abgrenzung gegenüber extremistischen Posi­ tionen markieren? Diesen Fragen gehen wir im Seminar nach. Die digitale Welt verändert sich rasant – und mit ihr wächst die Verbreitung von Desinformation und digitalem Hass. Während generative Künstliche Intelligenz die Manipulation von Bildern, Videos und Texten auf ein neues Level hebt, verstärken Algorith ­ men Filterblasen und verschärfen gesellschaftliche Spaltungen. Hasskommentare und digitale Gewalt nehmen zu – mit realen Folgen für Einzelne und für die Demokratie. Wie lassen sich Desinformationen entlarven und welche Strategien helfen, um sich gegen digitale Manipulation und Hass zu wappnen? Neben Einblicken in die Thematik vermittelt das Seminar Strategien im Umgang mit Desinformationen, Verschwörungserzählungen und Hass im Netz. Der Kampf um Fakten. Zwischen Wahrheit, Manipulation und Hass im Netz

AS06 mit Argumentations ­ training 16.03.–21.03.2026 Bad Honnef Leitung: Alexander Prill Teilnahmebeitrag: 120,– Euro

AS07 mit Argumentations ­ training 16.03.–20.03.2026 digital Leitung: Sarah Bettig

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Identitätskonflikte und gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland – Ist die liberale Demokratie in Gefahr? Identitätsaushandlungsprozesse sind in heterogenen Ge­ sellschaften nichts Ungewöhnliches. Jedoch beobachten wir zunehmend eine Zuspitzung der Identitätskonflikte, die sich mit unterschiedlichen Themen (Sicherheit, Bildung, Arbeitsmarkt etc.) verschränken. Auf verschiedenen Ebenen vollzieht sich scheinbar eine negative Politisierung beispielsweise kultureller, ethnischer, nationaler, religiöser oder anderer Zugehörigkeiten. Nicht selten geschieht dies mit dem Ziel, gesellschaftliche Grup ­ pen ab- bzw. auszugrenzen. Im Rahmen des Seminars wollen wir sowohl potenzielle Gefahren für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die liberale Demokratie beleuchten als auch mögliche Szenarien der nahen Zukunft diskutieren.

AS08 mit Argumentations ­ training 23.03.–28.03.2026 Berlin Leitung: Dr. Kerim Kudo Teilnahmebeitrag: 120,– Euro

Das Seminar richtet sich insbesondere an Stipendiatinnen und Stipendiaten der Internationalen Nachwuchsförderung.

Demokratie zwischen populistischer Anfechtung und innerer Aushöhlung

Seit Jahren lässt sich nicht nur in Deutschland eine wachsende Bereitschaft beobachten, autoritäre politische Angebote als mindestens akzeptable, wenn nicht gleichwertige Alternativen zur parlamentarischen Demokratie einzuschätzen. Am Beispiel Südtirols möchten wir untersuchen, wie den Motiven für diese Entwicklung begegnet werden sollte, ob und wie der Vertrau­ ensverlust in die Demokratie, ihre Institutionen und die Par ­ teien aufgehalten werden kann und inwieweit demokratische Innovationen, also neue Beteiligungsformate, geeignet sind, traditionelle Entscheidungsprozesse in dem Mehrebenensystem föderaler Staaten zu ergänzen und die Akzeptanz der repräsen­ tativen Demokratie (wieder) zu erhöhen.

AS10 mit Exkursion 20.04.–25.04.2026 Brixen, Südtirol/Italien Leitung: Dr. Frank Müller Teilnahmebeitrag: 120,– Euro

Das Seminar findet in Kooperation mit dem Forschungszentrum Eurac Research Bozen statt.

Aufbauseminare | Politik, Gesellschaft und Medien

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TikTok, Talkshows, Tagesschau – wer hat das letzte Wort? YouTube statt „Tagesschau“, TikTok statt „FAZ“? Die Medien­ landschaft in Deutschland befindet sich im Wandel. Während öffentlich-rechtliche Sender und traditionelle Tageszeitungen mit sinkender Reichweite zu kämpfen haben, gewinnen Influen­ cerinnen, Podcaster, YouTuber und Streamerinnen zunehmend an Einfluss. Sie tragen zur öffentlichen Meinungsbildung bei – oft ohne journalistische Ausbildung, dafür aber mit Millionen von Followern. Was bedeutet diese Entwicklung für unsere Demokratie, den gesellschaftlichen Diskurs und das Ideal einer gut informierten Öffentlichkeit? Wir sprechen mit Vertreterinnen und Vertretern klassischer Medien ebenso wie mit politischen Influencerinnen und Podcastern. Integration ja! Aber wie genau? Zwischen Fachkräftemangel und Überlastung der Kommu­ nen – eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit ist die Integration von Zuwanderern. Was befördert gelungene Integration und wo kann Integrationspolitik hier ansetzen? Mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Praxis diskutieren wir über unterschiedliche Modelle von Einwande­ rungs- und Integrationspolitik. Darauf basierend erarbeiten wir eigene weiterführende Ideen für Deutschland – auf der Basis christlich-demokratischer Grundwerte. Abgerundet wird das Seminar durch Exkursionen an Orte, an denen tagtäglich Integ ­ ration stattfindet, und durch Gespräche mit Zuwanderern.

AS23 mit Rhetoriktraining 13.10.–18.10.2026 digital Leitung: Felix Franke

AS14 mit Exkursion 03.08.–08.08.2026 Berlin Leitung: Dr. Katharina Hamdorf- Rosenberg Teilnahmebeitrag: 120,– Euro

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Auswirkungen von KI auf den Journalismus und auf die politische Meinungsbildung Wie erkenne ich, ob ein Foto echt ist, eine Information stimmt, ein Video manipuliert wurde? Gerade die AfD nutzt KI-generierte Bilder, um ihre (Hass-)Botschaften über Social Media zu verbrei­ ten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen im Seminar, Fake News zu enttarnen, die u. a. durch generative Künstliche Intelligenz leicht zu erstellen sind. Sie sprechen mit Abgeord­ neten und anderen Expertinnen über die Auswirkungen von KI auf die politische Meinungsbildung und auf die Debattenkultur. Aber es geht auch um den veränderten Nachrichtenkonsum der GenZ und um Chancen durch KI. Dazu zählen innovative journa­ listische Formate, die auf Dialog und Verständigung setzen. Ein Medientraining inklusive Diskussionen über ethische Fragen im Journalismus und den Pressekodex runden das Seminar ab. Das Seminar richtet sich primär an die Geförderten, die aufgrund persönlicher Umstände nur erschwert an Präsenzseminaren teil - nehmen können. Braucht Deutschland eine Staatsreform? Perspektiven für einen „handlungsfähigen“ deutschen Staat Immer mehr Initiativen und Akteure, darunter anerkannte Politikerinnen und Politiker, fordern eine Staatsreform. Damit verknüpft ist die Vision, Deutschland wieder „handlungsfähig“ zu machen. In zu vielen Bereichen wird der deutsche Staat mittler­ weile als ineffizient, dysfunktional oder rückwärtsgewandt wahr­ genommen – sei es in den Bereichen Digitalisierung, Bürokratie oder nationale Sicherheitsarchitektur. Viele Menschen wenden sich auch deshalb von der Politik ab. Zentrales Anliegen der Initiativen ist daher die Stärkung des Vertrauens zwischen Staat und Bürgerinnen und Bürgern. Im Seminar werden wir verschie­ dene Visionen einer Staatsreform analysieren und untersuchen, inwiefern diese tatsächlich die Chance bieten könnte, den deut­ schen Staat und damit unsere Demokratie zu stärken.

AS20 mit Medientraining 21.09.–26.09.2026 digital Leitung: Ann-Carolinn Specht

AS21 mit Planspiel 05.10.–10.10.2026 Berlin Leitung: Jeannette Kreiser Teilnahmebeitrag: 120,– Euro

Aufbauseminare | Politik, Gesellschaft und Medien

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„Demokratie muß gelebt wer den.“ So sagte es einst Konrad Adenauer, an dessen 150. Geburtstag wir in diesem Jahr erinnern. Unser Namensgeber wusste: Demokratie ist überlebensnotwendig auf das Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Vor allem für die jüngeren Generationen gilt, dass sie am längsten davon betroffen sind, ob und wie wir die vor uns liegenden Herausforde­ rungen bewältigen. Deshalb ist es besonders für jüngere Menschen so wichtig, sich politisch einzu­ mischen und mitzugestalten.

Prof. Dr. Norbert Lammert Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. Bundestagspräsident a.D.

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Sicherheit und Innere Führung In diesem Seminar setzen wir uns kritisch mit aktuellen Sicher­ heitsfragen auseinander. Dabei liegt der Schwerpunkt einerseits auf der Rolle der Bundeswehr bei der Herstellung der Sicher­ heit für die Bürgerinnen und Bürger und andererseits auf dem Verhältnis zwischen unserem Staat und seiner Armee. Das Konzept der Inneren Führung bildet die zentrale Wertegrund­ lage für dieses Verhältnis, da es die Bundeswehr fest in die streitbare Demokratie einbindet. Inhalte des Seminars sind die Grundlinien deutscher Sicherheitspolitik, die Konzeption Innere Führung, die Rechtsgrundlagen für das Handeln der Soldatinnen und Soldaten besonders in Auslandseinsätzen und die Vermitt­ lung der Struktur, Geschichte und des Wandels der deutschen Streitkräfte.

KS84 mit Exkursion 26.05.–29.05.2026 Bad Honnef/Koblenz Leitung: Anika Mester Teilnahmebeitrag: 90,– Euro

Das Seminar findet in Verbindung mit dem Zentrum Innere Führung der Bundeswehr zum Teil vor Ort in Koblenz statt.

„Nie wieder!?“ – Journalistischer Umgang mit dem Thema Antisemitismus Antisemitismus zeigt sich in Deutschland in alten wie neuen Formen – auf Demonstrationen, in sozialen Medien und im Alltag. Doch was genau ist Antisemitismus? Wie lassen sich anti­ semitische Ressentiments erkennen – gerade auch dort, wo sie sich mit politischen Debatten über Israel und den Nahostkonflikt vermischen? Und wie prägen historische Erfahrungen unsere Gegenwart? Das Seminar bietet Raum für fundierte Auseinan­ dersetzung mit dem Phänomen Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart. Im zweiten Schritt wird der Blick auf die Rolle von Medien und journalistischer Verantwortung gelenkt: Wie gelingt differenzierte Berichterstattung in einem spannungsrei­ chen Umfeld? Welche Verantwortung tragen Medienschaffende bei der Darstellung antisemitischer Vorfälle? Kooperationsseminar mit dem Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk ELES. Das Seminar ist offen für Stipendiatinnen und Stipendiaten aller Werke.

KS01 10.02.–12.02.2026 Berlin Leitung: Felix Franke Teilnahmebeitrag: 70,– Euro

Kompaktseminare | Politik, Gesellschaft und Medien

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Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland Der Rechtsextremismus stellt aktuell die größte extremistische Gefahr für die Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland dar. Er ist jedoch kein einheitliches Phänomen: Rassistische, antisemitische und nationalistische Ideologieelemente treten in verschiedenen Ausprägungen auf. Gemeinsam haben diese jedoch, dass zentrale Werte der freiheitlichen demokratischen Grundordnung wie die Menschenwürde, das Rechtsstaats- oder das Demokratieprinzip verletzt und außer Kraft gesetzt werden. Wir wollen in unserem Seminar ein Bewusstsein für das Phäno­ men Rechtsextremismus schaffen, Begrifflichkeiten klären, uns der Gedankenwelt von Rechtsextremisten sozialpsychologisch nähern und schließlich auch Handlungs- und Lösungsmöglich­ keiten zur Bekämpfung dieses Phänomens diskutieren. Das Seminar findet in Verbindung mit „Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.“ und mit Stipendiatinnen und Stipendiaten der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) statt. 6. KAS Makerthon: Erinnerungskultur als Mittel gegen die Radikalisierung junger Menschen Die deutsche Erinnerungskultur ist international einzigartig; dennoch gerät sie in Teilen der Gesellschaft unter Druck. In der 6. Edition des KAS Makerthon wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, wie junge Menschen heute in einer Weise an­ gesprochen werden, die sie nachhaltig für die Gefahren von Antisemitismus, Nationalismus und autoritärem Denken sensibi ­ lisiert. Wie muss Erinnerung für Jugendliche, die Zeitzeugen und -zeuginnen aus Zeiten des Nationalsozialismus und Holocaust nicht mehr persönlich erleben, gestaltet werden? Wir erarbeiten Inhalte für eine Generation, die Erinnerungskultur oftmals als bloßes Ritual wahrnimmt, obwohl sie doch ein aktives Mittel der politischen Bildung und ein wirksames Instrument gegen Radikalisierung darstellt.

KS04 20.02.–22.02.2026 Berlin Leitung: Dr. Christoph von Hehl Martin Ziegenhagen (Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.) Teilnahmebeitrag: 70,– Euro

KS07 26.02.–01.03.2026 Bonn Leitung:

Merle Ruers, Mathis Sieglerschmidt, Jana Schüler und Sofia Nolte Beratung: Lisa Orlamünder

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Unser Land und unsere Gesellschaft stehen vor gewaltigen Herausforde­ rungen. Frieden, Freiheit und Demo ­ kratie sind bedroht wie schon lange nicht mehr. Ich verbinde das mit der Hoffnung, dass sich viele Men­ schen – auch und gerade jüngere – wieder verstärkt für die Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und das friedliche Zusammenleben einsetzen. Dafür stehen gerade auch unsere Stipen ­ diatinnen und Stipendiaten.

Dr. Mark Speich Generalsekretär der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

Kompaktseminare | Politik, Gesellschaft und Medien

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Sexuelle Identität und Menschenwürde – in Deutschland und weltweit Im Rahmen des Seminars werden die politische Repräsenta­ tion und Partizipation sowie die Diskriminierung von sexuellen Minderheiten beleuchtet – in Deutschland und weltweit. Wir dis­ kutieren die gesellschaftspolitische Akzeptanz von geschlecht­ lich-sexueller Vielfalt und sexueller Identität. Ausgehend von der historischen Perspektive und persönlichen Erfahrungsberichten setzen wir uns mit demokratischen Instrumenten auseinander, die die Teilhabe sexueller Minderheiten an politischen Ent ­ scheidungsprozessen fördern und zum Schutz ihrer Rechte beitragen. Organspende, Blut- und Stammzellspende retten Leben – den­ noch herrscht bei vielen Menschen Unsicherheit. In unserem Seminar wollen wir medizinisches Wissen, ethische Fragen sowie politische Rahmenbedingungen verständlich vermitteln. Dabei diskutieren wir über neue Vorschläge ebenso wie über die Kontroverse zwischen Entscheidungs- und Widerspruchslösung und fragen, wie Freiheit, Selbstbestimmung und Verantwortung im Sinne christlich-demokratischer Werte zusammengehen. Referentinnen und Referenten aus Medizin, Politik und Initiati­ ven wie „Aufklärung Organspende Rostock“ geben fachliche Ein­ blicke, ergänzt durch eigens geführte und von Experten geleitete Diskussionsrunden. Ziel ist es, Unwissenheit abzubauen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu fördern. Spenden, entscheiden, aufklären: Organspende und ihre Bedeutung für unsere Gesellschaft

KS09 mit Exkursion 05.03.–08.03.2026 Bad Honnef Leitung:

Dr. Dominika Borowicz Alexander Vogt (LSU) Teilnahmebeitrag: 90,– Euro

KS10 06.–08.03.2026 Rostock Leitung: Lara Sophie Ziegeler, Julius Liam Binder, Jasmin Genschmer und Malte Wilhelm Jonca Beratung: Petra Wachter

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Promotionskolleg „Demokratien in Europa: Prägungen und Perspektiven“

Die Zukunftsfähigkeit der liberal-demokratischen und markt­ wirtschaftlichen Ordnung wird aktuell auch in Europa vielfach auf den Prüfstand gestellt: durch die Erfolge „illiberaler“ und autoritärer Systemalternativen, das Erstarken populistischer Bewegungen, eine abnehmende Akzeptanz politischer Parteien, eine wachsende Skepsis gegenüber marktwirtschaftlichen Prin­ zipien und eine Zunahme nationaler Egoismen, um nur einige der wichtigsten Herausforderungen zu nennen. Um ihnen zu begegnen, bedarf es neuer Ideen. Dafür ist eine gründliche La ­ geanalyse notwendig, die den Blick auch auf mögliche Ursachen richtet. Dazu gehören gesellschaftliche Veränderungen wie die Auf­ lösung traditioneller Milieus und eine zunehmende Individua­ lisierung, die Verschiebung der Kräfteverhältnisse im interna ­ tionalen Raum, Auswirkungen der Digitalisierung und der KI, Zweifel an der Leistungsfähigkeit staatlicher Institutionen und der sozialen Sicherungssysteme, Diktaturerfahrung mit nachhal­ tigen Auswirkungen auf das Demokratieverständnis. Unser Promotionskolleg setzt sich zum Ziel, historische Prägun­ gen, aktuelle Herausforderungen und zukünftige Perspektiven der Demokratien in Europa zu untersuchen. Es sollen neue Er­ kenntnisse aus verschiedenen Disziplinen gewonnen und damit ein Beitrag zum besseren Verständnis der Gegenwartsprobleme geleistet werden. Von dieser Zielsetzung ausgehend, wird das Kolleg weiterhin › regelmäßige Kolloquien durchführen, in welchen die Kolle­ giatinnen und Kollegiaten ihre Projekte mit renommierten Wissenschaftlern besprechen; › d en Austausch mit Praktikern aus Politik, Wirtschaft, Recht, und Kultur ermöglichen;

Promotionskolleg „Demokratien in Europa: Prägungen und Perspektiven“

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› E xkursionen vor allem in den mittel- und osteuropäischen Raum organisieren, die weiterführende Erkenntnisse zu den Forschungsthemen des Kollegs liefern sollen; › d ie Kollegiatinnen und Kollegiaten beim beruflichen Einstieg unterstützen. Das Kolleg richtet sich an Stipendiatinnen und Stipendiaten der Promotionsförderung, deren Forschungsprojekte die Fragestel­ lungen des Kollegs tangieren, insbesondere aus den Fächern Zeitgeschichte, Politikwissenschaften und Rechtswissenschaften. Die Kollegiatinnen und Kollegiaten werden von einem interdiszi­ plinär zusammengesetzten wissenschaftlichen Beirat unter der Leitung von Prof. Dr. Dominik Geppert und Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig betreut. Das Promotionskolleg wird in Zusammen­ arbeit mit der Hauptabteilung Wissenschaftliche Dienste/Archiv für Christlich-Demokratische Politik ausgerichtet.

Geschäftsführer des Promotionskollegs: Dr. Simon Backovsky · Promotionsförderung Klingelhöferstr. 23 | D-10785 Berlin T: +49 30 / 269 96-3659 Simon.Backovsky@kas.de

Sachbearbeitung: Heidrun Rühle Heidrun.Ruehle@kas.de

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Politikjournalismus Kritisch über Politik zu berichten, ohne Rücksicht auf große Namen und Machtverhältnisse – das ist die Aufgabe von Politik­ journalismus. Doch wie funktioniert das? Wie gestalten sich die Abläufe im politischen Betrieb Berlins, welche Gremien sind für welche Entscheidungen wichtig? Woher bekomme ich exklusive Informationen? Wie pflege ich Kontakte zu Politikerinnen und Politikern? Abwimmeln, Ausweichen, Autorisieren: Wie gehe ich mit Pressesprechern und -sprecherinnen sowie persönlichen Referentinnen und Referenten um? Aber auch: Wie sehr hinter­ frage ich meine Berichterstattung und vermeide Skandalisie ­ rung, wo keine ist? Im politischen Berlin besuchen wir u. a. das ARD-Hauptstadtstudio, den Bundestag, die Bundespressekonfe­ renz und nehmen an journalistischen Hintergrund-Gesprächen teil. Wir werfen einen politischen Blick auf die Tribünen: Fußball ist nicht nur Sport, sondern Spiegel gesellschaftlicher Dynamiken. In Fangesängen, Symbolen und Protestformen werden Fragen von Zugehörigkeit, Teilhabe und gesellschaftlicher Verantwor­ tung verhandelt. Wie gehen wir mit Ausgrenzung, Radikalisie­ rung und politischem Protest im Stadion um? Welche Chancen bietet Fankultur für demokratische Bildung und zivilgesellschaft­ liches Engagement? Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verbänden und Faninitiativen diskutieren wir, wie demokratische Werte auch im Stadion gelebt und ge­ stärkt werden können. In Panels, Workshops und Gesprächen reflektieren wir, wie Mitwirkung dort gelingt, wo Gemeinschaft, Emotion und Identifikation besonders wirksam sind. Zwischen Pyro und Parolen – Fußball als gesellschaftlicher Resonanzraum

JWPoJ01 16.–19.03.2026 Berlin Leitung: Maria Grunwald Teilnahmebeitrag: 80,– Euro

KS14 27.–29.03.2026 Leipzig Leitung:

Maurizio Häfele, Pascal Czaja, Sarah Bermann und Hannah Bertele Beratung: Dr. Vandad Sohrabi

Kompaktseminare | Politik, Gesellschaft und Medien

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Zukunftswerkstatt 2026: Gemeinsam wachsen – Austausch, Identität und Debattenkultur in der Begabtenförderung In der Zukunftswerkstatt 2026 möchten wir unsere Rolle als KAS-Stipendiatinnen und -Stipendiaten hinterfragen: Wie können wir unser Wissen und unsere Erfahrungen noch besser teilen, um eine lebendige, nachhaltige Austauschkultur zu schaffen? Dabei steht ein konstruktiver Dialog über unser Selbstverständnis im Mittelpunkt. Wir wollen die Frage beant­ worten, wie wir unsere Vielfalt miteinander verknüpfen können. Mit Workshops und der Entwicklung innovativer Austausch­ formate schaffen wir Raum dafür, frische Ideen für die Zukunft unserer Gemeinschaft zu entwickeln. Am Ende formulieren wir Visionen und konkrete Vorschläge, die nachhaltigen Wandel und eine stärkere Eigeninitiative innerhalb der Stipendiatenschaft ermöglichen. Emotions in Politics Emotions play a central role in political communication – not just in populism. Recent studies show that feelings such as fear, hope, or outrage strongly influence the perception of political messages and voting behavior. In this seminar, we will explore the significance of emotions in politics using current examples and research findings. Experts from political science and psy­ chology will provide insights into the mechanisms of emotional influence and their impact on democracy. Together with repre­ sentatives from politics and society, we will discuss the deliber­ ate use of emotions and the ethical boundaries involved. Dieses Seminar richtet sich insbesondere an internationale Stipendi- atinnen und Stipendiaten der Hauptabteilungen Begabtenförderung und Kultur (BK) sowie Europäische und Internationale Zusammen - arbeit (EIZ).

KS20 09.–11.04.2026 Berlin Leitung: Natalie Labitzke, Friederike Müller, Jan Otrzonsek, Lucas Reindl und Lukas Thiesen Beratung: Dr. Frank Müller

KS22 in englischer Sprache mit Exkursion 10.–12.04.2026 Berlin Leitung: Dr. Simon Backovsky Teilnahmebeitrag: 70,– Euro

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Trend: Innovationen im Journalismus Wie keine andere Konferenz steht das Internationale Journalis­ mus-Festival (IJF) in Perugia für hochrangigen Austausch über alle Topthemen der Branche: Bereits zum 20. Mal kommen hunderte Journalistinnen und Medienmacher aus der ganzen Welt zusammen, um voneinander zu lernen – über Künstliche Intelligenz im Newsroom, konstruktiven Journalismus, neue Re­ cherchemethoden, Crossborder-Journalismus, User Needs und neue Geschäftsmodelle. Das IJF bietet den Stipendiatinnen und Stipendiaten Gelegenheit, tief in innovative Themen einzutau­ chen und mit Medienschaffenden über die Herausforderungen im Journalismus zu diskutieren. Wir werden uns nicht nur aktiv ins Konferenzgeschehen einbringen, sondern auch eigene Net­ working-Events auf die Beine stellen und von unseren Erfahrun­ gen vor Ort berichten. Das Tal der Wupper wurde durch die Industrialisierung, den da­ raus entstandenen Reichtum und das Elend der Arbeiterschaft geprägt. Wir wollen untersuchen, wie sich eines der wohlha­ bendsten europäischen Ballungszentren seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert entwickelte, und dies auch anhand von Zeug­ nissen der Vergangenheit wie beispielsweise der Schwebebahn nachvollziehen. Dabei bietet sich die Möglichkeit, sich mit Wup­ pertaler Antworten auf die „Soziale Frage“ und mit ihrer heuti­ gen Aktualität und Relevanz für die Sozialpolitik zu beschäftigen: mit dem Kolping-Werk, mit Friedrich Engels und mit Beispielen betrieblicher Fürsorge. Außerdem diskutieren wir, wie heutige Stadtplaner mit dem historischen Erbe umgehen und welche Perspektiven ehemalige Industriegroßstädte haben. Reichste Stadt rutscht in die Haushaltssicherung – Industrialisierung und was folgt?

JWTrend01 14.04.–19.04.2026 Perugia/Italien Leitung: Astrid Csuraji Teilnahmebeitrag: 60,– Euro

KS24 17.04.–19.04.2026 Wuppertal Leitung: Pauline Rützenhoff, Moritz Passoth, Jonas Šetinc und Shannon Wieser Beratung: Dr. Nora Wirtz

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Wehrhafte Demokratie: Demokratie stärken – aber wie? Weltweit stehen Demokratien unter Druck: Wir beobachten den Erfolg populistischer Politikerinnen und Politiker, wachsende extremistische Strömungen und eine zunehmende Polarisierung von Meinungen und Diskursen. Die Werte und Grundprinzipien unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung werden infrage gestellt und offen angegriffen. Die wehrhafte Demo­ kratie als zentrales Prinzip zum Schutz der Bundesrepublik Deutschland vor extremistischen Bedrohungen soll sicherstel ­ len, dass unsere Grundordnung auch in Krisenzeiten Bestand hat. Aber was genau bedeutet das? Wie können wir unsere demokratischen Werte und Institutionen konkret stärken? Gemeinsam wollen wir der Frage nachgehen, wie wir uns aktiv für den Erhalt und die Förderung demokratischer Strukturen einsetzen können. Das Kooperationsseminar mit dem Ernst Ludwig Ehrlich Studien - werk ELES findet gemeinsam mit dessen Stipendiatinnen und Stipendiaten statt . Der Kampf um Fakten. Strategien gegen Desinformation, Hass und Hetze im Netz Fake News tragen dazu bei, unsere Gesellschaft zu polarisie­ ren und zu spalten. Mit reißerischen Schlagzeilen, gefälschten Bildern und Behauptungen werden Lügen und Propaganda ver­ breitet, die den Eindruck erwecken sollen, dass es sich um echte Nachrichten handelt. Fake News werden auch zur politischen Hetze eingesetzt. Falsche Zitate und erfundene Skandale sollen die Glaubwürdigkeit von Politikerinnen und Politikern erschüt­ tern, was besonders in einem Wahlkampf weitreichende Folgen haben kann. In sozialen Medien, wie zum Beispiel bei TikTok, setzen Akteure Fake News gezielt ein, um vor allem jüngere Menschen zu manipulieren. Das Seminar beleuchtet, wie diese Phänomene unsere Gesellschaft verändern und was Politik und Zivilgesellschaft dem entgegensetzen können.

KS25 20.04.–22.04.2026 Neversdorf Leitung: Kristina Devine Teilnahmebeitrag: 70,– Euro

KS29 06.05.–09.05.2026 digital Leitung: Dr. Tanja Buchholz

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Konrad Adenauer – der bürgerliche Revolutionär

Im Jahr 2026 jährt sich der Geburtstag Konrad Adenauers zum 150. Mal – Grund genug, sich auf Spurensuche zu bege­ ben und zu fragen, wie es unserem Namensgeber nach dem Zweiten Weltkrieg gelungen ist, die (West-)Deutschen nach innen und außen zu befrieden. Die weiterhin verbreitete These, die Adenauer-Jahre seien hochgradig „restaurativ“ gewesen, möchten wir mit den Leistungen kontrastieren, die den ehe­ maligen Kölner Oberbürgermeister und ersten Bundeskanzler sehr wohl als – großzügigen wie ungemütlichen – Modernisierer ausweisen. Schließlich gilt es zu untersuchen, ob wir aus dem politischen Handeln in den Anfangsjahren der Bundesrepublik Voraussetzungen für eine zu erneuernde Attraktivität der parla­ mentarischen Demokratie ableiten können. Ein Kind um jeden Preis? Leihmutterschaft im Spannungsfeld von Menschenrecht und Menschenwürde In diesem interdisziplinären Seminar zur Leihmutterschaft setzen wir uns mit den ethischen, rechtlichen, medizinischen und sozialen Dimensionen dieser kontrovers diskutierten Praxis auseinander. Wir beleuchten unterschiedliche internationale Regelungen, diskutieren Rechte und Interessen aller Beteiligten und analysieren Spannungsfelder zwischen Selbstbestimmung, Ausbeutung und Kindeswohl. Anhand aktueller Fälle und Forschungsergebnisse wollen wir uns ein differenziertes Bild verschaffen. Wir hinterfragen, ob Leihmutterschaft Ausdruck moderner Reproduktionsfreiheit oder ein Geschäftsmodell auf Kosten verletzlicher Gruppen ist. Ziel des Seminars ist es, fun­ diertes Wissen zu erarbeiten und einen verantwortungsvollen Dialog zu fördern.

KS37 mit Exkursion 28.05.–31.05.2026 Bad Honnef Leitung: Dr. Frank Müller Teilnahmebeitrag: 90,– Euro

KS42 12.06.–14.06.2026 Würzburg Leitung: Roxane Köhler, Michelle Krafczyk und Floriane Schloe Beratung: Dr. Stefan Johann Schatz

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Mehr als nur Einfluss: Lobbyismus und seine Funktion in demokratischen Gesellschaften Lobbyismus ist ein fester Bestandteil demokratischer Willens ­ bildung – doch wo verläuft die Grenze zwischen legitimer Interessenvertretung und problematischer Einflussnahme? Im Seminar beleuchten wir die Funktionen und die wichtige Rolle von Lobbyismus in demokratischen Prozessen. Dabei analysie­ ren wir zentrale Akteure – von Wirtschaftsverbänden bis zur Zivilgesellschaft – sowie deren Strategien, Handlungsspielräume und Einflussmöglichkeiten. In Vorträgen, Diskussionen und Workshops setzen wir uns mit Fragen der Transparenz, Verant­ wortung und Legitimation auseinander und entwickeln konkrete Ansätze für eine ausgewogene politische Interessenvertretung im Sinne einer lebendigen Demokratie. Ethik und Künstliche Intelligenz in der Promotion – ein Seminar für Promovierende KI verändert Forschung, Lehre und Gesellschaft – und stellt uns vor neue Herausforderungen. Wir laden Promovierende ein, sich im Rahmen dieses Seminars mit ethischen Fragestellungen im Kontext Künstlicher Intelligenz auseinanderzusetzen. Ge­ meinsam diskutieren wir, welche Verantwortung Wissenschaft im digitalen Zeitalter trägt und wie wir als junge Forscherinnen und Forscher eine werteorientierte Perspektive einnehmen kön­ nen. Wir wollen den interdisziplinären Austausch fördern, die eigene Rolle in der Begabtenförderung reflektieren und zentrale Kompetenzen wie Urteilskraft, Führung und Resilienz stärken.

KS43 02.07.–04.07.2026 Berlin Leitung: Lukas Prommersberger, Léocadie Reimers, Jonathan Püttmann und Michel Fahrland Beratung: Ann-Carolinn Specht

KS45 10.07.–12.07.2026 Ruhrgebiet Leitung: Ann-Christin Fischer, Yvonne Ritter, Jan Willing und Katja Demler Beratung: Dr. Simon Backovsky

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