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VERANSTALTUNGEN / AUS DER WIRTSCHAFT
Mehr Mittel, treffsichere Abrechnung ab der ersten Betreuungsstunde – Gesetzesentwurf in Begutachtung Land stellt Förderung von Tageseltern-Rechtsträgern neu auf
Das Land Salzburg reformiert die Förderung der Tageseltern- Rechtsträger. Eine entspre- chende Novelle des Salzburger Kinderbildungs- und -betreu- ungsgesetzes wurde in eine vierwöchige Begutachtung ge- schickt. Die Beschlussfassung ist in der Landtagssitzung am 25. März geplant. Kern der Reform: Die Förderung soll rückwirkend mit 1. Jänner 2026 bereits ab der ersten wöchentlichen Betreuungsstun- de gewährt werden. Derzeit erhalten Träger bei einem Betreuungsausmaß von mindestens 31 Wochenstunden pro Kind einen monatlichen Fix- betrag von 813,20 Euro, darunter wird aliquot gekürzt. Künftig soll jede tatsächlich geleistete Betreuungsstunde mit 8,85 Euro gefördert werden. Das Land übernimmt 60 Prozent der Kosten, die jeweilige Wohnsitzge-
meinde 40 Prozent. Fixe Auszah- lungstermine sollen zusätzliche Planungs- und Rechtssicherheit schaffen. Landeshauptfrau-Stv. Marle- ne Svazek betont die langfristige Absicherung der Träger: Mit dem neuen Modell solle mehr Geld direkt bei den Einrichtungen an- kommen. Ziel sei es, Stabilität für Familien und Betreuungseinrich- tungen zu gewährleisten. Landesweit sind rund 135 Ta- gesmütter und -väter aktiv. Die größten Träger sind das Hilfswerk Salzburg und das Zentrum für Ta- geseltern Salzburg (TEZ). Tages- eltern betreuen Kinder meist im eigenen Haushalt und stellen ins- besondere für berufstätige Eltern ein flexibles Angebot dar. Neu geregelt werden auch die Fördervoraussetzungen: Künf- tig ist eine Förderung nur mehr
möglich, wenn ein Rechtsträger im laufenden Förderzeitraum mindestens einen Monat lang 30 Tageseltern mit zumindest 50-prozentiger Beschäftigung angestellt hat. Diese Personaluntergrenze soll Wirtschaftlichkeit und Kon- tinuität sichern. Wird die Zahl später unterschritten, bleibt die Förderung für das laufende und das folgende Jahr aufrecht.
„Fachkraft Frühe Kindheit – alterserweiterte Gruppe“ : Das Zentrum für Elementar- und Kin- dergartenpädagogik (ZEKIP) in Salzburg bietet ab Herbst 2026 einen neuen Lehrgang an, der sich an angehende Fachkräfte in alterserweiterten Gruppen richtet . Der Lehrgang ist eine Erwei- terung der bisherigen Ausbildung für Fachkräfte in Kleinkindgrup- pen. Anpassung an die Grund- satzgesetzgebung des Bundes: Erweiterung der anerkannten Ausbildungsabschlüsse für den Einsatz als pädagogische Fach- kraft um das ordentliche sowie außerordentliche Bachelorstu- dium „Elementarpädagogik“ im Ausmaß von 180 ECTS.
Neue Ausbildung für Fachräfte
Weitere ausgewählte Ände- rungen des Gesetzesentwurfs zum Salzburger Kinderbil- dungs- und -betreuungsgesetz im Überblick: Aufbaulehrgang
Neuer Schwung für das Katholische Bildungswerk Dorfbeuern
(V.l.): Referent Karl Ebster-Schwarzenberger, Helga Kleineberg, Rosa Bruckmoser, Horst Kleineberg, Dir. MMag. Dr. Andreas G. Weiß.
Mit Rosa Bruckmoser an der Spitze ist die Bildungsarbeit des Katholischen Bildungswerkes Dorfbeuern weiterhin gesichert. Direktor Andreas G. Weiß gra- tulierte und wünschte viel Erfolg sowie eine gute Zusammenar- beit. Besonders hervorgehoben wurde der langjährige Einsatz von Helga und Horst Kleineberg, die das Katholische Bildungs- werk Dorfbauern zwölf Jahre
lang geleitet haben. Ihnen wurde ein ausdrücklicher persönlicher Dank ausgesprochen. Auch Kon- rad Bruckmoser, der in den ver- gangenen drei Jahren die Leitung übernommen hatte, wurde für sein Engagement und seine Ver- antwortung gewürdigt. Karl Ebster-Schwarzenberger referierte zum Thema Kommu- nikation und gab praxisnahe Im- pulse für einen wertschätzenden Austausch. Foto: Katholisches Bildungswerk Salzburg
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