STANDORT
Erwartungen weiterhin gedämpft Salden aus den Bewertungen „gut“ und „schlecht“ zur Geschäftslage und aus den Bewertungen „besser“ und „schlechter“ zu den Geschäftserwartungen
Frühsommer per saldo noch mit sechs Punkten im positiven Bereich, so fällt der Lageindikator aktuell um sieben Prozent- punkte auf -1 Punkt. Besonders die Auf- tragseingänge lassen deutlich nach. Wie geht es dem Handel? Die Einzelhändler schätzen ihre Lage aktuell etwas besser ein als im Mai. Der La- gesaldo liegt bei -18 Punkten, im Frühsom- mer lag er bei -23 Punkten. Bei den Erwar- tungen für die kommenden zwölf Monate zeigt sich ebenfalls eine Verbesserung. Die regionalen Großhändler und Handelsver- mittler schätzen ihre Geschäftslage aktuell deutlich schlechter ein als im Frühsommer. Der Lagesaldo sinkt seit Mai um 23 Prozent- punkte auf aktuell -21 Punkte. Und was sagen die Dienstleister? Im Vergleich mit den anderen Sekto- ren beurteilen die Dienstleister ihre Lage weiterhin am günstigsten, der Abstand zu den anderen Wirtschaftsbereichen nimmt wieder zu. Aktuell liegt der Lagesaldo mit +19 Punkten im positiven Bereich, was einem Plus von drei Punkten seit Mai ent- spricht. Auch die Geschäftserwartungen legen etwas zu. Der Saldo steigt um zwei Prozentpunkte an, positive und negative Erwartungen halten sich damit aktuell exakt die Waage. Die Investitionsabsichten der Unternehmen lassen im Vergleich zum Frühsommer in allen Wirtschaftsbereichen nach. Die Indus- trie zeigt sich noch zurückhaltend, der Saldo sinkt von -3 auf aktuell -10 Punkte. Bei den Händlern zeigt sich ein noch deutlicherer Investitions-rückgang. Der Wert liegt aktuell bei -15 Punkten, im Vergleich zu -2 Punkten Was sind die Folgen der schlechten Konjunktur? im Mai. Und auch bei den Dienstleistern gehen die Investitionspläne zurück. Der Saldo sinkt von +4 Punkten um vier Prozent- punkte und zeigt sich somit ausgeglichen. Und die wirtschaftliche Stagnation schlägt immer mehr auf den Arbeitsmarkt durch. So fällt die Herbstbelebung dieses Jahr deutlich schwächer aus als in den Vorjahren. Auch die Beschäftigungspläne der Betriebe aus der Region sind weiterhin rückläufig. Der Beschäftigungssaldo liegt aktuell bei -12 Punkten. INFO: Wie schätzt die IHK die Lage ein? Lesen Sie dazu die Analyse von Hauptge- schäftsführer Dr. Axel Nitschke auf Seite 9.
60
Lage Erwartungen
40
8
20
0
-20
-7
-40
Sep 20
Jan 21
Mai 21
Sep 21
Jan 22
Mai 22
Okt 22
Jan 23
Mai 23
Sep 23
Jan 24
Mai 24
Sep 24
Jan 25
Mai 25
Sep 25
Sorgenkind Industrie Der Konjunkturklimaindex nach Branchen und gesamt
Gesamt Industrie Dienstleistungen Handel
150 140 130 120 110 100
109 100 93 84
90 80 70 60
Sep 20
Jan 21
Mai 21
Sep 21
Jan 22
Mai 22
Okt 22
Jan 23
Mai 23
Sep 23
Jan 24
Mai 24
Sep 24
Jan 25
Mai 25
Sep 25
Kritik an Wirtschaftspolitik nimmt zu Antworten der Unternehmen auf die Frage nach den größten Risiken bei der wirtschaftlichen Entwicklung in den nächsten zwölf Monaten (Mehrfachnennungen möglich, Angaben in Prozent)
55
Inlandsnachfrage
59
48
Arbeitskosten
50
47
Fachkräftemangel
45
44
Energiepreise
40
31
Wirtschaftspolitik
35
36
geopolit. Spannungen
31
24
Rohstoffpreise
25
20
Auslandsnachfrage
19
Mai 2025 September 2025
16
Finanzierung
15
11
Lieferketten/-engpässe
9
0
10
20
30
40
50
60
70
QUELLE: ALLE IHK RHEIN-NECKAR
21
IHK Magazin Rhein-Neckar 08 | 2025
ihk.de/rhein-neckar
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