RZ_KW22_2017

AZA 4125 Riehen 1

2. JUNI 2017

Riehener Zeitung DI E WOCHENZE I TUNG FÜR R I EHEN UND BETT INGEN

96. Jahrgang | Nr. 22

Nächste Ausgabe Grossauflage Die nächste RZ erscheint in 12’000 Exemplaren. Siewird in alle Haushalte von Riehen und Bettingen verteilt. Redaktion und Inserate: Riehener Zeitung AG Schopfgässchen 8 , Postfach 198 , 4125 Riehen 1 Telefon 061 645 10 00 , Fax 061 645 10 10 www.riehener-zeitung.ch Erscheint jeden Freitag Preis: Fr. 2.– , Abo Fr. 80.– jährlich

Fotografie: Grossartige Ausstellung von Wolfgang Tillmans in der Fondation SEITE 2

Solidarität: Ein Fest in der Kornfeldkirche für syrische Flüchtlinge im Libanon SEITE 3

Jubiläum: Freizeitzentrum Landauer feiert 40 Jahre mit Openair und Fest SEITE 7

Sport: Baselstädtischer Schwingertag in Riehen vor grosser Kulisse

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BANNTAG BETTINGEN Auf der Südroute wurden die Besucher des Banntags mit Sonne verwöhnt

EINWOHNERRAT Grünes Licht für Museumsplanung

Die stumpfe Seite des Tomahawks

rs. Das Spielzeugmuseum, Dorf- und Rebbaumuseum soll saniert und nach neuem Konzept am bisherigen Ort weiterbetrieben werden. Diesen Grundsatzentscheid fällte der Riehe- ner Einwohnerrat am Mittwoch und bewilligtemit 25:7 Stimmen bei 3 Ent- haltungen einen Projektierungskredit in der Höhe von 340’000 Franken. Beinahe die gesamte SVP-Fraktion und CVP-Mann Patrick Huber hatten sich für eine Rückweisung ausgespro- chen – die SVP vor allem aus finanzi- ellen Gründen und Huber, weil er ver- tieft abgeklärt haben wollte, ob die Wettsteinhäuser auch in Zukunft der richtige Ort fürs Dorfmuseum seien und ob es eine bessere Nutzungsmög- lichkeit für die denkmalgeschützten Wettsteinhäuser gebe. Die übrigen Fraktionen zeigten sich mehrheitlich begeistert vom vor- geschlagenen Konzept «Dorf & Spiel» mit der Verlegung des Empfangsbe- reichs in den Gartensaal, der zudem nicht nur vom Museumshof her, son- dern neu auch durch den Garten von der Wettsteinanlage her zugänglich gemacht werden soll. Riehen stehe in der Verantwortung, seine Geschichte und seine Traditionen zu dokumen- tieren und an folgende Generationen weiterzugeben. Das lasse sich nicht an die Basler Museen delegieren. Von verschiedener Seite wurde auch eine höhere Rentabilität ver- langt. Das neu aufgestellte Museum solle mehr bezahlte Eintritte generie- ren und so mehr Einnahmen schaf- fen. Der Anteil der Gratiseintritte sei deutlich zu hoch, wurde kritisiert. Einstimmig gutgeheissen wurde ein Kredit von 520’000 Franken für den Ersatz des Kunstrasens auf dem Sport- platz Grendelmatte. Dass der Kunstra- sen bereits nach 11 statt wie ursprüng- lich angenommen nach 15 Jahren ersetzt werden müsse, habe nicht zu- letzt damit zu tun, dass das Kunstra- senfeld ausserordentlich gut genutzt werde und damit überdurchschnittlich viele Betriebsstunden aufweise. Auf Anregung der Sachkommission einigte man sich darauf, die Leitung für eine Beregnungsanlage zur Kühlung des Kunstrasens einzubauen, aber erst später auf Grund von Erfahrungswer- ten zu entscheiden, ob die Beregnung auch inBetrieb genommenwerden soll. Das Projekt soll imSpätsommer/Herbst dieses Jahres umgesetzt werden.

Ein kurzer kritischer Rück- blick auf den eben zuende gegangenen Wahlkampf und eine dennoch gute Stimmung prägten den Bettinger Bannumgang. Die Sonne strahlte, dieMenschen stan- den voller Tatendrang auf dem Ge- meindehausplatz bereit – alles in But- ter, wie immer am Bettinger Banntag. Das ist natürlich richtig und insbeson- dere die Sachemit demschönenWetter, das die Bettinger Banntägler seit ein paar Jahren zuverlässig verwöhnt, traf zu und trug auch zu heiteren Mienen hier und dort bei. Dass zumindest bei einigen die Grundstimmung ein wenig getrübt war, war aber auch ein Thema. Hoher Besuch Nach dem Willkommenheissen der zahlreichen Gäste und Ehrengäste, un- ter anderen Nationalrätin Maya Graf, Vizepräsidentin des Landrats Basel- Landschaft Elisabeth Augstburger und Regierungspräsidentin von Basel-Stadt Elisabeth Ackermann, freute sich Ge- meindepräsident Patrick Götsch in sei- ner Begrüssung insbesondere über das schöne Wetter und das prächtige neue Michèle Faller

Rednerpult und stellte doch fest, dass am diesjährigen Banntag trotz vieler Konstanten etwas anders sei: «Bis vor vier Tagenwar in Bettingen nochWahl- kampf. Die Wogen gingen ausserge- wöhnlich hoch und der gegenseitige Respekt ging kurzzeitig verloren.» Viel- leicht sei deshalb der eine oder die an- dere – wie er selber – mit gemischten Gefühlen an den Banntag gekommen. Nach dem Dank des Gemeindeprä- sidenten an alle Helferinnen und Hel- fer, die mit der Organisation des Tags betraut waren, kam Pfarrer Stefan Fi- scher mit seiner Kurzandacht zu Wort und zog das obligate Requisit aus der Tasche: ein Beil. Schon vorher kündigte sich das Thema an, als der Pfarrer da- von sprach, dass es nicht ganz geklappt habe, sich als friedliches idyllisches Dorf in den Basler Alpen darzustellen. Es hätten sich zwar viele engagiert für ihre Kandidatin oder ihren Kandidaten eingesetzt. «Aber es wurde viel Energie freigesetzt – negative Energie.» Viele hätten sich nur an den Kopf gefasst und gefragt: «Wer hat denn hier das Kriegs- beil ausgegraben?» Kriegsbeil und Friedenspfeife Eloquent wie immer und mit noch ein bisschen mehr Schalk als sonst führte Fischer mit Sprichworten, Bibel- zitaten und weiser Interpretation aus, wozu Axt und Beil nützen können und wie schnell eine Streitaxt ausgegraben

Pfarrer Stefan Fischer zieht ein Beil hervor – auch ein Symbol für den rich- tigen Einsatz der Kräfte. Fotos: Michèle Faller

ist. «Die Axt im Haus erspart den Zim- mermann.» Doch ein nützliches Werk- zeug sei sie nur, wenn sie richtig einge- setzt werde. Daraus folge, gerade in Bezug auf das Leben im Dorf: «Glück- lich, wer seinen Ort gefunden hat, um seine Kräfte einzusetzen.» Vor allem wies der Pfarrer darauf hin, dass das Kriegsbeil wieder begraben und die Friedenspfeife – beim Tomahawk sei diese auf der gegenüberliegenden Seite der Klinge angebracht – geraucht wer- den könne. Das brauche Eigeninitiati- ve, manchmal einenMediator und Zeit, die man sich nehmen müsse. Darauf begab man sich auf die Süd- route, die wie immer bestens vorberei- tet und ausgeschildert war. ImJunkholz beim Grenzstein 118 gab es Wein, Was- ser und Bretzel sowie Jagdhornklänge

für Magen und Gemüt. Unterwegs dann viele Gespräche und natürlich immer wieder Grenzsteine aus alten und neu- en Zeiten, die begutachtet, bewundert und kommentiert werden wollten. Auf dem Festplatz auf St. Chrischo- na wurden die hungrigen und dursti- gen Banntäglerinnen und Banntägler mit nochmehr Speis, Trank, Musik und Unterhaltung erwartet. Gross und Klein verpflegten sich mit «Spatz», Wurst, Brot und Kuchen, Kinder und schwindelfreie Junggebliebene stürz- ten sich ins verlockende Unterhal- tungsprogramm der Jungschar, wäh- rend andere den Melodien des Musikvereins Riehen lauschten. Erst gegen Abend klang dieser – allem An- schein nach friedliche – Bettinger Banntag aus.

Posieren mit Grenzstein: Vizepräsidentin des Landrats Basel-Landschaft Eli- sabeth Augstburger und ihr Mann Daniel, Jacqueline Wehrlin, Hedi Nyikos, Rolf Wehrlin, Nationalrätin Maya Graf und Dorfpolizist Andreas Widmer.

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