RZ_KW35_2017

AZA 4125 Riehen 1

1. SEPTEMBER 2017

Riehener Zeitung DI E WOCHENZE I TUNG FÜR R I EHEN UND BETT INGEN

96. Jahrgang | Nr. 35

Redaktion und Inserate: Riehener Zeitung AG Schopfgässchen 8 , Postfach 198 , 4125 Riehen 1 Telefon 061 645 10 00 , Fax 061 645 10 10 www.riehener-zeitung.ch Erscheint jeden Freitag Preis: Fr. 2.– , Abo Fr. 80.– jährlich

Gemeinderat: SP Riehen kandidiert mit Guido Vogel und Martin Leschhorn SEITE 2

Kinderfreundlich: Die Gemeinde Riehen erhält Unicef-Label bestätigt

Einwohnerrat: Tiefgarage und Gemeindefinanzen im Mittelpunkt SEITE 11

Sport: Riehener Leichtathleten in Payerne, Zürich und Taipei SEITE 13

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SEITEN 15–18

HUMANITAS Einweihung des neuen Heimgebäudes an der Rauracherstrasse 111

Ein Heim-Neubau als Ausdruck gelebter Solidarität

Anlässlich der Einweihung des neuen Alterspflegeheims Humanitas erhielten die Verantwortlichen – allen voran Direktorin Stefanie Bollag – viel Lob und Anerkennung. Sie ist die Seele des Projekts und eswar ihr grosser Tag, als am vergangenen Dienstag zur offiziellen Einweihungs- feier geladen wurde: Humanitas-Di- rektorin Stefanie Bollag war mit ihrer herzlich-bestimmten Art und ihrem grossen Sachverstand eine hervorra- gende Gastgeberin. Gefeiert wurde die Fertigstellung des Neubaus des Alterspflegeheims Humanitas mit 111 Betten – Mitte September folgt als «krönender Abschluss» derUmzug der heutigen Bewohnerinnen und Be- wohner und des Personals vom alten Heimander Inzlingerstrasse ins neue. Solidarität der Generationen Regierungsrat Lukas Engelberger lobte das Pojekt als Ausdruck gelebter Solidarität zwischen den Generatio- nen. Hier dürfeman eingebettet in ein Quartier alt werden. Im Abstim- mungskampf um die Rentenreform sei es leider zu belastenden Aussagen gekommen, die denKonflikt zwischen Jung und Alt schüren würden, bedau- erte Engelberger. Ganz egal, welcher Meinung man sei, so dürfe nicht mit- einander umgegangen werden. Das Altersverhältnis innerhalb der Gesell- schaft wandle sich ständig und entsprechend müssten auch die Me- chanismen justiert werden. Im Mo- ment sei es so, dass die Kosten für Be- treuung und Pflege alter Menschen überproportional stiegen. Dem gelte es als Gesellschaft zu begegnen. Eine Weide als Geschenk Gemeindepräsident Hansjörg Wil- de blickte in humorvoller Weise auf die Missverständnisse zurück, die ganz zu Beginn der Bauphase dazu geführt hatten, dass Bäume, die hät- ten geschützt werden sollen, verse- hentlich gefällt wurden. Angesichts dieser Ausgangslage sei es beinahe unglaublich, in welch gutem Zustand sich die parkähnliche Gartenland- schaft Richtung WGN-Neubausied- lung heute bereits präsentiere. Gewis- sermassen als Versöhnungsgeschenk hatte Wilde eine junge Weide mitge- bracht – eine Baumart, die ein starkes Rolf Spriessler-Brander

gebe. «Viel Wohnlichkeit in einem grossen Haus war immer das oberste Ziel», sagte Anne Marie Wagner. Für grosses Schmunzeln sorgten René Thoma und Fritz Jenny als Ver- treter des Wohngenossenschaftsver- bands Nordwest, die der Heimdirek- torin zwei Spielfiguren überreichten, geschaffenaus jenemominösenBaum Nummer 27, der leider habe weichen müssen. Thoma und Jenny lobten die gute Zusammenarbeit bei der Erstel- lung ihrer Wohnbauten und freuten sich auf eine weiterhin gute Nachbar- schaft. Nachdem Baukommissionspräsi- dent Hans Martin Tschudi die Bau- geschichte nochmals hatte Revue passieren lassen, die einzigartige Ar- chitektur gelobt und die Verdienste verschiedener Beteiligter hervorge- hoben hatte, trat Stefanie Bollag in zeitgenössischer Kleidung als «erste Bewohnerin schon des alten Heims» auf und erzählte aus der Geschichte des Humanitas. So liess sie die An- fangszeit des Humanitas, verbunden mit den damaligen Ereignissen, wie- der aufleben und leitete auf sympathi- sche Art über zum eigentlichen Fest- akt, als insgesamt neun Personen gleichzeitig das berühmte rote Band durchschnitten und damit das neue Heimgebäude für die Gäste zur Be- sichtigung freigaben. Tag der offenen Tür Frei besichtigt werden kann das neue Humanitas an der Rauracher- strasse 111 übermorgen Sonntag, 3. September, von 10 bis 16 Uhr an einem «Tag der offenen Tür».

Ein Schnitt als Teamwork mit Hans Martin Tschudi, Lukas Engelberger, Anne Marie Wagner, Stefanie Bollag, Julia Brandenburg, Demetrios Kambanas, Jacques Müller, Hansjörg Wilde und Eckhard Feddersen. Fotos: Rolf Spriessler-Brander

Grossen Wert gelegt hätten sie auf hohe Räume mit grossen Fenstern, da dies bei einem beschränkten Platz vondochnur zwanzigQuadratmetern pro Zimmer eine gewisse Weite und Grosszügigkeit vermittle, was dem Wohlbefinden der hier lebendenMen- schen sehr entgegenkomme. Der ge- meinsame Innenhof, den alle drei Stockwerke umschliessen und der Ta- geslicht mitten ins Gebäude hinein- bringt, vermittle ein Zusammengehö- rigkeitsgefühl und verbinde räumlich alle Bereiche, was dem Haus trotz sei- ner Grösse eine gute Übersichtlichkeit

Wurzelwerk entwickle und so symbo- lisch für die Zukunft des Humanitas stehen könne. Humanitas-Genossenschaftsprä- sident Demetrios Kambanas lobte die Bauverantwortlichen und ganz spe- ziell das Personal, das mit der Weiter- führung des alten und dem Aufbau des neuen Heimbetriebs gegenwärtig eine immense Doppelbelastung zu meistern habe. Im Restaurant Rosis Garten, das man demnächst im neuen Heimgebäude eröffnen werde, wolle man explizit auch externe Gäste be- grüssen und, neben dem Heimange-

bot an sich, für Riehen im Allgemei- nen und für das Quartier im Besonde- ren einen Mehrwert schaffen. Die Architektinnen Julia Branden- burg und Anne Marie Wagner spra- chen über ihre Visionen, die sie mit Hinblick auf ein gelungens Gesamt- werk hätten verwirklichen können. Insbesondere die Idee der ganz spezi- ellen Fassadengestaltung mit ihrer Terracotta-Oberfläche sei eine beson- dere Herausforderung gewesen und sie seien sehr glücklich, dass die Aus- führenden dies schliesslich so hervor- ragend möglich gemacht hätten.

Das neue Humanitas-Gebäude an der Rauracherstrasse 111 vom Park aus gesehen, während die Eröffnungsgäste den Apéro geniessen.

Heimdirektorin Stefanie Bollag darf von Baukommissionspräsident Hans Martin Tschudi den symbolischen Schlüssel entgegennehmen.

Reklameteil

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AUFTAKT Festzelte, Attraktionen und Stände von Freitag bis Sonntag Drei Tage Unterhaltung und Geselligkeit

Spiessli vom regionalen Vollmilchkalb gewürzt mit Saltimbocca-Marinade

tut Riehen gut

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der Gastgeber der diesjährigen Basler Musikstafette ist. Zehn Basel-Städter Blasmusikvereine spielen am Sams- tag und Sonntag an drei verschiede- nen Orten auf dem Festgelände. Am Freitag- und Samstagabend spielen diverse Guggenmusiken, in verschiedenen Festzelten gibt es Un- terhaltung und Attraktionen, die Rie- hener Pfadis bieten wieder einen Kinderpass und weitere spannende Abenteuer an und im Sarasinpark gibt es einen Lunapark mit diversen Fahr- geschäften (ein detaillierter Festfüh- rer ist in der letzten RZ-Ausgabe vom 25. August erschienen).

Bahnhof, das diesjährige Riehener Dorffest. Es dauert drei Tage – mit Festbetrieb am Freitag und Samstag bis 2 Uhr nachts – und endet amSonn- tag um 18 Uhr. Um17.30 Uhr ist auf demDorfplatz offizielle Festeröffnung mit Gemein- depräsident Hansjörg Wilde und OK- Chef Hansruedi Bärtschi, der mit die- sem Fest seine langjährige Tätigkeit als OK-Mitglied beendet. Als Gäste mit dabei sind auch Riehens Bündner Partnergemeinde Mutten und die ru- mänische Partnergemeinde Miercu- rea-Ciuc/Csikszereda. Zur Festeröff- nung spielt der Musikverein Riehen,

Ganze Portionen, auch in der Politik !

Telefon 061 643 07 77

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rs. Heute Freitag um 17 Uhr beginnt zwischen Wettsteinanlage und Sa- rasinpark, von der Dorfkirche bis zum

9 771661 645008

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