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FREITAG, 2.8.2019 98.Jahrgang | Nr.31

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Konzert: Jazzmusik auf höchstem Niveau draussen wie drinnen SEITE 2

Ausstellung: Im Wendelin sind lauter Stocker-Werke zu bestaunen SEITE 3

Schwimmen: Felix Berger holt Nachwuchstitel über 100 Meter Rücken SEITE 9

FÊTE DES VIGNERONS Basel-Stadt, Jura und Baselland mussten ihre kulturellen Traditionen im Dauerregen präsentieren Baselbieter Highlight am Basler Tag

Der «Chienbäse» begeisterte die zahlreichen Schaulustigen. Foto: Michèle Faller

Als Fasnächtler garstiges Wetter gewohnt: die Fifres et Tambours de Bâle während der Parade. Foto: Jean-Claude Durgniat

Wetterpech bestimmte den Tag der Kantone Jura und Basel-Stadt an der Fête des Vignerons. Statt des grossen «Spectacle» gab es viele kleine.

militärische Truppe, die 1819 gegrün- det wurde und an die Schweizer Söld- ner gleichen Namens erinnert, die von 1497 bis 1792 dem König von Frank- reich als Hofgarde dienten. Gemeinsam zog man auf die Ter- rasse de la Confrérie am See zum tri- kantonalen Empfang. Über dem Zug schwebte das Basler Gastgeschenk, die Steckenlaterne von Christoph Knöll mit Bacchus auf der einen und einer freundschaftlichen Tafelrunde mit waadtländischer, jurassischer und Basler Beteiligung auf der ande- ren Seite. Vom Regen geschützt und mit einem Frühstück versorgt, konnte man auf der Terrasse den Blick auf den verhangenen See geniessen. In ihrer Ansprache betonte die baselstädti- sche Regierungspräsidentin Elisa- beth Ackermann die freundschaftli- che Verbundenheit der Kantone Jura und Basel-Stadt, die sich am Winzer- fest unter dem Motto «Carnaval et plus encore!» gemeinsam präsentier- ten. Jacques Gerber, Regierungspräsi- dent des Kantons Jura, spielte in sei- nem Grusswort auf die jurassische Fasnachtstradition der «Sauvages» und damit auf die bevorstehende Parade an, während der Baselbieter Regierungspräsident Isaac Reber die Gäste dazu aufforderte, sich bereits das Datum für den echten «Chienbä- se» in Liestal freizuhalten und damit ebenso auf den Programmpunkt von Baselland hinwies. Unerwartet wurde

der Glarner Landammann Andrea Bettiga ebenfalls zumMikrofon gebe- ten und beeindruckte mit seinem so kurzen wie witzigen Grusswort. Wundersame Vermehrung? Wer sich fragt, wie die wundersa- me Vermehrung der Kantone von zwei auf vier vonstattenging – zwei Kanto- ne gaben einen trikantonalen Emp- fang mit vier Gastkantonen – kann hier nur teilweise aufgeklärt werden: Während der Kanton Glarus auf einen eigenständigen Auftritt verzichtet hatte, präsentierte Baselland einen ziemlich aufwendigen Programmteil, der allerdings nicht im gedruckten Tagesprogramm nachzulesen war. Unter den geladenen Gästen waren nebst den Regierungsräten Christoph Brutschin, Hans-Peter Wessels, Lukas Engelberger und Conradin Cramer auch Grossratspräsident Heiner Vi- scher, Bürgerratspräsidentin Fabienne Beyerle und Patrick Götsch, Gemein- depräsident von Bettingen. Eine offi- zielle Vertretung aus Riehen war nicht vor Ort. Der wichtigste Repräsentant aus Riehen, der tatsächlich einen sehr guten Eindruck hinterliess, war trotz- dem präsent, nämlich der Riehener Wein. Das gemeindeeigene Weingut Riehen war am Degustationsstand von Swiss Wine Promotion vertreten, wo man auch jurassische Weine von verschiedenen «Domaines» verkosten konnte. An der Juba-Bar am Quai Per- donnet lockten ausserdem Biere aus Basel und dem Jura, noch mehr Wein sowie die hochprozentige Spezialität Damassine. Fasnachtsstimmung im Sommer Für die Degustation blieb einiges mehr Zeit als vorgesehen, denn der auf elf Uhr angesetzte «Spectacle» wurde mehrere Male verschoben, um schliesslich ganz abgesagt zu werden. Es regnete ja auch weiterhin in Strömen. Nicht verzichten musste man auf die zahlreichen Darbietun- gen vom 1. Frauen-Jodel-Chörli Basel bis zum Infinite Limbs Kollektiv des Basler Jazzcampus, die auf zwei klei- neren Bühnen zu sehen waren. Auch die Parade fand abgesehen vom feh- lenden «Klamauk» – die Tinguely- Maschine musste aus Wettergründen fernbleiben – wie vorgesehen statt. Es traten unter anderen die Fifres et Tambours de Bâle und die Seibi Mysli und aus dem Jura eine Tanztruppe

ble, begleitet von Pfeifern und Tromm- lern, mit spontanen Darbietungen erfreuten, die sie in der Arena nicht zum Besten geben konnten. Die abge- sperrte Strasse füllte sich nach und nach und als sich vom Anzündplatz aus die unzähligen «Chienbäse» und die Feuerwagen funkenstiebend in Bewegung setzten, war die Begeiste- rung bei den Anwesenden gross. Nun regnete es nicht mehr.

rund um die Choreografin Eugénie Rebetez sowie die fasnächtlichen «Les Sauvages» auf. Nun hiess es noch ein paar Stun- den mit nassen Füssen durchhalten, denn auf 22 Uhr war der «Chienbäse» im Exil angesetzt. Die Zeit verkürzen konnte man sich in einem der Restau- rants oder auch draussen, wo hier ein Männerchor, dort ein Alphornduo undwieder woanders ein Tanzensem-

Michèle Faller

Zugegeben, bei nassem und grauem Wetter hat ein im Dunkeln vorgeführ- ter Feuerzauber von Natur aus die bes- seren Voraussetzungen als ein tags- über stattfindender Umzug, der zu einem grossen Teil von den Kostümen lebt. Doch auch abgesehen davon schien es, als ob der «Chienbäse», den die Liestaler für die Fête des Vigne- rons ausnahmsweise in den Juli und nach Vevey verlegten, den grössten Eindruck bei jenen hinterliess, die am vergangenen Sonntag das grosseWin- zerfest besuchten. Doch der Reihe nach. Obwohl der Regen schon am frühen Morgen strömte, waren sowohl die geladenen Gäste aus Basel-Stadt, Baselland, Jura und Glarus als auch die kostümierten Darstellerinnen und Darsteller der Fête sowie die Fifres et Tambours de Bâle, die die Gäste am Bahnhof von Vevey abholten, guter Dinge. Die Bas- ler Formation begleitet seit über 100 Jahren am Winzerfest jeweils die Cent Suisses oder Hundertschweizer – eine

Der Bannerträger Basil Ullrich, Sohn der Mitpächter des Weinguts Riehen, führt die Parade an. Foto: Jean-Claude Durgniat

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Die von Christoph Knöll kreierte Steckenlaterne mit Weingott.

Dieses Alphornduo gab ein sponta- nes Ständchen. Fotos: Michèle Faller

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