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Bettingen: Ein kurzer Rückblick eine Woche vor der Gemeindewahl SEITE 2

Baustelle: Weshalb die Autofahrer in Riehen im Zickzack fahren müssen

Volleyball: Knappe Siege für Frauen und Männer des KTV Riehen SEITE 15

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PILOTPROJEKT Yannick Bucher als Ranger sowie Martha Koelbing und Raphael Böhm als seine Helfer ins Amt eingesetzt Ein Rangerteam für den Landschaftspark Wiese

Reklameteil In den Langen Erlen wird bald ein Rangerteam unterwegs sein, Informationen vermitteln und nach dem Rechten sehen – Ende Woche wurde das Trio offiziell ins Amt eingesetzt. Der Landschaftspark Wiese ist ein komplexes Gebilde und dient vielen verschiedenen Zwecken. Hier wird auf eingezäunten und nicht öffentlich be- gehbaren Sickerstellen Wasser gerei- nigt, Landwirte bewirtschaften Felder, es gibt Naturschutzgebiete und Bioto- pe, hier wird Sport getrieben, Velo ge- fahren, spaziert –mit und ohne Hund – und auch gepicknickt und grilliert. Viele Ansprüche müssen unter ei- nen Hut gebracht werden und zuweilen gibt es Dinge, die auch stören. ZumBei- spiel, wenn sich Erholungsuchende ins hohe Gras legen, was die Bauern ärgert, wenn Naturliebende den Bachläufen entlang einen Trampelpfad stampfen und dabei bodenbrütende Tiere ver- treiben, wenn sichHündeler und Jogger unvermittelt begegnen oder wenn, manchmal gleich einkaufswagenwei- se, Abfall im Wald hinterlassen wird nach einem ausgiebigen Gelage. Ein Rangerdienst für den Park «Der Rangerdienst soll mit seiner Präsenz die Bedeutung des Gebiets vermitteln und auf ein rücksichtsvol- les Miteinander hinwirken», sagt Ge- meinderätin Christine Kaufmann, die für den Riehener Teil des Landschafts- parks Wiese, zu dem die Langen Erlen gehören, zuständig ist. Der Land- schaftspark Wiese, der im Zuge der Umsetzung der 2006 angenommenen Wiese-Initiative geschaffen worden ist, befindet sich auf Riehener, Basler und Weiler Boden und grenzt an die Siedlungsgebiete von Riehen, Basel, Weil am Rhein und Lörrach. Rangerdienst? Klingt etwas fremd und erinnert mich an ein altes Kinder- buch, in welchem sich Yogi Bär in ei- nem amerikanischen Naturpark mit einem Ranger, einer Art Park-Polizist, anlegt – so wenigstens habe ich es in Erinnerung. Erhalten die Langen Erlen also eine Park-Polizei? Nein,mitnichten! DerRangerdienst soll Leute, die sich imLandschaftspark aufhalten und bewegen, ansprechen und sie informieren. Über die Beson- derheiten des Parks zum Beispiel, über zu beobachtende Tiere, seltene Pflan- zen, die Trinkwassergewinnung. Und 20% Auf alle Artikel Alle Filialen Rolf Spriessler-Brander Gültig auch auf Hemdenabos

Die Infotafel beim Schaugarten Brühl im Landschaftspark Wiese.

Ranger Yannick Bucher in Dienstkleidung.

Foto: Rolf Spriessler-Brander

Foto: zVg

Ein Riehener und das TRUZ Ende dieser Woche wurde der Ran- ger vorgestellt, der zusammen mit ei- ner Kollegin und einem Kollegen am 23. Februar seine Arbeit im Gelände aufnehmenwird. Yannick Bucher ist in Riehen aufgewachsen, hat in Basel Geowissenschaften studiert und eine Rangerausbildung durchlaufen. Buch- er war am Ökozentrum Langenbruck und in der Naturstation Silberweide in der Umweltbildung tätig, war fünf Jah- re lang Ranger im Gebiet Greifensee/ Pfäffikersee und drei Jahre lang Lei- tender Ranger beimNaturschutzdienst Baselland. Nun wird er für das Büro Hintermann & Weber AG, das den Auf-

trag für den Rangerdienst erhalten hat, tätig sein, in Zusammenarbeit mit dem Trinationalen Umweltzentrum TRUZ, das seinen Sitz auf Weiler Boden ganz in der Nähe des Laguna Badelandes hat. Im TRUZ befindet sich die Basis des Rangers und hier arbeiten auch die beiden Personen, die mit ihm das Ran- gerteam bilden werden: Martha Koel- bing und Raphael Böhm. Martha Koelbing kommt aus dem badischen Müllheim, hat Geografie und Umweltwissenschaften studiert, verfügt über eine Ausbildung als Kin- dergruppenleiterin und ist seit 2018 beimTRUZ tätig, imProjektModellre- gion Biotopverbund Markgräflerland. Raphael Böhm war mehrere Jahre Sommer-Ranger am Feldberg, Natur- führer am Naturschutzzentrum Süd- schwarzwald und ist ausgebildeter Er- lebnispädagoge, Lehrer und Geograf. Kickoff am 23./24. Februar Den ersten grossen Einsatz hat das Trio amWochenende vom 23./24. Feb- ruar mit den Hauptstandorten beim Eisweiher in Riehen und am Platz der drei Länder auf Weiler Seite. Am letz- ten Februarwochenende werden dort auch Führungen angeboten. Über- haupt steht das Ranger-Team auf An- frage für Führungen zur Verfügung – und dient auch als Anlaufstelle für alle möglichen Anfragen, Beobachtungen und Probleme. So kann sich an den Rangerdienst wenden, wer spezielle Beobachtungen gemacht oder Miss- stände festgestellt hat. Und auch bei

er soll auf Fehlverhalten aufmerksam machen. In den Naturschutzgebieten zum Beispiel besteht für Hunde Lei- nenpflicht – imGegensatz zumnorma- len Wegnetz. Das Betreten der Wässer- stellen ist verboten. Die Wege sollen nicht verlassen werden – speziell ent- lang landwirtschaftlich genutzter Flä- chen oder an Bachläufen, wo es boden- brütende Tierarten gibt. Die Ranger, die über eine Art Uniformverfügen, die sie als Ranger kennzeichnet, und die mit demVelo unterwegs sind, verfügen über keine Polizeigewalt. Sie können aber Personalien aufnehmen und bei schwerwiegenderen Fällen die Polizei hinzuziehen oder Anzeige erstatten.

Problemen wie Wildtierspuren in Kleingärten oder Trampelpfaden auf Landwirtschaftsflächen innerhalb des Landschaftsparks Wiese kann man sich an die Ranger wenden. Wie sich der Rangerdienst imDetail entwickeln wird und welche Aufgaben sich als bedeutend herauskristallisie- ren, ob der Rangerdienst längerfristig wirklich Sinnmacht, das wird sichwei- sen. Der Rangerdienst ist als dreijähri- ges Pilotprojekt angelegt und es findet eine Evaluation statt. Finanziert wird das Pilotprojekt vom Kanton Basel- Stadt (der Grosse Rat hat 360’000 Fran- ken bewilligt) sowie von der Gemeinde Riehen und der Stadt Weil am Rhein (mit je 72’000 Franken). Es handelt sich – in dieser Form ein Novum – um ein binationales Projekt, die Ranger sind auf schweizerischem wie auf deutschem Boden unterwegs und ha- ben im ganzen Landschaftspark die- selben Kompetenzen und Aufgaben. Informationstafeln in Vorbereitung Um den Landschaftspark Wiese noch besser erlebbar und als grosse Einheit spürbar zu machen, ist ein einheitliches System von Informa­ tionstafeln undWegweisern in Arbeit, dessen Erscheinungsbild sich zum Beispiel an der Tafel des Schaugartens Brühl schon betrachten lässt. Bis Ende Jahr wird das Konzept entwickelt und der Inhalt erarbeitet, danach werden die Schilder und Plakate produziert und aufgestellt.

Blick vom Brühl her in den Landschaftspark.

Foto: Rolf Spriessler-Brander

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