AWB_KW06_2019

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Allschwiler Wochenblatt

Freitag, 8. Februar 2019 – Nr. 6

Parteien Wir brauchen/machen eine andere Politik Folgende drei Sätze aus der Rede von Greta Thunberg sind mir spe- ziell unter die Haut gegangen: «Solange ihr euch nicht darauf konzentriert, was getan werden muss,sonderndarauf,waspolitisch möglich ist, gibt es keine Hoffnung ... Wir können keinen Ausweg aus dieser Krise finden, wenn wir sie nicht wie eine Krise behandeln ... Und wenn Lösungen in diesem System so schwer zu finden sind, dann müssen wir vielleicht das System ändern.» Die gängige Politik entspricht einer Gesellschaft, die immer noch gierig im Schlaraffenland-Modus steckt. Probleme, wie sie sich kon- kret beispielsweise im Zusammen- hang mit dem Gesundheitswesen oderdemsozialenAusgleichstellen, werden kollektiv verdrängt und aufwendig unter dem Deckel zu halten versucht. So auch beim Kli- maschutz, wo wir es ganz konkret beispielsweise im Zusammenhang mit demFlugverkehr vomEuroAir- port Basel-Mulhouse erleben: Es ist auch hier nicht das Problem, dass die Verantwortlichen nicht wissen, was getan werden muss, sondern dass sie es nicht tun. Oder wie es Greta Thunberg sagt: «Wenn das Haus brennt, muss man handeln und löschen … nicht diskutieren.» Wir brauchen eine andere Poli- tik: auch im und für das Baselbiet. Eine Politik, der es nicht an fachli- cher und menschlicher Kompetenz und Konsequenz fehlt, um die Herausforderungen zu meistern, die sich in einer Überfluss-Gesell- schaft stellen, die ihren Zenit überschritten hat. Eine Politik, die nicht länger «Noch-mehr!», son- dern: «Stopp!» sagt. Keine Politik, die davon redet, die Zukunft zu gestalten, aber inTat undWahrheit grossartig das Elend verwaltet. Reden und Schreiben mag gut sein ... aber noch besser ist es, etwas wirklich Wirkungsvolles zu tun! So werden wir beispielsweise in Allschwil ein Stück Wald putzen: Wir sehen uns am 23. Februar um 10.30 Uhr am Mülibach! Ueli Keller, Vorstand und Landratskandidat Grüne Allschwil-Schönenbuch Sozialhilfe: Ausgleich ist nötig Sozialhilfe ist zwar eine Gemein- deaufgabe. Die Voraussetzungen undHöhederUnterstützungensind jedoch gesetzlich vorgegeben, und die Kosten können darum von den Gemeinden kaum beeinflusst wer-

Die CVP in den Landrat

den. Die grossen Unterschiede in der finanziellen Belastung der Ge- meinden beruhen hauptsächlich darauf, dass in den einen viel günstiger Wohnraum verfügbar ist und in anderen wenig oder über- haupt keiner. Der bestehende Fi- nanzausgleich ist ungenügend, und auch der Gegenvorschlag ist für die stark belasteten Gemeinden eher ein Tropfen auf den heissen Stein. Die Ausgleichsinitiative verlangt, dass 70 Prozent der Lasten über einen gemeinsamen Topf finanziert werden. Den Rest trägt jede Ge- meinde selber, womit ein genügen- der finanzieller Anreiz bleibt, sich um die Integration der unterstütz- ten Personen zu bemühen. Die Grünliberalen sagen Ja zur Solida- rität unter den Gemeinden und zur Ausgleichsinitiative. Grünliberale Partei Allschwil-Schönenbuch Digitalisierungsprozess muss begleitet werden In nahezu jedem Lebensbereich spielt die Digitalisierung eine zu- nehmende Rolle und in den aller- meistenBerufen hat die sie zu einem enormen Wandel geführt. Es sind andere Fähigkeiten, wie grosse Flexibilität und kontinuierliche Weiterbildung nötig, um den An- schluss nicht zu verpassen. Den Anschluss möchten auch die Schulen nicht verpassen. So hat die Baselbieter Bildungsdirekto- rin, Monica Gschwind, Ende Ja- nuar angekündigt: An den Sekun- darschulen im Kanton Baselland sollen Schülerinnen und Schüler künftig mit persönlichen digitalen Geräten ausgestattet werden. Also auch an der Sekundarschule in Allschwil. Jeder Wandel birgt bekanntlich Chancen und Risiken. Wichtig ist es deshalb, den Prozess in verschie- dener Hinsicht zu begleiten. Es braucht – neben der technisch einwandfreien Funktionsweise – a) professionelle Betreuung/Beglei- tung durch Informatik-Fachleute wie in jeder grösseren Firma, sonst werden viele Lehrpersonen auf den Einsatz digitaler Medien verzich- ten. b) Weiterbildungsangebot für die Lehrkräfte, damit diese die Schüler mediendidaktisch und technisch kompetent coachen können. c) digitale Lehrmittel, die den hohen didaktischen und fach- lichen Ansprüchen genügen. Parallel erscheint es mir sehr wichtig, den Schülerinnen und Schülern den Umgang mit digitalen Medienbeizubringen– inBezugauf die Qualität und die Quantität. Welche Eltern kenne den Satz nicht

«Nur noch 10 Minuten», wenn es um Videospiele oder Dauerchats geht. Ohne persönliche Beziehun- gen und Diskussionen leidet die Sozialkompetenz. Und die ist ebenso wichtig in der Wirtschaft wie die digitale Kompetenz. Team- fähigkeit lässt sich sehr beschränkt am Computer lernen. Die Vorteile der Digitalisierung in den Schulen liegen auf der Hand, nebenden«analogen»Lehrmitteln, können die digitalen einen klaren Mehrwert bieten. Ergänzend, in guter Qualität, richtig angewendet. Priska Lanz Niederer, Landratskandidatin FDP Eine neue Partei – aber die bewährten Leute Auch wir nützen gern die Gelegen- heit, Sie hier zu begrüssen. Vielleicht begegnen Sie uns auch an unseren samstäglichen Standaktionen oder in papierener Form in den Wahl- kampfunterlagen … Erstaunt Sie eine neue Partei im Allschwiler Parteireigen? Für dieses Mal ist das Neue das Original: Wir sind frü- here, zum Teil langjährige SVP- Mitglieder. Politisch Interessierte haben in den Medien von der Spaltung der SVP-Fraktion lesen können. Die jetzt wiederholt aufge- stellte Behauptung der SVP-Rest- fraktion, die Mandatsträger wür- den nur ihre Taschen füllen wollen, ist verleumderisch und leicht zu widerlegen … aber, wir haben es schon im Einwohnerrat deutlich gemacht: Wir wollen nach vorne schauenund trotz allemuns gesche- henenUnrecht,neuformiert,unsere Arbeit für Allschwil und den Kan- ton weiter leisten. Deshalb gibt es jetzt die Allschwiler Volkspartei. Auf der Landratsliste werden Sie einen Gemeinderat, die Schul- ratspräsidentin, und etliche Ein- wohnerratsmitglieder finden. Wer Roman Klauser als Gemeinderat kennt, der über alle Parteigrenzen hinweg geschätzt wird, dank sei- nem Durchblick, fair und konst- ruktiv in unserer Exekutive tätig, der wird ihn wieder als Landrat ins «ferne» Liestal wählen, wo er für uns wichtige Arbeit leistet. Pascale Uccellahat inden letzten Jahrendie Schule Allschwil mit unglaubli- chem Engagement geführt und or- ganisatorisch neu aufgestellt. Auch sie hat als Landrätin unterdessen viel Erfahrung gesammelt. Wir bitten Sie freundlich, die ausserge- wöhnliche Arbeit dieser beiden Landratsmitglieder zu belohnen und sie mittels unserer AVP-Liste 15 verdient zu wählen! Ursula Krieger, Einwohnerrätin AVP

Am 31. März sind Wahlen: Wir empfehlen Ihnen Muriel Dietiker und Claudia Sigel. Und dafür legen Sie die Liste 5 unverändert ein. Claudia Sigel lebt verheiratet in Allschwil und arbeitet mitten im Dorfkern als selbständige Rechts- anwältin. Teamfähigkeit und Durchsetzungskraft, aber auch den Sinn für Konsens zeichnen sie aus – die besten Attribute, um All- schwils neue Landrätin zu werden. Als Stiftungsratsmitglied der Stif- tung Tagesheime Allschwil und Mitglied der Sozialhilfebehörde ist sie breit vernetzt und verfügt über ein breites Wissen in anspruchsvol- len und komplexen Sozial- und Wirtschaftsthemen. Sie setzt sich ein für eine klare Reduktion des Fluglärms, für die Verbesserung der Stellung Alleinerziehender und für eine strengere Überprüfung von Massnahmen undVerfügungen der Kindes- und Erwachsenenschutz- behörden. Muriel Dietiker zeichnet sich durch ihr breites Wissen über Bildung, Wirtschaft und Politik aus. Sie ist erfahren in Krisenmana- gement, verfügt über ausgewiesene Führungserfahrung und handelt nach dem Motto «Dialog statt Po- larisierung» lösungsorientiert und ressourcenbewusst. Sie ist kämpfe- risch in der Sache, verantwortungs- voll in der Konsequenz und hartnä- ckig in derNachfrage. IhreKernan- liegensinddieFörderungpolitischer Bildung und aktiver Beteiligung junger Leute, die Schaffung nach-

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